Kongressspitze gesucht

Sprecher-Wahl im US-Repräsentantenhaus: Republikaner lassen Jim Jordan fallen

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Wenige Stunden nach dem Rückzug von Jim Jordan kommt es bei der Suche nach dem Sprecher für das US-Repräsentantenhaus erneut zu einer Wende. Der News-Ticker.

Update vom 20. Oktober, 20.14 Uhr: Die Republikaner haben dafür gestimmt, Jim Jordan als ihren Kandidaten für das Amt des Sprechers des Repräsentantenhauses abzusetzen, nachdem er drei aufeinanderfolgende Abstimmungen verloren hatte.

Der Republikaner aus Ohio wurde in einer parteiinternen Abstimmung abgesetzt, verrieten zwei Vertreter zur BBC.

Eine Reihe von Republikanern verließ offenbar das Treffen mit einem völlig niedergeschlagenen und enttäuschten Gesicht, heißt es vonseiten der BBC.

Als ein Reporter fragte, ob Jordan die geheime Abstimmung verloren habe, nickte der Republikaner Mario Diaz-Balart nur. Vern Buchanan, sein Kollege aus Florida, sagte, Jordan habe mit 112 zu 86 Stimmen verloren.

Wahl zum Sprecher im US Repräsentantenhaus: Jim Jordan scheiter auch im dritten Wahlgang

Update vom 20. Oktober, 18.20 Uhr: Wieder einmal hat Jim Jordan bei seiner Bewerbung um das Amt des Sprechers im US-Repräsentantenhaus den Kürzeren gezogen. Und er geht in die falsche Richtung, denn 25 seiner republikanischen Kollegen sind jetzt gegen ihn.

Ein Tag der Lobbyarbeit, eine morgendliche Pressekonferenz von Jordan, in der er versprach, weiterzumachen, und eine mitreißende Nominierungsrede des ehemaligen Sprechers Kevin McCarthy haben seiner Sache nicht gerade geholfen .Der Kongressabgeordnete aus Ohio hat erklärt, dass er in nächster Zeit nicht aufgeben wird und bereit ist, das Wochenende durchzuarbeiten, um die Meinung seiner Gegner zu ändern. Aber auch die Verweigerer haben versprochen, standhaft zu bleiben. Und ihre Reihen wachsen.

„Wir können hier aufhören, wenn Sie wollen“, rief ein Abgeordneter im Plenarsaal, als klar wurde, dass Jordan in dieser letzten Abstimmungsrunde unterlegen sein würde. Es gibt also keine Anzeichen für ein baldiges Ende in der Wahl zum Sprecher im US-Repräsentantenhaus.

Sprecher im US-Repräsentantenhaus: Jim Jordan scheitert auch im dritten Wahlgang

Die dritte Abstimmung über Jordans Kandidatur zum nächsten Parlamentspräsidenten ist nun offiziell abgeschlossen, wobei die Zahl der republikanischen Stimmen gegen ihn auf 25 gestiegen ist. Bei der vorangegangenen Abstimmung am Mittwoch stimmten insgesamt 22 Republikaner gegen Jordan.

Der Rebellion schlossen sich bei der heutigen Abstimmung die Abgeordneten Brian Fitzpatrick, Thomas Kean und Marcus Molinaro an. Zwei Republikaner – der Abgeordnete Wesley Hunt und der Abgeordnete Derrick Van Orden, der sich in Israel aufhält – waren nicht anwesend. Jordan erhielt insgesamt 194 Stimmen, fünf weniger als am Mittwoch. Hakeem Jeffries, der Vorsitzende der Demokraten, erhielt 210 Stimmen.

Interimssprecher Patrick McHenry erklärt, dass das Parlament in die Pause gehen wird.

Wahl im US-Repräsentantenhaus: Jim Jordan verkündet Rückzug vom Rückzug

Update vom 19. Oktober, 21.56 Uhr: Anscheinend kommt es bei der Wahl zum Sprecher im US-Repräsentantenhaus zu einer erneuten Wende. Denn nach Informationen der New York Times will Kim Jordan nun offenbar doch für einen dritten Wahlgang antreten.

