Papst ist tot

Reaktionen auf Tod von Papst Franziskus: Trump will zur Beerdigung – Söder kündigt Maßnahme in Bayern an

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Papst Franziskus ist nach mehrmonatiger Krankheit gestorben. Sein Tod sorgt für Trauer. Politiker melden sich mit Reaktionen zum Tod des Papstes zu Wort.

Update, 11.05 Uhr: Aus Anlass des Todes von Papst Franziskus am Ostermontag hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für den heutigen Dienstag eine Trauerbeflaggung aller obersten Dienstbehörden in Bayern angeordnet, wie der Evangelische Pressedienst (epd) berichtet. Am Tag der offiziellen Trauerfeierlichkeiten in Rom, der bisher noch nicht festgelegt ist, werde eine gesonderte Anordnung einer landesweiten Trauerbeflaggung der Dienstgebäude des Freistaates Bayern erfolgen, teilte die Staatskanzlei demnach am Dienstag in München mit.

Tod von Papst Franziskus: Macron und Selenskyj wollen zum Begräbnis reisen

Update, 10.20 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird nach Angaben aus Kiew an der Beisetzung des verstorbenen Papstes Franziskus teilnehmen. „Das Büro des Präsidenten erwartet den Termin der Beerdigung des Papstes und bereitet den Besuch des Präsidenten in Rom vor, um sich vom Pontifex zu verabschieden“, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus dem Präsidialamt. Angaben aus dem Vatikan zufolge wird Papst Franziskus am Samstag um 10.00 Uhr beigesetzt.

Update, 9.58 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron hat seine Teilnahme am Begräbnis von Papst Franziskus angekündigt. „Wir werden bei der Beerdigung des Papstes sein, wie es sich gehört“, sagte das Staatsoberhaupt am Dienstag bei einer Pressekonferenz während eines Besuchs im französischen Übersee-Gebiet Réunion.

Update vom 22. April, 5.30 Uhr: Die in Rom versammelten Kardinäle wollen am Dienstag über das Datum der Beerdigung des verstorbenen Papstes Franziskus entscheiden. Eine erste Sitzung ist für Dienstagmorgen geplant. Die Beisetzung müsste zwischen Freitag und Sonntag erfolgen. Der Leichnam des Pontifex könnte Vatikan-Angaben zufolge am Mittwoch in den Petersdom überführt werden, wo Gläubige am offenen Sarg Abschied nehmen können. Franziskus wird entsprechend von ihm gewünschter Änderungen nicht wie seine direkten Vorgänger im Petersdom beigesetzt, sondern in der Basilika Santa Maria Maggiore, die außerhalb des Vatikans liegt. 

Tod von Papst Franziskus: Trump will zur Beerdigung reisen

Update, 22.12 Uhr: Donald Trump wird zur Bestattung des Papstes Franziskus nach Italien reisen. Das kündigte er auf der Online-Plattform Truth Social an. Es ist die erste angekündigte Auslandsreise in der neuen Amtszeit. Zuvor verkündete der US-Präsident noch, seine Teilnahme sei nicht sicher. Er werde von seiner Ehefrau Melania begleitet, schrieb Trump. 

US-Präsident Trump und seine Ehefrau Melania reisen zur Bestattung des Papstes.

Update, 19.11 Uhr: Donald Trump lässt noch offen, ob er zur Beerdigung des Papstes reisen wird. Auf eine Frage von Reportern im Garten des Weißen Hauses sagte er: „Ich weiß es noch nicht.“ Es werde gleich ein Treffen in der Regierungszentrale dazu geben. Auf die Nachfrage, ob er gerne fliegen würde, antwortete Trump nach Angaben der Reporter vor Ort: „Ich weiß es nicht, ich muss auf den Zeitplan schauen.“ Trump gab zugleich bekannt, dass er angeordnet habe, landesweit die Flaggen auf halbmast wehen zu lassen. Das gelte auch für die Botschaften. Auf dem Dach des Weißen Hauses war bereits zu sehen, dass die Flaggen auf halbmast hingen.

