Friedensverhandlungen

Ukraine-News: Trump reagiert auf US-Gipfel bei Putin – nächstes brisantes Verhandler-Treffen heute

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Rutte spricht über einen NATO-Beitritt Kiews. Die Verhandlungen in Moskau haben keine nennenswerten Ergebnisse vorgebracht. Der aktuelle News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie im neuen News-Ticker.

Update, 7:05 Uhr: Die Gespräche über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs gehen heute weiter: Nach dem Treffen von US-Vertretern mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau wird am Donnerstag eine ukrainische Delegation in den USA erwartet. „Wir bereiten Treffen in den Vereinigten Staaten vor“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Seinen Angaben zufolge soll erneut eine Delegation um den Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, und Generalstabschef Andrij Hnatow die Gespräche mit den USA führen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 4. Dezember, 5:10 Uhr: Nach dem Treffen von US-Vertretern mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau wird Medienberichten zufolge heute eine ukrainische Delegation in den USA erwartet. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, wollen die Delegation in Florida treffen, wie unter anderem die New York Times und der Sender CBS News unter Berufung auf das Weiße Haus berichteten. 

Was will Wladimir Putin? Donald Trump glaubt, der russische Präsident wolle den Ukraine-Krieg beenden.

Ukraine News: Trump spricht von „sehr gutem Treffen“

Update, 23:07 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat dem russischen Staatschef Wladimir Putin den Willen zu einer Friedenslösung in der Ukraine bescheinigt. „Er will den Krieg beenden“, sagte Trump am Mittwoch in Washington. Der Präsident sprach von einem „sehr guten Treffen“ zwischen seinem Schwiegersohn Jared Kushner, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Putin in Moskau. Aus dem Kreml hatte es zuvor geheißen, in den zentralen Territorialfragen sei „noch keine Kompromisslösung“ gefunden worden. 

Update, 20:15 Uhr: Nach den gestrigen Verhandlungen zu einem möglichen Ende des Ukraine-Kriegs setzt Russland die Angriffe auf die Region Donezk fort. In der Stadt Slowjansk sei es zu einem Luftangriff gekommen, berichtete Gouverneur Vadym Filashkin. „Mindestens acht Menschen, darunter zwei Kinder“, seien verletzt worden, zitiert die Ukrainska Pravda den ukrainischen Politiker.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Update, 19:08 Uhr: Der Kiewer Generalstab bestätigte am Abend einen Angriff der Ukraine auf das russische Treibstofflager Dmitrijewka. Es sei getroffen und ein Brand festgestellt worden, schrieb der Generalstab bei Facebook. Mehrere Tanks brannten demnach. Das Objekt werde im Ukraine-Krieg zur Versorgung von Russlands Streitkräfte genutzt, hieß es zur Begründung. Weiter bestätigte der Generalstab einen Angriff auf ein Treibstofflager im Kreis Liwny in der Region Orjol am Vortag. 

Update, 18:03 Uhr: NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte am Mittwoch, dass der Ukraine die Tür für einen Beitritt offen stehe. Doch er fügte hinzu, dass es innerhalb der NATO derzeit „keinen Konsens“ für die Aufnahme der Ukraine gebe. Für die Aufnahme neuer Mitglieder ist die Zustimmung aller Mitgliedstaaten der NATO notwendig, dies sind aktuell 32 Länder. Russland macht eine Nicht-Aufnahme der Ukraine zu einem zentralen Bestandteil für Friedensverhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs.

Drohungen im Ukraine-Krieg: Putins Äußerungen nichts als „noch mehr Kreml-Geschwätz“

Update, 16:43 Uhr: Die britische Regierung hat die Aussagen von Wladimir Putin über die Kriegsbereitschaft seines Landes als „noch mehr Kreml-Geschwätz“ eingestuft. Putins Äußerungen am Dienstag seien nur weitere Rhetorik darüber, dass Europa angeblich Krieg führen wolle, sagte ein Regierungssprecher am Mittag der Nachrichtenagentur PA zufolge. „Das ist ebenso gefährlich wie falsch.“

Putin hatte am Dienstag erklärt, Russland sei bereit, die Europäer an Verhandlungen über ein Ende des Krieges in der Ukraine zu beteiligen. Dazu müssten sie aber die Realitäten auf dem Schlachtfeld in der Ukraine anerkennen. „Wir haben nicht vor, mit Europa zu kämpfen, das habe ich schon 100 Mal gesagt. Aber wenn Europa wiederum kämpfen will und anfängt, dann sind wir dazu sofort bereit“, sagte Putin.

Update, 15:13 Uhr: Bei den Verhandlungen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und der US-Delegation ist nach Angaben des russischen Präsidentenberaters Juri Uschakow auch die von der Ukraine angestrebte Mitgliedschaft in der NATO besprochen worden. „Das ist eine der zentralen Fragen und sie ist diskutiert worden“, sagte der diplomatische Berater Putins am Mittwoch vor Journalisten in Moskau, ohne nähere Angaben zu machen. Moskau lehnt eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine strikt ab.

