Energiekrise

Schweden plant neues Gesetz für Bau mehrerer Atomkraftwerke

+
Ulf Kristersson will Atomenergie einsetzen, um Schweden ausreichend Strom zuzusichern

In der Energiekrise setzt Schweden vermehrt auf eigene Stromproduktion in Form von Atomkraft. Die Regierung will den Bau neuer Werke an mehr als den bislang zugelassenen Standorten ermöglichen.

Stockholm - Dafür will sie dem schwedischen Reichstag einen entsprechenden Gesetzesvorschlag vorlegen, der bisherige rechtliche Hürden dafür beseitigen soll, wie Ministerpräsident Ulf Kristersson am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm ankündigte. Es bestehe dringender Bedarf einer stark gesteigerten Stromproduktion in Schweden. Aus gutem Grund spare man derzeit Strom, langfristig brauche man aber viel mehr davon etwa für die Elektrifizierung der Industrie und des Verkehrs.

Rechtlich ist in Umweltgesetzen bislang festgelegt, dass maximal zehn Atomreaktoren gleichzeitig in Schweden in Betrieb sein dürfen und keine neuen Reaktoren außerhalb der bisherigen Standorte Forsmark, Oskarshamn und Ringhals gebaut werden dürfen.

Beides will Kristerssons konservativ-liberale Regierung nun aufheben. Dies schaffe die Möglichkeit, neue Atomkraftwerke im ganzen Land zu bauen, sagte Umwelt- und Klimaministerin Romina Pourmokhtari. Man wolle auch ermöglichen, dass kleinere Reaktoren gebaut werden können. Ziel sei es, dass die Gesetzesänderung im März 2024 in Kraft treten könne. (dpa)

Kommentare