Merz reagiert

SPD pro Koalition: Miersch gibt Details bekannt, weicht Esken-Frage aus und verkündet Klingbeil-Posten

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Das Ergebnis zum SPD-Mitgliederentscheid ist da. Lars Klingbeil soll Vizekanzler und Finanzminister werden.

Update, 11.55 Uhr: CDU-Chef Friedrich Merz hat via X auf das Ja der SPD-Basis zum Koalitionsvertrag reagiert: „Ich freue mich über das Votum der SPD-Mitglieder. Die breite Zustimmung zu unserem Koalitionsvertrag zeigt: Die politische Mitte ist handlungsfähig und übernimmt Verantwortung. Damit ist der Weg frei für eine starke Regierung, die die Probleme unseres Landes endlich wieder löst.“ Merz soll am Dienstag im Bundestag zum Kanzler der neuen Regierung gewählt werden.

Update, 10.48 Uhr: Zur Zukunft von SPD Co-Chefin Saskia Esken will sich Miersch trotz mehrerer Nachfragen von Journalisten nicht äußern. Man könne sich sicher sein, dass Esken in die Entscheidung über die Personalfragen der SPD in der neuen Regierung miteinbezogen werde, sagt er nur. Man werde die Ministerposten in enger Abstimmung auch mit Saskia Esken und auch mit den SPD-Ministerpräsidenten und anderen Präsidiumsmitgliedern verteilen.

SPD-Mitglieder pro Koalition: Miersch gibt Details bekannt und verkündet Posten für Lars Klingbeil

Update, 10.43 Uhr: Miersch bestätigt, dass Lars Klingbeil Vizekanzler von Merz wird Klingbeil werde außerdem das Minister-Team der SPD für das neue Kabinett bis zum Montag formieren. Dabei sollen auch neue Gesichter erkennbar seien und sowohl Frauen und Männer für Ministerposten zum Zuge kommen, so Miersch.

Update, 10.30 Uhr: Das Ergebnis des Mitgliederentscheids der SPD-Basis wird aktuell von SPD-Generalsekretär Matthias Miersch offiziell vorgestellt. „Ich bin mächtig stolz“, so Miersch bei der Live-Pressekonferenz, dass das Votum auf die Beine gestellt wurde. Der SPD-Entscheid sei erfolgreich gewesen, 56 Prozent hätten sich beteiligt. 169.725 Mitglieder hätten mit Ja gestimmt, 30.912 Mitglieder mit Nein. „Die Mitglieder haben somit dem Koalitionsvertrag, den SPD und CDU und CSU ausgehandelt haben, mit großer Mehrheit zugestimmt“, so Miersch. „Damit bekommt die SPD eine große Rückendeckung von der Basis für das Eintreten in die Bundesregierung.“

In neuer Koalition unter Merz: Klingbeil soll Vizekanzler und Finanzminister werden

Update, 10.10 Uhr: SPD-Chef Lars Klingbeil soll Vizekanzler in der neuen Bundesregierung werden. Das Parteipräsidium habe sich einstimmig dafür ausgesprochen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen. Auch Finanzminister soll Klingbeil demnach werden.

News Bilder des Tages Saskia Esken Bundesvorsitzende gemeinsam mit Lars Klingbeil Bundesvorsitzender bei Bekanntgabe des

SPD-Mitglieder sagen Ja zum Koalitionsvertrag mit CDU/CSU – Weg für Kanzlerwahl von Merz frei

Update, 10 Uhr: Der Weg für die Wahl von CDU-Chef Friedrich Merz zum nächsten Bundeskanzler ist frei. Nach CDU und CSU stimmten auch die SPD-Mitglieder mit großer Mehrheit dem Koalitionsvertrag zu. Die Beteiligung lag bei 56 Prozent – die Partei sprach von einem „beeindruckenden Zeichen des Zusammenhalts“.