Uschakow sagte zudem, dass die Verhandlungen durch den Verlauf der Kämpfe in der Ukraine zugunsten Moskaus beeinflusst worden seien. An der Front hatten die russischen Truppen zuletzt stetige Geländegewinne erzielt.

EU legt Plan vor für Finanzierung der Ukraine-Hilfen

Update, 14:51 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen Vorschlag zur Finanzierung der Ukraine-Hilfe für die kommenden zwei Jahre vorgestellt. Der Vorschlag solle die Ukraine in „eine starke Position bringen“, sagte von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. Demnach soll es ein Reparationsdarlehen für Kiew in Höhe von 90 Milliarden Euro geben, was von der Leyen zufolge rund zwei Drittel der ukrainischen Finanzierungsbedarfe abdecken würde.

Der Vorschlag sieht zwei Optionen vor: In der ersten Variante würde die EU das Darlehen über ihren nächsten langjährigen Haushalt ab 2028 absichern. Die zweite Option basiert auf dem Vorschlag der Kommission aus dem September, eingefrorene russische Gelder für ein solches Reparationsdarlehen zu nutzen. In beiden Fällen müsste die Ukraine das Geld nur zurückzahlen, wenn Russland nach einem Ende des Krieges Reparationen an die Ukraine zahlt.

Erfolge für Russland an der Ukraine-Front: Moskau rückt nahe Pokrowsk vor

Update, 14:27 Uhr: Russische Truppen haben nach Angaben der ukrainischen Militäranalysten von „DeepState“ drei weitere Ortschaften in der Ukraine besetzt. Die Streitkräfte Moskaus rückten in Balahan, Solodke und Satyschschja vor und eroberten im November insgesamt 505 Quadratkilometer ukrainisches Territorium. In Pokrowsk sollen die russischen Streitkräfte ebenfalls vorgerückt sein.

40 Prozent der russischen Geländegewinne ereigneten sich laut „DeepState“ nahe Huljajpole im Gebiet Saporischschja. Das ukrainische Oberkommando Ost berichtete am Morgen, dass die Verteidiger zusätzliche Logistikrouten zur Versorgung der Einheiten in Pokrowsk und Myrnohrad sichern, wo der Ukraine-Krieg weiter tobt.

Update, 13:39 Uhr: Moskau will die Verhandlungen über den US-Friedensplan geheim halten. „Je stiller diese Gespräche geführt werden, desto produktiver sind sie“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. „An dieses Prinzip werden wir uns halten, und wir hoffen, dass unsere amerikanischen Kollegen sich auch an dieses Prinzip halten“, sagte er der Nachrichtenagentur Tass zufolge.

Zwar brachte das Gespräch am Dienstagabend keine Einigung, Peskow wollte dies aber nicht als Ablehnung des US-Friedensplans verstanden wissen. „Wir sind bereit, uns so oft zu treffen, wie nötig, um eine Friedensregelung zu erreichen“, sagte er. Auch ein weiteres Telefonat Putins mit US-Präsident Donald Trump könne jederzeit organisiert werden.

Update, 13:05 Uhr: Schweden hat auf die jüngsten Kriegsdrohungen von Kreml-Chef Wladimir Putin gegen Europa reagiert und warnt vor der realen Bedrohung durch Russland. Die schwedische Außenministerin Maria Malmer Stenergard erklärte am Rande eines NATO-Ministertreffens, dass Moskau in jeder erdenklichen Weise eingedämmt werden müsse. Putin hatte am 2. Dezember erklärt, er sei „jederzeit“ zu einem Krieg mit Europa bereit. „Wir wissen, und besonders wir, die wir in der Nähe Russlands leben, dass sie eine echte Bedrohung darstellen“, sagte Stenergard laut der Ukrainska Pravda. Die Ministerin sagte weiter, sie sei „zu dem Schluss gekommen, dass wir unsere eigenen Militärinvestitionen erhöhen müssen“.

Update, 11:44 Uhr: Russland hat den US-Friedensplan für den Ukraine-Krieg nicht vollständig abgelehnt, heißt es aus dem Kreml. Kremlsprecher Dmitri Peskow widersprach entsprechenden Berichten und bezeichnete sie als falsch. Peskow erklärte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch es habe erstmals ein „direkter Meinungsaustausch“ über amerikanische Friedensvorschläge stattgefunden. „Einige Punkte wurden akzeptiert, andere als inakzeptabel eingestuft“, sagte er der Nachrichtenagentur Tass zufolge. Präsidentenberater Juri Uschakow bestätigte, dass manche US-Vorschläge „mehr oder weniger akzeptabel“ seien, andere Formulierungen jedoch inakzeptabel blieben.

Mindestens eine Milliarde US-Dollar pro Monat für die Ukraine an Militärhilfe

Update, 11:18 Uhr: Deutschland und andere NATO-Staaten sollen im kommenden Jahr für mindestens eine Milliarde US-Dollar pro Monat US-Waffen und Munition für die Ukraine kaufen. Es gehe um den Erwerb von entscheidender Ausrüstung wie Abfangraketen für Luftverteidigungssysteme, sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte bei einem Treffen mit den Außenministern der Bündnisstaaten in Brüssel.

