Inhaftierung von «Wall Street Journal»-Mitarbeiter

Russland: Stoltenberg fordert sofortige Freilassung von US-Journalisten

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NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg gibt eine Pressekonferenz in Brüssel.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die unverzügliche Freilassung des in Russland festgehaltenen US-Journalisten Evan Gershkovich gefordert.

Brüssel - Die Inhaftierung des Mitarbeiters des «Wall Street Journal» gebe Anlass zu großer Sorge, sagte der Norweger am Montag in Brüssel. Es sei wichtig, die Pressefreiheit und die Rechte von Journalisten zu achten.

Wegen angeblicher Spionage für die USA hatte ein Gericht in Moskau am Donnerstag Haftbefehl gegen den amerikanischen Reporter Gershkovich erlassen. Der Journalist hatte auch zu Russlands Krieg gegen die Ukraine recherchiert. Er sei zunächst bis 29. Mai in Untersuchungshaft, teilte das Gericht mit. Gershkovich drohen bei einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft.

Das «Wall Street Journal» hat die Vorwürfe gegen seinen Mitarbeiter zurückgewiesen. Auch die US-Regierung nannte die Spionagevorwürfe lächerlich und verurteilte die Inhaftierung Gershkovichs. (dpa)

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