Update, 17.35 Uhr: Wegen des Tods von Papst Franziskus hat das Bundesinnenministerium für den morgigen Dienstag die Trauerbeflaggung der obersten Bundesbehörden verkündet. Das habe Innenministerin Nancy Faeser beschlossen, teilte das Ministerium in einer Mitteilung mit. „Die Trauerbeflaggung erfolgt in Abstimmung mit dem Bundespräsidialamt und dem Deutschen Bundestag.“

Papst Franziskus ist tot: Joe Biden nennt ihn „Licht des Glaubens“

Update, 15.47 Uhr: Auch der frühere US-Präsident Joe Biden zeigte sich erschüttert über den Tod von Papst Franziskus. Auf X äußerte Biden, Franziskus werde „als eines der bedeutendsten Oberhäupter unserer Zeit in Erinnerung bleiben, und ich bin froh, ihn gekannt zu haben“. Biden betonte, dass er sich von seinen Vorgängern in der katholischen Kirche unterschieden habe. „Er war der Papst des Volkes, ein Licht des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.“

Update, 14.08 Uhr: Donald Trump hat auf seiner Onlineplattform Truth Social auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. „Ruhe in Frieden Papst Franziskus“, schrieb er dort. „Gott segne ihn und alle, die ihn liebten!“

