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ARD-Wahlarena: Bei Migrations-Streit zwischen Merz und junger Frau wird es laut

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Live im Ticker: Die ARD-Wahlarena bringt Kanzlerkandidaten und Wähler zusammen. Hier wollen Merz, Scholz, Habeck und Weidel vor der Bundestagswahl überzeugen.

Update vom 18. Februar, 5.15 Uhr: Vier Kanzlerkandidaten, viele Fragen - und ein bunter Mix an Themen. Zwei Stunden lang stellten sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und seine Herausforderer Friedrich Merz (CDU), Robert Habeck (Grüne) und Alice Weidel (AfD) am Montagabend den Fragen des Publikums in der ARD-Sendung „Wahlarena“. Scholz warb für eine Rentengarantie, Merz kündigte massive Kürzungen beim Bürgergeld an, Weidel legte ein Bekenntnis zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften ab und Habeck forderte mehr Beachtung für den Klimaschutz.

Die vier Kandidaten standen nacheinander dem Publikum Rede und Antwort. Die Bürgerinnen und Bürger konnten die Themen ihrer Fragen selbst wählen. Es ging um große Themen wie Migration, Alterssicherung und Kita-Betreuung - aber auch um sehr spezielle Fragen wie Problemen bei der Therapeutenausbildung oder Bürokratiebelastung im Bäckerhandwerk.

ARD-Wahlarena mit Kanzlerkandidaten: Habeck beklagt mangelnde Thematisierung von Klimaschutz

Update, 23.24 Uhr: Die ARD-Wahlarena ist beendet. Die Kanzlerkandidaten von Union, SPD, Grüne und AfD wollten das Publikum von sich überzeugen – doch gibt es einen klaren Sieger? Erste Reaktionen können Sie hier nachlesen.

Update, 23.21 Uhr: „Wie kommen wir raus aus der Abhängigkeit von Oligarchen?“, fragt eine Zuschauerin mit Blick auf Menschen wie den Tech-Milliardär Elon Musk. Habeck lobt die Frau für die wichtige Frage und wirft den US-Amerikanern „Verlogenheit“ vor, wenn es um die eigenen sozialen Netzwerke geht. Der Grünen-Kanzlerkandidat wirbt für europäische Kommunikationsplattformen und soziale Medien, diese „offensive Antwort“ müsse „in den nächsten zwei Jahren“ erfolgen.

Update, 23.15 Uhr: Eine BWL-Studentin stellt eine Steuerfrage an Robert Habeck. „Müssen wir Studenten darum fürchten“, dass Erspartes künftig besteuert wird, will sie wissen. Habeck stellt klar: Die Krankenversicherungen würden teurer, die Kosten steigen, „wenn wir nichts ändern“. Sein Vorschlag sei nur gewesen, dass „sehr, sehr Reiche“ diese Steuern zahlen würden. Am Ende sei das auch eine Solidaritätsfrage. „Sie müssen sich keine Sorgen machen“.

Eine Zahl will Habeck auf Nachfrage von ARD-Moderatorin Wellmer jedoch nicht nennen. Habeck reagiert schnippisch: „Ich finds witzig, sie hatten Friedrich Merz hier, haben Sie den reagiert, wie der die Verteidigung finanzieren will?“ Er betont erneut, es ginge um sehr wohlhabende Menschen und nicht um die einfachen Bürger.

Update, 23.09 Uhr: Für die ARD-Wahlarena kommt aus den sozialen Netzwerken noch eine offene Frage an Habeck: Welches Thema kommt im Wahlkampf zu wenig vor? „Klimaschutz, ganz klar“, sagt der Grünen-Kanzlerkandidat. Der nutzt das Ganze auch gleich und schießt gegen Merz‘ „Technologie-Offenheit“: „Alles ist technologie-offen“, sagt Habeck. „Hinter dem Wort verbirgt sich ein Angriff auf die Klimaziele.“ Fällt Deutschland im Kampf gegen die globale Erwärmung um, „ist Europa nicht mehr zu halten“, sagt der Wirtschafts- und Klimaminister.

Kennen Sie alle? Diese 41 Parteien wurden formal zur Bundestagswahl 2025 zugelassen

