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Die Labour-Partei erzielt einen Erdrutschsieg bei der Großbritannien-Wahl. Starmer ist Premier und bildet neues Kabinett. Der News-Ticker.
Update vom 5. Juli, 22.32 Uhr: Ein politischer Umbruch und eine Vielzahl frischer Gesichter in der Regierung: Die Wahlen in Großbritannien 2024 brachten am Freitag eine Fülle von Veränderungen für das Land. Nach mehr als einem Jahrzehnt hat Großbritannien erneut einen Premierminister aus der Sozialdemokratie. Keir Starmer, 61 Jahre alt, dessen Labour-Partei einen deutlichen Erfolg bei den Parlamentswahlen erzielte, sprach sich für einen Neustart aus. Bei seiner ersten öffentlichen Ansprache in der Downing Street in London unterstrich er: „Unsere Arbeit ist dringend und wir beginnen heute damit.“ Er gestand jedoch ein, dass die Durchführung dieser Veränderungen Zeit erfordern würde und zeigte Verständnis für die politische Unzufriedenheit im Land.
Wahlen in Großbritannien: Premier Starmer beruft nach Ernennung sein Kabinett
Die Umgestaltung eines Landes, so Starmer, sei nicht so einfach wie das Umlegen eines Schalters. „Das wird etwas dauern“, sagte er, nachdem König Charles III. ihn nach den Wahlen in Großbritannien mit der Regierungsbildung beauftragt hatte. Nach 14 Jahren löst seine Partei die Konservativen von Ex-Premierminister Rishi Sunak ab, die vor einem Scherbenhaufen stehen.
Starmer ist der erste Labour-Premierminister seit Gordon Brown, der 2010 seinen Rücktritt erklärte. Nach der Auszählung fast aller Wahlkreise kann seine Partei mindestens 412 der 650 Sitze im Unterhaus (House of Commons) für sich beanspruchen und damit ein starkes Ergebnis bei der Großbritannien-Wahl erzielen. Bei den Wahlen 2019 hatte die Partei 202 Sitze gewonnen. Die Konservativen stürzen von ehemals 365 auf etwa 120 Sitze ab. Dabei wurden so viele Kabinettsmitglieder wie nie zuvor abgewählt. Für Sunaks Konservative gleicht die Wahl einem Albtraum. „Erdrutsch“ und „Massaker“ sind einige der Schlagzeilen der britischen Presse. Sunak kündigte seinen Rücktritt als Parteichef an.
Nach Wahl in Großbritannien: Starmer ernennt Kabinett
Update vom 5. Juli, 19.54 Uhr: Die Labour-Partei hat einen haushohen Sieg bei der Parlamentswahl in Großbritannien eingefahren und stellt nun die neue Regierung in London. Jetzt ist auch klar, wer dem künftigen Kabinett angehören wird. Der neue Premierminister Keir Starmer führt die Regierung an – als erster sozialdemokratischer Premier seit 14 Jahren. Am Freitag ernannte er seine Minister. Hier der Überblick über die wichtigsten Posten: Angela Rayner (Vize-Premierministerin), Rachel Reeves (Finanzen), David Lammy (Außen), John Healey (Verteidigung), Yvette Cooper (Inneres), Wes Streeting (Gesundheit), Ed Miliband (Energie), Shabana Mahmood (Justiz) und Bridget Philipson (Bildung).
Update vom 5. Juli, 18.09 Uhr: Nach der Machtübernahme bei der Großbritannien-Wahl formt Wahlsieger Keir Starmer weiter sein neues Kabinett: Wie die Downing Street Nr. 10 mitteilte, soll Wes Streeting Gesundheitsminister, Bridget Phillipson Bildungsministerin und Ed Miliband Energieminister werden.
Nach Großbritannien-Wahl: Starmer beruft Rachel Reeves als Finanzministerin
Update vom 5. Juli, 17.13 Uhr: Mit dem Gewinn der Parlamentswahlen hat Keir Starmer die Zusammensetzung seines Kabinetts in Angriff genommen. Drei Positionen sind bereits an Frauen aus der Labour-Partei vergeben worden. Rachel Reeves wurde laut Guardian als erste Finanzministerin bestimmt. Diane Abbott übernimmt die Rolle der „Mother of the House“, was bedeutet, dass sie die am längsten dienende weibliche Abgeordnete ist. Zusätzlich wurde Angela Rayner zur stellvertretenden Premierministerin ernannt und übernimmt den Ministerposten für soziale Gleichstellung, Wohnungsbau und Kommunen.