Der Koalitionsvertrag soll nun am Montag unterzeichnet werden. Außerdem will die SPD dann ihre Minister in der Bundesregierung vorstellen. Am Dienstag soll Merz zum Kanzler gewählt werden.

SPD-Entscheid: Mitglieder stimmen Koalition zu

Update, 9.31 Uhr:Die SPD hat der Koalition mit der Union zugestimmt. 84 Prozent der SPD-Mitglieder sollen der Koalition zugestimmt haben, bestätigten SPD-Kreise der Frankfurter Rundschau. Die Beteiligung soll bei 56 Prozent gelegen haben.

Update vom 30. April, 9.22 Uhr: Heute um 10.30 Uhr will SPD-Generalsekretär Matthias Miersch das Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids zum Koalitionsvertrag live bekannt geben. Er will im Willy-Brandt-Haus in Berlin ein Statement zum Ergebnis vor der Presse abgeben.

SPD-Mitgliederentscheids ist beendet – Ergebnis kommt in Kürze

Berlin – Friedrich Merz steht kurz davor, Kanzler zu werden, seine Ministerinnen und Minister hat er schon benannt. Zwei entscheidende Schritte sind jedoch noch erforderlich: Die SPD muss dem Koalitionsvertrag in einer Mitgliederbefragung zustimmen, und der Bundestag muss Merz mit einer Mehrheit zum Kanzler wählen.

SPD-Mitgliederbefragung über Koalitionsvertrag: Wann kommt das Ergebnis?

Die erste Hürde soll morgen genommen werden: Am Mittwoch (30. April) wird das Ergebnis der SPD-Mitgliederbefragung bekannt gegeben. Die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Saskia Esken werden voraussichtlich live vor die Presse treten, um das Ergebnis der Abstimmung über den Koalitionsvertrag zu verkünden. Die Nachrichtensender Phoenix und RTL/ntv werden die Erklärung wohl live im TV übertragen.

Minister unter Merz: Komplette Liste des Kabinetts – von Klingbeil bis zu „neuen Gesichtern“