Bundestagswahl
41 Parteien wurden für die Bundestagswahl formal zugelassen, doch nur 29 davon nehmen teil. Zwölf der Mitte Januar vom Bundeswahlausschuss formal anerkannten Parteien werden bei der Abstimmung nicht dabei sein, wie die Bundeswahlleiterin Ende Januar in Wiesbaden mitteilte. Anders als langjährige Bundestags- und Landtagsparteien hatten vor allem kleinere Parteien beispielsweise noch eine erforderliche Anzahl von Unterstützerunterschriften nachweisen müssen. © IMAGO/Sascha Steinach
Bundestagswahl
SPD, Grüne, FDP, AfD, Linke, Freie Wähler, Volt, Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands, Bündnis Deutschland und das Bündnis Sahra Wagenknecht sind demnach in allen 16 Ländern mit Landeslisten vertreten. Die CDU tritt in allen Bundesländern außer Bayern an, die CSU (Foto) nur in Bayern. Die übrigen Parteien werden nicht in allen Ländern auf den Stimmzetteln stehen. Acht von ihnen treten den Angaben nach jeweils nur in einem Land an. © IMAGO/Michael Bihlmayer
Die SPD wird bei der Bundestagswahl 2025 auf den Wahlzetteln stehen. Die Partei schickt Kanzler Olaf Scholz erneut als Spitzenkandidat ins Rennen.
Wir haben die 41 formal zugelassenen Parteien gesammelt. Die SPD wird bei der Bundestagswahl 2025 auf den Wahlzetteln stehen. Die Partei schickt Kanzler Olaf Scholz erneut als Spitzenkandidat ins Rennen. © Hendrik Schmidt / dpa
Die CDU geht mit Friedrich Merz als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl 2025.
Die CDU geht mit Friedrich Merz als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl 2025. © Thomas Banneyer / dpa
Auch Bündnis 90/Die Grünen ist als Partei zur Bundestagswahl zugelassen. Spitzenkandidat ist Robert Habeck.
Auch Bündnis 90/Die Grünen ist als Partei zur Bundestagswahl zugelassen. Spitzenkandidat ist Robert Habeck. © Georg Wendt / dpa
Auch die FDP um Parteichef Christian Lindner wurde vom Bundeswahlausschuss zur Bundestagswahl zugelassen.
Auch die FDP um Parteichef Christian Lindner wurde vom Bundeswahlausschuss zur Bundestagswahl zugelassen.  © Moritz Frankenberg / dpa
Auf den Wahlzetteln können Wählende auch bei der AfD ihr Kreuz setzen. Mit Alice Weidel stellt die Partei auch eine Kanzlerkandidatin.
Auf den Wahlzetteln können Wählende auch bei der AfD ihr Kreuz setzen. Mit Alice Weidel stellt die Partei auch eine Kanzlerkandidatin. © Sebastian Kahnert / dpa
In Bayern wird die CSU auf dem Wahlzettel stehen
In Bayern wird die CSU auf dem Wahlzettel stehen. Die Schwesterpartei der Union ist zugelassen für die Bundestagswahl – der Name von Parteichef Markus Söder wird darauf allerdings nicht auftauchen, er bleibt als Ministerpräsident in Bayern und will nicht nach Berlin. © Daniel Vogl / dpa
Die Linke wurde zur Bundestagswahl 2025 zugelassen.
Die Linke wurde zur Bundestagswahl 2025 zugelassen. © Hendrik Schmidt / dpa
Als mindestens in einem Landtag vertretene Partei ist auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zur Wahl zugelassen.
Als mindestens in einem Landtag vertretene Partei ist auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zur Wahl zugelassen. Seit der Absplitterung von den Linken sitzt das BSW auch bereits im Bundestag. © Hannes P Albert / dpa
Auch das Bündnis Deutschland ist zur Wahl zugelassen
Auch das Bündnis Deutschland – hier ein Foto aus dem Jahr 2022 – ist als Partei, die in einem Landtag vertreten ist, zur Wahl zugelassen. Die rechtskonservative, wirtschaftsliberale Partei ist mit sieben Abgeordneten in der Bremer Bürgerschaft vertreten. © Bernd von Jutrczenka / dpa
Selbiges gilt für die Freien Wähler, hier Parteivorsitzender Hubert Aiwanger. Die Partei ist aktuell in Bayern und Rheinland-Pfalz im Landtag vertreten.
Selbiges gilt für die Freien Wähler, hier Parteivorsitzender Hubert Aiwanger. Die Partei ist aktuell in Bayern und Rheinland-Pfalz im Landtag vertreten. © Daniel Vogl / dpa
Bayern-Partei ist zur Bundestagswahl zugelassen
Zu den 31 weiteren Parteien, die der Bundeswahlausschuss wegen eingehaltener Formalitäten zur Wahl zulässt, gehört auch die Bayernpartei. Sie setzt sich laut eigenen Aussagen für „Selbstbestimmung, Föderalismus und die Eigenstaatlichkeit Bayerns“ ein. Das Foto zeigt ein Plakat aus dem Wahlkampf zur Landtagswahl in Bayern 2023. © IMAGO/Goldmann
Zur Bundestagswahl 2025 zugelassen ist auch die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands, kurz MLPD.
Zur Bundestagswahl 2025 zugelassen ist auch die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands, kurz MLPD. Sie versteht sich als kommunistische deutsche Kleinpartei. © IMAGO / Michael Gstettenbauer
Auch zur Bundestagswahl zugelassen: Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität, kurz BüSo. Das Foto zeigt ein Wahlplakat aus dem Jahr 2019.
Auch zur Bundestagswahl zugelassen: Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität, kurz BüSo. Das Foto zeigt ein Wahlplakat aus dem Jahr 2019. © Revierfoto via www.imago-images.de
Die Gartenpartei, hier als Wahlplakat in einer Reihe mit AfD und SPD aufgeführt zum Landtagswahl-Rennen in Sachsen-Anhalt 2021, wurde ebenfalls zugelassen zur Bundestagswahl.
Die Gartenpartei, hier als Wahlplakat in einer Reihe mit AfD und SPD aufgeführt zum Landtagswahl-Rennen in Sachsen-Anhalt 2021, wurde ebenfalls zugelassen zur Bundestagswahl. © IMAGO / Jan Huebner
Auch auf den Wahlzetteln zur Bundestagswahl dabei: Die Partei der Humanisten. Ihr Fokus liegt auf Säkularisierung und Wissenschaft.
Auch formal zugelassen: Die Partei der Humanisten. Ihr Fokus liegt auf Säkularisierung und Wissenschaft. © IMAGO / Müller-Stauffenberg
Die Basisdemokratische Partei Deutschland, kurz dieBasis, wurde zur Bundestagswahl 2025 zugelassen.
Die Basisdemokratische Partei Deutschland, kurz dieBasis, wurde zur Bundestagswahl 2025 zugelassen.  © IMAGO / IPON
Die Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer, hier Namensgeber Todenhöfer im Bild, wurde 2020 gegründet. Zur Bundestagswahl 2025 ist sie zugelassen.
Die Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer, hier Namensgeber Todenhöfer im Bild, wurde 2020 gegründet. Zur Bundestagswahl 2025 ist sie zugelassen. © Jörg Carstensen / dpa
Ebenfalls zugelassen: Die Kleinpartei Menschliche Welt.
Ebenfalls zugelassen: Die Kleinpartei Menschliche Welt. © IMAGO/Manfred Segerer
Auch das Bündnis C – hier eine Wahlwerbung für die Parteivorsitzende Karin Heepen aus dem Jahr 2019 (2. Plakat v.r.) – ist zugelassen.