Update vom 5. Juli, 14.35 Uhr: Keir Starmer will einen „größeren Neustart“ für Großbritannien. Das kündigte er laut The Guardian bei seiner ersten Rede als neuer Premierminister an. „Ob Sie Labour gewählt haben oder nicht, insbesondere wenn Sie es nicht getan haben, sage ich Ihnen direkt: Meine Regierung wird Ihnen dienen“, versprach er den Bürgern.
König erklärt Labour-Chef nach Großbritannien-Wahl zum Premierminister
Update vom 5. Juli, 13.35 Uhr: Keir Starmer, Chef der Labour-Partei, ist Premierminister von Großbritannien. König Charles hat ihn im Buckingham-Palast offiziell zum Regierungschef erklärt, berichten Sky News und AFP. Rishi Sunak, der bisherige Premierminister, fuhr mit seiner Tory-Partei dagegen ein historisch schlechtes Ergebnis bei der Wahl in Großbritannien ein.
Update vom 5. Juli, 12.04 Uhr: Nach der Niederlage der konservativen Tories bei der britischen Parlamentswahl will Rishi Sunak den Parteivorsitz abgeben. Das kündigte der bisherige Regierungschef in London an.
Reaktionen auf Wahlergebnis in Großbritannien – Lauterbach gratuliert Labour-Partei zum Sieg
Update vom 5. Juli, 11.34 Uhr: Die ersten Reaktionen auf die Wahlergebnisse in Großbritannien sind erwartbar vielfältig. Keir Starmer, der designierte Premierminister, sprach in seiner Siegesrede von einer „Mission der nationalen Erneuerung und dem Wiederaufbau unseres Landes“. Rishi Sunak, der Vorsitzende der Tory-Partei und amtierende Premierminister, gestand seine Niederlage ein und erklärte, er wolle „die Verantwortung für die Niederlage“ tragen. Auch aus Deutschland gab es erste Reaktionen. Karl Lauterbach, Gesundheitsminister der Ampel, gratulierte in einem Beitrag auf X: „Glückwunsch an Keir Starmer und die Labour Party“.
Update vom 5. Juli, 10.07 Uhr: Das Ergebnis der britischen Parlamentswahlen steht fest, obwohl noch nicht alle Wahlkreise ausgezählt sind. Der Chef der Labour-Partei, Keir Starmer, wird der nächste Premierminister. Der Kampagnenleiter der Sozialdemokraten hat gegenüber der BBC angegeben, dass Starmer wahrscheinlich noch heute sein gesamtes Kabinett benennen werde. Angesichts der anstehenden großen internationalen Ereignisse sei es notwendig, die Zuständigkeiten schnell zu verteilen. In diesem Zusammenhang weist The Guardian auf den bevorstehenden Nato-Gipfel in der nächsten Woche hin, der gleichzeitig Starmers erster internationaler Auftritt als Premierminister sein wird.
Sunak gratuliert Labour-Chef Starmer – Ergebnis der Wahl in Großbritannien steht quasi fest
Update vom 5. Juli, 8.30 Uhr: Nur noch wenige Wahlkreise sind in Großbritannien noch nicht ausgezählt. Doch eins ist schon lange klar: Am Mittag dürfte König Charles III. als Staatsoberhaupt Labour-Parteichef Keir Starmer offiziell mit der Regierungsbildung im Vereinigten Königreich beauftragen. Der scheidende Premier Rishi Sunak gratulierte ihm am frühen Morgen.
Update vom 5. Juli, 7.50 Uhr: Nächstes Desaster für die Tories bei der Großbritannien-Wahl 2024: Die frühere Premierministerin Liz Truss hat ihren Sitz in Norfolk South West verloren. Der Wahlkreis galt zuvor als Hochburg der Konservativen. Truss musste sich Labour-Kandidat Terry Jermy knapp geschlagen geben.
Update vom 5. Juli, 7.40 Uhr: Der designierte Premierminister Keir Starmer hat nach dem Sieg seiner Labour-Partei bei der Großbritannien-Wahl 2024 einen Neustart für das Land versprochen. „Der Wandel beginnt jetzt“, rief Starmer in London jubelnden Menschen zu. „Im ganzen Land werden die Menschen zu der Nachricht aufwachen, erleichtert, dass eine Last von ihren Schultern genommen wurde.“
| Partei | Sitze (noch 2 offen) |
|---|---|
| Labour | 412 |
| Tories | 121 |
| Liberal Democrats | 71 |
| SNP | 9 |
| Sinn Fein | 7 |
| Reform UK | 4 |
| Green Party | 4 |
| Sonstige | 20 |
(Quelle: BBC)
Update vom 5. Juli, 7.20 Uhr: Für die Tories kommt es bei der Großbritannien-Wahl 2024 immer dicker. Auch Jacob Rees-Mogg hat seinen Sitz im Unterhaus verloren. Der konservative Brexit-Vorkämpfer war einer der schillerndsten Politiker im britischen Parlament – nun ging sein Sitz im Südwesten Englands an die Labour-Partei. Rees-Mogg saß seit 2010 für die Tories im Unterhaus. Spott und Kritik erntete Rees-Mogg, als er sich bei einer Debatte demonstrativ gelangweilt auf der Regierungsbank im Unterhaus ausstreckte.
