News-Ticker zum Ukraine-Krieg

„Eine gute Woche“: Selenskyj sieht Ukraine auf dem Weg in die Nato

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Sowohl in der russischen Großstadt Woronesch als auch auf der annektierten Krim kommt es offenbar zu Explosionen. Der Ukraine-Krieg im News-Ticker.

  • Explosion auf der Krim: Russland berichtet von einer abgefangenen ukrainischen Rakete
  • Energieinfrastruktur: In der Ukraine soll der Strom trotz russischen Angriffen gesichert sein
  • Woronesch: In der russischen Großstadt kam es offenbar zu einer Explosion
  • Dieser News-Ticker zur militärischen Lage im Ukraine-Krieg wird laufend aktualisiert.

Update vom 9. April, 7.17 Uhr: Wolodymyr Selenskyj sieht sein Land trotz des russischen Angriffskriegs auf dem Weg in die Nato. Angesichts neuer Militärhilfe des Westens und der internationalen Unterstützung habe die Ukraine eine gute Woche für ihre „Bewegung Richtung Nato“ hinter sich, sagte der ukrainische Präsident in seiner jüngsten Videobotschaft.

Die Nato wächst und kämpft: Alle Mitgliedstaaten und Einsätze des Bündnisses

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Gegründet wurde die Nato am 4. April 1949 in Washington, D.C. Zunächst zwölf Staaten unterzeichneten den Nordatlantikvertrag: Belgien, Dänemark, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal und die USA. Sie wurden zu den Gründungsmitgliedern der Nato. Hier präsentiert Gastgeber und US-Präsident Harry S. Truman das Dokument, das die Grundlage für das Verteidigungsbündnis bildet. Der erste Oberkommandeur war der US-Amerikaner Dwight D. Eisenhower, der nach seiner Zeit bei der Nato Truman im Amt des US-Präsidenten beerben sollte. © imago
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In den ersten Jahren nach ihrer Gründung stand die Nato ganz im Dienste der Abwehr der sowjetischen Gefahr. 1952 fanden in Deutschland zahlreiche Manöver der Mitgliedsstaaten statt, unter anderem überwacht vom zweiten Oberkommandeur der Nato, Matthew Ridgway (2.v.l.) und dem damaligen französischen Botschafter in Deutschland, Andre Francois-Poncet (3.v.r.). © imago
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Im Jahr 1952 traten zwei weitere Länder der Nato bei: Griechenland und die Türkei. Die Anzahl der Nato-Mitglieder stieg also auf 14. Noch im selben Jahr fanden die ersten Manöver des Verteidigungsbündnisses statt. Beteiligt waren neben Einheiten Großbritanniens und der USA auch Kampftaucher, sogenannte Froschmänner, der türkischen Marine. © imago
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Im Jahr 1954 beschlossen die Nato-Mitgliedsstaaten auch der Bundesrepublik Deutschland den Beitritt anzubieten. Der britische Außenminister Anthony Eden reiste nach Paris, um im Palais de Chaillot die Vereinbarung zu unterzeichnen. Ein Jahr später, 1955, wurde die BRD als 15. Mitglied der Nato in das Verteidigungsbündnis aufgenommen. © UPI/dpa
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Kurz nach Gründung durchlitt die Nato bereits ihre erste interne Krise. Frankreich entzog bereits 1959 seine Flotte der Nato-Unterstellung. 1966 verabschiedeten sich die Vertreter des Landes aus allen militärischen Organen des Verteidigungsbündnisses. Frankreichs Präsident Charles de Gaulle (l.), hier bei der Beerdigung John F. Kennedys, fürchtete eine Dominanz der USA in der Nato und pochte auf die Unabhängigkeit der französischen Streitkräfte. Das Land kehrte erst im Jahr 2009 wieder als vollwertiges Mitglied in die militärischen Strukturen zurück. © imago
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Im Jahr 1982 fand die nächste Erweiterungsrunde der Nato statt. Spanien wurde das 16. Mitglied des Verteidigungsbündnisses und nahm kurz darauf am Nato-Gipfel in Bonn teil. In der damaligen Bundeshauptstadt kamen die Staatsoberhäupter und Regierungschefs zusammen (v.l.n.r.): Kare Willoch (Norwegen), Francisco Balsemao (Portugal), Leopoldo Calvo-Sotelo (Spanien), Bülent Ulusu (Türkei), Margaret Thatcher (Großbritannien) und Ronald Reagan (USA). © imago
