VonNail Akkoyunschließen
Nach dem Anschlag in New Orleans ermittelt das FBI weiter. Nun kommen immer mehr Details zum Täter ans Licht.
New Orleans – Der islamistische Attentäter von New Orleans handelte nach FBI-Erkenntnissen als Einzeltäter und war technisch gut vorbereitet. Wie US-Präsident Biden am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, führte der Mann einen Fernzünder für Sprengsätze mit sich, als er am Neujahrsmorgen mit seinem Pick-up-Truck im French Quarter in eine Menschenmenge raste. Bei dem Anschlag kamen 15 Menschen ums Leben.
Anschlag in New Orleans: Attentäter deponierte zahlreiche Sprengsätze in Kühltruhen
Der als Shamsud-Din J. identifizierte Täter hatte nach FBI-Angaben bereits Stunden vor seiner Todesfahrt Sprengsätze in Kühltruhen an verschiedenen Orten des beliebten Ausgehviertels deponiert. Der US-Staatsbürger, der als ehemaliger Soldat und Reservist in der US-Armee gedient hatte, kam bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben. Die Bundespolizei stuft die Tat inzwischen als terroristischen Akt ein und bestätigte eine Verbindung des Täters zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS).
Auto rast in New Orleans in Menschenmenge: Die verheerenden Bilder aus der Bourbon Street




Die Ermittler korrigierten damit ihre ursprüngliche Einschätzung. FBI-Ermittlerin Alethea Duncan hatte zunächst erklärt, man glaube nicht, dass J. allein gehandelt habe. Nach weiteren Untersuchungen zu dem Anschlag in New Orleans geht das FBI nun von einer Einzeltäterschaft aus.
Heimatschutzminister Mayorkas warnte zugleich vor vorschnellen Schlüssen zu möglichen Verbindungen mit der tödlichen Explosion eines Tesla Cybertrucks vor einem Trump-Hotel in Las Vegas. „Das stellt nicht unbedingt eine Verbindung zwischen den beiden Ereignissen her“, sagte er in einem CNN-Interview. „Ich denke, wir wissen noch nicht genug“, so Mayorkas weiter.
Anschlag in New Orleans: Aufnahmen aus Wohnung des Attentäters veröffentlicht
Die New York Post berichtet derweil von „chemischen Rückständen und Chemikalienflaschen“, die das FBI in der Wohnung des Täters gefunden haben soll. Die Boulevardzeitung beruft sich dabei auf Fotos und Videoaufnahmen, die aus Jabbars Wohnung im Norden Houstons in Texas stammen sollen. Weiter ist von „einer langen Liste von Substanzen“ die Rede, „die beim Bombenbau verwendet werden“.
In dem Herzstück seines Wohnzimmers soll zudem ein Koran auf einem Bücherregal gestandenhaben. Aufgeschlagen war laut der New York Post eine Passage, in der es heißt: „Sie kämpfen für Allahs Sache und töten und werden getötet; ein verbindliches Versprechen.“ (nak)
Rubriklistenbild: © Matthew Hinton/AP/dpa