Cannabis, Trump-Attentat und Nawalny-Tod: Das war das Jahr 2024 in Bildern

Teilnehmer einer Demonstration unter dem Motto Aktionstag Hand in Hand – Wir Sind Die Brandmauer gegen Rechtsextremismus
Gleich im Januar begann das Jahr mit einem politischen Paukenschlag. Das Medienhaus Correctiv veröffentlicht eine Recherche über ein Geheimtreffen in Potsdam in der Villa Adlon. Mittendrin die AfD, Neonazis wie der österreichische rechtsextreme Martin Sellner und andere. Das aufgedeckte Geheimtreffen löste in Deutschland eine Protestwelle gegen die AfD aus. © IMAGO/bildgehege
Teilnehmer einer Demonstration unter dem Motto Aktionstag Hand in Hand. Proteste nach dem Geheimtreffen von Potsdam
Tausende Menschen in Deutschland setzten ein Zeichen gegen rechts und gingen Anfang 2024 auf die Straße. Das Geheimtreffen fand dabei bereits Ende 2023 statt. Correctiv veröffentlichte seine Recherchen jedoch im Januar 2024. Bei dem Treffen stellte Martin Sellner seinen „Masterplan zur Remigration“ vor.  © IMAGO/bildgehege
Teilnehmer einer Demonstration unter dem Motto Aktionstag Hand in Hand. ID-Fraktion schließt AfD aus.
Auch vor dem Bundestag demonstrierten die Menschen gegen die AfD und rechte Strömungen in Deutschland. Selbst die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen forderte die AfD auf, sich klar von dem Konzept der Remigration zu distanzieren. Die ID-Fraktion der rechten Parteien im Europaparlament distanzierten sich zunehmend von der AfD, wodurch es letztlich zum Bruch der europäischen Rechten kam. © IMAGO/bildgehege
Kremlgegner Alexej Nawalny
Kremlgegner Alexej Nawalny starb am 15. oder 16. Februar im russischen Strafgefangenenlager in Sibirien. Es wird vermutet, dass es sich um eine gezielte Hinrichtung durch Wladimir Putin handelte. Bereits 2020 verübte der FSB einen Giftanschlag auf Nawalny mit dem berüchtigten Nervenkampfstoff Nowitschok. © Pavel Golovkin
Nach der Beerdigung von Kremlgegner Nawalny – Russland
In Russland löste der Tod des schärfsten Putin-Kritikers eine stille Protestwelle aus. Tausende Russinnen und Russen gedachten Nawalnys.  © Uncredited/AP
Vom 15. bis 17. März konnte die russischen Bürgerinnen und Bürger ihren Präsidenten wählen
Im Superwahljahr 2024 wurde auch in Russland gewählt. Vom 15. bis 17. März konnten die russischen Bürgerinnen und Bürger ihren Präsidenten wählen. Von demokratischen Wahlen konnte dabei jedoch keine Rede sein. Außer dem Autokraten Wladimir Putin waren nur Kandidaten der Systemopposition wählbar. Die Präsidentschaftswahl wurde zur Scheinwahl. © NATALIA KOLESNIKOVA
RUSSIA, MOSCOW - MAY 7, 2024: Russia s President Vladimir Putin takes his oath of office during an inauguration ceremony
Wladimir Putin gewannt die Scheinwahl in Russland mit 88,5 Prozent der Stimmen. Die Putin-treuen Gegenkandidaten hatten keine Chance. Am 7. Mai wurde Putin erneut als Präsident von Russland für die nächsten sechs Jahre eingeschworen – seine fünfte Amtszeit als Präsident.  © IMAGO/Vyacheslav Prokofyev
Bundesrat Karl Lauterbach für Cannabis legalisierung
Im April war es so weit: Der Weg zur Teillegalisierung von Cannabis war frei. Der Bundesrat stimmte dem Gesetz zur Legalisierung der Pflanze zu. Zunächst setzten sich vor allem die Grünen und die FDP für eine Legalisierung ein, bis sich auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für eine Entkriminalisierung aussprach. © Bernd von Jutrczenka
04.05.2024, Global Marijunana March, Nürnberg: Zum globalen Marijuana March gingen in Nürnberg auf die Straße
In ganz Deutschland feierten die Menschen die Legalisierung von Cannabis mit Paraden. So gingen in Nürnberg ca. 350 Bürgerinnen und Bürger auf die Straße und freuten sich über die Entkriminalisierung der Pflanze. © IMAGO/Moritz Schlenk
Gleich im Mai ging es mit einem fehlgeschlagenen Attentatsversuch auf den slowakischen Regierungschef Robert Fico weiter. Mindestens fünfmal schoss ein Schütze auf den Ministerpräsidenten. Fico überlebte das Attentat, schwebte jedoch zeitweise in akuter Lebensgefahr.
Im Mai ging es mit einem fehlgeschlagenen Attentatsversuch auf den slowakischen Regierungschef Robert Fico weiter. Mindestens fünfmal schoss ein Schütze auf den Ministerpräsidenten. Fico überlebte das Attentat, schwebte jedoch zeitweise in akuter Lebensgefahr. © ANDRE BORGES
Slowakischer Regierungschef angeschossen - Jahreschronik 2024
Ein Bild vom Geschehen: Der slowakische Ministerpräsident wurde nach dem versuchten Attentat von seinen Leibwächtern ins Regierungsfahrzeug gebracht. Bei dem mutmaßlichen Schützen handelte es sich um einen 71 Jahre alten Mann, der wohl aus politischen Motiven gehandelt hatte.  © Radovan Stoklasa
Mann mit EU-Flagge
Im Juni war es für Europa so weit: Die Europawahl stand an. Am 9. Juni wurde ein neues europäisches Parlament gewählt. Die politische Mitte behielt nach der Wahl die Mehrheit. Ursula von der Leyen (CDU) wurde im Juli erneut zur Kommissionspräsidentin gewählt. © Julia Steinbrecht
AfD-Politiker Maximilian Krah
Auch bei der Europawahl kam die AfD nicht ohne Skandale aus. AfD-Spitzenkandidat Maximilian Krah sah sich schwerer Vorwürfe ausgesetzt. Mitarbeiter Krahs wurden der Spionage für Russland und China bezichtigt. Gegen Krah selbst wurde wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ermittelt. © Britta Pedersen
Meitingen, Bavaria, Germany - August 3, 2024: Maximilian Krah, politician of the AfD - Alternative for Germany, visiting