Ihren ersten Kampfeinsatz startete die Nato am 30. August 1995 mit der Operation „Deliberate Force“ gegen serbische Freischärler im ehemaligen Jugoslawien. Offiziell trat die Nato dabei nur als eine Art bewaffneter Arm der UN-Mission im Land auf. Beteiligt waren 5000 Soldaten aus 15 Ländern mit 400 Flugzeugen, darunter 222 Kampfflugzeugen. 54 dieser Maschinen, die rund um die Uhr von drei Flugzeugträgern und 18 Luftwaffenstützpunkten in Europa losflogen, waren F-16 Fighting Falcon (im Bild).
Am 30. August 1995 startete die Nato die Operation „Deliberate Force“ gegen serbische Freischärler im ehemaligen Jugoslawien. Offiziell trat die Nato dabei nur als eine Art bewaffneter Arm der UN-Mission im Land auf. Beteiligt waren 5000 Soldaten aus 15 Ländern mit 400 Flugzeugen, darunter 222 Kampfflugzeugen. 54 dieser Maschinen, die rund um die Uhr von drei Flugzeugträgern und 18 Luftwaffenstützpunkten in Europa losflogen, waren F-16 Fighting Falcon (im Bild). © DOD/USAF/afp
Bei der Operation kam es zum ersten Kampfeinsatz der deutschen Luftwaffe seit dem Zweiten Weltkrieg. 14 deutsche Tornado-Kampfflugzeuge flogen von Piacenza aus 65 Einsätze. Nach dem Abzug der schweren Waffen durch die Serben und einer Garantie für die verbliebenen Schutzzonen wurde die Luftoperation am 21. September 1995 beendet. Nato-Befehlshaber Leighton Smith (Mitte) und UN-Balkankommandant Bernard Janvier (rechts) konnten sich schon am Tag davor am Flughafen von Sarajevo als Sieger fühlen.
Am ersten Kampfseinsatz der Nato war auch Deutschland beteiligt. Die Bundeswehr schickte Tornado-Kampfflugzeuge in den Krieg in Jugoslawien. Ab Juni 1999 übernahm Deutschland die militärische Führung über einen Sektor des Kosovos im Rahmen der so genannten Kosovo-Friedenstruppe (KFOR). Zu Beginn befanden sich rund 6.000 deutsche Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Einsatz im Kosovo. © ANJA NIEDRINGHAUS/afp
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Es war der erste Kriegseinsatz der deutschen Luftwaffe seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. 14 deutsche Tornado-Kampfflugzeuge flogen von Piacenza aus 65 Einsätze im ehemaligen Jugoslawien. Nach dem Abzug der schweren Waffen durch die Serben und einer Garantie für die verbliebenen Schutzzonen wurde die Luftoperation am 21. September 1995 beendet. © dpa
Bereits im Jahr 1998 hatte hatte das Kabinett Kohl gemeinsam mit den Wahlsiegern der Bundestagswahl 1998, Gerhard Schröder und Joschka Fischer, den ersten Einsatz deutscher Soldaten in einem militärischen Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg beschlossen. Außenminister Fischer appellierte: „Wir haben immer gesagt: ‚Nie wieder Krieg!‘ Aber wir haben auch immer gesagt: ‚Nie wieder Auschwitz!‘“ Die Menschen in Deutschland gingen bei Antikriegsdemos gegen den Nato-Einsatz auf die Straße, so wie hier zum Beispiel am 25. März 1999 in Leipzig.
Bereits im Jahr 1998 hatte das Kabinett Kohl gemeinsam mit den Wahlsiegern der Bundestagswahl 1998, Gerhard Schröder und Joschka Fischer, den ersten Einsatz deutscher Soldaten in einem militärischen Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg beschlossen. Außenminister Fischer appellierte: „Wir haben immer gesagt: ‚Nie wieder Krieg!‘ Aber wir haben auch immer gesagt: ‚Nie wieder Auschwitz!‘“ Die Menschen in Deutschland gingen bei Antikriegsdemos gegen den Nato-Einsatz auf die Straße, so wie hier zum Beispiel am 25. März 1999 in Leipzig.  © ECKEHARD SCHULZ/Imago
Seit Anfang 2001 lieferten sich die Rebellen der UCK (Befreiungsarmee im Kosovo), die bereits im Kosovo-Krieg gegen die Serben gekämpft hatten, Kämpfe mit der mazedonischen Armee. Nach Abschluss eines Friedensabkommens stimmte die UCK ihrer Entwaffnung und Auflösung zu und übergab der Nato ihre Waffen. Insgesamt wurden 3875 Waffen der Rebellen eingesammelt und eingeschmolzen.
Seit Anfang 2001 lieferten sich die Rebellen der UCK (Befreiungsarmee im Kosovo), die bereits im Kosovo-Krieg gegen die Serben gekämpft hatten, Kämpfe mit der mazedonischen Armee. Nach Abschluss eines Friedensabkommens stimmte die UCK ihrer Entwaffnung und Auflösung zu und übergab der Nato ihre Waffen. Insgesamt wurden 3875 Waffen der Rebellen eingesammelt und eingeschmolzen. © Louisa Gouliamaki/dpa