Diese Entscheidung kommt erst Stunden nachdem der ultrarechte Republikaner und Trump-Verbündete aus Ohio verkündet hatte, dass er seine Nominierung vorerst aussetze und einen Interimssprecher befürworte, damit das Repräsentantenhaus wieder Gesetze beschließen könne. S

Seine Entscheidung, den Rückzug vom Rückzug einzuleiten, fiel wohl, nachdem seine Befürworter eine heftige Gegenreaktion gezeigt hatten. Diese sagten, die Ermächtigung von Herrn McHenry – ein Ersatzmann, der nach dem Sturz des damaligen Sprechers Kevin McCarthy auf seinen Posten berufen wurde – würde die Kontrolle über das Repräsentantenhaus effektiv an die Demokraten abtreten und einen schlechten Präzedenzfall schaffen.

Wahl im US-Repräsentantenhaus: Jim Jordan setzt Kandidatur zum Sprecher aus

Update vom 19. Oktober, 17.56: Der Republikaner Jim Jordan wird sich vorerst keiner weiteren Wahl zum Sprecher des US-Repräsentantenhauses stellen. Zumindest vorerst. Am Donnerstag sah der Vertreter der Parteirechten offenbar keine Chance mehr, kurzfristig seine rund 20 Gegner in der eigenen Fraktion der Republikaner umzustimmen. Eine für Donnerstag geplante, dritte Abstimmung wurde damit abgesagt.

Stattdessen will Jordan nach übereinstimmenden Medienberichten nun den Plan unterstützen, den republikanischen Interimssprecher Patrick McHenry mit mehr Befugnissen bis Januar im kommenden Jahr auszustatten, sodass das Repräsentantenhaus wieder Gesetze beschließen und der Kongress damit arbeitsfähig wäre.

Wahl im US-Repräsentantenhaus: Jim Jordan scheitert auch im zweiten Durchgang

Update vom 18. Oktober, 20.05 Uhr: Nach zwei ergebnislosen Wahlgängen zur Nachbesetzung eines mächtigen Chefpostens im US-Parlament geht die Hängepartie im Repräsentantenhaus weiter. Der Republikaner Jim Jordan scheiterte bei der Wahl zum Vorsitzenden der Kongresskammer auch im zweiten Anlauf. Aufgrund von Gegenstimmen aus seiner eigenen Fraktion verfehlte der Vertraute des früheren US-Präsidenten Donald Trump bei der heutigen Abstimmung erneut die nötige Mehrheit. Das Repräsentantenhaus ist damit vorerst weiter politisch großteils lahmgelegt. Denn bis ein neuer Vorsitzender bestimmt ist, liegt die Gesetzgebungsarbeit dort weitgehend brach.

Die Republikaner haben im Repräsentantenhaus nur eine knappe Mehrheit. Die Fraktion stellt derzeit 221 Sitze in der Parlamentskammer, die Demokraten von US-Präsident Joe Biden haben 212 Sitze. Jordan kann sich daher nur sehr wenige Abweichler leisten. Aus den Reihen der Demokraten kann er nicht mit Unterstützung rechnen.

Das US-Repräsentantenhaus beim zweiten Wahlgang zur Wahl eines Sprechers

US-Repräsentantenhaus: Jordan scheitert auch im zweiten Wahlgang

Update vom 18. Oktober, 19.20 Uhr: Auch im zweiten Wahlgang holt Jim Jordan nicht genug Stimmen, um zum Sprecher des Repräsentantenhauses gewählt zu werden. Das berichten US-Medien wie CNN. Das Ergebnis mit 199 Ja-Stimmen fällt für den Republikaner noch schlechter aus als gestern (200 Ja-Stimmen). Der demokratische Kandidat Hakeem Jeffries hat 212 Stimmen erhalten.

Die Wahl im Repräsentantenhaus hat um etwa 18.30 Uhr deutscher Zeit begonnen. Nun sind alle Stimmen ausgezählt. Die Republikaner werden sich wohl um eine Alternative bemühen, wenn Jordan erneut durchfällt.

