Missachtung des Kongresses

Sturm auf das Kapitol: Ausschuss prüft Vorgehen gegen Trumps Berater

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Enge Berater Trumps verweigern die Zusammenarbeit mit dem Ausschuss zur Aufarbeitung des Sturmes auf das Kapitol

Wegen Missachtung des Kongresses über die Vorbereitung eines strafrechtlichen Vorgehens will der Ausschuss zur Aufklärung eines strafrechtlichen Vorgehens gegen zwei Berater des damaligen Präsidenten Donald Trump abstimmen.

Washington - Die Abgeordneten würden am Montag über einen entsprechenden Bericht zu Trumps ehemaligem Handelsberater Peter Navarro und seinem Social-Media-Chef Dan Scavino abstimmen, teilte der Ausschuss am Donnerstag in Washington mit. Nach dem Gremium müsste aber auch noch das Plenum des Repräsentantenhauses zustimmen, um den Fall an das Justizministerium zu überweisen. Die Behörde könnte dann ein strafrechtliches Verfahren eröffnen.

Einige Gefolgsleute des Republikaners Trump weigern sich, mit dem von Demokraten dominierten Ausschuss zusammenzuarbeiten, darunter etwa Trumps einstiger Chefstratege Steve Bannon. Er wurde daraufhin im November wegen Missachtung des Kongresses angeklagt.

Knapp zwei Monate nach Trumps Wahlniederlage erstürmten dessen Anhänger am 6. Januar 2021 nach einer anstachelnden Rede Trumps den Sitz des Kongresses in Washington. Sie wollten damit die Bestätigung des Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden verhindern. Bei der Attacke starben fünf Menschen, Dutzende wurden verletzt. Der Angriff auf das Herz der US-Demokratie erschütterte das Land. (dpa)

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