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Bedrettin Bölükbasi
Nail Akkoyun
Sonja Thomaser
Nils Thomas Hinsberger
Papst Franziskus ist nach mehrmonatiger Krankheit gestorben. Sein Tod sorgt für Trauer. Politiker melden sich mit Reaktionen zum Tod des Papstes zu Wort.
Update, 11.05 Uhr: Aus Anlass des Todes von Papst Franziskus am Ostermontag hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für den heutigen Dienstag eine Trauerbeflaggung aller obersten Dienstbehörden in Bayern angeordnet, wie der Evangelische Pressedienst (epd) berichtet. Am Tag der offiziellen Trauerfeierlichkeiten in Rom, der bisher noch nicht festgelegt ist, werde eine gesonderte Anordnung einer landesweiten Trauerbeflaggung der Dienstgebäude des Freistaates Bayern erfolgen, teilte die Staatskanzlei demnach am Dienstag in München mit.
Tod von Papst Franziskus: Macron und Selenskyj wollen zum Begräbnis reisen
Update, 10.20 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird nach Angaben aus Kiew an der Beisetzung des verstorbenen Papstes Franziskus teilnehmen. „Das Büro des Präsidenten erwartet den Termin der Beerdigung des Papstes und bereitet den Besuch des Präsidenten in Rom vor, um sich vom Pontifex zu verabschieden“, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus dem Präsidialamt. Angaben aus dem Vatikan zufolge wird Papst Franziskus am Samstag um 10.00 Uhr beigesetzt.
Update, 9.58 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron hat seine Teilnahme am Begräbnis von Papst Franziskus angekündigt. „Wir werden bei der Beerdigung des Papstes sein, wie es sich gehört“, sagte das Staatsoberhaupt am Dienstag bei einer Pressekonferenz während eines Besuchs im französischen Übersee-Gebiet Réunion.
Update vom 22. April, 5.30 Uhr: Die in Rom versammelten Kardinäle wollen am Dienstag über das Datum der Beerdigung des verstorbenen Papstes Franziskus entscheiden. Eine erste Sitzung ist für Dienstagmorgen geplant. Die Beisetzung müsste zwischen Freitag und Sonntag erfolgen. Der Leichnam des Pontifex könnte Vatikan-Angaben zufolge am Mittwoch in den Petersdom überführt werden, wo Gläubige am offenen Sarg Abschied nehmen können. Franziskus wird entsprechend von ihm gewünschter Änderungen nicht wie seine direkten Vorgänger im Petersdom beigesetzt, sondern in der Basilika Santa Maria Maggiore, die außerhalb des Vatikans liegt.
Tod von Papst Franziskus: Trump will zur Beerdigung reisen
Update, 22.12 Uhr: Donald Trump wird zur Bestattung des Papstes Franziskus nach Italien reisen. Das kündigte er auf der Online-Plattform Truth Social an. Es ist die erste angekündigte Auslandsreise in der neuen Amtszeit. Zuvor verkündete der US-Präsident noch, seine Teilnahme sei nicht sicher. Er werde von seiner Ehefrau Melania begleitet, schrieb Trump.
Update, 19.11 Uhr: Donald Trump lässt noch offen, ob er zur Beerdigung des Papstes reisen wird. Auf eine Frage von Reportern im Garten des Weißen Hauses sagte er: „Ich weiß es noch nicht.“ Es werde gleich ein Treffen in der Regierungszentrale dazu geben. Auf die Nachfrage, ob er gerne fliegen würde, antwortete Trump nach Angaben der Reporter vor Ort: „Ich weiß es nicht, ich muss auf den Zeitplan schauen.“ Trump gab zugleich bekannt, dass er angeordnet habe, landesweit die Flaggen auf halbmast wehen zu lassen. Das gelte auch für die Botschaften. Auf dem Dach des Weißen Hauses war bereits zu sehen, dass die Flaggen auf halbmast hingen.
