Nachrüstung der Nato

Supercomputer oder Kampfjet? Portugal schwankt vor Trump-Deal



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Immer noch als Überflieger gehandelt: Der Saab JAS 39 Gripen-Kampfjet. Die Überlegungen bleiben, ihn stärker in die Nato-Luftverteidigung einzubinden, statt auf die F-35 der USA zu setzen.
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Wie wird Luftüberlegenheit künftig definiert – auf Schwedisch oder Englisch? Portugal will einen Kampfjet der fünften Generation. Wofür eigentlich?

Lissabon – „Die Welt hat sich verändert. Es gab Wahlen in den USA, es gab eine Position zur Nato und zur Welt, die vom Verteidigungsminister und vom Präsidenten der USA selbst vertreten wurde, die auch in Europa und in Bezug auf Portugal berücksichtigt werden muss“, sagte Nuno Melo. Den Verteidigungsminister Portugals zitierte das Magazin Flugrevue zum vermutlichen Storno einer Bestellung von F-35-Kampfjets; aufgrund von Donald Trumps Offensiven gegen die militärische Autonomie seiner Nato-Partner könnte Portugal jetzt umsatteln müssen: Der schwedische Gripen (Greif) drängt sich auf, um das Land gegen Wladimir Putin verteidigen zu helfen.

Obwohl die portugiesische Luftwaffe am liebsten ein Flugzeug der fünften Generation hätte, bleibt der schwedische Saab JAS 39 Gripen-Kampfjet eine Alternative. Wenn auch scheinbar die vielversprechendste – was zumindest das Magazin Defense News behauptet. Beide Kampfjets sind aber schwer vergleichbar, die sie aufgrund ihrer Baujahre den jeweiligen Stand der Technik abbilden, und der Gripen empfindlicher auf die Erfassung durch Radar reagiert.

Vernichtende Kritik an Trumps Prestige-Flieger: „Niemand braucht eine F-35“

„Niemand braucht eine F-35“, sagt Thomas Enders. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat der frühere Vorstandschef des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus mehr Autonomie gegenüber US-amerikanischen Rüstungsgütern gefordert – ihm zufolge gehöre der Kampfjet ohnehin allgemein der Vergangenheit an und würde binnen kurzer Zeit von Drohnen abgelöst werden. Auch ohne Putins Affronts gegen seine Verbündeten hält der Flugzeugbauer Kampfjets für Relikte aus früheren Kriegen und grundsätzlich für zu teuer. Nichtsdestoweniger will Portugal seine veraltete F-16-Flotte ersetzen.

„Der Gripen und die F-35 gehören zu zwei verschiedenen Generationen von Kampfflugzeugen und verfügen daher über unterschiedliche Eigenschaften, um auf dem Schlachtfeld ihren Beitrag leisten zu können.“

Oberstleutnant Casper Børge Nielsen, Nato  

Tatsächlich scheint der Saab Gripen in seiner modernen E-Version dem Überflieger aus den USA gar nicht so weit hinterherzuhinken, wie Jussi Halmetoja nahelegt. Im Luftfahrtmagazin Hush-Kit zog der ehemalige Pilot und Manager in der Gripen-Entwicklung kürzlich Vergleiche zwischen den Maschinen – beispielsweise in der Datenfusion. Nur vollständig fusionierte Daten ergäben das Bild einer mitunter komplexen Gefechtslage. „Die zuverlässige Erkennung, Verfolgung und Verifizierung realer Objekte in einem komplexen Gefechtsfeld unter Verwendung zahlreicher Sensordaten aus verschiedenen Quellen ist eine der größten Herausforderungen für Kampfflugzeuge. Für jeden Piloten ist dies eine Frage von Leben und Tod“, sagte Halmetoja.

Unterschiede der Kampfjet-Generationen 4 bis 5

4. Generation: Die vierte Kampfflugzeug-Generation zeichnet sich aus durch hohe Manövrierfähigkeit, moderne Steuerungs- und Kommunikationsinstrumente und Multirole-(Mehrzweck-)Fähigkeites: Sie sind sowohl für Luftüberlegenheits- als auch für Bodenangriffsmissionen konzipiert. Dazu gehören die US-F-15 Eagle sowie die französische Mirage 2000.

