Der peruanische Präsident Pedro Castillo wurden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm einen Angriff auf die Ordnung des Landes vor.
Lima -Gegen ihn werde wegen Rebellion ermittelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch (Ortszeit) nach der Festnahme Castillos mit. «Wer zu den Waffen greift, um die Staatsform zu ändern, die rechtmäßig gebildete Regierung zu stürzen oder die verfassungsmäßige Ordnung zu unterdrücken oder zu ändern, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn und nicht über zwanzig Jahren bestraft», heißt es zum Straftatbestand der Rebellion im peruanischen Strafgesetzbuch.
Vor seiner Festnahme hatte Castillo versucht, den Kongress aufzulösen. Zahlreiche Mitglieder seiner Regierung und die Opposition sprachen daraufhin von einem Staatsstreich. Das Parlament enthob den ehemaligen Dorfschullehrer schließlich seines Amtes. Kurz darauf wurde die bisherige Vizepräsidentin Dina Boluarte als erste Staatschefin des südamerikanischen Landes vereidigt.
Mexikos Regierung: Würden Perus Ex-Präsident wohl Asyl gewähren
Nach der Festnahme des abgesetzten peruanischen Präsidenten Pedro Castillo würde Mexikos Regierung dem Linkspolitiker nach eigenen Angaben vermutlich auf Antrag Asyl gewähren. «Wir verfolgen eine Politik, die dem Asyl positiv gegenübersteht. Ich glaube nicht, dass wir es ablehnen würden», sagte Außenminister Marcelo Ebrard am Mittwoch (Ortszeit) im Radiosender Fórmula. «Wenn er darum bittet, werden wir es wohlwollend erwägen.»
Peru war am Mittwoch von einer Staatskrise erschüttert worden: Castillo hatte versucht, den Kongress aufzulösen, zahlreiche Mitglieder seiner Regierung und die Opposition sprachen daraufhin von einem Staatsstreich. Das Parlament enthob den ehemaligen Dorfschullehrer schließlich seines Amtes. Kurz darauf wurde die bisherige Vizepräsidentin Dina Boluarte als erste Staatschefin des südamerikanischen Landes vereidigt. Castillo wurde festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Rebellion vor.
Mexiko hat eine lange Tradition des politischen Asyls. Nach einer politischen Krise in seinem Land hatte Boliviens zum Rücktritt gezwungener Präsident Evo Morales 2019 für rund einen Monat in dem lateinamerikanischen Land Zuflucht gesucht. Auch dem in Großbritannien inhaftierten Wikileaks-Gründer Julian Assange hatte Mexiko Asyl angeboten. (dpa)