Auch das Bündnis C – hier eine Wahlwerbung für die Parteivorsitzende Karin Heepen aus dem Jahr 2019 (2. Plakat v.r.) – ist zugelassen. © IMAGO / Karina Hessland
Ebenfalls zugelassen zur Bundestagswahl ist die Partei UNABHÄNGIGE für bürgernahe Demokratie.
Ebenfalls zugelassen zur Bundestagswahl ist die Partei UNABHÄNGIGE für bürgernahe Demokratie. © IMAGO/Sandy Dinkelacker
Die Partei Die PARTEI ist ebenfalls zur Bundestagswahl 2025 zugelassen. Ihr Vorsitzender Martin Sonneborn sitzt für die Vereinigung im EU-Parlament.
Die Partei Die PARTEI ist ebenfalls zur Bundestagswahl 2025 zugelassen. Ihr Vorsitzender Martin Sonneborn sitzt für die Vereinigung im EU-Parlament. © Kay Nietfeld / dpa
Auch die als rechtsextrem geltende Partei Freie Sachsen ist zur Bundestagswahl 2025 zugelassen.
Auch die als rechtsextrem geltende Partei Freie Sachsen ist zur Bundestagswahl 2025 zugelassen. © IMAGO/BODE
Auf den Wahlzetteln zur Bundestagswahl wird man ein Kreuz auch bei der Tierschutzpartei setzen können. Der Name verrät, wofür die Vereinigung besonders steht.
Auf den Wahlzetteln zur Bundestagswahl wird man ein Kreuz auch bei der Tierschutzpartei setzen können. Der Name verrät, wofür die Vereinigung besonders steht. © IMAGO/Revierfoto
Auch die Partei Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung wurde vom Bundeswahlausschuss zur Bundestagswahl zugelassen.
Auch die Partei Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung wurde vom Bundeswahlausschuss zur Bundestagswahl zugelassen. © IMAGO/Oliver Kaelke/DeFodi Images
Die Partei Cannabis Social Club (kurz: CSC) setzt sich für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland ein. Zur Bundestagswahl ist sie zugelassen.
Die Partei Cannabis Social Club (kurz: CSC) setzt sich für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland ein. Zur Bundestagswahl ist sie zugelassen. Das Symbolfoto zeigt eine Tafel mit etwaiger Aufschrift. © IMAGO / Bihlmayerfotografie
Auf dem Wahlzettel – hier ein Beispiel zur Europawahl 2024 – steht auch bei der Bundestagswahl die Partei MERA25.
Zugelassen ist auch die Partei MERA25. Sie steht nach eigener Aussage für „Linke Politik für Frieden, Solidarität und Freiheit“. © IMAGO/Manfred Segerer
Die Ökologisch Demokratische Partei, kurz ÖDP, ist zur Bundestagswahl 2025 zugelassen.
Die Ökologisch Demokratische Partei, kurz ÖDP, ist zur Bundestagswahl 2025 zugelassen. Das Bild zeigt ein aktuelles Wahlplakat. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Franz Feiner
Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) stellt einen Sonderfall in Deutschland dar.
Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) stellt einen Sonderfall in Deutschland dar. Die Partei ist seit 1955 von der Fünf-Prozent-Hürde befreit. Dementsprechend sitzt mit Stefan Seidler gar ein Mitglied im Bundestag. Auch bei der Bundestagswahl 2025 ist die Partei wählbar. © Axel Heimken / dpa
Zur Bundestagswahl 2025 ist auch die Partei Liberale Demokraten – die Sozialliberalen (kurz: LD) zugelassen.
Zur Bundestagswahl 2025 ist auch die Partei Liberale Demokraten – die Sozialliberalen (kurz: LD) zugelassen.  © IMAGO/Bernd Leitner
Hier auf dem Stimmzettel zur Landtagswahl 2022 in NRW, bald auch auf dem Stimmzettel zur Bundestagswahl 2025: Die Partei Die LIEBE.
Hier auf dem Stimmzettel zur Landtagswahl 2022 in NRW: Die Partei Die LIEBE. © IMAGO/Juergen Schwarz
Auch die Partei Volt wird bei der Bundestagswahl 2025 wählbar sein. Unter anderem steht sie für Klimaschutz und ein starkes Europa.
Auch die Partei Volt wird bei der Bundestagswahl 2025 wählbar sein. Unter anderem steht sie für Klimaschutz und ein starkes Europa. © IMAGO/Stefan Zeitz
Die WerteUnion galt eigentlich als Verein, der den konservativen Markenkern der Union vertrat.
Die WerteUnion galt als Verein, der den konservativen Markenkern der Union vertrat. 2024 strebte Ex-Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen dann die Gründung einer eigenen Partei an, der er nun vorsitzt. Zur Bundestagswahl 2025 wurde die WerteUnion nun zugelassen. © Soeren Stache / dpa
Die Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch (kurz: DAVA) ist zur Bundestagswahl 2025 zugelassen. Die Partei gilt als Erdogan-nah.
Die Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch (kurz: DAVA) ist zur Bundestagswahl 2025 zugelassen. Die Partei gilt als Erdogan-nah. © IMAGO/Guido Schiefer
Die trotzkistische Kleinpartei Sozialistische Gleichheitspartei, Vierte Internationale (kurz SGP) ist zur Bundestagswahl zugelassen.
Die trotzkistische Kleinpartei Sozialistische Gleichheitspartei, Vierte Internationale (kurz SGP) ist zur Bundestagswahl zugelassen. Sie setzt sich gegen Kapitalismus und Krieg ein. Das Wahlplakat stammt aus dem Jahr 2023 aus Berlin. © IMAGO/Stefan Zeitz
Ebenfalls zugelassen zur Bundestagswahl 2025: Die Partei für Verjüngungsforschung.
Ebenfalls zugelassen zur Bundestagswahl 2025: Die Partei für Verjüngungsforschung. Sie setzt sich für die schnellere Entwicklung von Verjüngungstherapien ein. Das Plakat hing im Wahlkampf zur Europawahl 2024 in Chemnitz. © IMAGO/Fotostand / Nachtigall
Auf dem Stimmzettel für die Europawahl 2024 standen die Partei des Fortschrittes (kurz: PdF) und auch die V-Partei³ bereits.
Auf dem Stimmzettel für die Europawahl 2024 standen die Partei des Fortschrittes (kurz: PdF) und auch die V-Partei³ bereits. Beide wurden auch für die Bundestagswahl 2025 zugelassen. Die ³ bei der V-Partei steht übrigens für „Veränderung, Vegetarier und Veganer“. © IMAGO/Manfred Segerer
Die Partei DIE SONSTIGE ist ebenfalls zur Bundestagswahl 2025 zugelassen.
Die Partei DIE SONSTIGEN ist ebenfalls zur Bundestagswahl 2025 zugelassen. Laut Website steht man als „Friesenpartei“ für „skurrile Minderheiten, Systemwechsel & gegen neurechte Klima-Leugnung“. © IMAGO/Michael Bihlmayer
Im Wahllokal kann man seinen Stimmzettel auch mit einem Kreuz bei der Dr. Ansay Partei in die Urne werfen.
Auch die Dr. Ansay Partei wurde zugelassen. © Patrick Pleul / dpa
Die Partei DIE NEUE MITTE ist ebenfalls zur Bundestagswahl 2025 zugelassen.
Die Partei DIE NEUE MITTE ist ebenfalls zur Bundestagswahl 2025 zugelassen. © bpb
Die Piratenpartei Deutschland ist ebenfalls für die Bundestagswahl 2025 zugelassen.
Die Piratenpartei Deutschland ist ebenfalls für die Bundestagswahl 2025 zugelassen. Das Plakat stammt aus der Kampagne zur Europawahl 2024. © IMAGO/Fotostand / Nieweler