Trotz der Skandale gewann Krah sein Mandat bei der Europawahl und zog erneut ins Europäische Parlament ein. Die AfD trennte sich jedoch von dem Politiker – zumindest teilweise. Krah wurde von der AfD-Delegation im Europäischen Parlament ausgeschlossen. Aufgrund einiger Kontroversen Aussagen Krahs wollte auch das rechtspopulistische Rassemblement National nicht mehr mit der AfD zusammenarbeiten. © IMAGO/Michael Bihlmayer
Donald Trump Attentat Butler Pennsylvania.
Das zweite versuchte Attentat auf dieser Liste: Donald Trump entging in Butler im US-Bundesstaat Pennsylvania am 13. Juli bei einer Wahlkampfveranstaltung nur knapp dem Tod. Und streckte einige Momente später siegessicher die Faust gen Himmel. © Gene J. Puskar
Bilder des Jahres 2024, News 07 Juli News Themen der Woche KW28 News Bilder des Tages (240714) -- PENNSYLVANIA , July 14
Abgeschirmt vom Secret Service, wurde Trump schnell zu seinem Wagen eskortiert. Täter war der 20 Jahre alte Thomas Matthew Crooks, der nach acht Schüssen auf Trump von dessen Sicherheitsteam erschossen wurde. Trump wurde am rechten Ohr leicht verletzt, ein Zuschauer wurde tödlich verwundet. © IMAGO/Xin Hua
Syndication: Journal Sentinel Republican presidential nominee Donald J. Trump and Melania Trump during the final day of
Allein das große weiße Pflaster am rechten Ohr erinnerte am Parteitag der Republikaner an das versuchte Attentat. Donald Trump ließ sich als Kämpfer feiern und sagte, Gott habe ihn vor der Kugel gerettet, die nur um Haaresbreite seinen Kopf verfehlt hatte. © IMAGO/William Glasheen
United States President Joe Biden walks into the Blue Room after delivering remarks on the US Supreme Courts Presidentia
Und weiter ging es mit der US-Wahl. Ende Juli kam es nach dem Attentat auf Trump direkt zum nächsten historischen Moment. Präsident Joe Biden zog sich vom Wahlkampf zurück – und ließ seiner Vizepräsidentin Kamala Harris den Vortritt. © IMAGO/Samuel Corum via CNP
Kamala Harris Präsident Joe Biden
Kamala Harris sollte die Demokraten zum Sieg bei der US-Wahl führen. Und zunächst sah es für die Vizepräsidentin auch gut aus. Nachdem sie den Wahlkampf von Biden übernommen hatte, breitete sich unter den Demokraten eine Euphorie aus – doch so einfach sollte es nicht werden.  © Mark Schiefelbein
2024 LANDTAGSWAHL Thüringen
Und die nächste Wahl stand an. In Deutschland wurde im September in Thüringen, Sachsen und Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. In Thüringen wurde die AfD zur stärksten Kraft – unter Führung des rechtsextremen Björn Höcke.  © SaschaxFromm
Wahl Landtagswahl Poitik 22.09.2024 Potsdam Landeseshauptstadt Brandenburg Landtagswahlen SPD Wahlparty Wahlsieger SPD
In Brandenburg bei der Landtagswahl am 22. September konnte sich die SPD freuen. Mit über 33 Prozent wurde sie stärkste Kraft vor der AfD. Dietmar Woidke wurde nach dem Wahlsieg erneut zum Ministerpräsidenten vom Landesparlament gewählt. © IMAGO/Eberhard Thonfeld
NEW YORK, NY - NOVEMBER 06: A screen shows portraits of two presidential candidates Donald Trump (red), former President
Am 5. November war es dann auch für die USA so weit. Die Präsidentschaftswahl stand an. Donald Trump gegen Kamala Harris. Anfänglich sah es in den Umfragen noch gut für Harris aus, doch je näher die Wahl rückte, desto mehr Chancen wurden dem Republikaner Donald Trump eingeräumt.  © IMAGO
US-Wahlen 2024 - Trump
Noch in der Wahlnacht feierte Donald Trump seinen Sieg. Denn schnell war klar, wer die US-Wahl gewonnen hatte. Die Swing States fielen einer nach dem anderen an Donald Trump. Am 23. Januar wird Trump offiziell sein Amt als 47. Präsident der Vereinigten Staaten antreten. © Alex Brandon
US-Wahlen 2024 - Harris
Donald Trump gewann die US-Wahl mit 312 Delegiertenstimmen zu 226 Stimmen von Kamala Harris. Beim Popular Vote sah es schon knapper aus. Hier hatte Donald Trump mit 49,9 Prozent die Nase vorn. Harris kam auf 48,4 Prozent der Gesamtstimmen. Am Morgen des nächsten Tages gab sich Kamala Harris geschlagen und gratulierte dem Republikaner zum Wahlsieg. © Stephanie Scarbrough
Scholz entlässt Finanzminister Lindner
In Deutschland gab es nach der US-Wahl direkt den nächsten Paukenschlag. Bundeskanzler Olaf Scholz entließ aufgrund unüberwindbarer Differenzen Finanzminister Christian Lindner. Ohne die FDP hatte die ehemalige Ampel-Koalition keine Mehrheit mehr im Bundestag. © Bernd von Jutrczenka
Vertrauensfrage - Bundeskanzler beim Bundespräsidenten
Anschließend reichte Olaf Scholz beim Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier den Antrag auf die Vertrauensfrage ein. Am 16. Dezember wurde im Bundestag über die Vertrauensfrage abgestimmt. Scholz verlor die Abstimmung. Termin für die Bundestagswahl 2025 ist der 23. Februar. © Bernd von Jutrczenka
Syrians celebrate the fall of the al-Assad regime in Idlib
Die letzte Station dieses Rückblicks auf das politische Jahr 2024: der unerwartete und plötzliche Sturz des Assad-Regimes in Syrien. Die Rebellen der HTS-Miliz schafften es innerhalb weniger Tage, die Truppen Baschar al-Assads zu überwältigen und den syrischen Diktator nach Russland zu vertreiben. In Syrien feierten die Menschen den Sturz des Despoten. © BILAL AL HAMMOUD
Nach Sturz des syrischen Regimes - Syrien
Nach dem Sturz Baschar al-Assads wurden durch die Rebellen tausende Inhaftierte in den berüchtigten Gefängnissen des Landes befreit. Wie genau die Zukunft des Landes nach der Assad-Dynastie aussehen wird, ist ungewiss. Die Menschen im Land hoffen, dass der seit über einem Jahrzehnt wütende Bürgerkrieg nun endlich ein Ende findet. © Hussein Malla