4.5 Generation: Die 4.5 Generation verfügt über bedeutende Weiterentwicklungen in Radar- und Avioniksystemen. Diese Flugzeuge nutzen häufig Radar mit aktiver elektronischer Strahlschwenkung (AESA Active Electronically Scanned Array) und sind selbst für Radar schwerer zu erfassen. Zu dieser Generation gehören die französische Dassault Rafale, der Eurofighter Typhoon sowie der schwedische Saab Gripen.

5. Generation: Flugzeuge der fünften Generation bilden den einsatzreifen Stand der Technik ab mit Stealth-Technologie und umfassender Netzwerkintegration sowie Datenfusion. „Diese Flugzeuge bieten eine extrem hohe Manövrierfähigkeit und ein hohes Maß an Situationsbewusstsein, was sie zu idealen Waffenplattformen in hochbedrohlichen Umgebungen macht.“ Beispiele: F-22 Raptor und F-35 Lightning II der USA sowie Chinas Chengdu J-20.

Quelle: Bundeswehr

Halmetoja führt an, dass Saab seit mehr als 50 Jahren tief in diesem Thema stecke und in der Vernetzung der Daten von Flugzeugen, Frühwarnradaren und anderen Sensoren eine einsatzreife Technologie entwickelt habe – in dem Sinne brauche sich der Gripen also kaum vor der F-35 verstecken. Das Magazin führt aus, dass verschiedene Nato-Partner wie die Niederlande auch den Gripen ins Kalkül gezogen hätten. Für Deutschland steht fest, dass für den Kauf des F-35-Kampfjets auch die Möglichkeit der nuklearen Teilhabe eine Rolle gespielt hat.

Großes F-35-Plus: „Erwiesene Fähigkeit, einen wertvollen Beitrag zur strategischen Abschreckung zu leisten“

Wie Defense Express meldet, hätte Generalstabschef João Cartaxo Alves behauptet, „dass Portugal zur Deckung seines operativen Bedarfs ein Flugzeug der fünften Generation benötige“ – der Grund bleibt offen. Zwar böten Flugzeuge der fünften Generation den Piloten keine einheitliche Lösung, „doch ihre erwiesene Fähigkeit, einen wertvollen Beitrag zur strategischen Abschreckung zu leisten, ihre Kapazität als fortschrittliche Luftlandetruppen und ihr operativer Nutzen als dauerhafte Kraftmultiplikatoren machen sie für künftige gemeinsame Streitkräfteoperationen unverzichtbar“, hatten General Jeffrey L. Harrigian und Colonel Max M. Marosko III geschrieben.

Das war 2017 in einem Aufsatz für die Zeitschrift des Joint Air Power Competence Center, dem gemeinsamen Kompetenzzentrum der Nato für Luftmachtoperationen, im nordrhein-westfälischen Kalkar. Seitdem zeigt der Ukraine-Krieg, dass sich der Krieg an Luftfahrzeugen genau so vorbei entwickelt hat wie an Kampfpanzern. Noch Mitte 2024 war die F-35 zudem weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, weil sich die Upgrades auf die anvisierte Technologie bis in die 2030er-Jahre verschieben würden, wie das Air & Spacesforces-Magazin Mitte 2024 veröffentlicht hat. Als „The Trillion Dollar Trainwreck“ (zu Deutsch: „Die Billionen-Dollar-Katastrophe“) hatte der Analyst Bill Sweetman im vergangenen Jahr seinen in Buchform veröffentlichten Verriss des F-35-Programms betitelt.

