Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, steigt auf dem John F. Kennedy Flughafen aus einem Flugzeug A321 der Flugbereitschaft der Bundeswehr. (Archiv)
Und schon wieder bleibt ein Regierungsflieger der Luftwaffe am Boden. Diesmal trifft es Außenministerin Annalena Baerbock.
Update vom 17. Mai, 16.05 Uhr: Schon am Mittag hätte Außenministerin Annalena Baerbock mit ihrer Delegation zurück nach Deutschland fliegen sollen. Doch ein technischer Defekt verhinderte den Start. Zunächst hieß es, dass der Start um eine Stunde verschoben werde.
Jetzt ist klar: Das Flugzeug kann am Mittwoch gar nicht mehr fliegen.
„Unsere Maschine hat einen technischen Defekt, der uns einen Rückflug von Doha nach Berlin heute (17.5.) Abend nicht mehr erlaubt“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Was genau ist kaputt: Es geht um „einen Defekt an einem Rad“, der den Austausch mit einem Ersatzteil erforderlich macht.
Und das dauert offenbar länger als gedacht: „Der Abflug der Außenministerin und der Delegation mit der reparierten Maschine nach Berlin ist nun für Donnerstagmorgen vorgesehen“, so der Sprecher
Luftwaffen-Panne: Baerbock-Flieger kann nicht starten
Erstmeldung vom 17. Mai: Doha – Eigentlich sollte die Außenministerin Annalena Baerbock nach ihrem dreitägigen Staatsbesuch in Saudi-Arabien und Katar am Mittwochmittag Ortszeit mit ihrer Delegation mit dem Regierungsflieger nach Hause fliegen. Doch auf dem Weg zum Flughafen dann die Nachricht.
Das Flugzeug vom Typ A321 Neo bleibt vorerst am Boden und damit die Ministerin. Als Grund wurden technische Probleme genannt. Das Resultat: Mindestens zwei Stunden Verspätung. Ippen.Media begleitet die Reise journalistisch vor Ort.
Flugzeug-Panne: Baerbock-Maschine kann nicht starten – erneut
Ärgerlich: Schon bei der Abreise hatte es beim Regierungsflieger „Theodor Heuss“ vom Typ Airbus A340, der ursprünglich für die Reise an den Golf eingeplant war, einen technischen Defekt gegeben. Der A340 musste sogar gegen den A321 Neo ausgetauscht werden. Das sorgte schon bei der Hinreise für eine Verspätung von gut zwei Stunden. Die Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums gehört zur deutschen Luftwaffe. Eine Aufgabe ist es, den Flugbetrieb für die Regierung, den Präsidenten und den Deutschen Bundestag zu gewährleisten. Das klappte bei dieser Reise nicht reibungslos.
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Außenministerin Annalena Baerbock hat ihren dreitägigen Besuch in der Golfregion mit einem Treffen mit dem Staatsoberhaupt des Emirats Katar Tamim bin Hamad Al Thani und Premierminister und Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani im Palast abgeschlossen. Bei der Baerbock-Reise ging es unter anderem auch um Flüssiggas.
Baerbock auf heikler Mission in Katar
Wie in Saudi-Arabien stand Baerbock erneut vor einem Spagat: Die schwierige Menschenrechtslage in Katar steht einer wichtigen Rolle des Landes im Zusammenhang mit dem Iran, Afghanistan sowie bei Energie- und Klimathemen gegenüber. Bezüglich des Irans dürfte es neben dem seit Jahren auf Eis liegenden Atomabkommen und den Protesten innerhalb des Landes auch um die Zusammenarbeit mit Russland in dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine gehen.
Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, steigt auf dem Doha International Airport aus einem Flugzeug der Flugbereitschaft der Bundeswehr.
Vor allem beruht der Wohlstand Katars auf seinen Erdgasreserven – es sind weltweit die drittgrößten nach Russland und Iran. Katar gilt als weltgrößter Exporteur von Flüssiggas. Hauptabnehmer sind Japan, China, Südkorea und Indien. Von 2026 an will Katar nach einem Abkommen von Ende November Flüssigerdgas (LNG) nach Deutschland liefern. Die geplante Menge könnte etwa drei Prozent des deutschen Jahresbedarfs decken.
Deutschland will mit LNG aus aller Welt ausbleibendes Erdgas aus Russland ersetzen. Die Lieferungen aus Katar sollen bis zu zwei Millionen Tonnen im Jahr umfassen und über mindestens 15 Jahre gehen.