Update, 10:38 Uhr: Belgien hat sich erneut entschieden gegen ein geplantes Reparationsdarlehen der EU für die Ukraine unter Verwendung der in Europa eingefrorenen russischen Vermögenswerte ausgesprochen. „Wir haben wiederholt gesagt, dass wir die Option des Reparationsdarlehens für die schlechteste von allen halten, da sie riskant ist und noch nie zuvor durchgeführt wurde“, sagte der belgische Außenminister Maxime Prévot am Mittwoch vor einem Treffen mit seinen NATO-Kollegen in Brüssel.

Prévot ging bei seiner Kritik auch auf die juristischen Texte ein, welche die EU-Kommission am Mittwoch vorstellen wollte. „Der Text, den die Kommission heute vorlegen wird, geht nicht zufriedenstellend auf unsere Bedenken ein“, sagte der belgische Minister. Es sei „nicht akzeptabel, das Geld zu verwenden und uns allein mit den Risiken zurückzulassen“, betonte er.

Update, 10:08 Uhr: Bei einem mutmaßlichen ukrainischen Drohnenangriff ist in der russischen Region Tambow ein Öldepot in Brand geraten. Regionalgouverneur Jewgeni Perwischow bestätigte, dass Trümmerteile einer unbemannten Drohne auf die Anlage in der Siedlung Dmitrijewka gefallen seien und dort ein Feuer ausgelöst hätten. Das berichtet der Kyiv Independent.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 3. Dezember. Laut dem Telegram-Kanal Astra war das Nikiforowskaja-Öldepot das Ziel des Angriffs. Perwischow meldete keine Opfer und erklärte, Feuerwehr und Polizei seien vor Ort im Einsatz. Die Ukraine äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall, greift aber regelmäßig russische Ölanlagen an, um Moskaus Militärlogistik und Kriegsfinanzierung im Ukraine-Krieg zu stören.

Russland erhebt Vorwürfe gegen die NATO: Störungen der Friedensverhandlugen

Update, 09:28 Uhr: Russlands Außenministerium hat der NATO vorgeworfen, Friedensverhandlungen zum Ukraine-Krieg gezielt zu sabotieren. Sprecherin Maria Sacharowa kritisierte die jüngsten Äußerungen des NATO-Militärausschussvorsitzenden Giuseppe Cavo Dragone scharf. Die Diplomatin verwies auf ein Interview Dragones mit der Financial Times, in dem dieser Präventivschläge mit Blick auf Moskaus hybriden Krieg gegen Europa erörtert hatte.

„Offensichtlich wird all dies (…) dazu genutzt, die Verhandlungen zu stören“, sagte Sacharowa dem russischen Sender Sputnik Radio. „Und natürlich spielt auch die zunehmende Hysterie in Westeuropa eine Rolle, der dort herrschende militaristische Wahn, der zu immer höheren Einsätzen, aufgeblähten Militärbudgets, der Zerstörung der eigenen Wirtschaft im Dienste des Militarismus und so weiter führt“, fügte Sacharowa hinzu, wie die russische Nachrichtenagentur Tass die Außenpolitikerin zitiert.

Ukraine News: Witkoff-Putin-Treffen ohne konkrete Ergebnisse – „Kompromisslösung“ vorerst nicht in Sicht

Erstmeldung: Der Kreml hat sich über die Gespräche in Moskau zurückhaltend gezeigt. Nach Angaben aus Moskau hatte es keinen Durchbruch bei den Verhandlungen gegeben. Bei der Schlüsselfrage der von Russland besetzten Gebiete sei „noch keine Kompromisslösung“ gefunden worden, sagte der Kreml-Berater Juri Uschakow am Dienstag nach Abschluss des fast fünfstündigen Gesprächs. Unmittelbar vor dem Treffen im Kreml hatte Putin heftige Vorwürfe gegen Europa erhoben und erklärt, dass sein Land im Falle eines Angriffs für einen „Krieg“ mit Europa „bereit“ sei.

In der Frage der von Russland besetzten Gebiete in der Ukraine, die etwa 19 Prozent des Landes ausmachen, sei „noch keine Kompromisslösung“ gefunden worden, „einige Vorschläge der USA“ könnten jedoch „diskutiert“ werden, sagte Uschakow nach dem Gespräch zu Journalisten. Die Beratungen seien „sehr nützlich und konstruktiv“ gewesen. Es sei aber noch „viel Arbeit in Washington und Moskau“ nötig, um eine Einigung zu erzielen. „Wir konnten uns in einigen Punkten einigen (…), andere Punkte wurden kritisiert“, sagte Uschakow. Beide Seiten hätten ihre Bereitschaft bekundet, „ihre Bemühungen fortzusetzen“. Aktuell sei kein Treffen zwischen Wladimir Putin und Donald Trump geplant. Der Kreml-Berater fügte hinzu: „Die Möglichkeit eines Treffens zwischen Putin und Trump wird von den Fortschritten abhängen, die in Richtung einer Einigung erzielt werden.“

Rubriklistenbild: © Montage: Russian Presidential Press Service/ Julia Demaree Nikhinson/dpa

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