Macron in Berlin

Scholz und Macron beraten am Montag in Berlin

+
Emmanuel Macron und Olaf Scholz im März in Paris.

Die erste Auslandsreise nach seiner Wiederwahl führt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach Deutschland. Am Montag erwartet ihn Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin, der auch mit Wladimir Putin das Gespräch suchen will.

Paris - Frankreichs wiedergewählter Präsident Emmanuel Macron reist am Montag zu einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz nach Berlin. Für Macron wird es die erste Auslandsreise nach seiner Einführung in die zweite Amtszeit am Wochenende sein, wie der Élyséepalast am Donnerstag mitteilte. Dies zeige erneut die Stärke des deutsch-französischen Tandems.

Der SPD-Politiker Scholz und der Liberale Macron wollen sich unter anderem zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine und zur europäischen Souveränität austauschen. Dabei soll es vor allem um Verteidigung und Energiefragen gehen. Auch weitere internationale Themen wie die Beziehung der Europäischen Union zu China oder die Situation im Sahel stehen auf der Agenda. (dpa)

Scholz will Gespräche auch mit Putin fortsetzen

Bundeskanzler Olaf Scholz wird nach eigener Aussage weiterhin auch mit dem russischen Präsident Wladimir Putin reden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Dienstag mit Putin telefoniert. Auf die Frage, ob er auch entsprechende Pläne habe, verwies Scholz am Mittwoch in Berlin auf viele Gespräche mit den Präsidenten der Ukraine und Russlands. Diese seien richtig gewesen. «Und selbstverständlich werde ich die auch fortsetzen. Die Situation ist aber wie sie ist und was gegenwärtig stattfindet, darüber dürfen wir uns keinerlei Illusionen machen», fügte er hinzu.

Der russische Präsident verfolge unverändert eine Zielrichtung, die nicht hingenommen werden könne und die in die Irre führe, sagte Scholz. Ein Friede könne nur gewonnen werden, wenn sich Russland darauf einlasse, mit der Ukraine eine Vereinbarung abzuschließen, die diese selbst unterstütze. «Ein Diktatfrieden wird nicht funktionieren.» Der Bundeskanzler nannte die Situation «unverändert bedrohlich» und «dramatisch» und forderte Putin zu einem Ende der Kampfhandlungen auf: «Russland soll sofort die Waffen schweigen lassen.» (dpa)

Kommentare