Tories erleben Alptraum bei Großbritannien-Wahl 2024
Update vom 5. Juli, 6.40 Uhr: Die Großbritannien-Wahl 2024 ist für die konservativen Tories zum Alptraum geworden. „Erdrutsch“ und „Massaker“ lauten einige Schlagzeilen der britischen Presse nach Bekanntwerden des Desasters. Mehrere Kabinettsmitglieder verloren ihre Sitze, darunter Verteidigungsminister Grant Shapps, Bildungsministerin Gillian Keegan sowie Penny Mordaunt – die Ministerin für Parlamentsfragen galt bisher als Favoritin auf Sunaks Nachfolge.
Update vom 5. Juli, 6.25 Uhr: Der britische Premierminister Rishi Sunak hat die Niederlage der Tories bei der Großbritannien-Wahl 2024 eingeräumt. Die Menschen in Großbritannien hätten „ein ernüchterndes Urteil“ gefällt. „Ich übernehme die Verantwortung dafür.“ Seinen eigenen Wahlkreis gewann Sunak deutlich, er deutete aber seinen Rückzug von der Parteispitze an.
Ergebnisse bei Großbritannien-Wahl katastrophal – Sunak tritt wohl heute zurück
Update vom 5. Juli, 6.00 Uhr: Die Ergebnisse für die Tories bei der Großbritannien-Wahl 2024 sind geradezu katastrophal. In rund 180 Wahlkreisen wird noch ausgezählt, doch nach den bisher vorliegenden Ergebnissen hat Labour bereits jetzt die absolute Mehrheit von 326 Sitzen im Unterhaus erreicht. Die Konservativen von Premierminister Rishi Sunak haben bisher erst 70 Sitze sicher.
Update vom 5. Juli, 5.45 Uhr: Englischen Medienberichten zufolge wird Rishi Sunak heute als Vorsitzender der Konservativen Partei zurücktreten. Die Ergebnisse der Großbritannien-Wahl werden für seine Tories zum Desaster. Gerade einmal 140 Sitze bleiben ihnen wohl. Noch heute Mittag dürfte König Charles III. als Staatsoberhaupt Parteichef Keir Starmer offiziell mit der Regierungsbildung beauftragen. Tim Shipman, politischer Chefkommentator der Sunday Times, geht davon aus, dass der Premierminister heute zurücktreten werde. Aber er sagte auch, Sunak werde „im Amt bleiben, bis ein anderer Anführer ausgewählt wird“.
Drehtür Downing Street: Großbritannien lässt Tory-Chaos hinter sich




Ergebnisse bei Großbritannien-Wahl: Sunaks Tories schneiden historisch schlecht ab
Update vom 5. Juli, 5.35 Uhr: Die konservativen Tories sind vernichtend geschlagen: Nach der Großbritannien-Wahl 2024 schrumpft die Fraktion von Premier Rishi Sunak auf etwa 140 Sitze im Unterhaus – so wenig wie noch nie. Sunak wird das wohl das Amt des Vorsitzenden kosten.
Update vom 5. Juli, 5.10 Uhr: Nach der Großbritannien-Wahl 2024 gehen die Schlüssel zur Tür mit der Nummer 10 in der Downing Street nach 14 Jahren konservativer Regierung wieder an Labour über. Noch heute Mittag dürfte König Charles III. als Staatsoberhaupt Parteichef Keir Starmer offiziell mit der Regierungsbildung beauftragen. Etwas mehr als 400 der 650 Abgeordneten im Unterhaus dürften die Sozialdemokraten wohl stellen.