Update, 17.35 Uhr: Wegen des Tods von Papst Franziskus hat das Bundesinnenministerium für den morgigen Dienstag die Trauerbeflaggung der obersten Bundesbehörden verkündet. Das habe Innenministerin Nancy Faeser beschlossen, teilte das Ministerium in einer Mitteilung mit. „Die Trauerbeflaggung erfolgt in Abstimmung mit dem Bundespräsidialamt und dem Deutschen Bundestag.“
Papst Franziskus ist tot: Joe Biden nennt ihn „Licht des Glaubens“
Update, 15.47 Uhr: Auch der frühere US-Präsident Joe Biden zeigte sich erschüttert über den Tod von Papst Franziskus. Auf X äußerte Biden, Franziskus werde „als eines der bedeutendsten Oberhäupter unserer Zeit in Erinnerung bleiben, und ich bin froh, ihn gekannt zu haben“. Biden betonte, dass er sich von seinen Vorgängern in der katholischen Kirche unterschieden habe. „Er war der Papst des Volkes, ein Licht des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.“
Update, 14.08 Uhr: Donald Trump hat auf seiner Onlineplattform Truth Social auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. „Ruhe in Frieden Papst Franziskus“, schrieb er dort. „Gott segne ihn und alle, die ihn liebten!“
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Faeser würdigt Franziskus‘ „großes Erbe der Menschlichkeit“
Update, 13.36 Uhr: SPD-Politikerin Nancy Faeser schrieb in einem Beitrag auf X, dass der kürzlich verstorbene Papst Franziskus ein „großes Erbe der Menschlichkeit“ hinterlasse. „Sein unerschütterliches Engagement für Gerechtigkeit und seine unermüdliche Hoffnung auf Frieden werden weiterwirken“, schrieb Faeser.
Update, 13.17 Uhr: CDU-Politiker Armin Laschet hat ebenfalls auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. „Der Papst ‚vom anderen Ende der Welt‘ hat die Option für die Armen, den Einsatz für die Nächsten im Zentrum der Kirche gestellt“, schrieb Laschet auf X. Der ehemalige Kanzlerkandidat mahnte zudem, dass die christliche Botschaft ein „Ärgernis“ in einer „Welt von Egoismus, Gewalt und Terror“ sein müsse. „Die Stimme von Papst Franziskus wird in dieser zerrissenen Welt schnell fehlen.“
Selenskyj würdigt Papst Franziskus nach dessen Tod – „Er betete für den Frieden in der Ukraine“
Update, 12.45 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit einem Beitrag auf X auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. „Er verstand es, Hoffnung zu schenken, Leid durch Gebet zu lindern und Einheit zu fördern“, schrieb Selenskyj. „Er betete für den Frieden in der Ukraine und für die Ukrainer. Wir trauern gemeinsam mit den Katholiken und allen Christen, die bei Papst Franziskus spirituellen Beistand suchten. Ewige Erinnerung!“
Update, 12.27 Uhr: Der russische Machthaber Wladimir Putin bezeichnete Papst Franziskus als „weisen“ Mann, der die „hohen Werte von Humanismus und Gerechtigkeit“ stets verteidigt habe. In einem Brief an den Vatikan würdigte Putin am Montag das Engagement von Franziskus für den Austausch mit der russisch-orthodoxen Kirche.
Britischer Premier reagiert mit Würdigung auf Tod von Papst Franziskus
Update, 12.10 Uhr: Der britische Premierminister Keir Starmer hat in einer Stellungnahme auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. Er würdigte den Einsatz des Papstes für die „Armen, die Unterdrückten und die Vergessenen“. Sein Tod solle daran erinnern, füreinander zu sorgen – über religiöse oder nationale Hintergründe hinweg. „Meine Gedanken sind mit Katholiken auf der ganzen Welt und der römisch-katholischen Kirche. Möge seine Heiligkeit in Frieden ruhen.“
Update, 11:58 Uhr: Boris Rhein (CDU), der hessische Ministerpräsident, hat den verstorbenen Papst Franziskus als „Hoffnungsträger, der durch kleine Gesten Großes zu bewirken vermochte“ gewürdigt. „Seine Herzlichkeit und seine Art, Missstände offen anzusprechen, wird fehlen“, erklärte er in Wiesbaden.
