Ab in den Süden

8 Tipps von einer Reise-Expertin für einen nachhaltigen Urlaub

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Wenn du diese Ratschläge beherzigst, wird dein Urlaub ein bisschen grüner.

Wer gerne reist und trotzdem nachhaltig unterwegs sein möchte, steht in Deutschland schnell vor einem Dilemma, denn entlegene Reiseziele, die das ganze Jahr über mit tollem Wetter locken, kann man nur mit dem Flieger erreichen. Nachhaltiges Fliegen ist aktuell aber noch nicht möglich, auch wenn schon viele am Wasserstoffantrieb tüfteln. Kerstin Heinen vom Deutschen Reiseverband (DRV) hat uns ein paar Tipps gegeben, was wir als Verbraucher:innen konkret tun können, um diesen Sommer möglichst umweltfreundlich zu verreisen.

1. Ins Reisebüro gehen

Der Gang ins Reisebüro ist aus der Mode gekommen, aber der DRV empfiehlt, sich an die Expert:innen zu wenden, denn in brancheninternen Buchungssystemen liegen Informationen über Nachhaltigkeit vor. So kannst du zum Beispiel nachfragen, ob sich deine Unterkunft mit eigener Solaranlage energieeffizient versorgt.  

2. Dauer der Reise an die Entfernung des Reiseorts anpassen

Stichwort: Kein Shopping-Wochenende in New York. Kurztrips sollten ausschließlich in der Nähe stattfinden. Wer einen Langstreckenflug geplant hat, sollte dementsprechend auch länger vor Ort bleiben.

3. Direktflüge bevorzugen

Das ist nicht nur komfortabler, sondern auch nachhaltiger. Denn: Bei Start und bei Landung wird besonders viel Kerosin verbraucht.

4. Lieber Economy statt Business-Class

In der Business- und First-class werden auf gleicher Fläche viel weniger Passagiere untergebracht, als in der Economy-Class. Und wer mehr Platz in Anspruch nimmt, verbraucht auch mehr CO₂.

Touristin im Sommerurlaub

5. Koffer nicht so voll machen

Weniger Gewicht verbraucht weniger Treibstoff und senkt den CO₂-Verbrauch. Beim nächsten Mal vielleicht auf das Sperrgepäck verzichten und stattdessen das Surfbrett oder die Skier vor Ort mieten.

6. Unterkunft vor Ort überprüfen

„Einfach mal die Unterkünfte direkt auf Nachhaltigkeit ansprechen“, sagt Heinen. Du kannst zum Beispiel nachfragen, ob und wie viel Wasser eingespart wird, was mit Essensresten passiert oder welche sonstigen Maßnahmen es gibt.

7. Greenwashing erkennen

Dabei solltest du auf Transparenz achten. „Eigene“ Zertifikate, die sich Anbieter oder Unterkünfte selbst ausstellen, sind mit Vorsicht zu genießen. Um nicht in Greenwashing-Fallen zu tappen, empfiehlt die Expertin auf die vom Globalen Rat für nachhaltigen Tourismus anerkannten Labels zurückzugreifen. Diese sind transparent und glaubwürdig.

8. Aktivitäten vor Ort nicht vergessen

Wenn du deinen Urlaub wirklich nachhaltig gestalten möchtest, solltest du dir nicht nur über den Reiseweg und die Unterbringung Gedanken machen, sondern auch deine Aktivitäten am Reiseziel hinterfragen. Buche ich die Tour auf dem Motorboot oder erkunde ich die Küste lieber mit dem Stand-up Paddle? Brauche ich wirklich den Mietwagen oder leihe ich mir ein Fahrrad? Auch die Tourismusbüros vor Ort haben gute Tipps für nachhaltigen Urlaub parat!

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Rubriklistenbild: © Panthermedia/IMAGO

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