Die israelische Luftwaffe hat ein Ziel im Palästinensergebiet des Gazastreifens beschossen. Zuvor waren Raketen aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels abgefeuert worden.
Tel Aviv - Kampfjets hätten einen unterirdischen Komplex angegriffen, der Rohmaterialien für die Herstellung von Raketen der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas-Organisation beherbergt habe, teilte die israelische Armee am frühen Montagmorgen mit.
Im Süden Israels heulten in der Nacht die Alarmsirenen. Anschließend teilte die Armee mit, es seien vier Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet abgefeuert worden. Drei davon seien in der Luft explodiert und die vierte sei in einem offenen Gebiet eingeschlagen. Es gab keine Berichte über Opfer oder Sachschäden.
Militante Palästinenser im Gazastreifen hatten bereits am Samstagabend eine Rakete auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert. Das Geschoss wurde nach israelischen Militärangaben von der Raketenabwehr abgefangen. Bereits vor gut einer Woche hatte die israelische Luftwaffe nach einem ähnlichen Angriff Ziele in dem Palästinensergebiet am Mittelmeer beschossen.
Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensergebieten ist seit Wochen extrem angespannt. Neun Israelis und eine Ukrainerin sind seit Jahresbeginn bei palästinensischen Anschlägen getötet worden. Bei Razzien der israelischen Armee sowie ihren eigenen Anschlägen kamen allein in diesem Jahr 47 Palästinenser ums Leben .Israel hatte 1967 das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Dort leben heute mehr als 600 000 israelische Siedler. Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete für einen unabhängigen Staat Palästina mit dem arabisch geprägten Ostteil Jerusalems als Hauptstadt.
Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen unter sehr schlechten Bedingungen. Die Hamas hatte dort 2007 gewaltsam die Macht an sich gerissen. Israel verschärfte daraufhin eine Blockade des Küstengebiets, die von Ägypten mitgetragen wird. Die Hamas wird von den USA, der EU und Israel als Terrororganisation eingestuft.
Festnahmen bei israelischer Razzia in Nablus - ein Toter
Bei einem israelischen Militäreinsatz in Nablus im Westjordanland ist am Montag nach Angaben von Sanitätern ein 22-jähriger Palästinenser getötet worden. Sieben weitere hätten Verletzungen erlitten. Die israelische Armee teilte am Montag mit, in Nablus seien zwei mutmaßliche Attentäter gefasst worden. Bei dem Einsatz sei es zu einem Schusswechsel mit den Tatverdächtigen gekommen .Sie werden verdächtigt, im Oktober vergangenen Jahres einen israelischen Soldaten im nördlichen Westjordanland erschossen zu haben. Bei dem Einsatz seien drei weitere Verdächtige festgenommen worden, hieß es in der Mitteilung der Armee.
Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensergebieten ist seit Wochen extrem angespannt. Neun Israelis und eine Ukrainerin sind seit Jahresbeginn bei palästinensischen Anschlägen getötet worden. Bei Razzien der israelischen Armee sowie ihren eigenen Anschlägen kamen allein in diesem Jahr 47 Palästinenser ums Leben. (dpa)