Putins Angriff auf Sumy: Trump sieht in Russlands Aktion einen „Fehler“
VonDayan Djajadisastra
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Der russische Raketenangriff in Sumy hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Nun meldet sich Donald Trump. Der Angriff sei ein „Fehler“ gewesen.
Update vom 14. April, 14.19 Uhr: Während Kiew nach den russischen Angriffen auf Sumy von zahlreichen zivilen Opfern spricht, meldet Moskau einen gezielten Schlag gegen das ukrainische Militär. Laut einem Bericht der staatlichen russischen Nachichtenagentur TASS erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau, man habe mit zwei operativ-taktischen Raketen vom Typ „Iskander-M“ einen Versammlungsort des ukrainischen Führungspersonals in Sumy angegriffen.
Bei dem Angriff seien über 60 ukrainische Soldaten getötet worden, so das russische Verteidigungsministerium. Moskau veröffentlicht regelmäßig hohe Zahlen ukrainischer Verluste. Bei dem Raketenangriff auf Sumy am Palmsonntag kamen Medienberichten zufolge mehr als 30 Menschen ums Leben, darunter nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auch zwei Kinder. Mehr als 100 Zivilisten wurden verletzt.
Russische Angriffe im Ukraine-Krieg: Mindestens 34 Opfer nach Raketenschlag auf Sumy
Erstmeldung: USA – Der russische Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Sumy am Palmsonntag, bei dem mindestens 34 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt wurden, hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Auch US-Präsident Donald Trump äußerste sich während einer Flugreise zu dem russischen Angriff. Allerdings sorgte eine seiner Aussagen für besonderes Aufsehen.
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Angriff auf Sumy: Donald Trump spricht von russischem „Fehler“
Laut einem Bericht des ukrainischen Nachrichtenmediums Pravda erklärte Trump an Bord der Air-Force One, dass ihm mitgeteilt wurde, Russland habe einen „Fehler“ gemacht. „Es war eine schreckliche Sache. Und mir wurde gesagt, dass es ein Fehler war. Aber ich denke, es ist eine schreckliche Sache“, sagte Trump, ohne genau zu benennen, wer ihm diese Information übermittelt hatte. Trump nutzte die Gelegenheit auch, um erneut zu betonen, dass der Krieg niemals begonnen hätte, wenn er noch Präsident gewesen wäre – etwas, das er wiederholt behauptet.
Reaktionen zum verheerenden Raketenangriff in der ukrainischen Stadt Sumy
Der Angriff, bei dem zwei ballistische Raketen das Zentrum von Sumy trafen, ereignete sich an einem symbolträchtigen Tag für Christen – dem Palmsonntag. Er richtete sich gegen eine belebte, zivile Umgebung, wobei auch Kinder unter den Opfern sein sollen. Der US-Sondergesandte für die Ukraine, Keith Kellogg, verurteilte den Angriff scharf und warf Russland vor, „sämtliche moralischen und internationalen Normen überschritten“ zu haben, wie die Tagesschau berichtete.
Annaena Baerbock zum Angriff in Sumy: Putin wolle keinen Frieden, sondern Zerstörung
Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kritisierte das Verhalten Russlands und betonte, dass der Angriff die Verachtung Moskaus für das Völkerrecht einmal mehr unter Beweis stelle. EU-Ratspräsident António Costa bezeichnete den Angriff als „verbrecherisch“ und hob hervor, dass Russland weiterhin „seinen Feldzug der Gewalt“ fortsetze. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock schloss sich der internationalen Verurteilung an und erklärte, der Angriff zeige erneut, dass Wladimir Putin „keinen Frieden anstrebe, sondern Zerstörung“, schrieb die Grünen-Politikerin auf X (vormals Twitter). (dadj)