Ergebnis bei der Großbritannien-Wahl 2024: Rechtspopulist Farage zieht ins britische Parlament ein
Update vom 5. Juli, 5.00 Uhr: Der Brexit-Verfechter Nigel Farage ist bei seinem achten Versuch ins britische Parlament gewählt worden. Er gewann einen Sitz für seine einwanderungsfeindliche Partei Reform UK. Farage sprach in einer Videobotschaft von einem „beinahe unglaublichen Ergebnis“ für seine Partei. „Leute, das ist riesengroß.“
Update vom 5. Juli, 00.42 Uhr: Die ersten offiziellen Ergebnisse bei der Wahl in Großbritannien zeigen vor allem mit Blick auf die Partei Reform UK von Nigel Farage eine bemerkenswerte Entwicklung. In beiden der bislang ausgezählten Wahlkreisen erhielt der Kandidat von Reform UK die zweitmeisten Stimmen – vor dem Kandidaten der Tories. Die Konservativen könnten einen Großteil ihrer Stimmen an die Farage-Partei verloren haben.
Wahl in Großbritannien: Hochrangige Konservative müssen um Sitze im Parlament bangen
Update vom 5. Juli, 00.37 Uhr: Verschiedene hochrangige Politiker der Tory-Partei könnten in den nächsten Stunden ihren Parlamentssitz verlieren. Aufgrund des Mehrheitswahlverfahrens im Vereinigten Königreich erhält nur der Gewinner eines Wahlkreises einen Sitz im Unterhaus. Nicht nur Premierminister Rishi Sunak, sondern auch Finanzminister Jeremy Hunt muss um den Wiedereinzug fürchten. Sollte Hunt seinen Sitz verlieren, wäre er der erste amtierende Finanzminister in der Geschichte, dem dies widerfährt.
Update vom 5. Juli, 00:14 Uhr: Die ersten offiziellen Ergebnisse sind da. Sunderland macht das Rennen und verkündet als erster Wahlkreis die offizielle Vergabe der Stimmen. Bridget Phillipson holt den ersten offiziellen Sitz für Labour.
„Großbritannien sieht rot“: Labour bei UK-Wahl vor Erdrutschsieg
Update vom 4. Juli, 23.58 Uhr: „Großbritannien sieht rot“ titelt die britische Boulevard-Zeitung The Sun mit Blick auf den prognostizierten Erfolg von Labour. Die Daily Mail spricht von einer „Auslöschung der Tories“. Das Portal The Independent titelt nüchtern: „Starmer nimmt Kurs auf Nr. 10“. Downing Street Nr. 10 ist die Adresse des Amtssitzes des britischen Premierministers in London.
Update vom 4. Juli, 23.45 Uhr: Unklar ist zur jetzigen Zeit noch, welche Auswirkungen das desaströse Ergebnis der Tories auf die Zukunft von Rishi Sunak haben wird. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Sunak sich nicht als Parteichef der Konservativen halten wird. Die Experten der BBC rechnen damit, dass Sunak in den frühen Morgenstunden vor die Presse treten könnte.
Wahl in Großbritannien – Starmer und Sunak äußern sich
Update vom 4. Juli, 23.36 Uhr: Es gibt erste Reaktionen der Spitzenkandidaten. Premierminister Sunak bedankte sich auf X bei den „hunderten konservativen Kandidaten, Tausenden Freiwilligen und Millionen Wähler“ für deren harte Arbeit und die abgegebenen Stimmen. Labour-Chef Starmer schrieb ebenfalls auf X: „Allen, die bei dieser Wahl für Labour Wahlkampf gemacht haben, allen, die für uns gestimmt und Vertrauen in unsere veränderte Labour-Partei gesetzt haben, gilt mein Dank.“
Update vom 4. Juli, 23.18 Uhr: Der zweite große Sieger des Abends neben der Labour-Partei könnten die Liberal Democrats sein. Die Partei gewinnt im Exit Poll der BBC 53 Sitze hinzu und kommt auf 61 Sitze im Parlament.
„Mr Brexit“: Nigel Farage kann bei Großbritannien-Wahl wohl Erfolg feiern
Update vom 4. Juli, 23.18 Uhr: Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt noch der Einfluss von Reform UK auf das Ergebnis der Tories. Nigel Farage hatte im Vorlauf der Wahl angekündigt, durch sein Antreten zur Wahl die Konservativen weiter schwächen zu wollen. Die EU-kritische Partei erhält dem Exit-Poll zufolge 13 Sitze im Unterhaus.
Update vom 4. Juli, 23.12 Uhr: Die Tories und Premierminister Rishi Sunak erleben wohl die erwartete Wahl-Katastrophe. Sollte sich die Prognose bestätigen, würden die Konservativen noch schlechter abschneiden als bei der Wahl in 1997. Damals hatten die Tories 165 Sitze erhalten – ein Ergebnis, das als „Blutbad“ bezeichnet wurde. Premierminister Sunak führt seine Partei damit wohl zu einem historisch schlechten Resultat.