US-Repräsentantenhaus sucht neuen Sprecher: Nächster Wahlgang startet

Update vom 18. Oktober, 16.10 Uhr: Das US-Repräsentantenhaus bereitet sich auf den nächsten Wahlgang für den Sprecher der Kongresskammer vor. Dieser soll am heutigen Mittwoch erfolgen. Sollte Jim Jordan erneut scheitern, wovon auszugehen ist, arbeiten die Republikaner wohl an einer Alternative.

Nach Informationen des US-Nachrichtenportals Newsweek sollen dem Interimssprecher des Repräsentantenhauses mehr Befugnisse eingeräumt werden. Diese Position wird aktuell von Patrick McHenry bekleidet. Seine Funktion ist aktuell nur eine zeremonielle. Mehrere Republikaner sprachen sich nun dafür aus, seine Autorität auszuweiten, um so die Kongresskammer der USA wieder handlungsfähig zu machen.

Die beiden republikanischen Abgeordneten Andy Biggs und Matt Gaetz im US-Repräsentantenhaus. (Archivfoto)

Diese Republikaner haben im Repräsentantenhaus gegen Jim Jordan gestimmt

Update vom 18. Oktober, 7.20 Uhr: Nach einem ergebnislosen ersten Wahlgang geht im US-Repräsentantenhaus die Suche nach einem neuen Vorsitzenden weiter. Der republikanische Hardliner Jim Jordan war im ersten Anlauf am Widerstand aus den eigenen Reihen gescheitert. Aufgrund von 20 Gegenstimmen aus der eigenen Partei kam der Vertraute des früheren US-Präsidenten Donald Trump bei der ersten Abstimmung für die Nachbesetzung des mächtigen Postens nicht auf die nötige Mehrheit von 217 Stimmen.

Hier sind die 20 Republikaner des Repräsentantenhauses, die gegen Jordan gestimmt haben.

  • Don Bacon (Nebraska)
  • Lori Chavez-DeRemer (Oregon)
  • Anthony D’Esposito (New York)
  • Mario Diaz-Balart (Florida)
  • Jake Ellzey (Texas)
  • Andrew Garbarino (New York)
  • Carlos Gimenez (Florida)
  • Tony Gonzales (Texas)
  • Kay Granger (Texas)
  • Mike Kelly (Pennsylvania)
  • Jen Kiggans (Virginia)
  • Nick LaLota (New York)
  • Mike Lawler (New York)
  • John Rutherford (Florida)
  • Mike Simpson (Idaho)
  • Steve Womack (Arkansas)
  • Ken Buck (Colorado)
  • John James (Michigan)
  • Doug LaMalfa (Kalifornien)
  • Victoria Spartz (Indiana)

US-Parlament im Wartestand: Suche nach Vorsitzendem geht weiter

Update vom 18. Oktober, 2.45 Uhr: Jim Jordan, der derzeitige Vorsitzende des Justizausschusses des Repräsentantenhauses, will nach seinem Scheitern im ersten Wahlgang versuchen, den parteiinternen Widerstand zu brechen und so das dritthöchste Staatsamt in den USA einzunehmen. Die nächste Wahlrunde in der seit zwei Wochen gelähmten Kammer wurde für Mittwoch, 11.00 Uhr (Ortszeit; 17.00 Uhr MESZ) angesetzt.

Eine fehlende Mehrheit hatte sich auch bei Jordan bereits im Vorfeld der Abstimmung am Dienstag abgezeichnet. Bei vielen moderaten Republikanern gibt es große Vorbehalte gegen Jordan, der für scharf rechte Positionen und einen aggressiven Politikstil bekannt ist.

