Stammte sie aus der Ukraine?

Rückschlag für Kadyrow: Drohne attackiert Spezialkräfte-Universität in Tschetschenien

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Eine Drohne trifft eine Polizeistation in Tschetschenien. Der Herrscher Ramsan Kadyrow droht mit Vergeltung. Kam der Angriff aus der Ukraine?

Grosny – Eine tschetschenische Polizeikaserne brennt: Ein Gebäude der mit Machthaber Ramsan Kadyrow verbundenen Sicherheitskräfte von einer Drohne getroffen worden. Kadyrow selbst bestätigte den Angriff auf Telegram und schrieb, dass ein Brand ausgebrochen sei. Niemand sei verletzt worden.

Die Einrichtung in der Stadt Gudermes firmiert unter der Bezeichnung Russische Universität für Spezialeinheiten, wird aber viel von Kadyrows Bewaffneten genutzt. Kremlchef Wladimir Putin war erst im August dort.

Verlust für Kadyrow: War der Angriff ein Drohnentreffer der Ukraine?

Der Angriff wirkt zwar wie ein typischer ukrainischer Drohnentreffer, doch der örtliche diktatorische Machthaber Kadyrow hat auch in Tschetschenien und Russland Feinde. Er ist unter anderem in einen Streit um Russlands größtes Onlinekaufhaus Wildberries verwickelt. Eine Stellungnahme der Regierung in Kiew liegt zunächst nicht vor.

Russland feuert Raketen auf Kinderkrankenhaus in Kiew: Fotos zeigen erschütternde Szenen

Rauch über Kiew. Die ukrainische Hauptstadt wurde am Montag von mehreren russischen Raketen getroffen.
Rauch über Kiew. Die ukrainische Hauptstadt wurde am Montag von mehreren russischen Raketen getroffen. © Evgeniy Maloletka / dpa
Die Schäden nach dem russischen Angriff auf Kiew sind beachtlich, wie hier zu sehen im Lukianivska Bezirk.
Die Schäden nach dem russischen Angriff auf Kiew sind beachtlich, wie hier zu sehen im Lukianivska Bezirk. © Andreas Stroh / dpa
Das Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew wurde durch die russischen Raketen schwer getroffen.
Das Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew wurde durch die russischen Raketen schwer getroffen. Rettungskräfte und Zivilisten suchen nach möglichen Verschütteten. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein augenscheinlich verletzter Mann telefoniert nach dem schweren Angriff auf Kiew.
Ein augenscheinlich verletzter Mann telefoniert nach dem schweren Angriff auf Kiew. © dpa/AP | Efrem Lukatsky
Eine Frau kümmert sich um ein Kind vor dem von russischen Raketen getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew.
Eine Frau kümmert sich um ein Kind vor dem von russischen Raketen getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus zeigt, wie schwer die Raketen aus Russland die Klinik in der Ukraine verwüstet haben.
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus zeigt, wie schwer die Raketen aus Russland die Klinik in der Ukraine verwüstet haben. © Evgeniy Maloletka / dpa
Mit blutigem Gewand steht ein Krankenhaus-Mitarbeiter vor den Trümmern nach dem russischen Raketenangriff auf Kiew.
Mit blutigem Gewand steht ein Krankenhaus-Mitarbeiter vor den Trümmern nach dem russischen Raketenangriff auf Kiew. © IMAGO/Madeleine Kelly/ZUMA Press Wire
Rettungskräfte räumen die Trümmer nach dem schweren russischen Angriff auf Kiew vor der Kinderklinik.
Rettungskräfte räumen die Trümmer nach dem schweren russischen Angriff auf Kiew vor der Kinderklinik. © Evgeniy Maloletka / dpa
In der nähe des von einer Rakete getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses trägt ein Mann ein Kind aus der Gefahrenzone.
In der nähe des von einer Rakete getroffenen Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses trägt ein Mann ein Kind aus der Gefahrenzone. © Evgeniy Maloletka / dpa
Nach dem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt werden verletzte abtransportiert.
Nach dem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt werden Verletzte abtransportiert. © IMAGO/Madeleine Kelly/ZUMA Press Wire
Kinder warten in der Nähe des Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses, das von russischen Raketen getroffen wurde.
Kinder warten in der Nähe des Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses, das von russischen Raketen getroffen wurde. © Evgeniy Maloletka / dpa
Vereinte Kräfte bei den Bergungsarbeiten: Retter tragen ein Stück des Daches am Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew weg.
Vereinte Kräfte bei den Bergungsarbeiten: Retter tragen ein Stück des Daches am Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus in Kiew weg. © Evgeniy Maloletka / dpa
Ein Feuerwehrmann sitzt bei Rettungsarbeiten in Kiew nach dem schweren russischen Angriff im Schutt.
Ein Feuerwehrmann sitzt bei Rettungsarbeiten in Kiew nach dem schweren russischen Angriff im Schutt. © Aleksandr Gusev / dpa
Auch am Tag nach dem russischen Raketenangriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew gehen die Aufräumarbeiten weiter.
Auch am Tag nach dem russischen Raketenangriff auf ein Kinderkrankenhaus in Kiew gehen die Aufräumarbeiten weiter. © IMAGO/Maxym MarusenkoNurPhoto
Nach dem russischen Angriff auf das Kinderkrankenhaus mussten die schwer kranken Kinder draußen vor der Klinik behandelt werden.
Nach dem russischen Angriff auf das Kinderkrankenhaus mussten die schwer kranken Kinder draußen vor der Klinik behandelt werden. © IMAGO/Maxym Marusenko/NurPhoto
In Kiew stehen Krankenhaus-Betten auf der Straße, um nach dem Angriff auf die Kinderklinik die Patienten weiter betreuen zu können.
In Kiew stehen Krankenhaus-Betten auf der Straße, um nach dem Angriff auf die Kinderklinik die Patienten weiter betreuen zu können. © IMAGO/Bahmut Pavlo/Ukrinform/Abaca
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus in Kiew zeigt, wie schwer die russischen Raketen die Klinik zerstört haben.
Ein Blick in das Kinderkrankenhaus in Kiew zeigt, wie schwer die russischen Raketen die Klinik zerstört haben. © IMAGO/Ruslan Kaniuka/Ukrinform/ABACA
Medizinisches Personal und Freiwillige räumen Trümmer, suchen unter dem Schutt des Kinderkrankenhauses nach Opfern.
Medizinisches Personal und Freiwillige räumen Trümmer, suchen unter dem Schutt des Kinderkrankenhauses nach Opfern. © Anton Shtuka / dpa
Verzweiflung herrscht in Kiew. Nach dem Angriff auf die Kinderklinik suchen Erwachsene und Kinder Schutz in Kellern.
Verzweiflung herrscht in Kiew. Nach dem Angriff auf die Kinderklinik suchen Erwachsene und Kinder Schutz in Kellern. © Anton Shtuka / dpa

