VonRichard Stroblschließen
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg sind in den letzten Monaten deutlich angestiegen. Ein Nato-Beamter nennt jetzt Details und aktuelle Gründe.
Moskau – Donald Trumps Bemühungen haben bis jetzt nicht zum Ziel geführt. Der Ukraine-Krieg geht trotz der US-Vorstöße weiter. Zumindest eine Feuerpause für Infrastruktur-Einrichtungen wurde erreicht. Dennoch hat der Krieg in den vergangenen Monaten teils sogar noch an Intensität zugenommen. Besonders, da der Ukraine die Hilfe aus den USA teils fehlt, ging Wladimir Putin in die Offensive über. Doch diese Vorstöße haben offenbar einen grausam hohen Preis. Darauf weisen jetzt neue Zahlen zu Russlands Verlusten hin.
Russlands Verluste in der Ukraine nähern sich grausamer Marke: Nato veröffentlicht neue Zahlen
Die russischen Verluste im Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Einschätzung der Nato zuletzt weiter erheblich gestiegen. Ein ranghoher Nato-Beamter sprach in Brüssel am Rande eines Außenministertreffens von bis zu 250.000 Toten. Insgesamt bezifferte er die Zahl der getöteten oder verletzten russischen Soldaten auf etwa 900.000.
Allein für Februar wird von mehr als 35.100 russischen Verlusten ausgegangen. Mit Verluste sind immer getötete oder verletzte Soldaten gemeint. Ende Oktober 2024 hatte die Nato noch von mehr als 600.000 Verlusten gesprochen.
Russlands Verluste in der Ukraine steigen massiv: Nato nennt Gründe
Zum Hintergrund der stark gestiegen Zahlen sagte der Nato-Beamte, ein großer Teil sei darauf zurückzuführen, dass es zuletzt eine Ausweitung der Kampfzonen gegeben habe. Zudem seien auch Militäroperationen zum Teil etwas intensiver gewesen.
Die Zahl der im Einsatz für Russland getöteten Soldaten aus Nordkorea bezifferte er auf rund 1500. Etwa 3500 weitere wurden demnach verwundet. Die Gesamtzahl der in der russischen Grenzregion Kursk stationierten Nordkoreaner gab der Nato-Beamte mit rund 11.000 an. 3.500 weitere wurden den Angaben zufolge im Januar und Februar zu Trainingszwecken nach Russland geschickt. (dpa/rjs)
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