„Ich würde die Menschen ermutigen, nicht überrascht zu sein, wenn es ein paar Runden braucht“, sagte der republikanische Abgeordnete Austin Scott dem rechtsgerichteten Nachrichtensender Fox News mit Blick auf die Wahl eines Vorsitzenden. Der Abgeordnete Scott Perry sagte, Jordan habe in seiner früheren Karriere als Ringer viele Runden gekämpft. „Ich glaube, er kann bis zum Ende durchhalten.“

Wahl im US-Repräsentantenhaus: Jordan scheitert im ersten Wahlgang

Update vom 17. Oktober, 20.31 Uhr: Der erzkonservative US-Republikaner Jim Jordan ist bei der Wahl eines neuen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses vorerst durchgefallen. Bei einer ersten Abstimmung in der Kongresskammer verfehlte der Verbündete von Ex-Präsident Donald Trump am Dienstag klar die erforderliche Mehrheit von 217 Stimmen. Neben den Demokraten stimmten auch 20 Republikaner gegen den 59-jährigen Hardliner, der sich um die Nachfolge des vor zwei Wochen abgesetzten Vorsitzenden Kevin McCarthy bewarb. Jordan kündigte an, zu einem zweiten Wahlgang anzutreten. Sein Vorgänger McCarthy benötigte 15 Anläufe bei seiner Wahl zum Sprecher des Repräsentantenhauses.

Republikaner stimmen über Jim Jordan ab

Erstmeldung vom 17. Oktober: Washington, D.C. – Jim Jordan, streng konservativer Vertreter der US-Republikaner, will sich am Dienstag (17. Oktober) zum neuen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses wählen lassen. Seine Erfolgschancen sind jedoch ungewiss. In der seit zwei Wochen weitgehend gelähmten Kongresskammer ist für 12.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) eine Abstimmung angesetzt. Allerdings haben viele moderate Republikaner erhebliche Bedenken gegen den rechtsgerichteten Hardliner Jordan, der ein Vertrauter des ehemaligen Präsidenten Donald Trump ist.

Die Republikaner stellen im Repräsentantenhaus mit 221 Abgeordneten nur eine knappe Mehrheit. Daher ist unklar, ob Jordan die erforderliche Mehrheit von 217 Stimmen im Plenum erreichen kann. Sollten alle 212 Abgeordneten der Demokraten von Präsident Joe Biden gegen den Vorsitzenden des Justizausschusses stimmen, könnte sich Jordan höchstens vier Abweichungen aus den eigenen Reihen erlauben.

US-Repräsentantenhaus: Suche nach einem Nachfolger für Kevin McCarthy

Der von Trump unterstützte Jordan war am Freitag (13. Oktober) bei der chaotischen Suche der Republikaner nach einem Nachfolger für den Anfang Oktober abgesetzten Repräsentantenhaus-Vorsitzenden Kevin McCarthy nominiert worden. Am Vortag hatte der zunächst von der Republikaner-Fraktion nominierte Mehrheitsführer Steve Scalise das Handtuch geworfen, nachdem klar geworden war, dass er im Plenum die notwendige Mehrheit für das dritthöchste Staatsamt verfehlen würde.

Der für seinen aggressiven Politikstil bekannte Jordan ist allerdings noch umstrittener als Scalise. Nach Jordans Nominierung signalisierten Medienberichten zufolge 55 Republikaner in einer geheimen Abstimmung, dass sie den Abgeordneten aus Ohio im Plenum nicht unterstützen würden. Am Wochenende übten der Hardliner und sein Umfeld starken Druck auf innerparteiliche Gegner aus, damit diese sich doch noch hinter Jordan stellen.

„Wir müssen alle weiter zusammenkommen und uns wieder an die Arbeit machen“, schrieb Jordan am Montag im Kurzbotschaftendienst X (früher Twitter). Die Republikaner-Fraktion wollte am Abend zu Beratungen zusammenkommen.

US-Repräsentantenhaus im Moment handlungsunfähig

Der Streit bei den Republikanern hat weitreichende Folgen: Ohne Vorsitzenden ist das Repräsentantenhaus weitgehend gelähmt. Damit kann der Kongress unter anderem keine weiteren Militärhilfen für das von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas angegriffene Israel und die von Russland angegriffene Ukraine beschließen. Den USA droht zudem Mitte November ohne Haushaltslösung ein sogenannter Shutdown.