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Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs erweiterte sich die Nato um Länder der ehemaligen Sowjetunion. Am 12. März 1999 wurden die Flaggen von Polen, Tschechien und Ungarn am Nato-Hauptquartier in Brüssel (Belgien) gehisst. Das Verteidigungsbündnis war damit auf 19 Mitgliedsstaaten gewachsen. © ATTILA SEREN/imago
Im August 2003 übernahm die Nato durch ein Mandat der Vereinten Nationen in Afghanistan das Kommando über internationale Friedenstruppen und läutete damit den ersten Einsatz des Bündnisses außerhalb Europas ein. der Einsatz der International Security Assistance Force (ISAF) war ein sogenannter friedenserzwingender Einsatz unter Verantwortung der beteiligten Staaten im Rahmen des Krieges in Afghanistan von 2001 bis 2014.
Im August 2003 übernahm die Nato durch ein Mandat der Vereinten Nationen in Afghanistan das Kommando über internationale Friedenstruppen und läutete damit den ersten Einsatz des Bündnisses außerhalb Europas ein. Der Einsatz der International Security Assistance Force (ISAF) war ein sogenannter friedenserzwingender Einsatz unter Verantwortung der beteiligten Staaten im Rahmen des Krieges in Afghanistan von 2001 bis 2014.  © SHAH MARAI/afp
Nato-Einsatz in Afghanistan
Am Nato-Einsatz in Afghanistan beteiligte sich auch die deutsche Bundeswehr. Mit gleichzeitig 5.300 stationierten Soldatinnen und Soldaten war es der größte Auslandseinsatz der Bundeswehr. Als Teil der International Security Assistance Force (ISAF) waren deutsche Streitkräfte an mindestens zehn Kampfeinsätzen beteiligt. Zwischen 2001 und 2014 wurden 59 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan getötet. © Michael Kappeler/dpa
Im Februar 2020 unterzeichnete Donald Trumps Regierung mit den Taliban das Doha-Abkommen
Im Februar 2020 unterzeichnete Donald Trumps Regierung mit den Taliban das Doha-Abkommen, das einen vollständigen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan bis Ende April 2021 beinhaltete. Trumps Nachfolger Joe Biden terminierte den Abzug der US-Truppen bis zum symbolischen Stichtag des 11. September. Die verbündeten Nato-Staaten schlossen sich an, und so begann auch die Bundeswehr mit dem Abzug ihrer letzten Streitkräfte aus Afghanistan. © Boris Roessler/dpa
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Im Jahr 2004 fand die bis dato größte Erweiterungsrunde der Nato statt. Der damalige US-Außenminister Colin Powell gab bekannt, dass das Verteidigungsbündnis sieben neue Mitgliedsstaaten auf einen Streich aufnehmen werde: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien. Die Nato bestand damit aus 26 Mitgliedern. © BENOIT DOPPAGNE/imago
Seit Juni 2005 unterstützt die Nato die Afrikanische Union, u.a. auch die AU-Mission in Somalia (Amisom). Dort kontrolliert die mit der Terrororganisation Al Qaida verbundene islamistische Bewegung Al-Shabaab Teile des Südens und setzt die Scharia in strenger Form durch. Im Rahmen der AU-Mission in Somalia testet ein Panzerfahrer im Januar 2013 seine Lenkung, während er auf einem Stützpunkt an der Front in Lower Shabelle stationiert ist.
Seit Juni 2005 unterstützt die Nato die Afrikanische Union, u.a. auch die AU-Mission in Somalia (Amisom). Dort kontrolliert die mit der Terrororganisation Al Qaida verbundene islamistische Bewegung Al-Shabaab Teile des Südens und setzt die Scharia in strenger Form durch. Im Rahmen der AU-Mission in Somalia testet ein Panzerfahrer im Januar 2013 seine Lenkung, während er auf einem Stützpunkt an der Front in Lower Shabelle stationiert ist. © TOBIN JONES/afp
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Zu ihrem 50-jährigen Bestehen im Jahr 2009 nahm die Nato zwei weitere Mitglieder auf: Albanien und Kroatien. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte den albanischen Ministerpräsidenten Sali Berisha bei den Feierlichkeiten rund um die Erweiterung sowie zum Jubiläum auf dem Nato-Gipfel in Straßburg und Kehl. © imago
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Am 5. Juni 2017 wird die Nato um ein weiteres Mitglied erweitert. Montenegro tritt dem Verteidigungsbündnis bei. Das Land hatte sich 2006 von Serbien unabhängig erklärt und wurde inklusive Flagge elf Jahre später in Brüssel am Nato-Hauptquartier begrüßt.  © Gong Bing/imago