Streit um Rente in ARD-Wahlarena: „Ist das gerecht?“, wird Habeck gefragt

Update, 23.04 Uhr: Ein Mitarbeiter von Thyssenkrupp klagt über die Rente. Aktuell würden ihm nur 1100 Euro bleiben, „nach 50 Jahren Arbeit“, erzählt der Mann erbost. Dann fragt er, wieso denn ein Beamter nicht ins Rentensystem einzahle, „ist das gerecht?“ Habeck ist um eine Erklärung bemüht und stimmt zu, dass das System teils ungerecht sei.

Update, 22.58 Uhr: Ein sichtlich irritierter Zuschauer spricht Habeck auf nötige Solaranlagen und dessen Wärmepumpen-Pläne an. „Muss ich als Nächstes noch bestimmte Tapeten für den Klimaschutz anbringen?“ Habeck bleibt ruhig und erklärt, dass der Mann langfristig damit sparen würde. Der Mann will wissen, wer ihm denn die Dachsanierung für die Solaranlage bezahle. Habeck sagt, die Bank müsse dem Mann eigentlich einen Kredit bewilligen – doch er kenne die finanzielle Situation des Zuschauers schließlich nicht.

Update, 22.54 Uhr: Nun stößt Robert Habeck dazu. Der Grünen-Kanzlerkandidat schüttelt Alice Weidel die Hand, einen Rat hat Habeck auch direkt parat: „Weiter so, Frau Weidel“. Das Publikum lacht. Weidels Rat: „Viel Glück, ist doch alles gut“. Dann verlässt sie die Bühne; Habecks Fragerunde beginnt.