Deswegen wächst der Druck auf die Republikaner, zu einer raschen Einigung zu kommen. Sollte Jordan bei seinen Versuchen scheitern, die Fraktion der Konservativen nahezu geschlossen hinter sich zu bringen, könnte er seine Kandidatur für den Vorsitz wie bereits Scalise zurückziehen. Er könnte aber auch trotz aller Widerstände an der Plenumsabstimmung festhalten - und beispielsweise durch eine Reihe aufeinanderfolgender Abstimmungen versuchen, den Widerstand seiner Gegner zu brechen.

Weg frei für Trump: Haley steigt aus US-Vorwahlkampf aus

Donald Trump will wieder US-Präsident werden
Nun ist es raus: Donald Trump will 2024 erneut als US-Präsident antreten. Dann wird der Milliardär aus New York 78 Jahre alt sein. Trump hatte das Amt 2017 bis 2021 inne, verlor 2020 aber die Wahl und musste auf eine zweite Amtszeit verzichten. Die soll nun im dritten Anlauf gelingen. Trump wäre erst der zweite Präsident in der Geschichte der USA, dem ein solches Comeback gelingen würde. © Andrew Harnik/dpa
Nikki Haley tritt als US-Botschafterin bei der UN zurück und 2024 vielleicht noch einmal an
Nikki Haley war Trumps letzte verbliebene Rivalin. Doch am Ende zog auch sie sich aus dem parteiinternen Rennen um die US-Präsidentschaft zurück. Nach ihrer Serie von Niederlagen am Super Tuesday verkündete Haley ihren Ausstieg. Die ehemalige Gouverneurin des Bundesstaates South Carolinas wechselt ihre Haltung zu Donald Trump wie andere Leute die Kleidung. Als Botschafterin Trumps bei den Vereinten Nationen war sie enge Vertraute des Ex-Präsidenten, nach dem Sturm aufs Kapitol distanzierte sie sich. Dann sagte sie, sie werde nicht kandidieren, sollte Trump erneut antreten. Haley gilt als Establishment-Republikanerin, die für möglichst geringe Sozialausgaben, niedrige Steuern und eine aggressive Außenpolitik steht. © Evan Vuccid/dpa
Floridas Gouverneur Ron de Santis spricht nach dem Sieg bei den Midterms zu seiner Anhängerschaft
Als härtester Konkurrent für die Nominierung bei den Republikanern für die US-Wahl 2024 galt lange Ron DeSantis. Der Gouverneur Floridas feierte bei den Midterms einen klaren Sieg und wurde von der Wählerschaft im Amt bestätigt. Er galt als der Hoffnungsträger in der Partei. Das Rennen um die Präsidentschaftsnominierung hat er aber inzwischen aufgegeben. DeSantis hatte sich in der Vergangenheit als Trump-Fan inszeniert, geht mittlerweile aber auf Distanz zum Ex-Präsidenten. Hier zu sehen ist der Politiker mit seiner Frau Casey DeSantis und den drei gemeinsamen Kindern. © IMAGO/Luis Santana
Der erfahrene Politiker Asa Hutchinson tritt als Anti-Trump-Kandidat an
Er war bereits Staatsanwalt, Abgeordneter im Repräsentantenhaus, Behördenleiter der Anti-Drogenbehörde DEA und Gouverneur des Bundesstaates Arkansas. Jetzt wollte Asa Hutchinson 2024 republikanischer Präsidentschaftskandidat werden, doch nach der Vorwahl in Iowa zog er seine Kandidatur zurück. Hutchinson trat als Alternative zu Donald Trump an, denn seines Erachtens sollte dieser „nicht der nächste Anführer unseres Landes sein“. Hutchinson forderte Trump auf, seine Kandidatur aufgrund der Anklage gegen ihn in New York zurückzuziehen – eine Sicht, die die republikanische Wählerschaft nicht teilt. © SCOTT OLSON / AFP
Vivek Ramaswamy, Trump-Fan mit Anti-Woke-Agenda
Vivek Ramaswamy hatte Großes vor. Der 38-jährige, rechtslibertäre Tech-Unternehmer mit indischen Wurzeln wollte US-Präsident werden. Nach seinem enttäuschenden Abschneiden bei der Vorwahl in Iowa warf er aber das Handtuch und empfahl, Trump zu Wählen. Der Trump-Fan sieht die USA in einer „nationalen Identitätskrise“ und fordert eine „nationale Wiederbelebung“. Dazu will er z.B. das FBI und das Bildungsministerium abschaffen. Er wolle Trumps „America-First-Aganda auf die nächste Stufe bringen“.  © Anna Moneymaker / AFP
US-Wahl 2024: Ehemaliger Trump-Vertrauter Christie will ins Weiße Haus
Chris Christie hatte auch noch einmal Ambitionen auf das Weiße Haus angemeldet. Der frühere Gouverneur des US-Bundesstaats New Jersey war einst ein enger Vertrauter von Donald Trump, hat sich aber mittlerweile von ihm losgesagt und kritisiert ihn sogar öffentlich. So bezeichnete er den früheren Präsidenten wegen dessen Haltung zum Ukraine-Krieg als „Feigling“ und „Marionette“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Christie wollte 2016 schon einmal Präsidentschaftskandidat seiner Partei werden, zog nach schlechten Ergebnissen bei den Vorwahlen aber zurück. Diesmal gab er bereits vor den Vorwahlen der Republikaner auf. © Charles Krupa/dpa