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Die vorerst letzte Nato-Erweiterung fand im Jahr 2020 statt. Am 27. März trat Nordmazedonien dem Verteidigungsbündnis bei. Griechenland hatte die Aufnahme des Landes wegen eines Streits über dessen Namen jahrelang blockiert. Nachdem sich beide Länder geeinigt hatten, war der Weg frei für gemeinsame Manöver, wie hier zum Beispiel mit Einheiten der US-Armee in der Nähe von Krivolak. © imago
Im Rahmen ihrer Mission im Irak traniert und unterstützt die Nato die irakischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat. Am 9. Dezember 2021 trafen sich der irakische Sicherheitsberater Qassem al-Araji (links) und der Nato-Befehlshaber Michael Lollesgaard in der „Grünen Zone“ der Hauptstadt Bagdad. Die USA-geführte Koalition beendete damals ihren Kampfeinsatz und verlegte sich auf eine Ausbildungs- und Beratungsrolle.
Im Rahmen ihrer Mission im Irak traniert und unterstützt die Nato die irakischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat. Am 9. Dezember 2021 trafen sich der irakische Sicherheitsberater Qassem al-Araji (links) und der Nato-Befehlshaber Michael Lollesgaard in der „Grünen Zone“ der Hauptstadt Bagdad. Die USA-geführte Koalition beendete damals ihren Kampfeinsatz und verlegte sich auf eine Ausbildungs- und Beratungsrolle. © AHMAD AL-RUBAYE/afp
Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine hat die Nato ihre seit Jahren bestehende Mission für die Luftsicherheit der baltischen Staaten an der Ostflanke des Militärbündnisses noch einmal ausgebaut. Zur Luftraum-Überwachung setzt Frankreich vier Rafale-Kampfflugzeuge ein. Vor dem Start am 25. November 2022 bereitet ein Düsenjägerpilot in Mont-de-Marsan noch einmal sein Flugzeug für die viermonatigen Mission vor.
Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine hat die Nato ihre seit Jahren bestehende Mission für die Luftsicherheit der baltischen Staaten an der Ostflanke des Militärbündnisses noch einmal ausgebaut. Zur Überwachung des Luftraums setzt Frankreich vier Rafale-Kampfflugzeuge ein. Vor dem Start am 25. November 2022 bereitet ein Pilot in Mont-de-Marsan noch einmal seinen Jet für die viermonatige Mission vor.  © THIBAUD MORITZ/afp
Unter dem Eindruck des Ukraine-Kriegs ist im April 2023 auch Finnland der Nato beigetreten. Der Schritt ist historisch. Finnlands Präsident Sauli Niinistö bezeichnete den Nato-Beitritt als Beginn einer neuen Ära. Finnland hat eine 1340 Kilometer lange Grenze zu Russland. Das nordische Land mit seinen rund 5,5 Millionen Einwohnern hatte zuvor jahrzehntelang großen Wert auf militärische Bündnisfreiheit gelegt. Mit dem Beitritt Finnlands wächst die Nato-Außengrenze Richtung Russland nun auf mehr als das Doppelte an.
Unter dem Eindruck des Ukraine-Kriegs ist im April 2023 auch Finnland der Nato beigetreten. Der Schritt ist historisch. Finnlands Präsident Sauli Niinistö bezeichnete den Nato-Beitritt als Beginn einer neuen Ära. Finnland hat eine 1340 Kilometer lange Grenze zu Russland. Das nordische Land mit seinen rund 5,5 Millionen Einwohnern hatte zuvor jahrzehntelang großen Wert auf militärische Bündnisfreiheit gelegt. Mit dem Beitritt Finnlands wächst die Nato-Außengrenze Richtung Russland nun auf mehr als das Doppelte an. © JOHN THYS/afp
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Und am Horizont ist bereits die nächste Erweiterung der Nato zu sehen. Zusammen mit Finnland hatte sich auch Schweden um einen Beitritt zum Verteidigungsbündnis beworben. Der Aufnahmeprozess läuft. Im baltischen Meer fanden bereits erste gemeinsame Übungen der US Navy und der schwedischen Marine statt.  © IMAGO/U.S. Navy
Droht immer wieder mit einem Austritt aus der Nato: US-Präsident Donald Trump.
Bereits während seiner ersten Amtszeit stellte US-Präsident Donald Trump den Nutzen der Nato für die USA infrage und kritisierte die Verbündeten dafür, zu wenig in ihre Verteidigung zu investieren. Stattdessen würden sich die Staaten der Europäischen Union (EU) auf die militärische Stärke der USA verlassen. Nach seinem Sieg bei der US-Wahl 2024 erneuerte Trump seine Kritik und stellte sogar Artikel 5 des Nordatlantikvertrags infrage. Dieser besagt, dass ein Angriff auf einen Nato-Staat als Angriff auf alle Nato-Staaten gilt. © Anna Ross/Uncredited/dpa/Montage

