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Live im Ticker: Die ARD-Wahlarena bringt Kanzlerkandidaten und Wähler zusammen. Hier wollen Merz, Scholz, Habeck und Weidel vor der Bundestagswahl überzeugen.
Update vom 18. Februar, 5.15 Uhr: Vier Kanzlerkandidaten, viele Fragen - und ein bunter Mix an Themen. Zwei Stunden lang stellten sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und seine Herausforderer Friedrich Merz (CDU), Robert Habeck (Grüne) und Alice Weidel (AfD) am Montagabend den Fragen des Publikums in der ARD-Sendung „Wahlarena“. Scholz warb für eine Rentengarantie, Merz kündigte massive Kürzungen beim Bürgergeld an, Weidel legte ein Bekenntnis zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften ab und Habeck forderte mehr Beachtung für den Klimaschutz.
Die vier Kandidaten standen nacheinander dem Publikum Rede und Antwort. Die Bürgerinnen und Bürger konnten die Themen ihrer Fragen selbst wählen. Es ging um große Themen wie Migration, Alterssicherung und Kita-Betreuung - aber auch um sehr spezielle Fragen wie Problemen bei der Therapeutenausbildung oder Bürokratiebelastung im Bäckerhandwerk.
ARD-Wahlarena mit Kanzlerkandidaten: Habeck beklagt mangelnde Thematisierung von Klimaschutz
Update, 23.24 Uhr: Die ARD-Wahlarena ist beendet. Die Kanzlerkandidaten von Union, SPD, Grüne und AfD wollten das Publikum von sich überzeugen – doch gibt es einen klaren Sieger? Erste Reaktionen können Sie hier nachlesen.
Update, 23.21 Uhr: „Wie kommen wir raus aus der Abhängigkeit von Oligarchen?“, fragt eine Zuschauerin mit Blick auf Menschen wie den Tech-Milliardär Elon Musk. Habeck lobt die Frau für die wichtige Frage und wirft den US-Amerikanern „Verlogenheit“ vor, wenn es um die eigenen sozialen Netzwerke geht. Der Grünen-Kanzlerkandidat wirbt für europäische Kommunikationsplattformen und soziale Medien, diese „offensive Antwort“ müsse „in den nächsten zwei Jahren“ erfolgen.
Update, 23.15 Uhr: Eine BWL-Studentin stellt eine Steuerfrage an Robert Habeck. „Müssen wir Studenten darum fürchten“, dass Erspartes künftig besteuert wird, will sie wissen. Habeck stellt klar: Die Krankenversicherungen würden teurer, die Kosten steigen, „wenn wir nichts ändern“. Sein Vorschlag sei nur gewesen, dass „sehr, sehr Reiche“ diese Steuern zahlen würden. Am Ende sei das auch eine Solidaritätsfrage. „Sie müssen sich keine Sorgen machen“.
Eine Zahl will Habeck auf Nachfrage von ARD-Moderatorin Wellmer jedoch nicht nennen. Habeck reagiert schnippisch: „Ich finds witzig, sie hatten Friedrich Merz hier, haben Sie den reagiert, wie der die Verteidigung finanzieren will?“ Er betont erneut, es ginge um sehr wohlhabende Menschen und nicht um die einfachen Bürger.
Update, 23.09 Uhr: Für die ARD-Wahlarena kommt aus den sozialen Netzwerken noch eine offene Frage an Habeck: Welches Thema kommt im Wahlkampf zu wenig vor? „Klimaschutz, ganz klar“, sagt der Grünen-Kanzlerkandidat. Der nutzt das Ganze auch gleich und schießt gegen Merz‘ „Technologie-Offenheit“: „Alles ist technologie-offen“, sagt Habeck. „Hinter dem Wort verbirgt sich ein Angriff auf die Klimaziele.“ Fällt Deutschland im Kampf gegen die globale Erwärmung um, „ist Europa nicht mehr zu halten“, sagt der Wirtschafts- und Klimaminister.
