Rund 200 Kardinäle sind am Montag im Vatikan mit Papst Franziskus zu einer Vollversammlung zusammengekommen.
Rom - Bei dem Treffen wollte das Oberhaupt der Katholiken die neue Verfassung des Kirchenstaates namens ««Praedicate Evangelium» (Verkündet das Evangelium) besprechen, die seit Anfang Juni in Kraft ist. Der Heilige Stuhl gab vor dem zweitägigen Treffen kaum Details bekannt. Auch am Montagmittag beschränkte sich die Kommunikation zunächst auf einen einzigen Satz: «Im Vatikan läuft im Beisein des Heiligen Vaters Franziskus die Versammlung der Kardinäle zur neuen Apostolischen Verfassung Praedicate Evangelium.» Als einziger öffentlicher Termin ist eine Abschlussmesse am Dienstag vorgesehen.
Der 85 Jahre alte Pontifex will seine Kirche reformieren, die neue Verfassung ist ein Teil dieses Vorhabens. Unter anderem will er die Behörden des Vatikan öffnen, damit etwa auch Laien oder Frauen Zugang zu leitenden Ämtern haben. Vielen gehen die Vorhaben des Papstes aber nicht weit genug. Eine Gruppe von Frauen protestierte am Morgen neben der Petersbasilika mit roten Regenschirmen, auf denen sie sich mit Formulierungen wie «Reform bedeutet Frauen» oder «Mehr als die Hälfte der Kirche» für mehr Mitspracherecht der Frauen stark machten. (dpa)