Selenskyjs Streben in die Nato ist nach Kreml-Angaben ein Grund für den russischen Angriffskrieg. Selenskyj hatte im Herbst 2022 einen beschleunigten Beitritt seines Landes zur Nato beantragt. Er setzt auf eine bevorzugte Behandlung für die Ukraine. Die Ampel-Koalition und die US-Regierung mit Präsident Joe Biden hatten sich dazu zurückhaltend geäußert. Allgemein gilt als Voraussetzung für einen Nato-Beitritt, dass der Beitrittskandidat nicht in internationale Konflikte und Streitigkeiten um Grenzverläufe verwickelt sein darf.

Wolodymyr Selenskyj (Archivbild)

Ukraine-Krieg: Kiew meldet neue Verluste für Russland

Update vom 8. April, 21.25 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs zufolge haben ukrainische Artillerieeinheiten im Laufe des Tages zwei Versammlungsgebiete russischer Truppen beschossen. Außerdem habe man auch eine Luftverteidigungsposition, ein Munitionsdepot sowie drei Stationen für elektronische Kriegsführung angegriffen. Kampfflugzeuge hätten weitere acht Angriffe gegen Versammlungsgebiete russischer Einheiten durchgeführt.

Ukraine-Krieg: Militärblogger Tatarski wird in Moskau begraben

Update vom 8. April, 18.45 Uhr: Mehrere hundert Menschen haben in Moskau am Begräbnis des bekannten Militärbloggers Maxim Fomin teilgenommen. Wie AFP-Journalisten vor Ort beobachteten, trugen zahlreiche Teilnehmer bei der Beerdigung auf dem Trojekurowskoje-Friedhof im Westen der Hauptstadt Kleidung mit dem Buchstaben „Z“ oder „V“, die zu Symbolen der Unterstützung der Militäroffensive in der Ukraine geworden sind. Unter den Trauergästen war der Chef der Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin.

Fomin, der unter dem Namen Wladlen Tatarski schrieb, war am vergangenen Sonntag bei einem Bombenanschlag in einem Café in St. Petersburg getötet worden. Zur Absicherung der Trauerfeier waren zahlreiche Polizisten im Einsatz, die Friedhofsbesucher wurden eingehend kontrolliert. Wagner-Chef Prigoschin wurde von der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti mit der Aussage zitiert: „Wladlen Tatarski wird bei uns bleiben, seine Stimme wird weiter vernehmbar sein.“

Ukraine-Krieg: Ukrainische Armee verstärkt Befestigungen an belarussischer Grenze

Update vom 8. April, 16.00 Uhr: Die Ukraine baut ihre Verteidigungsanlagen an der Grenze zu Belarus und Russland weiter aus. Das teilte der Kommandeur der Vereinigten Streitkräfte der Ukraine, Serhii Naev, in einer Veröffentlichung des Verteidigungsministeriums in Kiew mit.

„Insbesondere der Ausbau des Systems der technischen Barrieren in den Grenzregionen zu Weißrussland und Russland geht weiter“, so Naev laut der Nachrichtenagentur Ukrinform. Alleine in dieser Woche sollen Minenfelder mit mehr als 6.000 Panzerabwehrminen angelegt worden sein. Zudem sollen mehr als 7 Kilometer Panzerabwehrgräben ausgehoben worden sein. „Alle Positionen sind mit Holz ummantelt, um die Aufgaben unserer Soldaten effektiver erfüllen zu können“, fügte Naev noch hinzu.

Update vom 8. April, 13.45 Uhr: Einem Bericht der Times zufolge ist die Ukraine mit dem Versuch gescheitert, das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja zurückzuerobern. Die Spezialoperation soll bereits im Oktober vergangenen Jahres stattgefunden haben, berichtete die Times unter Berufung auf ukrainische Spezialkräfte.