Faeser würdigt Franziskus‘ „großes Erbe der Menschlichkeit“

Update, 13.36 Uhr: SPD-Politikerin Nancy Faeser schrieb in einem Beitrag auf X, dass der kürzlich verstorbene Papst Franziskus ein „großes Erbe der Menschlichkeit“ hinterlasse. „Sein unerschütterliches Engagement für Gerechtigkeit und seine unermüdliche Hoffnung auf Frieden werden weiterwirken“, schrieb Faeser.

Update, 13.17 Uhr: CDU-Politiker Armin Laschet hat ebenfalls auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. „Der Papst ‚vom anderen Ende der Welt‘ hat die Option für die Armen, den Einsatz für die Nächsten im Zentrum der Kirche gestellt“, schrieb Laschet auf X. Der ehemalige Kanzlerkandidat mahnte zudem, dass die christliche Botschaft ein „Ärgernis“ in einer „Welt von Egoismus, Gewalt und Terror“ sein müsse. „Die Stimme von Papst Franziskus wird in dieser zerrissenen Welt schnell fehlen.“

Selenskyj würdigt Papst Franziskus nach dessen Tod – „Er betete für den Frieden in der Ukraine“

Update, 12.45 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit einem Beitrag auf X auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. „Er verstand es, Hoffnung zu schenken, Leid durch Gebet zu lindern und Einheit zu fördern“, schrieb Selenskyj. „Er betete für den Frieden in der Ukraine und für die Ukrainer. Wir trauern gemeinsam mit den Katholiken und allen Christen, die bei Papst Franziskus spirituellen Beistand suchten. Ewige Erinnerung!“

Update, 12.27 Uhr: Der russische Machthaber Wladimir Putin bezeichnete Papst Franziskus als „weisen“ Mann, der die „hohen Werte von Humanismus und Gerechtigkeit“ stets verteidigt habe. In einem Brief an den Vatikan würdigte Putin am Montag das Engagement von Franziskus für den Austausch mit der russisch-orthodoxen Kirche.

Britischer Premier reagiert mit Würdigung auf Tod von Papst Franziskus

Update, 12.10 Uhr: Der britische Premierminister Keir Starmer hat in einer Stellungnahme auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. Er würdigte den Einsatz des Papstes für die „Armen, die Unterdrückten und die Vergessenen“. Sein Tod solle daran erinnern, füreinander zu sorgen – über religiöse oder nationale Hintergründe hinweg. „Meine Gedanken sind mit Katholiken auf der ganzen Welt und der römisch-katholischen Kirche. Möge seine Heiligkeit in Frieden ruhen.“

Update, 11:58 Uhr: Boris Rhein (CDU), der hessische Ministerpräsident, hat den verstorbenen Papst Franziskus als „Hoffnungsträger, der durch kleine Gesten Großes zu bewirken vermochte“ gewürdigt. „Seine Herzlichkeit und seine Art, Missstände offen anzusprechen, wird fehlen“, erklärte er in Wiesbaden.