Papst Franziskus ist tot: von der Leyen reagiert bestürzt
Update, 11.46 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reagierte bestürzt auf den Tod von Papst Franziskus. „Mit seiner Bescheidenheit und seiner aufrichtigen Liebe für die weniger Glücklichen inspirierte er Millionen, weit über die Grenzen der katholischen Kirche hinaus“, schrieb sie. „Meine Gedanken sind bei allen, die diesen tiefen Verlust spüren.“
Update, 11.33 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den gestorbenen Franziskus als bedeutenden Papst und „Mann des Friedens“ gewürdigt. „Mit Franziskus verliert die Welt ein leuchtendes Zeichen der Hoffnung, einen glaubwürdigen Anwalt der Menschlichkeit und einen überzeugenden Christen“, erklärte Steinmeier in einem in Berlin veröffentlichten Kondolenzschreiben.
„Seine Bescheidenheit, seine Spontaneität und sein Humor, vor allem aber sein spürbar tiefer Glaube haben Menschen auf der ganzen Welt berührt - und Halt, Kraft und Orientierung gegeben.“ Der Bundespräsident hob Franziskus‘ besondere Sorge und besondere Liebe für die Armen, Ausgegrenzten, Vertriebenen und Geflüchteten hervor. „Viele, die sich als vergessen empfanden, fühlten sich von ihm, dem Papst, gehört, gesehen und verstanden.“
Vance reagiert auf Tod von Papst Franziskus: US-Vizepräsident verlkündet „tiefes Mitgefühl“
Update, 11.23 Uhr: JD Vance hat sein „tiefes Mitgefühl“ über den Tod von Papst Franziskus verkündet. „Ich habe mich gefreut, ihn gestern wiederzusehen, obwohl er offensichtlich schwer erkrankt war“, schrieb der US-Vizepräsident auf X. Aber ich werde ihn immer wegen seiner folgenden Predigt in den ersten Tagen der COVID-Pandemie in Erinnerung behalten. Sie war wirklich wunderschön.“
Update, 11.15 Uhr: Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat bestürzt auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. „Ich hatte das Privileg, seine Freundschaft, seinen Rat und seine Lehren zu genießen, die selbst in Zeiten der Prüfung und des Leidens nie aufhörten“, so Meloni. „Mit einem Herzen voller Trauer verabschieden wir uns vom Heiligen Vater.“ Dabei begab sich Franziskus im Jahr 2022 noch auf Konfrontationskurs mit der rechten Regierung Melonis, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Grund war die restriktive Migrationspolitik der Postfaschistin.
Söder reagiert „traurig und betroffen“ auf den Tod von Papst Franziskus
Update, 11.08 Uhr: Die Nachricht vom Tod des Papstes macht CSU-Chef Markus Söder „persönlich tief traurig und betroffen“, wie er in einem Beitrag auf X schrieb. „Ein großer Mahner für Frieden und Versöhnung ist von uns gegangen. Ausgerechnet an Ostern – einer ganz besonderen Zeit im Zeichen des Abschieds, der Trauer und der Auferstehung“, schrieb er weiter. Er erinnerte dabei an zwei persönliche Treffen mit dem geistlichen Oberhaupt, die er als „große und bewegende Momente – mal ernsthaft, mal heiter und immer sehr freundlich“ wahrgenommen habe. Er gab zudem an, dass Franziskus auch Bayern sehr gemocht habe.
Neben Söder sprach auch Bundeskanzler Olaf Scholz den verstorbenen Papst gewürdigt. Mit ihm verliere die katholische Kirche und die ganze Welt „einen Fürsprecher der Schwachen, einen Versöhner und warmherzigen Menschen“. Er habe den „klaren Blick“ des Papstes auf aktuelle Probleme stets geschätzt. „Mein Mitgefühl gilt den Gläubigen weltweit.“
Erstmeldung vom 21. April: Vatikan – Papst Franziskus ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Wie der Vatikan am Ostermontag verkündete, sei das Oberhaupt der katholischen Kirche nach mehrmonatiger Krankheit gestorben. Bereits am 14. Februar wurde Franziskus wegen einer Bronchitis und einer der sich daraus entwickelten Lungenentzündung in der Gemelli-Klinik in Rom stationär behandelt. Am 23. März wurde er wieder aus dem Krankenhaus entlassen.
