Nach Gerüchten um eine mutmaßliche ausländische Verschwörung um den Sturz des ehemaligen Premierministers hat das pakistanische Militär diese Aussagen dementiert.
Islamabad - Mit Blick auf eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats vor einigen Wochen sagte Armeesprecher General Babar Iftikhar: «Wird in der Erklärung des nationalen Sicherheitsausschusses irgendeine Verschwörung erwähnt? Ich denke nein. Das ist unser Standpunkt.»
Der ehemalige Kricketstar Imran Khan war am Sonntag in Pakistan als Regierungschef der südasiatischen Atommacht durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden. Neuer Premier ist der langjährige Oppositionsführer Shehbaz Sharif. Khan und seine Regierungspartei hatten von einer Verschwörung durch die USA gesprochen - mit dem Ziel, seine Regierung zu stürzen. Beweise wollte die Regierung jedoch nicht liefern - die Dokumente unterlägen der Geheimhaltung.
Khan kam bei den Parlamentswahlen 2018 an die Macht. Diese waren von Vorwürfen überschattet, das mächtige Militär habe die Abstimmung zu seinen Gunsten manipuliert. Seine Popularität sank vor allem infolge der massiven wirtschaftlichen Probleme in dem Land mit mehr als 220 Millionen Einwohnern. Nach mehreren Zerwürfnissen soll ihm das Militär die Unterstützung entzogen haben. (dpa)