Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) würdigte die gestern verstorbene britische Königin Elisabeth II. als "Jahrhundertfigur".
Berlin in Deutschland - Ihr Tod "bewegt und berührt uns alle", sagte Scholz am Freitag in einer Ansprache in Berlin. Die Kerzen und Blumen auch vor der britischen Botschaft in Berlin belegten, "welchen Platz Elisabeth II. im Herzen so vieler Bürgerinnen und Bürger inne hatte, auch hier in Deutschland".
"Großbritannien hat seine Königin verloren, die Welt eine Jahrhundertfigur", sagte der Kanzler. Die Queen verkörperte das beste unseres gemeinsamen politischen Erbes - Demokratie und Rechtsstaatlichkeit." Ihr Leben habe Elisabeth II. ganz ihrem Land und ihrem Volk gewidmet. "Ihr Pflichtbewusstsein war ebenso unerschütterlich wie legendär."
Die Queen habe unter anderem dafür gestanden, "dass sich die einstigen Kriegsgegner Deutschland und Großbritannien wieder aussöhnen konnten", sagte der Kanzler. Ihre zahlreichen Besuche in Deutschland seien wegen ihrer "Präsenz und Zugewandtheit" herausragende Ereignisse gewesen, "die bei Vielen noch in Erinnerung sind".
Er habe der britischen Premierministerin Liz Truss Anteilnahme übermittelt, sagte Scholz weiter. Auch Deutschland trauere um die Queen Elizabeth. "Wir wünschen ihrem Nachfolger Charles III. Kraft, Geschick und das nötige Glück für sein neues Amt." Königin Elisabeth II. war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren verstorben. jp/pw
Putin zieht Teilnahme am Begräbnis der Queen in London "nicht in Betracht"
Der russische Präsident Wladimir Putin zieht die Möglichkeit einer Reise nach London zum Begräbnis der Queen nach Kreml-Angaben "nicht in Betracht". "Die Option wird nicht erwogen", teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz in Moskau mit. Seit dem Beginn der russischen Offensive in der Ukraine gilt der russische Präsident im Westen quasi als geächtet.
Auch wisse er noch nicht, ob überhaupt ein russischer Regierungsvertreter an dem Begräbnis teilnehmen werde, da Einzelheiten zur Zeremonie vom Büro des neuen Königs Charles III. noch nicht mitgeteilt worden seien, sagte Peskow. All dies müsse noch "auf die eine oder andere Weise vom Büro des Königs, den britischen Behörden bekanntgegeben werden", sagte der Kreml-Sprecher.
Am Tag zuvor hatte Putin das Andenken an die britische Königin Elizabeth II. gewürdigt. Kreml-Sprecher Peskow lobte nun zwar die "Weisheit" und weltweite "Autorität" der Queen als "Qualitäten, die auf der internationalen Bühne heute selten" seien. Er sei aber auch der Ansicht, dass die verstorbene britische Königin keinen "besonderen Platz in den Herzen der Russen" einnehme.
Die 96-jährige Queen am Donnerstag im Alter von 96 Jahren gestorben. Ihr Tod löste weltweit Anteilnahme aus. bur/kas/ju