Persönliche Fragen an Weidel in der ARD-Wahlarena: „Sieht Herr Höcke das auch so?“

Update, 22.51 Uhr: Erneut eine Frage zu Weidels Privatleben. Die AfD propagiere ein „Leitbild“ – so auch Weidels Worte – von „Vater, Mutter, Kind“. Wie passt das zu Weidel? Die AfD-Chefin antwortet, dass es eben ein Leitbild sei, unter der AfD aber jeder frei leben könne – auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen. „Und sie glauben, dass Herr Höcke das auch so sieht?“, entgegnet die Frau und erntet reichlich Lacher – sogar von Weidel. „Ich nehme die Frage gerne mit“, sagt Weidel, ehe sie ihren Standpunkt weiter ausführt.

Update, 22.47 Uhr: Auf Twitch fragt ein Zuschauer nach den EU-Plänen der AfD. Was erhofft sich die AfD von einem EU-Austritt, obwohl Großbritannien seit dem „Brexit“ mit massiven Problemen zu kämpfen hat? Alice Weidel antwortet, die AfD wolle die EU ja gar nicht verlassen, sondern es ginge um das Umlagern von Kompetenzen. Die EU-Kommission störe die Marktwirtschaft, so Weidel. In der Vergangenheit warb die Partei jedoch für EU-Austritt, merkt ARD-Moderator Klamroth an.

Update, 22.43 Uhr: Eine Bäckermeisterin fragt Alice Weidel in der ARD-Wahlarena, wie das Bäckerhandwerk für den Nachwuchs wieder attraktiv gestaltet werden könnte. Nach einer recht ausführlichen Einleitung der Frau weist Moderatorin Jessy Wellmer darauf hin, eine konkrete Frage zu stellen. Weidel geht dazwischen „Ist eine interessante Frage, einfach mal zu hören“. Anschließend nennt Weidel zu hohe Strompreise, zu hohe Steuern und einen zu hohen Bürokratieaufwand als Gründe für die Probleme der Bäckereien. Zwischendurch weist Wellmer einmal mehr auf den morgigen Faktencheck hin.

Update, 22.35 Uhr: Würde die AfD soziale Medien regulieren und erst ab 16 Jahren erlauben, fragt eine Zuschauerin. Weidel sagt, dass Tablets nichts in Schulen zu suchen hätten. Social Media sehe sie aber nicht als Problem. „Ich halte das für schwierig, aber es ist ein interessanter Punkt“, sagt die Politikerin abschließend.

Update, 22.32 Uhr: Ein junger Mann erzählt, er habe Angst vor der Zukunft, da er homosexuell sei. Auch Weidel müsse doch Angst wegen der AfD haben, die fragt verdutzt „warum?“. Der Zuschauer entgegnet, Weidel sei schließlich ebenfalls homosexuell. „Wie wollen sie uns erklären, dass sie Kanzlerin werden wollen, wenn sie ein massives Glaubwürdigkeitsproblem haben?“ Die AfD stehe komplett für das Gegenteil von der Person Alice Weidel. Die entgegnet, man wolle für ein sicheres Deutschland sorgen, in dem sich die junge Generation frei entfalten kann. Auf ihre Person geht Weidel allerdings nicht ein.

Update, 22.28 Uhr: Muss jemand Deutschland verlassen, der hierzulande in Duldung ist und eine Ausbildung absolviert? „Die AfD hat diese Gesetze nicht gemacht“, antwortet Weidel und will die Frage von Moderatorin Wellmer nicht beantworten. „Ja oder nein?“, fragt Wellmer immer wieder. Doch Weidel gibt keine klare Antwort. „Also, wenn jemand eine Ausbildung macht, muss er gehen und danach kann er wieder kommen? Was ist das denn?“, fragt eine sichtlich verwirrte Zuschauerin.

Update, 22.24 Uhr: Ein Krankenhausmitarbeiter und Pfarrer kommt sofort auf die „Remigration“ zu sprechen. Das AfD-Parteiprogramm verschrecke ausländische Pflegekräfte. „Ohne Menschen aus Syrien, auf Afghanistan, aus Brasilien“ ginge es in Pflegeheimen und Krankenhäusern nicht. Wie soll das künftig in den Augen von Weidel funktionieren? Die Kanzlerkandidatin lobt den Mann für seine Arbeit und will ihn dann „beruhigen“. Die AfD wolle zwischen illegaler Migration und qualifizierten Zuwanderungen unterscheiden.

Update, 22.20 Uhr: Nun betritt Alice Weidel die Bühne. Es folgt ein kurzes Gespräch mit Kanzler Olaf Scholz. Eine distanzierte und kurze Begegnung. Auf eine Frage, ob sie etwas Neue über ihn gelernt habe, sagt die AfD-Kanzlerkandidatin: „Ich glaube, es ist alles erledigt“. Auch Scholz bleibt knapp: „Frau Weidel bleibt sich treu und ich bleibe dabei: mit dieser Partei darf man nicht zusammenarbeiten.“

Scholz diskutiert mit jungem Mann in ARD-Wahlarena: „Können uns einfach mal streiten“

Update, 22.16 Uhr: Und wieder geht es um das Thema Rente. Ein junger Mann weist darauf hin, dass die Altersvorsorge nicht ausreichend sei – nicht für ältere und erst recht nicht für jüngere Menschen. Wie stellt man sicher, dass das Rentenniveau auf Jahrzehnte gesichert ist? Scholz antwortet mit „politischen Floskeln“, sagt der Zuschauer nach einigen Sätzen des Kanzlers. „Vielleicht können wir uns einfach mal streiten“, sagt Scholz -, „können wir gern machen“, antwortet der junge Mann. Das seien keine Floskeln gewesen, man könne auch Betriebsrenten aufbauen und eine private Altersvorsorge ins Auge fassen.