Demzufolge machten sich in der Nacht des 19. Oktober 600 ukrainische Soldaten in 30 Schnellbooten auf – bewaffnet mit Maschinengewehren, Granatwerfer und Panzerabwehrwaffen. Am linken Ufer des Flusses Dnipro angekommen, ging der Plan jedoch schief: drei Stunden lieferten sich die ukrainischen Streitkräfte laut dem Bericht ein Gefecht mit der russischen Armee – vergeblich. Schlussendlich soll sich der Kommandeur entschieden haben, die Truppen zurückzuziehen, statt zahlreiche Todesopfer zu riskieren.

Ukraine-Krieg: Offenbar Explosion auf der Krim

Update vom 8. April, 11.40 Uhr: Bewohnerinnen und Bewohner der von Russland besetzten Krim haben von einer Explosion in der Stadt Feodosija berichtet. Nach Angaben von Einheimischen ereignete sich die Explosion am Vormittag. Darüber berichtet auch die Ukrainska Pravda. Der von Moskau als Verwaltungschef eingesetzte Sergei Aksjonow erklärte inzwischen, dass es sich um „eine von der Ukraine abgefeuerte Rakete“ handeln würde. Russische Streitkräfte hätten die Rakete jedoch abschießen können. Bislang ließen sich die Angaben unabhängig nicht überprüfen.

Bereits am Samstagmorgen kam es zu einer Explosion in der russischen Großstadt Woronesch (siehe Update von 6.25 Uhr) – dort soll allerdings nicht die Ukraine dahinterstecken. Eine alternative Erklärung für die Explosion blieb bisher aber aus. Bei den mutmaßlichen Angriffen der Ukraine könnte es sich um den Beginn der erwarteten „Frühjahrsoffensive“ handeln.

Ukraine-Krieg: Energie-Infrastruktur hält trotz russischen Angriffen stand

Update vom 8. April, 10.15 Uhr: Nach Einschätzung britischer Geheimdienste hält die ukrainische Energie-Infrastruktur russischen Angriffen weitgehend stand. Der Versuch, die Energieversorgung im Land über den Winter erheblich zu verschlechtern, sei mit hoher Wahrscheinlichkeit gescheitert, hieß es am Samstag im Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. Die Intensität der Angriffe habe seit Anfang März abgenommen, seitdem habe es nur noch kleinere gegeben.

Zuvor hatte Moskau über den Winter gezielt versucht, mittels Angriffen mit Langstreckenraketen die kritische Infrastruktur in der Ukraine zu zerstören, teilweise mussten Menschen lange ohne Strom und Heizung ausharren. Ersatz zu beschaffen und die Infrastruktur zu reparieren, sei für die verantwortlichen Unternehmen eine große logistische Herausforderung, hieß es in dem Bericht der Briten – so wiege etwa ein Hochspannungstransformator mindestens 100 Tonnen.

Ukraine-Krieg: Russland verliert mehr als 500 Soldaten an einem Tag

Update vom 8. April, 8.45 Uhr: Russland hat nach Angaben des Generalstabs der Ukraine bisher über 177.000 Soldaten im Ukraine-Krieg verloren. Laut der neusten Meldung des Generalstabs sollen innerhalb der vergangenen 24 Stunden mehr als 500 russische Soldaten getötet worden sein.

  • Russische Verluste (Stand: 8. April 2023)
  • Soldaten: etwa 177.680 (+570), 
  • Panzer: 3.636 (+3) Einheiten,
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge 7.020 (+4) Einheiten,
  • Artilleriesysteme: 2.727 (+5) Einheiten,
  • Mehrfachraketenwerfer: 533 (0)
  • Luftverteidigungsausrüstung: ​282 (+1) Einheiten,
  • Flugzeuge: 308 (+1) Einheiten,
  • Hubschrauber: 292 (0) Einheiten,
  • UAVs der operativ-taktischen Ebene: 2.298 (+7) Einheiten,
  • Marschflugkörper: 911 (0),
  • Schiffe/Boote 18 (0) Einheiten,
  • Kfz-Ausrüstung und Tankwagen: 5.599 (+12) Einheiten,
  • Sonderausstattung: 304 (0) Einheiten.
  • Quelle: Generalstab der Ukraine (nicht unabhängig überprüfbar)

Ukraine-Krieg: Berichte über Explosion in russischer Großstadt Woronesch

Update vom 8. April, 6.25 Uhr: Bewohnerinnen und Bewohner der russischen Stadt Woronesch berichten in den sozialen Medien, dass sie eine laute Explosion in der Nähe der Landebahn eines Militärflugzeugwerks gehört hätten. Neben lokalen Telegram-Kanälen berichtet darüber auch das russisch-lettische Portal Meduza sowie die Ukrainska Pravda.