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Streit um Rente in ARD-Wahlarena: „Ist das gerecht?“, wird Habeck gefragt
Update, 23.04 Uhr: Ein Mitarbeiter von Thyssenkrupp klagt über die Rente. Aktuell würden ihm nur 1100 Euro bleiben, „nach 50 Jahren Arbeit“, erzählt der Mann erbost. Dann fragt er, wieso denn ein Beamter nicht ins Rentensystem einzahle, „ist das gerecht?“ Habeck ist um eine Erklärung bemüht und stimmt zu, dass das System teils ungerecht sei.
Update, 22.58 Uhr: Ein sichtlich irritierter Zuschauer spricht Habeck auf nötige Solaranlagen und dessen Wärmepumpen-Pläne an. „Muss ich als Nächstes noch bestimmte Tapeten für den Klimaschutz anbringen?“ Habeck bleibt ruhig und erklärt, dass der Mann langfristig damit sparen würde. Der Mann will wissen, wer ihm denn die Dachsanierung für die Solaranlage bezahle. Habeck sagt, die Bank müsse dem Mann eigentlich einen Kredit bewilligen – doch er kenne die finanzielle Situation des Zuschauers schließlich nicht.
Update, 22.54 Uhr: Nun stößt Robert Habeck dazu. Der Grünen-Kanzlerkandidat schüttelt Alice Weidel die Hand, einen Rat hat Habeck auch direkt parat: „Weiter so, Frau Weidel“. Das Publikum lacht. Weidels Rat: „Viel Glück, ist doch alles gut“. Dann verlässt sie die Bühne; Habecks Fragerunde beginnt.
Persönliche Fragen an Weidel in der ARD-Wahlarena: „Sieht Herr Höcke das auch so?“
Update, 22.51 Uhr: Erneut eine Frage zu Weidels Privatleben. Die AfD propagiere ein „Leitbild“ – so auch Weidels Worte – von „Vater, Mutter, Kind“. Wie passt das zu Weidel? Die AfD-Chefin antwortet, dass es eben ein Leitbild sei, unter der AfD aber jeder frei leben könne – auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen. „Und sie glauben, dass Herr Höcke das auch so sieht?“, entgegnet die Frau und erntet reichlich Lacher – sogar von Weidel. „Ich nehme die Frage gerne mit“, sagt Weidel, ehe sie ihren Standpunkt weiter ausführt.
Update, 22.47 Uhr: Auf Twitch fragt ein Zuschauer nach den EU-Plänen der AfD. Was erhofft sich die AfD von einem EU-Austritt, obwohl Großbritannien seit dem „Brexit“ mit massiven Problemen zu kämpfen hat? Alice Weidel antwortet, die AfD wolle die EU ja gar nicht verlassen, sondern es ginge um das Umlagern von Kompetenzen. Die EU-Kommission störe die Marktwirtschaft, so Weidel. In der Vergangenheit warb die Partei jedoch für EU-Austritt, merkt ARD-Moderator Klamroth an.
Update, 22.43 Uhr: Eine Bäckermeisterin fragt Alice Weidel in der ARD-Wahlarena, wie das Bäckerhandwerk für den Nachwuchs wieder attraktiv gestaltet werden könnte. Nach einer recht ausführlichen Einleitung der Frau weist Moderatorin Jessy Wellmer darauf hin, eine konkrete Frage zu stellen. Weidel geht dazwischen „Ist eine interessante Frage, einfach mal zu hören“. Anschließend nennt Weidel zu hohe Strompreise, zu hohe Steuern und einen zu hohen Bürokratieaufwand als Gründe für die Probleme der Bäckereien. Zwischendurch weist Wellmer einmal mehr auf den morgigen Faktencheck hin.
Update, 22.35 Uhr: Würde die AfD soziale Medien regulieren und erst ab 16 Jahren erlauben, fragt eine Zuschauerin. Weidel sagt, dass Tablets nichts in Schulen zu suchen hätten. Social Media sehe sie aber nicht als Problem. „Ich halte das für schwierig, aber es ist ein interessanter Punkt“, sagt die Politikerin abschließend.
