Heikler Zwischenfall

Russland-Provokation im Drohnen-Vorfall: Schoigu ehrt Jet-Piloten – Begründung hat es in sich

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  • Richard Strobl
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    Patrick Mayer

Über dem Schwarzen Meer kollidierten am Dienstag eine US-Drohne und ein russischer Kampfjet. Der russische Pilot erhielt nun mehrere Auszeichnungen.

Update vom 17. März, 10.40 Uhr: Der russische Pilot des Kampfjets, der über dem Schwarzen Meer mit einer US-Drohne kollidiert war, wurde am Freitag in Moskau für seinen Einsatz geehrt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA berichtete, habe Verteidigungsminister Sergei Schoigu dem Piloten mehrere Auszeichnungen verliehen. Als Begründung für die Auszeichnungen nannte die russische Regierung „die Verhinderung der Verletzung der Grenzen des Sondereinsatzgebiets durch die amerikanische MQ-9 Reaper-Drohne“.

Ein am Donnerstag (16. März) veröffentlichtes Video zeigt, wie der russische Jet die Drohne bei einem Überflug am Rotor touchiert hatte. Das unbemannte Fluggerät stürzte daraufhin in das Schwarze Meer. Die US-Regierung sprach anschließend von einem Kontrollverlust und mangelndem Können des russischen Piloten.

Drohnen-Zwischenfall: US-Infos „höchste Ebene“ des Kremls soll Aktion veranlasst haben

Update vom 16. März, 16.10 Uhr: Die russische Führung soll den aggressiven Aktionen des russischen Kampfjets gegen eine US-amerikanische Drohne zugestimmt und abgesegnet haben. Das berichtet der US-Sender NBC mit Verweis auf drei mit dem Vorfall vertraute Beamte. Es sei die „Absicht der russischen Führung gewesen, beim Abfangen aggressiv vorzugehen“, sagte einer der Beamten. Dabei soll die „höchste Ebene“ des Kremls seine Zustimmung gegeben haben. Ob auch Präsident Putin über den Vorfall Bescheid gewusst hatte, ist nicht bekannt.

Die Kollision zwischen den beiden Flugobjekten, die dann letztlich zum Absturz der Drohne geführt hatte, soll jedoch nicht bewusst herbeigeführt worden sein. Diese Position bekräftigte auch Regierungssprecher Ned Price am Mittwoch. Dieser erklärte, dass ein individueller Fehler des Piloten zu demZusammenstoß geführt haben soll.

Drohnen-Zusammenstoß: Video deckt Kreml-Lüge auf – US-Behörden veröffentlichen Aufnahmen

Update vom 16. März, 11.30 Uhr: Die US-Regierung hat am Donnerstag Videoaufnahmen von dem Vorfall über dem Schwarzen Meer veröffentlicht, bei dem ein russischer Kampfjet mit einer US-Drohne kollidiert war. Die knapp 40 Sekunden langen Aufnahmen zeigen, wie das Kampfflugzeug gleich zweimal auf US-Drohne zufliegt und dabei Treibstoff ablässt. Nach dem zweiten Anflug, bei dem es offenbar zu der Kollision gekommen war, bricht das Bild der Drohnenkamera kurz ab. Anschließend ist das Heck des Fluggeräts zu sehen. Am Propeller ist eine sichtbare Beschädigung zu erkennen.

Ein Sprecher der US-Regierung hatte am Mittwoch noch erklärt, dass man bei dem Zusammenstoß nicht von Absicht ausgehe. Viel mehr soll der russische Pilot fahrlässig und inkomptent gehandelt haben.

Drohnen-Zwischenfall: USA erwägen nach Kollision Veröffentlichung von Videomaterial

Update vom 16. März, 7.19 Uhr: Nach dem Drohnen-Absturz über dem Schwarzen Meer will die US-Regierung möglicherweise Bildmaterial von dem Vorfall veröffentlichen. „Wir sind noch dabei, Videos und Fotos zu sichten, um festzustellen, was wir veröffentlichen können“, sagte der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin in Washington am Mittwoch (15. März). „Wir haben Videobeweise für all das“, erklärte US-Generalstabschef Mark Milley.

Mit dem Material könnten die USA ihre Darstellung untermauern, wonach ein russischer Kampfjet bei dem Vorfall eine amerikanische Militärdrohne rammte. Die Russen hatten jede Verantwortung für den Absturz zurückgewiesen und warfen den Amerikanern eine Provokation vor.

Eine US-Drohne des Models „Reaper“ ist nach einem Zusammenstoß mit einem russischen Kampfjet abgestürzt.

Drohnen-Zwischenfall zwischen den USA und Russland: Austin und Schoigu telefonieren

Update vom 15. März, 19.15 Uhr: Nach dem Zwischenfall mit einer amerikanischen Drohne und zwei russischen Kampfjets über dem Schwarzen Meer haben der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu und sein US-Amtskollege Lloyd Austin nach Angaben aus Moskau ein Telefongespräch gehalten. Das Gespräch habe auf Initiative der amerikanischen Seite stattgefunden, zitierte die russische Staatsagentur Tass das Verteidigungministerium in Moskau. Ein namentlich nicht genannter US-Beamter gab gegenüber dem US-Sender CNN an, auch der Generalstabschef Mark Milley werde mit seinem russischen Amtskollegen telefonieren.