Auf den Telegram-Kanälen werden Aufnahmen von einem Feuer geteilt, das angeblich in der Nähe des Werks ausgebrochen ist. Die Verwaltung der Großstadt streitet indes alles ab – es habe keinen Notfall gegeben. Der Pressedienst des Ministeriums für Notfallsituationen im Gebiet Woronesch erklärte den Berichten zufolge ebenfalls, dass keine Feuerwehr- und Rettungskräfte angefordert wurden.

Ukraine-Krieg: Wagner-Chef beleidigt Gouverneur von St. Petersburg

Update vom 7. April, 20.15 Uhr: In der russischen Millionenmetropole St. Petersburg spitzt sich ein Machtkampf zwischen dem Chef der Privatarmee Wagner, Jewgeni Prigoschin, und dem Gouverneur Alexander Beglow zu. Prigoschin beschimpfte den 66 Jahren alten Politiker der Kremlpartei Geeintes Russland am Freitag als „Drecksack“, der in der Stadt fehl am Platze sei, und forderte erneut Strafermittlungen gegen ihn. Beglow führt die Heimatstadt des russischen Präsidenten Wladimir Putin seit 2018 - erst als Interimsgouverneur, dann seit 2019 auch als gewähltes Oberhaupt.

Der von Putin eingesetzte Gouverneur sieht sich seit langem Attacken des einflussreichen Geschäftsmanns ausgesetzt. Nun allerdings beschuldigte Prigoschin den Gouverneur im seinem Blog im Nachrichtenkanal Telegram, die Öffentlichkeit zu belügen und die Sicherheitslage in der bei Touristen beliebten Metropole am Finnischen Meerbusen zu vernachlässigen. Von Beglow gab es zunächst keinen Kommentar.

Konkret warf Prigoschin, der von St. Petersburg aus seine Geschäfte und auch die Privatarmee Wagner führt, dem Gouverneur vor, nach dem Attentat auf den kremlnahen Militärblogger Wladlen Tatarski untätig geblieben zu sein. Tatarski, der mit bürgerlichen Namen Maxim Fomin hieß und glühender Befürworter des russisches Krieges gegen die Ukraine war, starb am Sonntag bei einem Sprengstoffanschlag in einem Café Prigoschins. 40 Menschen wurden verletzt. Eine Frau wurde als mutmaßliche Attentäterin festgenommen.

„Beglow hat keinerlei Hilfe nach diesem Terroranschlag geleistet. Außerdem glaube ich, dass es seine Schuld ist, dass es in der Stadt keinerlei Sicherheit gibt, durch die das hätte verhindert werden können“, sagte Prigoschin. Die Strafverfolgungsbehörden müssten sich um Beglow kümmern. „Er ist absolut nutzlos für diese Stadt.“ Kurz zuvor hatte Prigoschin Strafanzeige gegen Beglow bei der nationalen Ermittlungsbehörde in Moskau erstattet. Er wirft dem Gouverneur vor, in der früheren Zarenmetropole Hunderte Kulturdenkmäler, viele gehören zum Unesco-Welterbe, verkommen zu lassen.

Ukraine-Krieg: Friedensgespräche nur im Zuge einer „neuen Weltordnung“

Update vom 7. April, 18.30 Uhr: Friedensgespräche zur Beilegung des Ukraine-Kriegs sind nach Ansicht Russlands nur im Zuge einer „neuen Weltordnung“ ohne eine Vorherrschaft der USA möglich. Verhandlungen müssten auf der Berücksichtigung russischer Interessen basieren, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Freitag bei einem Besuch in der Türkei. „Es geht um die Prinzipien, auf denen die neue Weltordnung basieren wird.“ Lawrow drohte zudem mit einem Ausstieg Russlands aus dem Getreideabkommen mit Kiew.

Lage in Bachmut unübersichtlich – London meldet russischen Erfolg

Update vom 7. April, 15.15 Uhr: Russische Streitkräfte haben wahrscheinlich das Zentrum der heftig umkämpften Stadt Bachmut in der Ostukraine eingenommen und bedrohen laut einer Einschätzung des britischen Geheimdienstes eine wichtige Nachschubroute für die ukrainischen Streitkräfte nach Westen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, seine Truppen würden sich aus der kleinen Stadt, die seit Monaten im Mittelpunkt der russischen Angriffe auf die Ukraine steht, zurückziehen, wenn sie Gefahr liefen, eingekesselt zu werden.