Der plötzliche Tod des Papstes sorgt auch in der Politik für Trauer. Mehrere Politiker aus Deutschland und der ganzen Welt würdigten das Wirken von Franziskus und vor allem seinen Einsatz für die Schwächsten in der Gesellschaft.
Reaktionen auf Tod von Papst Franziskus – Merz reagiert mit „großer Trauer“
In Deutschland sorgt die Nachricht über den Tod des geistigen Oberhaupts für Bestürzung. So schrieb der CDU-Chef und vermutliche nächste Bundeskanzler Friedrich Merz auf X: „Der Tod von Papst Franziskus erfüllt mich mit großer Trauer. Franziskus wird in Erinnerung bleiben für seinen unermüdlichen Einsatz für die Schwächsten der Gesellschaft, für Gerechtigkeit und Versöhnung.“ Mit seiner Demut und dem Glauben am Barmherzigkeit habe „der erste Lateinamerikaner auf dem Heiligen Stuhl“ die Menschen berührt, so Merz.
Doch nicht nur in Deutschland reagieren Politiker auf die Nachricht. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron würdigte Franziskus in einem Beitrag auf X. „Von Buenos Aires bis Rom wollte Papst Franziskus, dass die Kirche den Ärmsten der Armen Freude und Hoffnung bringt“, so Macron. „Sie soll die Menschen untereinander und mit der Natur vereinen. Möge diese Hoffnung immer wieder über ihn hinaus auferstehen.“
Papst Franziskus ist tot: Reaktionen der Politik auf offizielle Todesmitteilung
Nach seiner Behandlung hatte sich Franziskus nur noch selten in der Öffentlichkeit gezeigt. So wurde er nach einem großen Gottesdienst für Kranke und medizinisches Personal am Sonntag, dem 6. April, in einem Rollstuhl auf zum Altar vor dem Petersdom gebracht. Auch zu Ostern trat das Oberhaupt der katholischen Kirche auf. Noch am Sonntag (20. April) zeigte sich Franziskus persönlich auf dem Balkon des Petersdoms – und stellte in seiner Osterbotschaft politische Forderungen.
„Es kann keinen Frieden geben ohne Abrüstung“, ließ er vom päpstlichen Zeremonienmeister Monsignor Diego Ravelli verlesen. „Der Anspruch eines jeden Volkes, für seine eigene Verteidigung zu sorgen, darf nicht zu einem allgemeinen Wettrüsten führen.“
Papst kritisierte Trumps Politik – und traf sich vor seinem Tod mit Vance in Rom
Einen Tag vor seinem Tot hatte sich Papst Franziskus noch mit dem US-Vizepräsidenten JD Vance in Rom getroffen. Laut der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) habe es sich jedoch nur um ein kurzes Treffen gehandelt. Dieses habe „einige Minuten gedauert“, wie der Vatikan selbst mitgeteilt habe. Dabei sollen Vance und Franziskus Ostergrüße ausgetauscht haben.
Franziskus hielt zuvor nicht mit Kritik an der geplanten Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump zurück. Dass dieser Massenabschiebungen plant, halte der Papst für eine „große Krise“, wie die Tagesschau den Pontifex Maximus im Februar zitierte. Dieser richtete sich in einem offenen Brief an die katholischen Bischöfe in den USA. „Das rechtmäßig gebildete Gewissen kommt nicht umhin, ein kritisches Urteil zu fällen und seine Ablehnung gegenüber jeder Maßnahme zum Ausdruck zu bringen, die den illegalen Status einiger Migranten stillschweigend oder ausdrücklich mit Kriminalität gleichsetzt“, hieß es in dem Schreiben weiter.
Rubriklistenbild: © Uncredited/Pool/dpa






