VonChristoph Gschoßmannschließen
Die SPD verliert weiter an Zustimmung: Kanzler Olaf Scholz und die Ampel hätten keine Mehrheit mehr, wäre am Sonntag Bundestagswahl.
München – Die SPD befindet sich im Sinkflug: Die Partei von Bundeskanzler Olaf Scholz käme aktuell nur auf 20 Prozent der Stimmen, wären am Sonntag Wahlen. Stärkste Kraft wäre die Union mit 30 Prozent.
Im aktuellen ZDF-Politbarometer hat die CDU ihren Vorsprung vor den anderen Parteien deutlich ausgebaut. Das geht aus einer Erhebung der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen. Das bedeutet ein Plus von drei Prozent gegenüber der Vorwoche, und den besten Wert in einer Politbarometer-Umfrage seit etwa eineinhalb Jahren. Die SPD verliert einen Prozentpunkt im Vergleich zur vorigen Umfrage im Januar.
Unverändert bleiben die Grünen, die nur einen Prozentpunkt hinter der SPD auf 19 liegen. FDP und Linke erreichen der Umfrage nach jeweils fünf Prozent, die AfD 14. Alle drei Parteien verlieren demnach einen Prozentpunkt. Die Ampel-Koalition wäre damit am Ende. Eine Mehrheit wäre nur unter Führung der CDU möglich, sowohl als Große Koalition mit der SPD, als auch schwarz-grün. Auch Rot-Rot-Grün wäre nicht stark genug für eine Mehrheit.
Boris Pistorius laut Umfrage auf Anhieb beliebtester Politiker
Die SPD hat aber zumindest einen Grund zu feiern: Der neue Verteidigungsminister Boris Pistorius ist laut der Umfrage auf Anhieb der beliebteste Politiker Deutschlands. Er verdrängt Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) von der Spitze. Auf einer Skala von minus 5 bis plus 5 wird Pistorius auf 1,6 eingestuft. Habeck liegt bei 0,9. Es folgen Kanzler Scholz mit 0,7 und Außenministerin Annalena Baerbock mit 0,6. Auf Rang 7 liegt FDP-Chef Christian Lindner auf 0,3, es folgen Markus Söder (CSU) mit minus 0,1 und Friedrich Merz mit minus 0,2.
Die Forschungsgruppe Wahlen befragte vom 14. bis 16. Februar 1361 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte per Telefon. Laut Angaben beträgt der Fehlerbereich zwischen zwei und drei Prozentpunkten. (csgc)
Einige Grünen-Realos fordern in einem Manifest neuen Kurs in Migrationspolitik. Auch der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer gehört zu der Gruppe.