Von Taurus bis Leopard – die Waffensysteme der Bundeswehr im Überblick

Die Bundeswehr ist zu See, an Land und in der Luft mit verschiedenen Waffensystemen präsent.
Marine, Heer und Luftwaffe können auf ein breites Angebot an militärischem Arsenal zurückgreifen. Wir zeigen in dieser Fotostrecke eine Auswahl. © dpa (3) / Boris Roessler / Moritz Frankenberg / Bernd von Jutrczenka
Ein Startfahrzeug eines Patriot-Luftabwehrsystems der Bundeswehr. (Symbolfoto)
Patriot (MIM-104): Weitreichendes Flugabwehrraketensystem zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen. Bekämpfungsreichweite ca. 68 Kilometer, kann mehrere Ziele gleichzeitig erfassen und bekämpfen. © IMAGO / Schöning
Ein Flugabwehrsystem Skyranger 35 von Rheinmetall, in diesem Fall auf einem GTK Boxer als Waffenplattform.
Ein Flugabwehrsystem Skyranger 35 von Rheinmetall, in diesem Fall auf einem GTK Boxer als Waffenplattform – es kombiniert Kanone und Boden-Luft-Raketen und ist spezialisiert auf Drohnenabwehr. © IMAGO / Zoonar
Die Fregatte F 222 Baden-Württemberg nimmt an der multinationalen Formationsfahrt teil auf dem Transit im Ostchinesischen Meer im Rahmen des Indo-Pacific Deployment, am 11.09.2024.
Die Fregatte „Baden-Württemberg“ ist das Typschiff der modernen F125-Klasse der Deutschen Marine und wurde für langandauernde, weltweite Einsätze mit geringer Besatzung konzipiert. Sie zeichnet sich durch hohe Automatisierung, vielseitige Einsatzmöglichkeiten und eine besondere Eignung für Stabilitätsmissionen und Kriseninterventionen aus. © Bundeswehr/Leon Rodewald
Ein Tornado-Kampfflugzeug startet während der Übung „Baltic Hunter 2023“ vom Flugplatz des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“ in Rostock-Laage.
Der Tornado ist ein zweistrahliges Mehrzweckkampfflugzeug, das von Deutschland, Großbritannien und Italien entwickelt wurde und seit den 1980er Jahren vor allem für Tiefflugangriffe, Aufklärung und elektronische Kampfführung eingesetzt wird. Er bleibt trotz seines Alters ein wichtiger Bestandteil der Luftwaffe, insbesondere als Träger für die nukleare Teilhabe und spezialisierte Aufgaben. © Jens Büttner/dpa
Kampfpanzer Leopard 2A7 der Bundeswehr (vorne) bei einer Übung mit einem Puma-Schützenpanzer (hinten). (Archivfoto)
Der Leopard 2 ist ein deutscher Kampfpanzer, der seit 1979 das Rückgrat der Panzertruppe bildet und als Hauptwaffensystem der Bundeswehr sowie vieler Nato-Staaten gilt. Er vereint hohe Feuerkraft durch seine 120-mm-Glattrohrkanone, starken Panzerschutz und außergewöhnliche Beweglichkeit und ist speziell für den Kampf gegen gegnerische Panzerverbände konzipiert. © IMAGO/Björn Trotzki
Infanterist der Zukunft der Bundeswehr ausgestattet u.a. mit Panzerfaust 3.
Die Panzerfaust 3 ist eine moderne, tragbare Panzerabwehrwaffe der Bundeswehr, die mit einem Mehrfachscharfschuss-System und einem hochentwickelten Gefechtskopf ausgestattet ist, um gut geschützte Fahrzeuge zu bekämpfen. Sie bietet eine hohe Präzision, Reichweite von bis zu 600 Metern und kann sowohl gegen gepanzerte Fahrzeuge als auch gegen befestigte Ziele eingesetzt werden. © Björn Trotzki/imago
Drohne "Luna"
„Luna“ ist ein unbemanntes Aufklärungsdrohnensystem der Bundeswehr, das zur Echtzeitüberwachung und Zielaufklärung auf dem Gefechtsfeld eingesetzt wird. Mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern liefert die „Luna“-Drohne Bild- und Videodaten zur Unterstützung von Einsatzkräften. © dpa
Wuchtig: Eine Panzerhaubitze 2000 der Bundeswehr.
Die Panzerhaubitze 2000 ist ein selbstfahrendes Artilleriegeschütz der Bundeswehr mit einer 155-mm-Kanone, das Reichweiten von 30 Kilometern mit Standard- und bis zu 40 Kilometern mit reichweitengesteigerter Munition erzielt. © IMAGO / Sven Simon
Am 28.02.22 lief das Minenjagdboot Dattelnzur Verstärkung der NATO-Nordflanke aus.
Das Minenjagdboot „Datteln“ ist Teil der Frankenthal-Klasse (Klasse 332) der Deutschen Marine und spezialisiert auf das Aufspüren und Beseitigen von Seeminen. Es nimmt regelmäßig an internationalen Nato-Einsätzen und Übungen teil und trägt so zur Sicherung von Seewegen bei. © Presse- und Informationszentrum Marine