Zu den krassen Außenseitern zählt auch Douglas James „Doug“ Burgum, der hier im Juli 2023 bei einer Veranstaltung in Iowa um Stimmen wirbt.
Zu den krassen Außenseitern zählte von Beginn an Douglas James „Doug“ Burgum, der hier im Juli 2023 bei einer Veranstaltung in Iowa um Stimmen wirbt. Der Republikaner, der am 4. Dezember aus dem Rennen ausstieg, ist seit dem 15. Dezember 2016 Gouverneur von North Dakota. Vor seiner politischen Karriere war er Softwareunternehmer, Microsoft-Manager und Risikokapitalgeber. Im April unterzeichnete Burgum ein Gesetz, das Abtreibungen in der sechsten Schwangerschaftswoche verbietet. Zudem hat er zahlreiche Gesetze unterzeichnet, die die Rechte von trans Menschen einschränken. © SCOTT OLSON/afp
Senator Tim Scott aus dem Bundesstaat South Carolina begreift seinen Aufstieg aus armen Verhältnissen als Verkörperung des amerikanischen Traumes. In einem im April veröffentlichten Video spricht er sich gegen eine Politik der Spaltung aus und fordert mehr Optimismus. Scott betont darin auch seine Religiosität und seinen Wunsch, die konservativen Werte Amerikas zu verteidigen. Als Beispiele nennt er etwa den Schutz der Grenzen und der Kampf gegen Abtreibung.
Tim Scott (blaues Hemd) hat sich aus dem Rennen um die Kandidatur verabschiedet. Am 12. November zog der Senator aus South Carolina seine Kandidatur zurück. In einem im April veröffentlichten Video sprach er sich gegen eine Politik der Spaltung aus und forderte mehr Optimismus. Scott betonte darin auch seine Religiosität und seinen Wunsch, die konservativen Werte Amerikas zu verteidigen. Als Beispiele nannte er etwa den Schutz der Grenzen und der Kampf gegen Abtreibung. Seinen Aufstieg aus armen Verhältnissen begreift Scott als Verkörperung des amerikanischen Traumes.  © ALLISON JOYCE
Mike Pence könnte 2024 bei der US-Wahl für das Amt des Präsidenten kandidieren.
Ausgestiegen ist auch Trumps ehemaliger Vizepräsident. „Dies ist nicht meine Zeit“, sagte Mike Pence am 28. Oktober 2023. Pence war in Umfragen weit abgeschlagen und hatte Medienberichten zufolge Probleme bei der Beschaffung von Geldern für seine Kampagne. „Wir wussten immer, dass dies ein harter Kampf sein würde, aber ich bereue nichts“, erklärte Pence. Mit kritischen Kommentaren nach den Midterms hatte sich der ultrakonservative Pence für einen möglichen Machtkampf innerhalb der Republikanischen Partei in Stellung gebracht. © IMAGO/Aimee Dilger
Larry Elder ist 2024 der erste schwarze Präsidentschaftskandidat bei den Republikanern
Am 26. Oktober zog sich Larry Elder zurück. Schon bei seinem ersten Versuch als Politiker war er gescheitert: 2021 versuchte der rechte Radiomoderator und Rechtsanwalt erfolglos, Kaliforniens demokratischen Gouverneur Gavin Newsom abzulösen. Elder vertritt rechtsradikale Ansichten, wie ein Abtreibungsverbot, glaubt, dass an Grenzen „Mauern funktionieren“, Antirassismus sowie Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion hingegen nicht. © SCOTT OLSON / AFP
Perry Johnson ist im Grunde der republikanische Antipolitiker im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur.
Am 20. Oktober zog sich auch Perry Johnson aus dem Wahlkampf zurück. Er war im Grunde der republikanische Antipolitiker im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur. Aufgefallen war der Unternehmer zuvor nur im Jahr 2022, als er für das Amt des Gouverneurs in Michigan kandidieren wollte. Wegen unsauberer Machenschaften wurde er allerdings von den republikanischen Vorwahlen vorzeitig ausgeschlossen. Johnson positionierte sich im Wahlkampf gegen Abtreibungen. Zudem kritisierte er die Höhe der Hilfsgelder, die die USA der Ukraine zur Verfügung stellen. Zugleich stellte Johnson aber klar, dass er Wladimir Putin nicht vertraue. © SCOTT OLSON/afp
Weitere Kandidaten im Kampf um die Bewerbung sind bisher Ryan Binkley, Will Hurd, Corey Stapleton und Francis Suarez.
Weitere Kandidaten im Kampf um die Bewerbung waren auch Will Hurd, Corey Stapleton und Francis Suarez. Auch sie haben ihre Kandidatur bereits wieder zurückgezogen. Im Rennen sind dagegen noch Ryan Binkley, John Anthony Castro und E. W. Jackson. Chancen auf eine Nominierung dürften sie allerdings kaum haben. Großer Favorit bleibt allen Anklagen und Prozessen zum Trotz weiter der frühere Präsident Donald Trump. Die Republikaner haben auf jeden Fall die Qual der Wahl. © ALLISON JOYCE/afp