Update, 22.32 Uhr: Ein junger Mann erzählt, er habe Angst vor der Zukunft, da er homosexuell sei. Auch Weidel müsse doch Angst wegen der AfD haben, die fragt verdutzt „warum?“. Der Zuschauer entgegnet, Weidel sei schließlich ebenfalls homosexuell. „Wie wollen sie uns erklären, dass sie Kanzlerin werden wollen, wenn sie ein massives Glaubwürdigkeitsproblem haben?“ Die AfD stehe komplett für das Gegenteil von der Person Alice Weidel. Die entgegnet, man wolle für ein sicheres Deutschland sorgen, in dem sich die junge Generation frei entfalten kann. Auf ihre Person geht Weidel allerdings nicht ein.
Update, 22.28 Uhr: Muss jemand Deutschland verlassen, der hierzulande in Duldung ist und eine Ausbildung absolviert? „Die AfD hat diese Gesetze nicht gemacht“, antwortet Weidel und will die Frage von Moderatorin Wellmer nicht beantworten. „Ja oder nein?“, fragt Wellmer immer wieder. Doch Weidel gibt keine klare Antwort. „Also, wenn jemand eine Ausbildung macht, muss er gehen und danach kann er wieder kommen? Was ist das denn?“, fragt eine sichtlich verwirrte Zuschauerin.
Update, 22.24 Uhr: Ein Krankenhausmitarbeiter und Pfarrer kommt sofort auf die „Remigration“ zu sprechen. Das AfD-Parteiprogramm verschrecke ausländische Pflegekräfte. „Ohne Menschen aus Syrien, auf Afghanistan, aus Brasilien“ ginge es in Pflegeheimen und Krankenhäusern nicht. Wie soll das künftig in den Augen von Weidel funktionieren? Die Kanzlerkandidatin lobt den Mann für seine Arbeit und will ihn dann „beruhigen“. Die AfD wolle zwischen illegaler Migration und qualifizierten Zuwanderungen unterscheiden.
Update, 22.20 Uhr: Nun betritt Alice Weidel die Bühne. Es folgt ein kurzes Gespräch mit Kanzler Olaf Scholz. Eine distanzierte und kurze Begegnung. Auf eine Frage, ob sie etwas Neue über ihn gelernt habe, sagt die AfD-Kanzlerkandidatin: „Ich glaube, es ist alles erledigt“. Auch Scholz bleibt knapp: „Frau Weidel bleibt sich treu und ich bleibe dabei: mit dieser Partei darf man nicht zusammenarbeiten.“
Scholz diskutiert mit jungem Mann in ARD-Wahlarena: „Können uns einfach mal streiten“
Update, 22.16 Uhr: Und wieder geht es um das Thema Rente. Ein junger Mann weist darauf hin, dass die Altersvorsorge nicht ausreichend sei – nicht für ältere und erst recht nicht für jüngere Menschen. Wie stellt man sicher, dass das Rentenniveau auf Jahrzehnte gesichert ist? Scholz antwortet mit „politischen Floskeln“, sagt der Zuschauer nach einigen Sätzen des Kanzlers. „Vielleicht können wir uns einfach mal streiten“, sagt Scholz -, „können wir gern machen“, antwortet der junge Mann. Das seien keine Floskeln gewesen, man könne auch Betriebsrenten aufbauen und eine private Altersvorsorge ins Auge fassen.
„Die gesetzliche Rente kann finanziert werden, wenn genug Leute arbeiten gehen“, sagt Scholz nun energisch, nachdem der Zuschauer ihn erneut unterbricht und ihm widerspricht. Dann wird das Thema abgehakt, ehe eine Zuschauerin eine Frage zu hohen Mieten in Deutschland stellt.