„Die gesetzliche Rente kann finanziert werden, wenn genug Leute arbeiten gehen“, sagt Scholz nun energisch, nachdem der Zuschauer ihn erneut unterbricht und ihm widerspricht. Dann wird das Thema abgehakt, ehe eine Zuschauerin eine Frage zu hohen Mieten in Deutschland stellt.

Update, 22.10 Uhr: Auch Scholz wird auf den Klimawandel angesprochen. „Meine Überzeugung ist, wir können das in Deutschland nicht nur alleine machen“, sagt der Kanzler. Es benötige die ganze Welt im Kampf gegen den Folgen des Klimawandels. „Schlimmste Armut, Hunger, Durst“ müssten verhindert werden. Die Fragestellerin – eine Ärztin – möchte aber wissen, wie man das Gesundheitssystem denn umstellen wolle, um die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels überwinden zu können. Scholz druckst zunächst ein wenig herum und verweist dann auf medizinische und technologische Entwicklungen.

Update, 22.07 Uhr: Ein Instagram-Nutzer will von Scholz wissen, wie man die guten Beziehungen zu den USA aufrechterhalten könne. Der Kanzler betont die Freundschaft der beiden Länder, teilt aber auch gegen Vizepräsident J.D. Vance aus. Sehr wohl gebe es ein Problem mit rechtsextremen Parteien, sagt Scholz in Bezug auf Trumps Vize, der sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz „in den deutschen Wahlkampf eingemischt hat“.

Update, 22.05 Uhr: Vom Thema Pflege und Gesundheit will man wegkommen, da fragt eine Zuschauerin den Kanzler, wie die SPD die heimische Landwirtschaft stärken will. Scholz erklärt, dass auch die EU-Anforderungen für Deutschland passen müssten. Die Frau beklagt jedoch, dass die Anforderungen die Arbeit zunehmend erschweren würden, sodass die Arbeit teils ins Ausland verlagert werden müsse. Scholz weist auf Vorhaben der Ampel an – die dürften in den letzten sechs Tagen der rot-grünen Minderheitsregierung allerdings nicht mehr umgesetzt werden.

Streitthema Rente in der ARD-Wahlarena: „Man soll sich nicht verdrücken, wenn man was gesagt hat“

Update, 21.59 Uhr: Beim Thema Rente wird es schnell hitzig. Eine Frau erklärt, 45 Jahren gearbeitet zu haben und nun „an der Armutsgrenze zu kratzen“. Olaf Scholz stimmt der Zuschauerin zu, das dürfe nicht sein, doch überzeugt zeigt sie sich nicht. Es ginge auch um junge Menschen. Moderator Klamroth kann sich eine kleine Provokation nicht verkneifen: „Wenn die Experten keine Ahnung haben, und nur Olaf Scholz in Sachen Pflege, dann bleiben wir doch gleich mal dabei“ – „Nein, nicht nur Olaf Scholz“, sagt der Kanzler und stellt sich Klamroth in den Weg. Der Moderator umkurvt Scholz, der daraufhin sagt. „Man soll sich nicht verdrücken, wenn man was gesagt hat“.

Update, 21.48 Uhr: Ein kurzer Lacher: Friedrich Merz und Olaf Scholz schließen aus, in der nächsten Legislaturperiode gemeinsam zu regieren: „Ich will Kanzler bleiben, er will’s werden“, sagt Scholz lachend Richtung Merz. Der CDU-Chef will die Frage von Moderator Louis Klamroth nicht direkt beantworten; „netter Versuch“, sagt er und kann sich ein Lachen nicht verkneifen.

Update, 21.46 Uhr: Jetzt kommt die erste Frage zur Migration. Eine junge Zuschauerin weist darauf hin, dass Attentäter oft psychische Krankheiten aufweisen. Wie würde es helfen, die Grenzen „in Anführungszeichen“ dichtzumachen, anstatt Erstankömmlingen in Deutschland psychologischen Beistand zu leisten. Merz stellt eine Gegenfrage. „Sind Sie wirklich der Meinung, dass wir so weitermachen sollen wie in den letzten Jahren?“, die Zuschauerin verneint das, pocht aber auch auf psychologische Betreuung. „Wir können doch nicht für Hunderttausende Menschen, die hier kein Aufenthaltsrecht haben, psychologische Hilfe leisten“, sagt Merz und betont, man sei sich hier offenbar uneins. Die Frage entgegnet streng: „Ja, das glaube ich auch“.

Und schon war es das mit der Fragerunde von Friedrich Merz; als Nächstes stellt sich Kanzler Olaf Scholz dem Publikum.

Friedrich Merz in der Wahlarena ist sich mit einer jungen Frau zu einem Migrationsthema uneins.

Update, 21.39 Uhr: Nun fragt eine Lehrerin nach der Bildungspolitik. Merz zeigt sich kleinlaut: „Wir können die Kompetenzen nicht von den Ländern abnehmen“. Doch er zollt der Zuschauerin großen Respekt, Lehrkräfte verdienen viel mehr Anerkennung, so der CDU-Chef. Es brauche nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Verantwortung seitens der Eltern und der Gesellschaft.

Die Lehrerin stimmt Merz zu, wünscht sich aber „mehr Führung“ von der Bundesregierung. Wieder äußert sich Merz zurückhaltend, verspricht zumindest Anerkennungen von Bildungsabschlüssen zwischen den Bundesländern sowie gemeinsame Standards. Doch „über Nacht“ sei das nicht zu korrigieren.

