24 Beschuldigte in U-Haft

Neue Details zu Reichsbürger-Razzia: Es geht wohl um Gold, Bargeld – und Dokumente über Todesstrafen-Plan

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Reichsbürger-Razzia. (Archivbild)
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Bei der Reichsbürger-Razzia im vergangenen Dezember wurde offenbar mehr Geld als bekannt sichergestellt. Es geht auch um Gold und Edelmetalle.

München – Mit Blick auf die Reichsbürger-Razzia Ende des letzten Jahres kommen nun neue Details ans Licht. Offenbar stellten Ermittler mehr Geld als bislang gedacht sicher. Dies berichtete das Nachrichtenmagazin Spiegel unter Berufung auf Informationen aus Sicherheitskreisen.

Demnach hat die Bundesanwaltschaft Bargeld in Höhe von mehr als 420.000 Euro beschlagnahmt. Hinzu kommt: Informationen zufolge entdeckten die Fahnder gut 50 Kilogramm Gold und Edelmetalle. Clara Bünger (Linke) vom Rechtsausschuss des Bundestages hatte im Dezember angegeben, bei den Durchsuchungen seien mehr als 400.000 Euro in bar, Gold- und Silbermünzen gefunden worden. Sie sprach auch von einem Schließfach mit Goldbarren im Wert von sechs Millionen Euro.

Reichsbürger-Razzia: Ermittler stellen mehr Geld, Gold und Edelmetalle sicher

Dem Spiegel zufolge hat sich auch der Kreis der Verdächtigen unterdessen ausgeweitet. Die Zahl der Beschuldigten sei auf 55 Männer und Frauen gestiegen, wobei sich 24 dieser Beschuldigten derzeit in Untersuchungshaft befinden würden. Ein weiterer Beschuldigter, der frühere Bundeswehroberst Maximilian Eder, wurde wohl in Italien festgenommen und soll noch nach Deutschland ausgeliefert werden.

Das Magazin berichtete außerdem, dass die Ermittler mehr als 120 schriftliche Erklärungen entdeckt hätten, in denen sich potenzielle Mitstreiter zur Verschwiegenheit verpflichtet hätten. In manchen der Dokumente sei im Fall eines Verstoßes die Todesstrafe angedroht worden.

Bei einer Großrazzia am 7. Dezember 2022 waren Bundesanwaltschaft und Polizei gegen die mutmaßlichen Verschwörerinnen und Verschwörer um den Frankfurter Geschäftsmann Heinrich XIII. Prinz Reuß vorgegangen, die den gewaltsamen Umsturz des demokratischen Systems geplant haben sollen. Die Aktion, bei der etwa 5000 Polizisten im Einsatz waren, gilt als der größte Antiterroreinsatz der deutschen Kriminalgeschichte. (bb)

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