Update vom 15. März, 12.45 Uhr: Der Militär-Experte Gerhard Mangott bewertete den Zwischenfall über dem Schwarzen Meer im Gespräch mit fr.de von IPPEN.MEDIA als „sehr riskant“. Der Vorfall berge ein „großes Eskalationsrisiko“.

Russland-Kampfjet kollidiert mit US-Drohne: Kiew verteidigt Einsatz

Update vom 15. März, 10.40 Uhr: Die ukrainische Luftwaffe hat den Einsatz der US-amerikanischen Drohne über dem Schwarzen Meer verteidigt. „Das Schwarze Meer ist kein Binnenmeer Russlands, so wie sie das Asowsche Meer besetzt haben und es für ihres halten“, sagte Jurij Ihnat, der Sprecher der ukrainischen Luftstreitkräfte in einem TV-Interview. Zu den Anrainerstaaten des Schwarzen Meers zählt auch das Nato-Mitglied Türkei. Die US-Drohne hätte dort also auf rechtlicher Grundlage agieren dürfen.

„Inakzeptablen Aktionen des US-Militär“: Russischer Botschafter verteidigt Vorgehen

Update vom 15. März, 08.05 Uhr: Russlands Botschafter in den USA, Anatoli Antonow, hat Moskau gegen Kritik wegen des Zusammenstoßes eines russischen Kampfjets mit einer US-Drohne verteidigt. „Die inakzeptablen Aktionen des US-Militärs in unmittelbarer Nähe unserer Grenzen geben Anlass zur Sorge“, so Antonow laut US-Medien. Man sei sich „der Aufgaben, für die solche Aufklärungs- und Kampfdrohnen eingesetzt werden, sehr wohl bewusst.“ Antonow warf den USA in seinem Statement vor, sie würden mit derartigen Drohnen Informationen sammeln, „die später vom Kiewer Regime genutzt werden, unsere Streitkräfte und Territorien anzugreifen“.

Update vom 14. März, 22.24 Uhr: Der russische Botschafter in den USA ist im Außenministerium in Washington eingetroffen. Die USA hatten ihn nach dem Zwischenfall über dem Schwarzen Meer einbestellt. Anatoly Antonov traf sich mit der stellvertretenden Außenministerin für europäische Angelegenheiten, Karen Donfried. Knapp 30 Minuten dauerte der Besuch laut CNN. Antonov stellte demnach klar, dass Russland keine „Konfrontation“ mit den USA wolle.

Die stellvertretende US-Außenministerin Karen Donfried habe die Besorgnis der USA über den Vorfall zum Ausdruck gebracht, heißt es in dem Bericht. Zudem habe man „unsere Anmerkungen zu diesem Thema ausgetauscht, weil wir einige Meinungsverschiedenheiten haben“.

Antonov sprach von einem „konstruktiven Gespräch“. Dabei wiederholte er auch die russische Sichtweise: Danach hat der russische Jet die US-Drohne nicht berührt oder angegriffen, vielmehr sei diese von selbst abgestürzt. Zudem wirft Russland den USA vor, dass die Drohne in einen speziellen gesicherten Luftraum eingedrungen sei, den man während des Ukraine-Kriegs eingerichtet und über den man die USA im Vorfeld informiert hatte.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Russland weist Vorwürfe zurück im Kampfjet-Drohne-Zwischenfall

Update vom 14. März, 20.23 Uhr: Die US-Air-Force hat Russland nach dem Zwischenfall über dem Schwarzen Meer schwere Vorwürfe gemacht. Jetzt reagiert Moskau und streitet alles ab: Das russische Verteidigungsministerium hat am Dienstag jede Verantwortung im Zusammenhang mit dem Absturz einer US-Drohne über dem Schwarzen Meer zurückgewiesen. Die Drohne sei weder beschossen noch auf andere Weise angegriffen worden, heißt es in einer von der Staatsagentur Tass verbreiteten Mitteilung.

Eine Alarmrotte der russischen Luftwaffe sei aufgestiegen, um einen unbekannten Eindringling über dem Schwarzen Meer zu identifizieren. Bei einem scharfen Ausweichmanöver habe die Drohne rapide an Höhe verloren und sei in das Meer gestürzt, lautete die Darstellung des russischen Militärs. „Die russischen Kampfflugzeuge haben keine Bordwaffen eingesetzt, sind nicht in Kontakt mit dem unbemannten Flugapparat geraten und kehrten sicher zu ihrem Heimatflughafen zurück.“

Russland-Kampfjet kollidiert mit US-Drohne: ZDF-Expertin sieht „einmaligen Vorgang“

Update vom 14. März, 19.30 Uhr: Der Zwischenfall über dem Schwarzen Meer, bei dem ein russischer Kampf-Jet vom Typ „Su-27“ und eine amerikanische Drohne „MQ-9 Reaper“ über internationalen Gewässern kollidierten, sorgt im Umfeld des Ukraine-Kriegs für Aufsehen.