Ein Sprecher des ukrainischen Militärkommandos erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, die Lage in Bachmut sei schwierig und die russischen Streitkräfte unternähmen alle Anstrengungen, um die Stadt einzunehmen, hätten aber keinen „strategischen Erfolg“.

Ukraine-Krieg: Russland greift über 100 Siedlungen in 24 Stunden an.

Update vom 7. April, 11.55 Uhr: Insgesamt neun Gebiete wurden in den letzten 24 Stunden von Russland in der Ukraine angegriffen. Das teilte das Lagezentrum des ukrainischen Verteidigungsministeriums am Freitag (7. April) um 9 Uhr mit. Den Angaben zufolge sollen insgesamt 114 Siedlungen unter Beschuss genommen worden sein. Unter anderem mit Drohnen, Panzern, Mehrfachraketenwerfern und anderen Waffensystemen. Laut dem Zentrum sind dabei drei Zivilisten getötet und 17 weitere verletzt worden. Die Angaben ließen sich zuletzt nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg: Video aus Bachmut - Truppen liefern sich Nahkämpfe

Update vom 7. April, 9.55 Uhr: Videoaufnahmen des ukrainischen Grenzschutzes zeigen Nahkämpfe zwischen ukrainischen und russischen Truppen in der Stadt Bachmut. Die Aufnahmen wurden am Donnerstag (6. April) veröffentlicht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt versichert, dass Bachmut unter der Kontrolle der Ukraine stehe, die Situation allerdings sehr schwer sei. Der britische Geheimdienst hat in einer Mitteilung am Freitag (7. April) davon gesprochen, dass Russland seine Position in Bachmut gestärkt habe. Laut diesen Informationen sollen die Truppen in der Innenstadt von Bachmut sein.

Überblick vom 6. April: Bachmut – Die Gefechte im Ukraine-Krieg spielen sich aktuell vor allem im Donbass im Osten des Landes ab. Zentrum der Kämpfe: Bachmut. Russische Truppen konnten dort zuletzt Fortschritte erreichen, die Lage für die ukrainischen Streitkräfte wird prekärer. Nach den Worten von Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj befinden sich die Soldaten in einer schwierigen Lage. Auch ein Rückzug scheint nun wohl denkbar.

Selenskyj deutet Bachmut-Rückzug an: „Generäle werden richtige Entscheidungen treffen“

„Für mich ist das Wichtigste, dass wir unsere Soldaten nicht verlieren“, sagte Selenskyj am Donnerstag (6. April) Nachrichtenagenturen zufolge. „Und natürlich werden die Generäle vor Ort die richtigen Entscheidungen treffen, wenn sich die Lage weiter zuspitzt und die Gefahr besteht, dass wir unsere Leute verlieren, weil sie eingekesselt werden.“ Der Präsident spielte damit erstmals vage auf einen möglichen Rückzug an.

Nach Angaben des ukrainischen Militärs vom Donnerstagmorgen verstärken die russischen Streitkräfte ihre Angriffe mit der Absicht, die Stadt in der Ostukraine vollständig einzunehmen. Bachmut sei zusammen mit den südwestlich gelegenen Ortschaften Awdijiwka und Marjinka derzeit „das Epizentrum der Feindseligkeiten“, teilte das ukrainische Militär mit. Der Chef der russischen Söldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, erklärte allerdings, Bachmut sei noch teilweise in der Hand ukrainischer Truppen. „Es muss klar gesagt werden, dass der Feind noch nicht gegangen ist“, schrieb er auf Telegram.

Schwere Häuserkämpfe in Bachmut: Russland will ostukrainische Stadt einnehmen

Zuletzt berichtete Kiew nahezu täglich von Gefechten in und um Bachmut. So habe es am Mittwoch erbitterte Häuserkämpfe gegeben. Eine Reihe von Angriffen russischer Soldaten in der Industriezone der ostukrainischen Stadt seien mit Unterstützung von Artillerie und Granatwerfern abgeschlagen worden, teilte die Militärführung in Kiew am Mittwoch mit. Trotz einer personellen Übermacht sei den russischen Einheiten kein Durchbruch gelungen, hieß es.

Seit dem Spätsommer versuchen russische Truppen, Bachmut im Gebiet Donezk einzunehmen. Der Großteil der Stadt und Teile des Zentrums stehen bereits unter russischer Kontrolle. Im Westteil der Stadt mit ehemals 70.000 Einwohnern leisten die ukrainischen Einheiten jedoch weiter hartnäckigen Widerstand. Dennoch könnte es bald zum Rückzug kommen. (as/dpa)

Rubriklistenbild: © Michal Dyjuk/AP/dpa

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