Update, 21.33 Uhr: Wie oft fährt Friedrich Merz eigentlich „mit den Öffis“? In Berlin „ziemlich oft“, sagt der Unions-Kanzlerkandidat auf eine Frage, die bei TikTok eingereicht wurde. Die Finanzierung des Deutschland-Tickets sei für 2025 garantiert, im Folgejahr müsse man sehen, dass auch die ländlichen Räume davon etwas hätten. Dies sei aktuell nicht der Fall.

Update, 21.29 Uhr: Ein Landwirt macht auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam. „Wo bleibt ihre angemessene und ambitionierte Klimapolitik?“, fragt der Mann. Merz gesteht, dass das Thema Klima „erstaunlicherweise“ im Wahlkampf in den Hintergrund geraten sei. Moderatorin Jessy Wellmer hakt nach. Merz nutzt diese Gelegenheit, um sich von den Grünen zu distanzieren und betont, man wolle „technologie-offen“ bleiben. Der Kampf gegen den Klimawandel müsse „mit der Bevölkerung gemacht werden“.

Der Zuschauer entgegnet, dass Windkraft- und Solaranlagen gute Möglichkeiten seien. Merz sagt, dass die Union nicht Gegner dieser Technologien sei, doch „nur mit Wind und Sonne“ sei uns nicht geholfen. „Wir brauchen ungefähr 50 neue Gaskraftwerke“, sagt Friedrich Merz.

Update, 21.25: Eine Frage zur Wirtschaft: ein Ingenieur aus Stuttgart möchte von Friedrich Merz wissen, ob man etwas gegen Aktionäre unternehmen könnte, die sich in Krisenzeiten bereichern. Von konkreten Fällen habe der CDU-Chef nichts gehört und er betont, die Auffassung des Zuschauers – Aktionäre würden sich im Fall von Kurzarbeit in den Sozialkassen bedienen – nicht zu teilen.

Update, 21.20 Uhr: Die erste Frage dreht sich um „Ent- und Belastungen für die Bürger“, wie es der Zuschauer formuliert. Wie sieht der Plan von Friedrich Merz aus? „Machen Sie sich ehrlich, was kommt auf uns zu?“, fragt der Mann. „Ärmel hochkrempeln, anpacken und zusammen“ für eine bessere Wirtschaftsleistung in Deutschland sorgen, entgegnet ein lächelnder Merz. Doch der Zuschauer hakt nach und will konkrete Pläne hören. Der CDU-Politiker spricht von einer Agenda 2030 und einer deutlichen Reduzierung des Bürgergelds. Es hänge vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe ab, wie weit man „Totalverweigerern“ das Geld streichen könne, so Merz.

Update, 21.15 Uhr: Die ARD-Wahlarena beginnt. Den Anfang macht Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz. Der CDU-Politiker kann sich derzeit gute Chancen aufs Kanzleramt ausrechnen; die Union steht in aktuellen Umfragen bei rund 30 Prozent.

Nach dem „Quadrell“: Kanzlerkandidaten stellen sich Zuschauerfragen in der ARD-Wahlarena

Update, 20.32 Uhr: Einen Tag nach dem „Quadrell“ zur Bundestagswahl treffen sich Habeck, Merz, Scholz und Weidel bereits wieder. Anders als in der Sendung am Sonntagabend gibt es in der ARD-Wahlarena heute Abend zwischen den Kandidaten jedoch keinen direkten Schlagabtausch. Nacheinander stellen sie sich den Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer. In Absprache mit allen Parteien werde der Kanzler den Anfang machen, veröffentlichte der Sender bereits voran. Dann würden die Kandidaten in der Reihenfolge ihrer aktuellen Umfrageergebnisse zur Bundestagswahl folgen. Demnach wird Scholz von Merz abgelöst. Auf den Unions-Kandidaten folgt AfD-Chefin Weidel. Zum Schluss wird sich Robert Habeck den Zuschauerfragen stellen.

Vor ARD-Wahlarena: Merz würde Habeck nicht zum Wirtschaftsminister machen

Update, 18.21 Uhr: Heute Abend stellen sich Friedrich Merz, Olaf Scholz, Robert Habeck und Alice Weidel in der ARD-Wahlarena noch einmal live Fragen von Bürgerinnen und Bürgern – wenige Tage vor der Bundestagswahl. Vor Beginn der Sendung äußerte sich der Kanzlerkandidat der Union schon einmal zu seinen Plänen, sollten CDU und CSU als Sieger aus der Wahl am Sonntag gehen.

Merz will in einer von ihm geführten Bundesregierung die Bereiche Wirtschaft und Klima ressortmäßig wieder trennen. „Diese Konstruktion ist von Anfang an eine Fehlkonstruktion“, sagte Merz im „Berlin Playbook Podcast“ des Nachrichtenmagazins Politico.  Dass der bisher für beide Bereiche zuständige Grünen-Minister Robert Habeck möglicherweise den Bereich Wirtschaft übernimmt, schließt der CDU-Vorsitzende aus. Habeck könne „einem reinen Wirtschaftsministerium“ nicht mehr angehören. „Das ist eine Aufgabe, an der ist er gescheitert in den letzten drei Jahren“, ergänzte Merz.

