Die erste Viererdebatte im Wahlkampf vor der Bundestagswahl: Scholz, Merz, Habeck und Weidel diskutierten bei RTL. Die Reaktionen auf das „Quadrell“.
Update vom 17. Februar, 5.05 Uhr: Friedrich Merz ist der Sieger des „Quadrells“. In einer Forsa-Blitzumfrage sahen 32 Prozent Merz insgesamt vor Scholz mit 25 Prozent. Für Habeck und Weidel entschieden sich jeweils 18 Prozent. Habeck wurde dafür am sympathischsten eingeschätzt: Das sagten 34 Prozent der Befragten, bei Merz waren es 23, bei Scholz 19 und bei Weidel 17 Prozent. Die Frage, wer das Land am besten führen könne, entschied wiederum Merz mit 42 Prozent für sich. Dahinter lagen Scholz mit 19, Weidel mit 16 und Habeck mit 13 Prozent.
Klar wurde in der Umfrage allerdings auch, dass die Viererrunde keine großen Auswirkungen auf den Wahlausgang haben wird. 84 Prozent der Befragten beantworteten die Frage, ob die Debatte ihre persönliche Wahlentscheidung verändert habe, mit „Nein“. Lediglich 10 Prozent sagten „Ja“.
Update, 23.16 Uhr: Ganz eindeutig fallen die Reaktionen des Publikums nach dem „Quadrell“ auf eine weitere Frage aus: „Wem trauen Sie am ehesten zu, das Land zu führen?“ Stolze 42 Prozent nennen hier Friedrich Merz. Olaf Scholz sehen 19 Prozent in der Führungsrolle. Alice Weidel kommt in dieser Erhebung auf 16 und Robert Habeck nur auf 13 Prozent.
Update, 22.51 Uhr: Neue Zahlen der Forsa zeigen ebenfalls einen deutlichen Sieger im „Quadrell“. Friedrich Merz fanden demnach 32 Prozent am besten. Für Olaf Scholz sprachen sich 25 Prozent aus. Robert Habeck und Alice Weidel erhielten je 18 Prozent. Damit liegt Scholz zwar hinter Merz, aber deutlich vor dem Umfrageergebnis, auf das seine SPD kommt. Die Zustimmung, die Scholz erhielt, sorgt bei RTL für heftige Reaktionen. „Das schockiert mich jetzt“, sagt Moderatorin Frauke Ludowig.
Update, 22.40 Uhr: In der Promi-Runde bei RTL ist man sich einig bei der Frage, wer als Sieger aus dem „Quadrell“ hervorgegangen ist: Friedrich Merz. Micky Beisenherz attestiert dem CDU-Chef „Kanzlerpotenzial“ und empfand seinen Auftritt als „überraschend gut“. Als Verlierer gilt den Gästen Bundeskanzler Olaf Scholz.
Suche nach dem Sieger im „Quadrell“ beginnt - erste Reaktionen
Erstmeldung vom 16. Februar 2025: Berlin – Mit Spannung wurde das „Quadrell“ erwartet. In der RTL-Sendung lieferten sich Kanzler Olaf Scholz (SPD) sowie die Kanzlerkandidaten Friedrich Merz (CDU), Alice Weidel (AfD) und Robert Habeck (Grüne) teils hitzige Debatten über die Zukunft Deutschlands. Dabei trafen die Vier wenige Tage vor der Bundestagswahl erstmals live im TV aufeinander.
Ab 20.15 Uhr diskutierten Scholz, Merz, Weidel und Habeck bei RTL miteinander – moderiert wurde „Das Quartett – Kampf ums Kanzleramt“ von Pinar Atalay und Günther Jauch. Wer im Anschluss an die Viererdebatte von der Öffentlichkeit zum Sieger erkoren wird, darf für den Endspurt im Wahlkampf auf Rückenwind hoffen.
Themen gab es bei der RTL-Debatte zuhauf. Im „Quadrell“ diskutierten die Teilnehmer unter anderem über die Migrationspolitik Deutschlands sowie über den Ukraine-Krieg und den Umgang mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Auch die schwächelnde Wirtschaft wurde debattiert.
Im Gegensatz zu der ZDF-Sendung „Klartext“, wo das Studiopublikum sich an die Kanzlerkandidatinnen wenden und Fragen stellen konnte, ging es hier ausdrücklich um die Debatte untereinander. Die meisten Reaktionen bleiben also vorerst abzuwarten.
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Wer aus dem „Quadrell“ als Sieger hervorgeht, wird im direkten Abschluss ebenfalls bei RTL diskutiert. In „Wer war am besten? Der Talk zum Quadrell“ lädt Moderatorin Frauke Ludowig „Experten und prominente Gäste“ ein. Dabei sollen erste repräsentative Zahlen des Meinungsforschungsinstituts forsa die Sieger und Verlierer der Viererdebatte aufzeigen.
Die Experten- und Promirunde, in der über Scholz, Merz, Weidel und Habeck diskutiert wird, läuft von 22.15 Uhr bis 23.30 Uhr. Dann könnten die ersten Reaktionen und Einschätzungen zeigen, ob es einen klaren Sieger gibt.
Weitere Veranstaltungen nach RTL-„Quadrell“ und vor der Bundestagswahl
Das RTL-„Quadrell“ war die nächste, aber bei weitem nicht die letzte Gelegenheit für die Parteien, im Live-TV Punktsiege zu erringen. Bereits am Montag begegnen sich Scholz, Merz, Habeck und Weidel das nächste Mal in der ARD und nur drei Tage später in ZDF. In der Übersicht der TV-Duelle vor der Bundestagswahl finden sich zehn Veranstaltungen. (nak)