Update vom 4. Juli, 23.03 Uhr: Die Ergebnisse des Exit Polls würden einen Erdrutschsieg für die Labour-Partei bedeuten, die damit die Mehrheit im Parlament erreichen würden – Keir Starmer wäre der nächste Premierminister von Großbritannien und der erste Labour-Premierminister seit Gordon Brown im Jahr 2010. Die Ergebnisse müssen jedoch aktuell noch mit Vorsicht genossen werden, da es sich lediglich um eine Nachwahlbefragung handelt. Diese zeigte sich in der Vergangenheit jedoch immer wieder als guter Indikator für die Ergebnisse.
Erste Ergebnisse zur Großbritannien-Wahl – Labour in Prognose deutlich vorne
Update vom 4. Juli, 23.00 Uhr: Die Wahllokale sind geschlossen und es gibt erste Zahlen. Die Tories erleben bei der Großbritannien-Wahl die erwartete Klatsche. In der Nachwahlbefragung im Auftrag von BBC, ITV News und Sky News kommt die Partei von Premierminister Rishi Sunak gerade einmal auf 131 Sitze. Wahlsieger wird die Labour-Partei mit 410 Sitzen. Die Liberal Democrats stehen bei 61 Sitzen.
Großbritannien-Wahl 2024: Erste Ergebnisse erwartet
Update vom 4. Juli, 22.50 Uhr: Es wird ernst bei der Großbritannien-Wahl. In knapp zehn Minuten schließen die Wahllokale – kurz darauf will die BBC die Ergebnisse der Nachwahlbefragung veröffentlichen. Wird es die erwartete Klatsche für Premierminister Sunak und seine Konservativen? Wie groß wird der Vorsprung für die Labour-Partei um Keir Starmer? Erste Antworten auf diese Fragen dürfte es in Kürze geben.
Update vom 4. Juli, 22.42 Uhr: Spannend dürfte am späten Donnerstagabend auch das Rennen um den schnellsten Wahlkreis im Vereinigten Königreich werden. Bei den vergangenen Wahlen lieferten sich diverse Kreise im Nordosten Englands erbitterte Duelle darum, wer als Erstes die Auszählung der Stimmen abschließen konnte. Dabei helfen unter anderem auch lokale Schüler und Studenten mit, um die Stimmzettel-Boxen schnell von A nach B zu bekommen. Favoriten auf den Titel sind in diesem Jahr einmal mehr die Städte Sunderland und Newcastle.
Endspurt bei Großbritanien-Wahl – erste Ergebnisse ab 23 Uhr
Update vom 4. Juli, 22.31 Uhr: Die Wahllokale in Großbritannien sind noch eine gute halbe Stunde geöffnet. Bis 22 Uhr Ortszeit (23 Uhr MESZ) haben die Wählerinnen und Wähler noch Zeit, ihre Stimme abzugeben. Sollten sich vor den Wahllokalen Schlangen bilden, reicht es für die Wahlberechtigten, sich vor 22 Uhr in diese einzureihen. Mit dem Schließen der Wahllokale wird eine Nachwahlbefragung im Auftrag von BBC und Sky News veröffentlicht. Im weiteren Verlaufe des Abends und der Nacht folgen dann weitere Hochrechnungen.
Erste Ergebnisse bei Wahl in Großbritannien stehen kurz bevor – Sunak droht Klatsche
Update vom 4. Juli, 22.12 Uhr: Die Wahl könnte auch Auswirkungen auf die Debatte um eine schottische Unabhängigkeit haben. Sollte die Schottische Nationalpartei (SNP) von Regierungschef John Swinney, die für eine Unabhängigkeit von Großbritannien und eine Rückkehr in die EU eintritt, im nördlichen britischen Landesteil weniger Sitze gewinnen als Labour, dürfte die Frage vorerst keine Rolle spielen.
Laut dem Guardian gab es aber enorme Wechsel von SNP zu Labour in den schottischen Umfragen. Da die SNP-Stimmen gleichmäßig verteilt sind, stehen Dutzende SNP-Sitze nun auf Messers Schneide.
Wahllokale in Großbritannien schließen bald
Update vom 4. Juli, 21.14 Uhr: Die Wahl in Großbritannien geht in den Endspurt. Es scheint, als ob das Vereinigte Königreich auf einen Wechsel an der Regierungsspitze zusteuert: Premierminister Rishi Sunak und seiner Konservativen Partei könnte bei den Parlamentswahlen eine historische Niederlage bevorstehen. Es wird angenommen, dass die sozialdemokratische Labour-Partei unter der Führung von Keir Starmer einen signifikanten Sieg erringen wird. Dies würde bedeuten, dass der 61-Jährige als Sunaks Nachfolger in die Downing Street einziehen würde.