Russischer Kampfjet kollidiert mit US-Drohne: Zwischenfall über Schwarzem Meer besorgt

Laut ZDF-Washington-Korrespondentin Claudia Bates handelt es sich um einen einmaligen Vorfall. „Solche Begegnungen im internationalen Luftraum kommen schon vor. Aber hier handele es sich doch um eine ungewöhnliche Provokation der russischen Piloten. Die Drohne war im internationalen Luftraum unterwegs, hätte dort eine Routineoperation durchgeführt“, berichtete Bates im „heute journal“ unter Berufung auf die US-Streitkräfte: „Die Piloten hätten dann zunächst Kraftstoff über der Drohne abgelassen und sie eben schließlich gestreift, wodurch sie von den Amerikanern vom Himmel geholt werden musste. Und das ist tatsächlich ein einmaliger Vorgang.“

Die USA würden sehr deutlich machen, „dass Russland hier mit Absicht gehandelt habe und verurteilen das sehr scharf“, erklärte Bates weiter. Laut der ZDF-Washington-Korrespondentin würden nun zunächst die jeweiligen Außenministerien Kontakt miteinander aufnehmen, um die Hintergründe des militärischen Vorfalls zu klären. Bei der „MQ-9 Reaper“-Drohne handelt es sich um eine Aufklärungs-Drohne, die jedoch auch Luft-Boden-Raketen mit sich führen kann.

Erstmeldung vom 14. März: München - Im Umfeld des Ukraine-Kriegs ist es offenbar zu einem militärischen Zwischenfall zwischen den US-Streitkräften und der Luftwaffe Russlands gekommen.

Über Schwarzem Meer: Offenbar kollidieren eine US-Drohne und ein russischer Kampfjet

Eine US-Drohne des Typs „MQ-9 Reaper“ und ein russischer Kampfjet des Typs „Su-27“ kollidieren laut dem US-amerikanischen Nachrichtenmagazin Politico. Demnach müssen die Amerikaner die Drohne nach der Kollision über internationalem Gewässer abstürzen lassen. Dem Bericht zufolge hatte die „Su-27“ den Propeller der amerikanischen Drohne getroffen.

Vor der Kollision ließ der russische Kampf-Jet angeblich „Treibstoff ab und flog in rücksichtsloser, umweltschädlicher und unprofessioneller Weise vor der MQ-9 her. Dieser Vorfall zeugt von einem Mangel an Kompetenz und ist darüber hinaus unsicher und unprofessionell“, zitiert Politico die US-Streitkräfte. Über dem Schwarzen Meer gibt es seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs verstärkte Aktivitäten des transatlantischen Verteidigungsbündnisses NATO.

Auch die US-amerikanische Nachrichtenseite CNN berichtet von dem Vorfall, wonach angeblich zwei Luftüberlegenheitsjäger des Typs „Suchoi Su-27“ die Drohne flankierten. „Einer der Jets beschädigte daraufhin den Propeller der Reaper, der am Heck der Drohne montiert ist“, zitiert CNN einen US-Beamten.

Schwarzes Meer nahe Ukraine: Russische „Su-27“ bringt offenbar US-Drohne zum Absturz

Im offiziellen Statement des US Air Force Generals James B. Hecker, dem Kommandeur der U.S. Air Forces Europe and Air Forces Africa, hieß es am Abend konkret: „Ungefähr um 7:03 Uhr (MEZ) traf eines der russischen Su-27-Flugzeuge den Propeller der MQ-9, was dazu führte, dass die US-Streitkräfte die MQ-9 in internationalen Gewässern herunterbringen mussten. Vor der Kollision ließen die Su-27 mehrmals Treibstoff ab und flogen auf rücksichtslose, umweltschädliche und unprofessionelle Weise vor die MQ-9. Dieser Vorfall zeigt einen Mangel an Kompetenz und ist nicht nur unsicher und unprofessionell.“

Dieser Vorfall zeigt einen Mangel an Kompetenz und ist nicht nur unsicher und unprofessionell.

US Air Force General James B. Hecker (Quelle: CNN)

Die knapp elf Meter lange und in ihrer Spannweite rund 20 Meter breite „MQ-9 Reaper“ dient der sogenannten Luftnahunterstützung, ergo, der Luftraumüberwachung und der Erkundung strategischer Gebiete. Sie kann Luft-Boden-Raketen und Panzerabwehrlenkwaffen bei sich tragen.

Schwarzes Meer: Unterstützen die USA die Ukraine mit Aufklärungs-Drohnen?

Wiederholt wurde in den vergangenen Monaten gemutmaßt, dass die USA die Ukrainer in ihrem Verteidigungskampf gegen die russische Invasion mittels Drohnen-Aufklärung unterstützen Die Amerikaner unterhalten mit anderen NATO-Partnern unter anderem einen Luftwaffenstützpunkt im rumänischen Constanța an der Küste des Schwarzen Meeres. (pm)

Rubriklistenbild: © Screenshot/CNN

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