Kadyrow kündigte umgehend Rache an. „Sie haben uns gebissen, wir werden sie zerstören“, sagt Kadyrow in einem Video, das von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA verbreitet wird. „In sehr naher Zukunft werden wir ihnen eine Vergeltung zeigen, die sie sich nie erträumt haben.“

Dachstuhl der Universität für Spezialeinheiten in Tschetschenien wohl in Flammen

Wie Kadyrow schrieb, sei nur ein ungenutztes Gebäude betroffen. Allerdings deuteten Bilder in sozialen Netzwerken eher darauf hin, dass es im Dachstuhl des Hauptgebäudes brannte.

Hoher Besuch: Kreml-Chef Wladimir Putin schaut zum ersten Mal seit 13 Jahren bei Tschetschenen-Führer Ramsan Kadyrow vorbei.

Russland war bereits mehrfach Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Nach russischen Medienberichten war dies aber nun der erste Drohnenangriff auf die Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus. Kadyrow stellte in seiner Mitteilung auf Telegram keinen Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg her.

Kadyrow droht regelmäßig mit „Blutrache“

Kadyrow hat die Blutrache in Tschetschenien angeblich abgeschafft, droht sie aber selbst immer wieder seinen Gegnern an. Um die Kontrolle Russlands über das unruhige Tschetschenien zu sichern, hat der Kreml Kadyrow freie Hand zu einer diktatorischen Herrschaft gegeben.

Zuletzt hatte Kadyrow drei russischen Politikern aus dem Nordkaukasus mit Blutrache gedroht. In einer Rede vor Offizieren des Sicherheitsapparates in Grosny in der islamisch geprägten Teilrepublik Tschetschenien beschuldigte er die drei, sie hätten einen Mord an ihm in Auftrag gegeben. (cgsc mit dpa)

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