Bis zur Schließung der Wahllokale um 23.00 Uhr (MESZ) haben Millionen von Menschen die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Nach diesem Zeitpunkt wird eine Prognose erwartet.
Teure Werbung am letzten Tag der Großbritannien-Wahl wegen überholtem Gesetz
Update vom 4. Juli, 20.09 Uhr: Die politischen Parteien in Großbritannien planen, am Donnerstag über eine Million Pfund für Online-Werbung zu investieren. Ihr Ziel ist es, die Medienbeschränkungen zu umgehen, die TV- und Radiosender dazu verpflichten, ihre Berichterstattung über die Wahlen einzustellen, sobald die Wahllokale ihre Türen öffnen. Diese Vorschrift, die von der Medienaufsichtsbehörde Ofcom seit langem durchgesetzt wird, besagt: „Die Diskussion und Analyse von Wahl- und Referendumsthemen muss mit Eröffnung der Wahl abgeschlossen sein.“
Mit dem Aufkommen von Online-Wahlkampagnen in den vergangenen zwei Jahrzehnten wird diese Regel jedoch immer mehr ad absurdum geführt. Es gibt Hinweise darauf, dass politische Parteien den Donnerstag als einen entscheidenden Tag für den Wahlkampf betrachten, um ihre zentralen Botschaften an unentschlossene Wähler zu übermitteln. Sam Jeffers von WhoTargetsMe, einer Organisation, die seit einem Jahrzehnt die Wahlwerbung in Großbritannien beobachtet, teilte dem britischen Guardian mit, dass für den Donnerstag erhebliche Geldmittel bereitgestellt wurden. „Die Parteien sind auf dem besten Weg, heute eine Million Pfund für Meta und wahrscheinlich weitere 250.000 Pfund für Google auszugeben“, sagte er. Sollten diese Zahlen zutreffen, könnten die politischen Parteien am Wahltag mehr Geld für den Erwerb politischer Online-Werbung ausgeben als während des gesamten Wahlkampfs 2015.
Update vom 4. Juli, 19.00 Uhr: Die Meinung von Experten zufolge, versuchen die Konservativen lediglich, den Schaden zu begrenzen. Sunak behauptete in stündlichen Beiträgen auf X, vor der Öffnung der Wahllokale, dass die Sozialdemokraten weitreichende Steuererhöhungen planen. Kommentatoren bewerten diese Behauptung jedoch als falsch und Labour-Chef Starmer weist den Vorwurf entschieden zurück.
Sunak äußerte sich auf Twitter wie folgt: „Wenn Labour einen Blankoscheck bekommt, werden sie ihre Supermehrheit nutzen, um Sie für den Rest Ihres Lebens stärker zu besteuern.“ Interessanterweise existiert eine solche „Supermehrheit“ im britischen Parlamentssystem nicht. Es macht keinen Unterschied, ob eine Partei im Unterhaus eine Mehrheit von 20 oder 200 Sitzen innehat.
Nigel Farage und Reform UK im Aufschwung bei Großbritannien-Wahl
Update vom 4. Juli, 17.43 Uhr: Die Rückkehr von Nigel Farage hat diesen Wahlkampf in Großbritannien nochmals verändert – und der Aufschwung seiner Partei Reform UK schadet den düsteren Aussichten der Tory weiter. Doch die Unterstützung für Reform ist zu gleichmäßig verteilt und die Organisation der Partei zu schwach, als dass Farage auf Anhieb viele Sitze gewinnen könnte.
Wie der britische Guardian berichtet, zeigen die Umfragen, dass Reform UK zwar nicht viele Sitze gewinnen wird, aber zumindest einige. Die Umfragen deuten darauf hin, dass Nigel Farage daher in seinem achten Versuch endlich einen Sitz im Unterhaus gewinnen wird.
Hunde bei Großbritannien-Wahl
Update vom 4. Juli, 14.27 Uhr: In Großbritannien sind Hunde mehr als nur Haustiere, sie sind Teil des politischen Geschehens. Unter dem Hashtag #DogsAtPollingStations (#HundeAnWahllokalen) teilen Menschen in den sozialen Netzwerken – wie schon in den vorherigen Jahren – Bilder ihrer vierbeinigen Freunde vor den Wahllokalen. Sadiq Khan, der Bürgermeister von London, hat sich ebenfalls beteiligt. Er veröffentlichte ein Video auf X, in dem sein Hund Luna die Hauptrolle spielte.
