Nach dem schweren Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet hat die Europäische Union eine offizielle Hilfsanfrage von der syrischen Regierung bekommen.
Brüssel in Belgien - Die Europäische Union hat nach dem schweren Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet mit mehr als 11.200 Todesopfern eine offizielle Hilfsanfrage von der syrischen Regierung erhalten. „Wir haben heute Morgen eine Bitte von der syrischen Regierung an die Europäische Union für Unterstützung durch den Zivilschutz-Mechanismus erhalten“, sagte der für den Krisenschutz zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic am Mittwoch in Brüssel.
Die EU-Kommission teile diese Anfrage mit den Mitgliedstaaten und ermutige sie, die erbetene Hilfe zu leisten, fügte Lenarcic hinzu. Syrien habe um Unterstützung für die Rettungsteams vor Ort sowie um medizinische Ausrüstung, Medikamente und Lebensmittel gebeten. Es gilt als ungewöhnlich, dass die syrische Regierung unter Machthaber Baschar al-Assad die EU um Hilfe fragt. Die EU hat wegen des Bürgerkriegs in Syrien Sanktionen gegen das Land verhängt.
In die Türkei hatte die EU bereits Rettungsteams entsendet und dafür ihren Zivilschutz-Mechanismus aktiviert. Am frühen Montagmorgen hatte ein Erdbeben der Stärke 7,8 das türkisch-syrische Grenzgebiet getroffen. In den Stunden danach trafen die Region noch mehr als 50 Nachbeben.
Am Mittwoch stieg die Zahl der Todesopfer in beiden Ländern auf mehr als 11.200. Mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen wird gerechnet - etliche Menschen sind bei eisigen Temperaturen noch verschüttet. mbn/lob/ju