Update, 22.10 Uhr: Auch Scholz wird auf den Klimawandel angesprochen. „Meine Überzeugung ist, wir können das in Deutschland nicht nur alleine machen“, sagt der Kanzler. Es benötige die ganze Welt im Kampf gegen den Folgen des Klimawandels. „Schlimmste Armut, Hunger, Durst“ müssten verhindert werden. Die Fragestellerin – eine Ärztin – möchte aber wissen, wie man das Gesundheitssystem denn umstellen wolle, um die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels überwinden zu können. Scholz druckst zunächst ein wenig herum und verweist dann auf medizinische und technologische Entwicklungen.
Update, 22.07 Uhr: Ein Instagram-Nutzer will von Scholz wissen, wie man die guten Beziehungen zu den USA aufrechterhalten könne. Der Kanzler betont die Freundschaft der beiden Länder, teilt aber auch gegen Vizepräsident J.D. Vance aus. Sehr wohl gebe es ein Problem mit rechtsextremen Parteien, sagt Scholz in Bezug auf Trumps Vize, der sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz „in den deutschen Wahlkampf eingemischt hat“.
Update, 22.05 Uhr: Vom Thema Pflege und Gesundheit will man wegkommen, da fragt eine Zuschauerin den Kanzler, wie die SPD die heimische Landwirtschaft stärken will. Scholz erklärt, dass auch die EU-Anforderungen für Deutschland passen müssten. Die Frau beklagt jedoch, dass die Anforderungen die Arbeit zunehmend erschweren würden, sodass die Arbeit teils ins Ausland verlagert werden müsse. Scholz weist auf Vorhaben der Ampel an – die dürften in den letzten sechs Tagen der rot-grünen Minderheitsregierung allerdings nicht mehr umgesetzt werden.
Streitthema Rente in der ARD-Wahlarena: „Man soll sich nicht verdrücken, wenn man was gesagt hat“
Update, 21.59 Uhr: Beim Thema Rente wird es schnell hitzig. Eine Frau erklärt, 45 Jahren gearbeitet zu haben und nun „an der Armutsgrenze zu kratzen“. Olaf Scholz stimmt der Zuschauerin zu, das dürfe nicht sein, doch überzeugt zeigt sie sich nicht. Es ginge auch um junge Menschen. Moderator Klamroth kann sich eine kleine Provokation nicht verkneifen: „Wenn die Experten keine Ahnung haben, und nur Olaf Scholz in Sachen Pflege, dann bleiben wir doch gleich mal dabei“ – „Nein, nicht nur Olaf Scholz“, sagt der Kanzler und stellt sich Klamroth in den Weg. Der Moderator umkurvt Scholz, der daraufhin sagt. „Man soll sich nicht verdrücken, wenn man was gesagt hat“.
Update, 21.48 Uhr: Ein kurzer Lacher: Friedrich Merz und Olaf Scholz schließen aus, in der nächsten Legislaturperiode gemeinsam zu regieren: „Ich will Kanzler bleiben, er will’s werden“, sagt Scholz lachend Richtung Merz. Der CDU-Chef will die Frage von Moderator Louis Klamroth nicht direkt beantworten; „netter Versuch“, sagt er und kann sich ein Lachen nicht verkneifen.
Update, 21.46 Uhr: Jetzt kommt die erste Frage zur Migration. Eine junge Zuschauerin weist darauf hin, dass Attentäter oft psychische Krankheiten aufweisen. Wie würde es helfen, die Grenzen „in Anführungszeichen“ dichtzumachen, anstatt Erstankömmlingen in Deutschland psychologischen Beistand zu leisten. Merz stellt eine Gegenfrage. „Sind Sie wirklich der Meinung, dass wir so weitermachen sollen wie in den letzten Jahren?“, die Zuschauerin verneint das, pocht aber auch auf psychologische Betreuung. „Wir können doch nicht für Hunderttausende Menschen, die hier kein Aufenthaltsrecht haben, psychologische Hilfe leisten“, sagt Merz und betont, man sei sich hier offenbar uneins. Die Frage entgegnet streng: „Ja, das glaube ich auch“.