Wirbel um Gerichtsurteil: BSW scheitert mit Verfassungsbeschwerde für Teilnahme an ARD-Wahlarena

Update, 13.38 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat eine Verfassungsbeschwerde des BSW nicht angenommen. Die Partei um die ehemalige Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hatte wegen des Ausschlusses aus der ARD-Wahlarena Beschwerde eingereicht. Wie das Gericht in einer Mitteilung jedoch darlegte, habe das BSW nicht erklären können, inwieweit das Recht auf Chancengleicheit verletzt worden sei.

Wahlarena live: Kandidaten stellen sich Wählerfragen vor Bundestagswahl

Erstmeldung: Berlin – Die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs hat schon lange begonnen. Am Montag stellen sich die Kanzlerkandidaten der vier großen Parteien CDU/CSU, SPD, Grüne und AfD in der ARD-Wahlarena den Fragen der Bürger. Dieses Format wird bereits zum sechsten Mal vor einer Bundestagswahl im öffentlich-rechtlichen Fernsehen präsentiert. Die Ausstrahlung erfolgt am Montag, dem 17. Februar, ab 21.15 Uhr im Fernsehen und wird zudem live in der ARD-Mediathek sowie auf den Social-Media-Kanälen der Tagesschau gestreamt. Auch mehrere Radiosender übertragen die Sendung.

Eingeladen sind Friedrich Merz von der Union, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Robert Habeck von den Grünen und Alice Weidel von der AfD. Im Vorfeld der Wahlarena führte die Gästeliste in diesem Jahr zu einem juristischen Streit.

ARD-Wahlarena live: Wagenknecht klagte wegen Ungleichbehandlung vor der Bundestagswahl

Sahra Wagenknecht, die ehemalige Linken-Politikerin und Vorsitzende des neu gegründeten BSW, klagte gegen die Entscheidung des WDR, sie nicht zur ARD-Wahlarena einzuladen. Sie und ihre Partei argumentierten, dass der Ausschluss das Recht auf Chancengleichheit im Wahlkampf verletze. Ein Gericht entschied jedoch zugunsten des Senders, Wagenknecht nicht zu dem Duell vor der Bundestagswahl einzuladen.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen begründete seine Entscheidung damit, dass das BSW in den Umfragen derzeit nur bei fünf Prozent liege. Das Konzept der Sendung sehe vor, nur Parteien einzuladen, die über der Zehn-Prozent-Marke liegen und somit die Politik maßgeblich beeinflussen könnten. Auch die begrenzte Sendezeit von 120 Minuten rechtfertige eine Vorauswahl der Kandidatinnen und Kandidaten, um „alle relevanten Themen tiefgehend erörtern und Nachfragen und Diskussionen führen zu können“, so das OVG in einer Pressemitteilung.

ARD-Wahlarena live
KandidatenFriedrich Merz (CDU), Olaf Scholz (SPD), Robert Habeck (Grüne), Alice Weidel (AfD)
Wann beginnt die Wahlarena?17. Februar ab 21.15 Uhr
Wo kann ich die Wahlarena live verfolgen?Bei Das Erste live im Fernsehen, in der ARD-Mediathek und in verschiedenen Radiosendern
Wer moderiert die Wahlarena?Jessy Wellmer und Louis Klamroth
Wie lange dauert die Wahlarena?120 Minuten

Das Gericht wies den Vorwurf der Chancenungleichheit zurück und erklärte, dass die Wagenknecht-Partei in anderen Formaten Beachtung finde. „Das BSW ist an zwei von vier Wahldebatten im Programm der ARD beteiligt und findet darüber hinaus auch in der sonstigen Wahlberichterstattung u. a. in Form von Dokumentationen, Interviews und Talk-Formaten Berücksichtigung“, heißt es weiter.

Vor Bundestagswahl: Kandidaten live in der ARD-Wahlarena

Welche Themen Olaf Scholz, Friedrich Merz, Robert Habeck und Alice Weidel in der ARD-Wahlarena behandeln werden, ist derzeit noch unklar. Umfragen vor der Bundestagswahl zeigen jedoch, dass Frieden und Sicherheit sowie Wirtschaft für die deutsche Bevölkerung besonders wichtig sind. Dies ergab das Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF. Auch Migration, Rente und Klimaschutz sind bedeutende Themen.

Diese Einschätzung wurde bereits in mehreren Talk-Formaten vor der Bundestagswahl bestätigt. In der ZDF-Sendung „Klartext“ wurden den Kandidaten Fragen zu Migration, Wirtschaft, dem Ukraine-Krieg und der Energiepolitik gestellt. Im Sat1-Format „Kannste (nochmal) Kanzler??“ stellten Schülerinnen und Schüler Merz und Scholz ebenfalls Fragen zu diesen Themen. Bei einer Frage eines Kindes zu Merz‘ Migrationsplänen und seiner Aussage über „kleinen Paschas“ reagierte der CDU-Chef sogar kurz gereizt.

ARD-Wahlarena live: Zuschauerfragen stehen im Mittelpunkt

Im Gegensatz zu den meisten anderen Talkshows zur Bundestagswahl stehen in der ARD-Wahlarena die Fragen der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund. Interessierte konnten ihre Fragen im Vorfeld einreichen, und diese werden den Kandidierenden um das Amt des Bundeskanzlers nacheinander gestellt. Jessy Wellmer und Louis Klamroth moderieren die Veranstaltung. (red mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Screenshot ARD

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