OSZE

Südkaukasus: OSZE fordert sofortiges Ende der Kämpfe

+
Armenien und Aserbaidschan

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) will ein sofortiges Ende der militärischen Eskalation von Armenien und Aserbaidschan.

Wien - Polen als derzeitiges Vorsitzland der OSZE stehe auch weiterhin bereit, an einer dauerhaften Lösung zwischen den Konfliktparteien im Südkaukasus mitzuwirken, schrieb das polnische Außenministerium am Dienstag auf Twitter. OSZE-Generalsekretärin Helga Schmid betonte in Wien, dass weitere Todesfälle und Verletzungen vermieden werden müssten. Bei den neuen schwere Gefechten zwischen den beiden verfeindeten Ex-Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan sind auf armenischer Seite nach offiziellen Angaben mindestens 49 Soldaten getötet worden. Armenien und Aserbaidschan bekriegen einander seit Jahrzehnten. Im Jahr 2020 hatten die beiden Staaten sowie Armeniens Schutzmacht Russland ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen, um den Krieg um das Gebiet Bergkarabach zu beenden.

Südkaukasus: EU-Ratschef fordert diplomatische Lösung

Brüssel - EU-Ratschef Charles Michel hat angesichts der schweren Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan im Südkaukasus zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts aufgerufen. Es brauche einen vollständigen und dauerhaften Waffenstillstand, schrieb der Belgier am Dienstag auf Twitter. «Es gibt keine Alternative zu Frieden und Stabilität - und es gibt keine Alternative zur Diplomatie, um dies zu gewährleisten.» Michel nannte die Berichte über Kämpfe extrem besorgniserregend.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell teilte mit, dass Michel Kontakt zu den Staats- und Regierungschefs von Armenien und Aserbaidschan aufnehme. Auch er rief zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Die EU sei entschlossen, weiter zu vermitteln. Der EU-Sonderbeauftragte Toivo Klaar werde unverzüglich in beide Länder reisen. Die früheren Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan bekriegen einander seit Jahrzehnten wegen des Gebiets Berg-Karabach. Zuletzt waren die Kämpfe wieder ausgebrochen. (dpa)

Kommentare