Und schon war es das mit der Fragerunde von Friedrich Merz; als Nächstes stellt sich Kanzler Olaf Scholz dem Publikum.
Update, 21.39 Uhr: Nun fragt eine Lehrerin nach der Bildungspolitik. Merz zeigt sich kleinlaut: „Wir können die Kompetenzen nicht von den Ländern abnehmen“. Doch er zollt der Zuschauerin großen Respekt, Lehrkräfte verdienen viel mehr Anerkennung, so der CDU-Chef. Es brauche nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Verantwortung seitens der Eltern und der Gesellschaft.
Die Lehrerin stimmt Merz zu, wünscht sich aber „mehr Führung“ von der Bundesregierung. Wieder äußert sich Merz zurückhaltend, verspricht zumindest Anerkennungen von Bildungsabschlüssen zwischen den Bundesländern sowie gemeinsame Standards. Doch „über Nacht“ sei das nicht zu korrigieren.
Update, 21.33 Uhr: Wie oft fährt Friedrich Merz eigentlich „mit den Öffis“? In Berlin „ziemlich oft“, sagt der Unions-Kanzlerkandidat auf eine Frage, die bei TikTok eingereicht wurde. Die Finanzierung des Deutschland-Tickets sei für 2025 garantiert, im Folgejahr müsse man sehen, dass auch die ländlichen Räume davon etwas hätten. Dies sei aktuell nicht der Fall.
Update, 21.29 Uhr: Ein Landwirt macht auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam. „Wo bleibt ihre angemessene und ambitionierte Klimapolitik?“, fragt der Mann. Merz gesteht, dass das Thema Klima „erstaunlicherweise“ im Wahlkampf in den Hintergrund geraten sei. Moderatorin Jessy Wellmer hakt nach. Merz nutzt diese Gelegenheit, um sich von den Grünen zu distanzieren und betont, man wolle „technologie-offen“ bleiben. Der Kampf gegen den Klimawandel müsse „mit der Bevölkerung gemacht werden“.
Der Zuschauer entgegnet, dass Windkraft- und Solaranlagen gute Möglichkeiten seien. Merz sagt, dass die Union nicht Gegner dieser Technologien sei, doch „nur mit Wind und Sonne“ sei uns nicht geholfen. „Wir brauchen ungefähr 50 neue Gaskraftwerke“, sagt Friedrich Merz.
Update, 21.25: Eine Frage zur Wirtschaft: ein Ingenieur aus Stuttgart möchte von Friedrich Merz wissen, ob man etwas gegen Aktionäre unternehmen könnte, die sich in Krisenzeiten bereichern. Von konkreten Fällen habe der CDU-Chef nichts gehört und er betont, die Auffassung des Zuschauers – Aktionäre würden sich im Fall von Kurzarbeit in den Sozialkassen bedienen – nicht zu teilen.
Update, 21.20 Uhr: Die erste Frage dreht sich um „Ent- und Belastungen für die Bürger“, wie es der Zuschauer formuliert. Wie sieht der Plan von Friedrich Merz aus? „Machen Sie sich ehrlich, was kommt auf uns zu?“, fragt der Mann. „Ärmel hochkrempeln, anpacken und zusammen“ für eine bessere Wirtschaftsleistung in Deutschland sorgen, entgegnet ein lächelnder Merz. Doch der Zuschauer hakt nach und will konkrete Pläne hören. Der CDU-Politiker spricht von einer Agenda 2030 und einer deutlichen Reduzierung des Bürgergelds. Es hänge vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe ab, wie weit man „Totalverweigerern“ das Geld streichen könne, so Merz.
Update, 21.15 Uhr: Die ARD-Wahlarena beginnt. Den Anfang macht Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz. Der CDU-Politiker kann sich derzeit gute Chancen aufs Kanzleramt ausrechnen; die Union steht in aktuellen Umfragen bei rund 30 Prozent.
