45 Staats- und Regierungschefs erwartet

Streik am Flughafen München: Auch Siko betroffen – Hochrangige Politiker im Flugzeug-Stau?

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Am Freitag startet die Siko. Just zum Hauptanreisetag wird wohl ein Streik am Flughafen München laufen – Auswirkungen für hochkarätige Gäste sind möglich.

München – An deutschen Flughäfen wird gestreikt. Auch der Airport München ist betroffen. Das ist nicht nur für viele Geschäftsleute und Privatreisende ein Problem – auch die Münchner Sicherheitskonferenz 2023 (Siko) rechnet nun mit Schwierigkeiten für ihre teils hochkarätigen Teilnehmer.

„Hunderte Entscheidungsträger aus allen fünf Kontinenten haben ihre Teilnahme bereits bestätigt“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch (15. Februar). „Der von der Gewerkschaft Verdi angekündigte Streik an deutschen Flughäfen würde sich damit nicht nur auf viele private Ferien- und Reisepläne, sondern auch auf unseren Konferenzablauf auswirken.“

Münchner Siko 2023: Streik trifft auch Konferenz – „Würde sich auswirken“

Man stehe mit allen relevanten Behörden und besonders den Gästen im engen Austausch, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, hieß es weiter. Die Konferenz wird in diesem Jahr ein wichtiger Ort für Beratungen über den Ukraine-Krieg sein. Bereits am Montag war der „Sicherheitsbericht“ der Siko veröffentlicht worden. Darin ist von einem brisanten „Systemwettbewerb“ die Rede.

Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt als wichtigstes Politiker- und Expertentreffen zur Sicherheitspolitik weltweit. Unter anderem werden US-Vizepräsidentin Kamala Harris, der französische Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erwartet. Insgesamt wollen laut Polizei mehr als 45 Staats- und Regierungschefs sowie Minister unterschiedlicher Ressorts anreisen.

Siko-Start in München am Freitag: Verdi-Streik zum Hauptanreisetag

Konferenzbeginn ist am Freitag, der Tag dürfte also auch einer der Hauptanreisetage sein. Die Gewerkschaft Verdi hatte in der Nacht zu Mittwoch angekündigt, die Airports in München, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Dortmund, Hannover und Bremen ganztägig lahmlegen zu wollen. Damit weitet sie den Tarifstreit im Öffentlichen Dienst auf Flughäfen aus. Die Beschäftigten der Betreibergesellschaften werden häufig nach den Tarifverträgen der Kommunen bezahlt.

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