Spott über CDU

Strack-Zimmermann wirft Merz ein Frauenproblem vor – „CDU sollte sich schämen“

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Marie-Agnes Strack-Zimmermann unterstellt Merz mangelnden Umgang mit Frauen. (Archivfoto)
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FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann kritisiert CDU-Chef Friedrich Merz scharf und wirft ihm mangelnde Führungsfähigkeit vor.

München – Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist bekannt für ihre spitze Zunge. Ihre Kritik richtet die FDP-Politikerin auch gerne mal gegen das Krisenmanagement des eigenen Koalitionspartners und Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD). In ihrer Büttenrede Anfang Februar teilte Strack-Zimmermann ordentlich aus. Sie nahm die Großen der Weltpolitik aufs Korn: Wladimir Putin, Xi Jinping und Donald Trump. Aber auch die Kollegen aus der nationalen Politik bekamen ihr Fett weg, allen voran Oppositionsführer Friedrich Merz (CDU). Im Gespräch mit dem Spiegel attackierte Strack-Zimmermann den CDU-Chef nun erneut.

Strack-Zimmermann teilt gegen CDU-Chef Merz aus

Strack-Zimmermann warf Merz vor, er sei „sehr zentriert auf sich“ und „sehr eitel“. Zudem sei er niemand, der „Mengen emotional bewegt.“ In einer Regierung kann sich die FDP-Politikerin Merz nicht vorstellen. Sie sei sich nicht sicher, „ob Friedrich Merz der loyale Parteiführer ist, der in Koalitionen auch mal alle Fünfe gerade sein lässt“.

Die Wortwahl des CDU-Chefs kritisierte Strack-Zimmermann besonders scharf. Wenn der Vorsitzende einer Partei, die das Wort „christlich“ im Namen führe, Klimaaktivisten als Terroristen bezeichne, finde sie das „äußerst unchristlich“. Als Beispiel nannte die Politikerin auch Merz‘ Äußerungen über Schulkinder mit Migrationshintergrund, die er bei Markus Lanz als „kleine Paschas“ bezeichnet hatte. „Die CDU sollte sich für ihn schämen“, so Strack-Zimmermann.

FDP-Politikerin wirft Merz Frauenproblem vor

Strack-Zimmermann unterstellte Merz außerdem ein Problem im Umgang mit Frauen. Altkanzlerin Angela Merkel habe Merz 2002 als Unionsfraktionschef abgelöst, da er „eine Attitüde hatte, die ihr auf den Sender ging“. Es gebe viele Frauen innerhalb der Union, die das genauso sehen würden, sagte Strack-Zimmermann und bezog sich dabei auf ihre Büttenrede beim Aachener Karneval. Dort zog sie über Merz her und bezeichnete diesen, ohne seinen Namen zu nennen, als „Flugzwerg“, den „zweimal keiner haben“ wollte. Daraufhin habe sie Briefe und E-Mails von CDU-Frauen bekommen, denen die Rede gut gefallen habe.

Der CDU wurde lange Zeit vorgeworfen eine Männerpartei zu sein. Nach dem Rücktritt der Ausnahme Angela Merkel ist die CDU in Führungspositionen weiterhin in großen Teilen männlich besetzt. Auch im Bundestag liegt die CDU mit 27 Prozent Frauenanteil hinter SPD (33 Prozent), der Linken (37 Prozent) und den Grünen (42 Prozent). Seit dem 1. Januar 2023 hat die CDU eine Frauenquote, welche Parteichef Merz damals nur als „zweitbeste Lösung“ für seine Partei bezeichnete. (aa)

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