17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands.
17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands. © dpa
Fritze Merz Kabinett CDU CSU Minister
Der neue Kanzler (offiziell ab dem 6. Mai): Friedrich Merz hat sein Kabinett zusammengestellt. Der 69-Jährige hat vertraute und neue Gesichter auserkoren. In dieser Fotostrecke finden Sie alle von der CDU bestimmten Minister, auch die von der CSU und SPD sind hier zu finden.  © IMAGO/Uwe Koch
Thorsten Frei Kanzleramtsminister Merz Kabinett
Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes: Thorsten Frei (51) ist einer der engsten Vertrauten von Friedrich Merz und in der CDU angesehen.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Johann Wadephul Außenminister Merz Kabinett
Bundesminister für Auswärtiges: Johann Wadephul (CDU) heißt der neue Außenminister.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Katherina Reiche Wirtschaftsministerin Merz Kabinett
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie aus der CDU: Katherina Reiche ist 51 Jahre alt und wird die Nachfolge von Robert Habeck antreten. © IMAGO
Karin Prien Bildungsministerin FAmilie merz Kabinett
Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Karin Prien von der CDU wird Bildungs- und Familienministerin, sie ist 59 Jahre alt. © IMAGO/Jens Schicke
Nina Warken Gesundheitsministerin Kabinett Merz
Bundesministerin für Gesundheit: CDU-Ministerin Nina Warken (45) soll die Nachfolge von Karl Lauterbach antreten.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Karsten Wildberger Digitalminister Merz Kabinett
Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: Karsten Wildberger ist die wohl größte Überraschung, der ehemalige MediaMarkt-Chef ist 56 Jahre alt.  © AnikkaxBauer
Wolfram Weimer Minister für Kultur
Kulturstaatsminister: Wolfram Weimer, der 60-Jährige pflegt gute Kontakte in einige Verlage.  © IMAGO/Thomas Bartilla
Schnieder Vekehrsminister CDU Kabinett Merz
Bundesminister für Verkehr: Patrick Schnieder von der CDU soll Verkehrsminister werden. © IMAGO
Dobrindt Innenminister CSU Kabinett Merz Liste
Bundesminister des Innern und für Heimat: Alexander Dobrindt. Der 54-jährige CSU-Mann ist schon zum zweiten Mal Minister. Unter Angela Merkel war er von 2013 bis 2017 Verkehrsminister © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Alois Rainer LAndwirtschaft Merz Kabinett
Landwirtschaftsminister soll der CSU-Politiker Alois Rainer werden. Der 60-Jährige ist durchaus ein überraschender Name, den Söder hier aus den CSU-Kreisen ausgewählt hat.  © IMAGO/Christian Spicker
Bär Ministerin Söder Merz KAbinett
Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Dorothee Bär (47) übernimmt das neu zusammengestellte Ministeramt. Die CSU-Politikerin galt von vorneherein als Favoritin aus Bayern.  © IMAGO/Heiko Becker
Klingbeil Kabinett Vizekanzler Finanzminister
Lars Klingbeil wird Vizekanzler und Finanzminister. Der 47-Jährige spricht über die SPD-Minister mit den Worten: „Generationswechsel“ und „neue Gesichter und erfahrene Persönlichkeiten“. Nachfolgend sind alle SPD-Ministerinnen und SPD-Minister aufgelistet.  © IMAGO/FRANK TURETZEK
Boris Pistorius Verteidigunsminister SPD Merz Klingbgeil
Verteidigungsminister bleibt Boris Pistorius, 65 Jahre alt. Er ist eines der prominentesten SPD-Mitglieder des Kabinetts. © IMAGO/Noah Wedel
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett als gesetzt, wenn es mit schwarz-rot klappt. Er könnte allerdings das Ministerium wechseln und sogar Vizekanzler werden.
Pistorius ist der einzige Minister der einstigen Ampel-Koalition unter Olaf Scholz, der auch unter dessen Nachfolger Friedrich Merz einen Platz im Kabinett gefunden hat. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Bas Ministerin Arbeit Kabinett
Bärbel Bas, die 57-Jährige wird Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Von 2021 bis 2025 war die SPD-Politikerin Präsidentin des Deutschen Bundestags.  © IMAGO
Hubig, Justiz 56 SPD MErz Kabinett
Dr. Stefanie Hubig ist 56 Jahre alt. Sie wird Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz. DIe SPD-Politikerin ist schon in Rheinland-Pfalz Ministerin für Bildung gewesen.  © IMAGO/Jürgen Heinrich
Reem Alabali-Radovan Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Die jüngste Person aus der SPD-Riege. Reem Alabali-Radovan ist 35 Jahre alt und kümmert sich um „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“. © IMAGO/Jürgen Heinrich
Hubertz wohnen, Bauministerin SPD KAbinett Merz Klingbeiil
Auch nicht viel älter, auch von der SPD: Verena Hubertz, 37 Jahre, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.  © IMAGO
Carsten Schneider SPD Umweltminister Merz Klingbeil Kabinett
Carsten Schneider von der SPD (49), nicht zu verwechseln mit Patrick Schnieder, wird Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD, galt lange Zeit als aussichtsreiche Kandidatin für einen Kabinettsposten in der Regierung von Friedrich Merz. © Christophe Gateau/dpa
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet.
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 galt er zumindest als Außenseiter-Kandidat für einen Posten im Kabinett von Friedrich Merz. Daraus wurde letztlich nichts. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Kultursenator Joe Chialo
Kultursenator Joe Chialo war für die Berliner CDU bei den Koalitionsverhandlungen dabei (Archivbild). Fachleute spekulierten daraufhin Chialo könnte von Friedrich Merz als Kultusminister in sein Kabinett berufen werden. Doch der Posten ging letztlich an den Merz-Vertrauten Wolfram Weimer. © Jörg Carstensen/dpa
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Andererseits verfügt er über große Regierungserfahrung, die Merz selbst bekanntermaßen fehlt.
Auch Jens Spahn hatte sich Hoffnungen auf einen Kabinettsposten unter Kanzler Friedrich Merz gemacht. Der ehemalige Gesundheitsminister ging in Sachen Kabinett zwar leer aus, kann sich aber dennoch über eine Beförderung im neuen Bundestag freuen: Spahn wird die CDU-Abgeordneten im Bundestag künftig als Fraktionsvorsitzender anführen. © IMAGO/Jens Schicke