Khan ist ein Mitglied der Labour-Partei. Laut aktuellen Umfragen sind die Sozialdemokraten auf dem besten Weg, die Großbritannien-Wahl zu gewinnen. Sollte dies der Fall sein, würde der aktuelle Parteichef der Labour-Partei, Keir Starmer, den konservativen Premierminister Rishi Sunak ablösen.
Erfolg für Starmers Labour Party steht bei Großbritannien-Wahl an
Update vom 4. Juli, 12.15 Uhr: Bei den Großbritannien-Wahlen zeichnete sich bereits im Vorfeld ein beispielloser Triumph für die Labour Party ab. Keir Starmer, der Parteiführer, hat die Bürger des Landes am Wahltag nun erneut dazu aufgefordert, ihre Stimme abzugeben. „Heute steht die Zukunft Großbritanniens auf dem Stimmzettel“, postete der Politiker auf den sozialen Plattformen.
Es wird angenommen, dass die sozialdemokratische Labour-Partei unter Starmers Führung einen deutlichen Sieg bei den britischen Wahlen erringen wird. Dies würde den 61-Jährigen als Nachfolger von Rishi Sunak in die Downing Street führen. Eine Prognose wird erwartet, sobald die Wahllokale um 23.00 Uhr (MESZ) schließen.
Sunak und Starmer wählen bei Großbritannien-Wahl: Umfragen zeigten zuvor bereits Labour-Sieg
Update vom 4. Juli, 10.50 Uhr: In Großbritannien haben bereits mehrere hochrangige Politiker an der Wahl teilgenommen. Rishi Sunak wurde zusammen mit seiner Ehefrau vor einem Wahllokal gesehen. Auch der schottische Minister John Swinney und Doug Beattie, der Vorsitzende der Ulster Unionist Party, haben ihre Stimmen bereits abgegeben.
Jeremy Corbyn, der ehemalige Vorsitzende der Labour Party, hat ebenfalls gewählt. Keir Starmer, der aktuelle Chef der Labour Party, ist zusammen mit seiner Frau Victoria nach London gereist, um seine Stimme abzugeben. Er hat seine Wahl um etwa 9.45 Uhr Ortszeit getroffen.
Starmer sieht „neues Zeitalter“ nach Großbritannien-Wahl: Labour könnte Regierung übernehmen
Update vom 4. Juli, 9.47 Uhr: Die Wahlen in Großbritannien sind in vollem Gange. Keir Starmer, der Vorsitzende der Labour Party, äußerte sich angesichts der jüngsten Wahlumfragen und sprach von einem „neuen Zeitalter der Hoffnung und Chancen“. Er betonte am Vorabend der Wahl, dass Großbritannien ein Land mit unendlichen Möglichkeiten sei. „Die Briten verdienen eine Regierung, die ihren Ambitionen entspricht. Heute haben wir die Chance, gemeinsam mit Labour mit dem Wiederaufbau Großbritanniens zu beginnen.“
Die drohende Niederlage der Konservativen bei den britischen Wahlen lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Insbesondere haben eine Reihe von Skandalen und Affären, vor allem während der Amtszeit des ehemaligen Premierministers Boris Johnson, das Vertrauen der Bevölkerung in die Tory-Partei, die seit 14 Jahren an der Macht ist, stark erschüttert.
Wahlen in Großbritannien: Tories am Ende – Labour Party könnte gewinnen
Update vom 4. Juli, 8.35 Uhr: Heute dürften im Vereinigten Königreich 14 Jahre konservativer Regierung zu Ende gehen. Angesichts der letzten Umfragen und Prognosen zur Großbritannien-Wahl 2024 scheint die Lage für Premier Sunak in der Tat aussichtslos. Alles spricht für einen haushohen Sieg der Labour-Partei. Deren Chef Keir Starmer dürfte damit Sunak in der Downing Street ablösen.
| Partei | Prognose Sitze (Spanne) |
|---|---|
| Labour | 429 (324 bis 516) |
| Tories | 110 (29 bis 209) |
| Liberal Democrats | 50 (17 bis 92) |
| Scottish National Party | 20 (0 bis 54) |
| Reform UK | 3 (0 bis 104) |
| Sonstige | 5 (0 bis 5) |
(Quelle: The Economist, Stand: 4. Juli)
Wahl in Großbritannien hat begonnen
Update vom 4. Juli, 8.00 Uhr: Das Vereinigte Königreich hat die Wahl: Heute werden die Sitze im Unterhaus neu verteilt. Seit 8.00 Uhr MESZ sind die Wahllokale geöffnet. Rund 46 Millionen Menschen sind bei der Großbritannien-Wahl 2024 wahlberechtigt. Die Vergabe der Sitze erfolgt durch Direktmandate, wobei immer der Kandidat oder die Kandidatin mit der höchsten Stimmenzahl in einem der 650 Wahlkreise gewinnt. Die Wahllokale werden um 23.00 Uhr MESZ geschlossen. Unmittelbar danach werden Prognosen und Hochrechnungen erwartet. Die ersten Ergebnisse werden in der Nacht zum Freitag bekannt gegeben.
