Blutet noch immer: Arzt nennt neue Details zu Trumps Schusswunde
VonSimon Schröder
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Entwarnung für Trump und seine Anhänger: Die Wunde am Ohr nach dem Attentatsversuch heilt vorbildlich. Auch sonst hat der Ex-Präsident keine Verletzungen.
Washington D.C. – Donald Trumps einst persönlicher Arzt gibt Entwarnung: Dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten geht es nach dem versuchten Attentat „gut“. In einem Memorandum adressiert an „die besorgten Bürger der USA“ erklärte Ronny L. Jackson, ehemaliger Leibarzt des Präsidenten während Trumps Amtszeit im Weißen Haus, der 78-Jährige würde sich hervorragend von der Schusswunde erholen.
Aufgrund der hohen Durchblutung des Ohrs trete zwar periodisch eine Blutung auf, die Schwellung des Ohrs habe allerdings stark nachgelassen und die Wunde heile ordnungsgemäß. „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es dem ehemaligen Präsidenten Trump gut geht und er sich wie erwartet von der Schusswunde, die er am Samstagnachmittag erlitten hat, erholt“, befindet Jackson.
Donald Trump inszeniert sich auf dem Parteitag der Republikaner nach dem Attentatsversuch siegessicher. Die Binde am Ohr ist Indikator, wie knapp der Ex-Präsident dem Tod am Samstag entkam.
Trump entrinnt bei Attentat nur knapp dem Tod: Kugel verfehlt Kopf um „einen Viertelzoll“
Am 13. Juli entkam Donald Trump bei einem versuchten Attentat nur knapp dem Tod. Der 20-jährige Thomas Matthew Crooks hatte das Feuer auf den republikanischen Präsidentschaftskandidaten eröffnet, während Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania zu seinen Anhängern sprach. Dabei streifte eine Kugel das Ohr des ehemaligen Präsidenten. Weitere Schüsse verfehlten gänzlich – allerdings wurden zwei weitere Personen im Publikum verletzt und einer tödlich verwundet.
Die Kugel war lediglich „einen Viertelzoll“ (ca. 0,6 cm) davon entfernt, Trumps Kopf zu treffen, wie Jackson nach seiner Untersuchung des 78-Jährigen im Memorandum befindet. Direkt nach dem Attentat wurde Trump im Butler Memorial Krankenhaus behandelt. Dort hatten die Ärzte laut Jackson „eine umfassende Untersuchung auf weitere Verletzungen vorgenommen, einschließlich einer Computertomografie des Kopfes“. Weitere Untersuchungen stünden noch aus, auch ein ausführlicher Hörtest.
Das Trump-Attentat in Bildern: Schüsse, Chaos und ein blutender Ex-Präsident
Jackson selbst ist kein unbeschriebenes Blatt. Als Trump 2016 die Präsidentschaftswahlen gewonnen hatte, ernannte er Jackson zu seinem Leibarzt. 2018 fiel der Arzt erstmals für fragwürdige Aussagen auf, als er sagte, der damalige Präsident hätte „unglaublich gute Gene“ und „hätte er eine gesündere Diät über die letzten 20 Jahre gehabt, würde er vielleicht 200 Jahre alt werden“, wie AP News berichtet.
Secret Service verantwortlich für Sicherheit von Trump, Biden und Co.
Aktuell ist der Secret Service für die Sicherheit von zwei Dutzend Personen zuständig, die entweder rund um die Uhr beschützt werden oder von „Tür zu Tür“, wenn die zu Beschützenden unterwegs sind und das Haus verlassen, wie die Washington Post schreibt. Darunter die ehemaligen Präsidenten der USA und ihre direkten Familienangehörigen, sowie Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris.
Nach dem Attentatsversuch wird sich auch der Secret Service einigen unangenehmen Fragen stellen müssen. Direktorin Kimberly Cheatle wird am Montag (22. Juli) vor einem Komitee im republikanisch geführten Repräsentantenhaus Rede und Antwort stehen müssen, wie es zu dem Attentatsversuch überhaupt kommen konnte. (sischr)