Nach dem „Quadrell“: Kanzlerkandidaten stellen sich Zuschauerfragen in der ARD-Wahlarena
Update, 20.32 Uhr: Einen Tag nach dem „Quadrell“ zur Bundestagswahl treffen sich Habeck, Merz, Scholz und Weidel bereits wieder. Anders als in der Sendung am Sonntagabend gibt es in der ARD-Wahlarena heute Abend zwischen den Kandidaten jedoch keinen direkten Schlagabtausch. Nacheinander stellen sie sich den Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer. In Absprache mit allen Parteien werde der Kanzler den Anfang machen, veröffentlichte der Sender bereits voran. Dann würden die Kandidaten in der Reihenfolge ihrer aktuellen Umfrageergebnisse zur Bundestagswahl folgen. Demnach wird Scholz von Merz abgelöst. Auf den Unions-Kandidaten folgt AfD-Chefin Weidel. Zum Schluss wird sich Robert Habeck den Zuschauerfragen stellen.
Vor ARD-Wahlarena: Merz würde Habeck nicht zum Wirtschaftsminister machen
Update, 18.21 Uhr: Heute Abend stellen sich Friedrich Merz, Olaf Scholz, Robert Habeck und Alice Weidel in der ARD-Wahlarena noch einmal live Fragen von Bürgerinnen und Bürgern – wenige Tage vor der Bundestagswahl. Vor Beginn der Sendung äußerte sich der Kanzlerkandidat der Union schon einmal zu seinen Plänen, sollten CDU und CSU als Sieger aus der Wahl am Sonntag gehen.
Merz will in einer von ihm geführten Bundesregierung die Bereiche Wirtschaft und Klima ressortmäßig wieder trennen. „Diese Konstruktion ist von Anfang an eine Fehlkonstruktion“, sagte Merz im „Berlin Playbook Podcast“ des Nachrichtenmagazins Politico. Dass der bisher für beide Bereiche zuständige Grünen-Minister Robert Habeck möglicherweise den Bereich Wirtschaft übernimmt, schließt der CDU-Vorsitzende aus. Habeck könne „einem reinen Wirtschaftsministerium“ nicht mehr angehören. „Das ist eine Aufgabe, an der ist er gescheitert in den letzten drei Jahren“, ergänzte Merz.
Wirbel um Gerichtsurteil: BSW scheitert mit Verfassungsbeschwerde für Teilnahme an ARD-Wahlarena
Update, 13.38 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat eine Verfassungsbeschwerde des BSW nicht angenommen. Die Partei um die ehemalige Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hatte wegen des Ausschlusses aus der ARD-Wahlarena Beschwerde eingereicht. Wie das Gericht in einer Mitteilung jedoch darlegte, habe das BSW nicht erklären können, inwieweit das Recht auf Chancengleicheit verletzt worden sei.
Wahlarena live: Kandidaten stellen sich Wählerfragen vor Bundestagswahl
Erstmeldung: Berlin – Die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs hat schon lange begonnen. Am Montag stellen sich die Kanzlerkandidaten der vier großen Parteien CDU/CSU, SPD, Grüne und AfD in der ARD-Wahlarena den Fragen der Bürger. Dieses Format wird bereits zum sechsten Mal vor einer Bundestagswahl im öffentlich-rechtlichen Fernsehen präsentiert. Die Ausstrahlung erfolgt am Montag, dem 17. Februar, ab 21.15 Uhr im Fernsehen und wird zudem live in der ARD-Mediathek sowie auf den Social-Media-Kanälen der Tagesschau gestreamt. Auch mehrere Radiosender übertragen die Sendung.
Eingeladen sind Friedrich Merz von der Union, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Robert Habeck von den Grünen und Alice Weidel von der AfD. Im Vorfeld der Wahlarena führte die Gästeliste in diesem Jahr zu einem juristischen Streit.
