Nicht als Kandidat zugelassen

Präsidentenwahl in Tschechien: Millionär Janecek klagt gegen Ausschluss

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Multimillionär Karel Janecek hat 73.000 Unterschriften zur Unterstützung seiner Kandidatur gesammelt. Weil viele scheinbar ungültig waren, wurde er nicht zur Wahl zugelassen

Nachdem er von der Präsidentenwahl Tschechiens ausgeschlossen wurde, klagt Multimillionär und Korruptionsbekämpfer Karel Janecek gegen den Beschluss.

Prag - Das Innenministerium hatte die Kandidatur des 49-Jährigen nicht zugelassen, weil er nicht die erforderliche Zahl von 50 000 gültigen Unterstützerunterschriften vorgelegt habe.

Janecek kritisierte am Donnerstag, zahlreiche Signaturen seien zu Unrecht aussortiert worden. «Es ist paradox, dass eine der nicht anerkannten Unterschriften sogar meine eigene ist», teilte er mit. Demnach soll er seine Personalausweisnummer unleserlich eingetragen haben. Der studierte Mathematiker aus Pilsen ist Begründer des tschechischen Stiftungsfonds gegen Korruption (NFPK).

Insgesamt gingen 13 Beschwerden gegen den Registrierungsprozess für die Wahl ein. Das Innenministerium hatte nur neun Bewerber zugelassen. Darunter sind alle aktuellen Umfragefavoriten: der Ex-General Petr Pavel, der populistischen Ex-Ministerpräsident Andrej Babis und die frühere Hochschulrektorin Danuse Nerudova.

Neben 50 000 Unterschriften von Bürgern reichte auch die Unterstützung durch 20 Abgeordnete oder 10 Senatoren. Der erste von voraussichtlich zwei Wahlgängen findet am 13. und 14. Januar statt. Die zweite und damit letzte Amtszeit des derzeitigen Präsidenten Milos Zeman endet Anfang März. (dpa)

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