Medizinischer Eingriff? „Große Narbe“ an Putins Hals sorgt für Spekulationen
VonCarina Ottillinger
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Die ganze Welt spekuliert seit Monaten über Putins Gesundheitszustand. Jetzt befeuert ein Foto das Gerücht einer angeblichen Krankheit.
Moskau – Präsident Wladimir Putin erschien letzte Woche bei einem Gottesdienst in Moskau mit einer Narbe an seinem Hals. Diese Beobachtung führte zu weiteren Spekulationen über seinen möglichen Krankheitszustand.
In den vergangenen Monaten hat es immer wieder Gerüchte über die Gesundheit des russischen Präsidenten gegeben. Er hätte angeblich Krebs, Parkinson oder beides. Der Kreml hatte das immer wieder bestritten und den exzellenten Gesundheitszustand des Präsidenten verteidigt.
Ukrainischer Journalist vermutet hinter Putins Narbe ein Symbol für die russische Invasion
Jetzt verdichtet sich das Gerücht erneut, weil Putin in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau am Ostersonntag (16. April) beim Orthodoxen Gottesdienst gefilmt und fotografiert wurde.
Der ukrainische Nachrichtendienst Dialog.ua berichtete, dass das von der Nachrichtenagentur Tass aufgenommene Foto „einen seltsamen Fleck“ an seinem Hals zeige, „der einer großen Narbe ähnelt“. Der ukrainische Journalist Denis Kazansky machte auf Telegram darauf aufmerksam und schrieb: „Was ist mit Wolodja los?“
„Ich glaube, ich habe herausgefunden, woher das Z kommt“, fügte Kazansky hinzu. Die Narbe habe die Form des Buchstabens, der zum Symbol für Putins groß angelegte Invasion der Ukraine geworden ist.
Der ganzen Welt spekuliert: Steht Putin im Ostergottesdienst auf wackeligen Beinen?
Zudem verstärkte der ukrainische Politiker Oleksiy Goncharenko die Spekulationen über Putins Gesundheit am Montag in einem Video auf seinem YouTube-Kanal. „Er hat gestern in der Kirche nicht sehr gut ausgesehen. Er konnte sich nur mit Mühe bewegen. Und auf den Fotos ist deutlich eine Narbe an seinem Hals zu sehen“, sagte Gontscharenko auf Russisch.
Höchstwahrscheinlich habe er sich einem medizinischen Eingriff unterzogen, spekuliert der Politiker weiter. „Ich weiß nicht, was sie dort gemacht haben. Vielleicht haben sie die Lunge künstlich beatmet oder etwas anderes gemacht.“
Letztes Jahr schrieb die investigative Zeitschrift Proekt, dass Putin aufgrund von durchgesickerten Reisedokumenten Schilddrüsenkrebs oder eine andere Krankheit hatte.
Ein ehemaliger sowjetischer Spion behauptete, der russische Präsident leide an Parkinson. Das New Lines Magazine gab an, vorliegende Aufnahme eines Oligarchen zu haben, auf der Putin sagt, er leide „an Blutkrebs“. Keine der Behauptungen wurden bisher vom Kreml bestätigt.
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Unklarheit über den Zeitpunkt von Putins Reise in die ukrainischen Regionen Cherson und Luhansk
Gerüchte über den Gesundheitszustand Putins folgten laut des US-Magazins Newsweek möglicherweise auf die Ungewissheit im Zusammenhang mit der Ankündigung des Kremls, der russische Präsident habe die besetzten ukrainischen Gebiete Cherson und Luhansk besucht.
Mittlerweile hat jedoch der britische Nachrichtensender BBC verifizieren können, dass Putin in der Stadt Henitschesk zu Besuch war. Unklarheit herrscht allerdings über den genauen Zeitpunkt seiner Reise. Während Kremlsprecher Dmitri Peskow gesagt haben soll, dass der Besuch am 17. April 2023 stattgefunden habe, widersprach dies jedoch dem Videomaterial des Besuchs, wie BBC schreibt. (ot)