ARD-Wahlarena live: Wagenknecht klagte wegen Ungleichbehandlung vor der Bundestagswahl
Sahra Wagenknecht, die ehemalige Linken-Politikerin und Vorsitzende des neu gegründeten BSW, klagte gegen die Entscheidung des WDR, sie nicht zur ARD-Wahlarena einzuladen. Sie und ihre Partei argumentierten, dass der Ausschluss das Recht auf Chancengleichheit im Wahlkampf verletze. Ein Gericht entschied jedoch zugunsten des Senders, Wagenknecht nicht zu dem Duell vor der Bundestagswahl einzuladen.
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen begründete seine Entscheidung damit, dass das BSW in den Umfragen derzeit nur bei fünf Prozent liege. Das Konzept der Sendung sehe vor, nur Parteien einzuladen, die über der Zehn-Prozent-Marke liegen und somit die Politik maßgeblich beeinflussen könnten. Auch die begrenzte Sendezeit von 120 Minuten rechtfertige eine Vorauswahl der Kandidatinnen und Kandidaten, um „alle relevanten Themen tiefgehend erörtern und Nachfragen und Diskussionen führen zu können“, so das OVG in einer Pressemitteilung.
| ARD-Wahlarena live | |
|---|---|
| Kandidaten | Friedrich Merz (CDU), Olaf Scholz (SPD), Robert Habeck (Grüne), Alice Weidel (AfD) |
| Wann beginnt die Wahlarena? | 17. Februar ab 21.15 Uhr |
| Wo kann ich die Wahlarena live verfolgen? | Bei Das Erste live im Fernsehen, in der ARD-Mediathek und in verschiedenen Radiosendern |
| Wer moderiert die Wahlarena? | Jessy Wellmer und Louis Klamroth |
| Wie lange dauert die Wahlarena? | 120 Minuten |
Das Gericht wies den Vorwurf der Chancenungleichheit zurück und erklärte, dass die Wagenknecht-Partei in anderen Formaten Beachtung finde. „Das BSW ist an zwei von vier Wahldebatten im Programm der ARD beteiligt und findet darüber hinaus auch in der sonstigen Wahlberichterstattung u. a. in Form von Dokumentationen, Interviews und Talk-Formaten Berücksichtigung“, heißt es weiter.
Vor Bundestagswahl: Kandidaten live in der ARD-Wahlarena
Welche Themen Olaf Scholz, Friedrich Merz, Robert Habeck und Alice Weidel in der ARD-Wahlarena behandeln werden, ist derzeit noch unklar. Umfragen vor der Bundestagswahl zeigen jedoch, dass Frieden und Sicherheit sowie Wirtschaft für die deutsche Bevölkerung besonders wichtig sind. Dies ergab das Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF. Auch Migration, Rente und Klimaschutz sind bedeutende Themen.
Diese Einschätzung wurde bereits in mehreren Talk-Formaten vor der Bundestagswahl bestätigt. In der ZDF-Sendung „Klartext“ wurden den Kandidaten Fragen zu Migration, Wirtschaft, dem Ukraine-Krieg und der Energiepolitik gestellt. Im Sat1-Format „Kannste (nochmal) Kanzler??“ stellten Schülerinnen und Schüler Merz und Scholz ebenfalls Fragen zu diesen Themen. Bei einer Frage eines Kindes zu Merz‘ Migrationsplänen und seiner Aussage über „kleinen Paschas“ reagierte der CDU-Chef sogar kurz gereizt.
ARD-Wahlarena live: Zuschauerfragen stehen im Mittelpunkt
Im Gegensatz zu den meisten anderen Talkshows zur Bundestagswahl stehen in der ARD-Wahlarena die Fragen der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund. Interessierte konnten ihre Fragen im Vorfeld einreichen, und diese werden den Kandidierenden um das Amt des Bundeskanzlers nacheinander gestellt. Jessy Wellmer und Louis Klamroth moderieren die Veranstaltung. (red mit Agenturen)
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