Update vom 4. Juli, 7.05 Uhr: Die Großbritannien-Wahl 2024 stellt für die Tories eine enorme Herausforderung dar, bei der es vor allem um Schadensbegrenzung geht. Mehrere derzeitige Regierungsmitglieder könnten den Umfragen zufolge ihre Mandate verlieren. Selbst Premier Sunak droht der Verlust seines Sitzes. Obwohl sein Wahlkreis in Nordengland als Hochburg der Konservativen gilt, könnte zum ersten Mal in der Geschichte ein amtierender Premier aus dem Unterhaus fliegen. In diesem Fall dürfte Sunak auch den Parteivorsitz verlieren.
Update vom 4. Juli, 5.55 Uhr: Im Vereinigten Königreich zeichnet sich eine historische Wahl ab. Den Konservativen von Premierminister Rishi Sunak, die seit 14 Jahren an der Macht sind, droht bei der heutigen Großbritannien-Wahl 2024 eine verheerende Niederlage. Sämtlichen Umfragen zufolge dürfte Keir Starmer von der sozialdemokratischen Labour-Partei der nächste Regierungschef werden.
Großbritannien-Wahl 2024: Tories von Premier Sunak stehen vor herber Niederlage
Erstmeldung vom 4. Juli: London – Am 4. Juli wird in Großbritannien ein neues Parlament gewählt. Die Ankündigung durch Premierminister Rishi Sunak Ende Mai war eine Überraschung. Ein Termin im Herbst schien aufgrund der Umfragen logischer. Tatsächlich ist zu erwarten, dass die Ergebnisse für Sunaks konservative Tories enttäuschend ausfallen werden. Alle Umfragen zur Großbritannien-Wahl 2024 prognostizieren einen klaren Vorsprung für die oppositionelle Labour-Partei unter der Führung von Keir Starmer. Es scheint, dass die Konservativen nach 14 Jahren an der Macht abgelöst werden könnten.
Das House of Commons, das Unterhaus in London, besteht aus 650 Sitzen. Diese werden von Abgeordneten aus den vier Teilen des Vereinigten Königreichs besetzt. Jeder Abgeordnete repräsentiert einen Wahlkreis: 543 der Wahlkreise befinden sich in England, 57 in Schottland, 32 in Wales und 18 in Nordirland.
Bei der Großbritannien-Wahl 2024 kommt das Mehrheitswahlrecht zum Tragen
Bei der Wahl im Juli treten insgesamt 4515 Kandidaten an – eine Rekordzahl. Die Wahllokale öffnen um 7.00 Uhr Ortszeit und schließen um 22.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ). Jeder Wahlberechtigte hat eine Stimme und kreuzt auf dem Stimmzettel einen Namen in seinem Wahlkreis an. Direkt nach der Wahl werden die Stimmzettel ausgezählt und die Ergebnisse spätestens am 5. Juli bekannt gegeben.
In Großbritannien gilt das Mehrheitswahlrecht. Der Kandidat, der in einem Wahlkreis die meisten Stimmen erhält, gewinnt das Mandat. Das Wahlrecht sorgt normalerweise für klare Verhältnisse, benachteiligt aber auch kleinere Parteien und bildet das Gesamtstimmenverhältnis nicht ab.
Um eine absolute Mehrheit im Parlament zu erzielen, muss eine Partei mindestens 326 Sitze gewinnen. Der Chef der größten Partei im Parlament wird dann von König Charles III. zum Premierminister ernannt und mit der Regierungsbildung beauftragt.
Die letzte Parlamentswahl in Großbritannien fand im Dezember 2019 statt. Bei dieser Wahl übertrafen die Konservativen unter der Führung des damaligen Parteichefs Boris Johnson mit 365 Mandaten deutlich die absolute Mehrheit. Die oppositionelle Labour-Partei erhielt lediglich 202 Sitze. Die Scottish National Party (SNP) erhielt 48 Sitze, während die Liberaldemokraten elf Mandate erhielten. (cs/AFP)
Rubriklistenbild: © Stefan Rousseau/dpa