Papst Franziskus ist im Alter von 88 Jahren gestorben.

Papst Franziskus ist tot: von der Leyen reagiert bestürzt

Update, 11.46 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reagierte bestürzt auf den Tod von Papst Franziskus. „Mit seiner Bescheidenheit und seiner aufrichtigen Liebe für die weniger Glücklichen inspirierte er Millionen, weit über die Grenzen der katholischen Kirche hinaus“, schrieb sie. „Meine Gedanken sind bei allen, die diesen tiefen Verlust spüren.“

Update, 11.33 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den gestorbenen Franziskus als bedeutenden Papst und „Mann des Friedens“ gewürdigt. „Mit Franziskus verliert die Welt ein leuchtendes Zeichen der Hoffnung, einen glaubwürdigen Anwalt der Menschlichkeit und einen überzeugenden Christen“, erklärte Steinmeier in einem in Berlin veröffentlichten Kondolenzschreiben.

„Seine Bescheidenheit, seine Spontaneität und sein Humor, vor allem aber sein spürbar tiefer Glaube haben Menschen auf der ganzen Welt berührt - und Halt, Kraft und Orientierung gegeben.“ Der Bundespräsident hob Franziskus‘ besondere Sorge und besondere Liebe für die Armen, Ausgegrenzten, Vertriebenen und Geflüchteten hervor. „Viele, die sich als vergessen empfanden, fühlten sich von ihm, dem Papst, gehört, gesehen und verstanden.“

Vance reagiert auf Tod von Papst Franziskus: US-Vizepräsident verlkündet „tiefes Mitgefühl“

Update, 11.23 Uhr: JD Vance hat sein „tiefes Mitgefühl“ über den Tod von Papst Franziskus verkündet. „Ich habe mich gefreut, ihn gestern wiederzusehen, obwohl er offensichtlich schwer erkrankt war“, schrieb der US-Vizepräsident auf X. Aber ich werde ihn immer wegen seiner folgenden Predigt in den ersten Tagen der COVID-Pandemie in Erinnerung behalten. Sie war wirklich wunderschön.“

Update, 11.15 Uhr: Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat bestürzt auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. „Ich hatte das Privileg, seine Freundschaft, seinen Rat und seine Lehren zu genießen, die selbst in Zeiten der Prüfung und des Leidens nie aufhörten“, so Meloni. „Mit einem Herzen voller Trauer verabschieden wir uns vom Heiligen Vater.“ Dabei begab sich Franziskus im Jahr 2022 noch auf Konfrontationskurs mit der rechten Regierung Melonis, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Grund war die restriktive Migrationspolitik der Postfaschistin.

Söder reagiert „traurig und betroffen“ auf den Tod von Papst Franziskus

Update, 11.08 Uhr: Die Nachricht vom Tod des Papstes macht CSU-Chef Markus Söder „persönlich tief traurig und betroffen“, wie er in einem Beitrag auf X schrieb. „Ein großer Mahner für Frieden und Versöhnung ist von uns gegangen. Ausgerechnet an Ostern – einer ganz besonderen Zeit im Zeichen des Abschieds, der Trauer und der Auferstehung“, schrieb er weiter. Er erinnerte dabei an zwei persönliche Treffen mit dem geistlichen Oberhaupt, die er als „große und bewegende Momente – mal ernsthaft, mal heiter und immer sehr freundlich“ wahrgenommen habe. Er gab zudem an, dass Franziskus auch Bayern sehr gemocht habe.