Sollten die SPD-Mitglieder den Koalitionsvertrag mit der Union unter Merz ablehnen, würde dies bedeuten, dass die schwarz-rote Koalition nicht zustande kommt. In diesem Fall wären die nächsten Schritte unklar: Die Union könnte eine Minderheitsregierung bilden oder es könnten Neuwahlen stattfinden. Andere Koalitionspartner als die SPD stehen Merz nicht zur Verfügung, da er eine Zusammenarbeit mit der AfD, die bei der Bundestagswahl die zweitmeisten Stimmen erhielt, ausgeschlossen hat.

SPD-Mitglieder stimmen über Koalitionsvertrag mit Merz-Union ab – „Misstrauen“ gegenüber Merz

Da viel von der Bildung der schwarz-roten Regierung abhängt, wird mit einem positiven Ausgang der SPD-Mitgliederbefragung gerechnet. SPD-Generalsekretär Matthias Miersch äußerte sich optimistisch, obwohl keine „Euphorie“ über den Koalitionsvertrag unter den SPD-Mitgliedern spürbar sei.

„An der ein oder anderen Stelle“ werde auch „Misstrauen gegenüber dem künftigen Koalitionspartner geäußert“, erklärte Miersch. Dennoch sei den Mitgliedern bewusst, dass der Vertrag keine vollständige Umsetzung des SPD-Wahlprogramms darstelle, aber dennoch eine SPD-Handschrift trage. Daher gehe er von einer Zustimmung aus.

SPD-Mitgliederentscheid läuft bis Mitternacht – Ergebnis wird am Mittwoch verkündet

Bis Dienstag um 23.59 Uhr haben die rund 358.000 SPD-Mitglieder die Möglichkeit, online über die Koalition mit CDU und CSU abzustimmen. Für die Annahme des 144 Seiten umfassenden Koalitionsvertrags mit dem Titel „Verantwortung für Deutschland“ ist nicht nur eine Mehrheit der Stimmen erforderlich, sondern auch eine Beteiligung von mindestens 20 Prozent der SPD-Mitglieder. Diese Beteiligung sei bereits am Montag (28. April) erreicht worden.

Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses der Mitgliederbefragung am Mittwoch plant die SPD, ihre Ministerinnen und Minister der neuen Bundesregierung vorzustellen. Diese Vorstellung soll am Montag (5. Mai) erfolgen, also einen Tag vor der Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler.

Nach Ergebnis der SPD-Mitgliederbefragung will Klingbeil Minister benennen

Entscheidungen über die SPD-Ministerposten sollen laut Miersch erst getroffen werden, wenn die Mitglieder dem Koalitionsvertrag zugestimmt haben. Dabei spielen die Parität zwischen Männern und Frauen, der regionale Proporz und die fachliche Eignung eine wichtige Rolle.

Bereits seit Wochen wird spekuliert, wer die Ministerien der SPD übernehmen könnte. SPD-Chef Lars Klingbeil wird als möglicher Finanzminister gehandelt. Weitere Favoriten für die Ministerämter der SPD sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.

Am Montag könnte Klingbeil jedoch auch einige Überraschungen präsentieren, ähnlich wie Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder bei der Vorstellung ihrer Minister. CDU und CSU haben ihre Minister der neuen Koalition bereits benannt, wobei die Reaktionen darauf gemischt ausfielen. (smu mit Material von dpa)

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / Political-Moments

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