Im Januar kämpfte der damalige Vorsitzende McCarthy durch eine Rekordzahl von 15 Wahlrunden, um als „Speaker“ – so nennt man das Amt in den USA – bestätigt zu werden. Doch nur neun Monate danach wurde der kalifornische Abgeordnete in einem historischen Umsturz von rechten Hardlinern seiner eigenen Partei vom Thron des Repräsentantenhauses gestoßen. Der Sturz war das Resultat eines Haushaltsstreits auch um zusätzliche Unterstützung für die Ukraine.

Jordan gilt als eingefleischter Trump-Anhänger

Jordan, McCarthys möglicher Nachfolger, ist seit 2007 Mitglied des Repräsentantenhauses. Er begann seine politische Laufbahn am rechten Rand der Republikaner, hat sich aber im Laufe der Jahre zu einer zentralen Figur der immer weiter nach rechts driftenden Partei entwickelt. Jordan ist einer der Hauptakteure hinter den Bemühungen, US-Präsident Joe Biden wegen des Vorwurfs, in umstrittene Auslandsgeschäfte seines Sohnes Hunter Biden verwickelt zu sein, des Amtes zu entheben.

Der ehemalige Ringer Jordan, der gerne ohne Jackett auftritt, ist seit Jahren ein leidenschaftlicher Unterstützer und Verteidiger von Donald Trump. Er ist einer der Gründungsmitglieder der einflussreichen rechten Parlamentariergruppe Freedom Caucus. Zudem ist Jordan ein gern gesehener Gast in rechten Medien, einschließlich des Nachrichtensenders Fox News. (skr/AFP)

Rubriklistenbild: © DREW ANGERER/afp

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