Neben Söder sprach auch Bundeskanzler Olaf Scholz den verstorbenen Papst gewürdigt. Mit ihm verliere die katholische Kirche und die ganze Welt „einen Fürsprecher der Schwachen, einen Versöhner und warmherzigen Menschen“. Er habe den „klaren Blick“ des Papstes auf aktuelle Probleme stets geschätzt. „Mein Mitgefühl gilt den Gläubigen weltweit.“

Erstmeldung vom 21. April: Vatikan – Papst Franziskus ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Wie der Vatikan am Ostermontag verkündete, sei das Oberhaupt der katholischen Kirche nach mehrmonatiger Krankheit gestorben. Bereits am 14. Februar wurde Franziskus wegen einer Bronchitis und einer der sich daraus entwickelten Lungenentzündung in der Gemelli-Klinik in Rom stationär behandelt. Am 23. März wurde er wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Der plötzliche Tod des Papstes sorgt auch in der Politik für Trauer. Mehrere Politiker aus Deutschland und der ganzen Welt würdigten das Wirken von Franziskus und vor allem seinen Einsatz für die Schwächsten in der Gesellschaft.

Reaktionen auf Tod von Papst Franziskus – Merz reagiert mit „großer Trauer“

In Deutschland sorgt die Nachricht über den Tod des geistigen Oberhaupts für Bestürzung. So schrieb der CDU-Chef und vermutliche nächste Bundeskanzler Friedrich Merz auf X: „Der Tod von Papst Franziskus erfüllt mich mit großer Trauer. Franziskus wird in Erinnerung bleiben für seinen unermüdlichen Einsatz für die Schwächsten der Gesellschaft, für Gerechtigkeit und Versöhnung.“ Mit seiner Demut und dem Glauben am Barmherzigkeit habe „der erste Lateinamerikaner auf dem Heiligen Stuhl“ die Menschen berührt, so Merz.

Doch nicht nur in Deutschland reagieren Politiker auf die Nachricht. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron würdigte Franziskus in einem Beitrag auf X. „Von Buenos Aires bis Rom wollte Papst Franziskus, dass die Kirche den Ärmsten der Armen Freude und Hoffnung bringt“, so Macron. „Sie soll die Menschen untereinander und mit der Natur vereinen. Möge diese Hoffnung immer wieder über ihn hinaus auferstehen.“

Papst Franziskus ist tot: Reaktionen der Politik auf offizielle Todesmitteilung

Nach seiner Behandlung hatte sich Franziskus nur noch selten in der Öffentlichkeit gezeigt. So wurde er nach einem großen Gottesdienst für Kranke und medizinisches Personal am Sonntag, dem 6. April, in einem Rollstuhl auf zum Altar vor dem Petersdom gebracht. Auch zu Ostern trat das Oberhaupt der katholischen Kirche auf. Noch am Sonntag (20. April) zeigte sich Franziskus persönlich auf dem Balkon des Petersdoms – und stellte in seiner Osterbotschaft politische Forderungen.

Nach dem Tod von Papst Franziskus reagieren Politiker aus Deutschland und der ganzen Welt.

„Es kann keinen Frieden geben ohne Abrüstung“, ließ er vom päpstlichen Zeremonienmeister Monsignor Diego Ravelli verlesen. „Der Anspruch eines jeden Volkes, für seine eigene Verteidigung zu sorgen, darf nicht zu einem allgemeinen Wettrüsten führen.“

Papst kritisierte Trumps Politik – und traf sich vor seinem Tod mit Vance in Rom

Einen Tag vor seinem Tot hatte sich Papst Franziskus noch mit dem US-Vizepräsidenten JD Vance in Rom getroffen. Laut der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) habe es sich jedoch nur um ein kurzes Treffen gehandelt. Dieses habe „einige Minuten gedauert“, wie der Vatikan selbst mitgeteilt habe. Dabei sollen Vance und Franziskus Ostergrüße ausgetauscht haben.

Franziskus hielt zuvor nicht mit Kritik an der geplanten Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump zurück. Dass dieser Massenabschiebungen plant, halte der Papst für eine „große Krise“, wie die Tagesschau den Pontifex Maximus im Februar zitierte. Dieser richtete sich in einem offenen Brief an die katholischen Bischöfe in den USA.  „Das rechtmäßig gebildete Gewissen kommt nicht umhin, ein kritisches Urteil zu fällen und seine Ablehnung gegenüber jeder Maßnahme zum Ausdruck zu bringen, die den illegalen Status einiger Migranten stillschweigend oder ausdrücklich mit Kriminalität gleichsetzt“, hieß es in dem Schreiben weiter.

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