Soldaten bei der Waffen- und Geräteausbildung mit einem Gewehr (Archivfoto aus dem Jahr 2005).
Das G36 ist seit 1997 das Standard-Sturmgewehr der Bundeswehr und zeichnet sich durch sein geringes Gewicht, die modulare Bauweise und die einfache Handhabung aus. Es verfügt über eine Feuerrate von etwa 750 Schuss pro Minute und ist mit einem integrierten Optiksystem ausgestattet. Es wird schrittweise durch das modernere G95 ersetzt. © dpa
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Die Bundeswehr nutzt aktuell die Pistole P8 als Standarddienstpistole im Kaliber 9 x 19 mm, plant jedoch deren Ablösung durch die modernere P13. Für Spezialkräfte werden bereits die neuen Walther P14 und P14K eingeführt, die speziell auf deren Anforderungen zugeschnitten sind. (Symbolfoto) © dpa (Symbolbild)
Bundeswehr in Hamburg
Der Wiesel ist ein leicht gepanzertes, luftverlastbares Kettenfahrzeug der Bundeswehr, das vor allem bei Fallschirmjägern und Spezialkräften im Einsatz ist. Es existiert in verschiedenen Varianten, etwa mit 20-mm-Maschinenkanone oder Panzerabwehrlenkwaffen, und bietet hohe Mobilität bei geringem Gewicht. © Markus Scholz/dpa
Von Kiew schon lange angefragt: der Taurus-Marschflugkörper aus Deutschland.
Der Taurus ist ein hochpräziser, weitreichender Marschflugkörper, der von Deutschland und Schweden entwickelt wurde und vor allem zur Bekämpfung stark geschützter Bodenziele aus großer Entfernung eingesetzt wird. Mit einer Reichweite von über 500 Kilometern und modernster Zielerfassungstechnologie ermöglicht der Taurus präzise Angriffe bei minimalem Risiko für das Trägerflugzeug. © IMAGO / Political-Moments
Deutsches Flugabwehrsystem Iris-T
Das Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM. Es dient der Abwehr von Flugzeugen, Hubschraubern, Marschflugkörpern und Drohnen. Seit 2024 in der Bundeswehr eingeführt. © Wolfgang Kumm/dpa
Korvette läuft zu EU-Einsatz vor Libyen aus
Die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ ist ein modernes Kriegsschiff der Braunschweig-Klasse der Deutschen Marine, das vor allem für Küstenüberwachung, Aufklärung und Schutzaufgaben eingesetzt wird. Sie ist mit einem 76-mm-Geschütz, Flugabwehrraketen und Seezielflugkörpern bewaffnet und zeichnet sich durch hohe Wendigkeit und moderne Sensorik aus. © picture alliance / dpa
Mit dieser Ausrüstung kämpft unsere Bundeswehr
Der Mungo ist ein leicht gepanzertes Mehrzweckfahrzeug der Bundeswehr, das speziell für den schnellen Transport von Soldaten und Material, insbesondere für Spezialkräfte, entwickelt wurde. Aufgrund seiner kompakten Bauweise und Luftverlastbarkeit eignet sich der Mungo besonders für Einsätze in schwierigem Gelände und bei schnellen Operationen. © Quelle: Bundeswehr
PIONIERPANZER DACHS: Der Panzer ist ein Arbeitsgerät der Pioniere und basiert auf dem Fahrgestellt des Leopard 1. Mit seinem Teleskoparmbagger errichtet er Ein- und Ausfahrten sowie Zu- und Abfahrten an Gewässerübergangsstellen und macht den Gewässergrund befahrbar. Außerdem dient er zum Anlegen und Beseitigen von Hindernissen und Sperren auf dem Gefechtsfeld. TECHNISCHE DATEN: Motorleistung: 610 kW (830 PS); Gewicht: ca. 43 t; Baggerleistung: ca. 140 Kubikmeter/h
Der Pionierpanzer Dachs ist ein spezialisiertes Unterstützungsfahrzeug der Bundeswehr, das auf dem Leopard-1-Fahrgestell basiert und für Aufgaben wie Baggern, Räumen und Bergen eingesetzt wird. Ausgestattet mit Baggerarm, Räumschild und Seilwinde ermöglicht er Pionieren das Überwinden von Hindernissen und das Befahrbarmachen von Wegen unter Gefechtsbedingungen. © Quelle: Bundeswehr
Ein Raketenwerfer MARS II steht in der Alb-Kaserne.
Der MARS II ist das moderne Raketenartilleriesystem der Bundeswehr, das präzisionsgelenkte Raketen mit Reichweiten von bis zu 84 Kilometern abfeuern kann. Es basiert auf dem amerikanischen MLRS M270, bietet hohe Feuerkraft und Flexibilität und wird vor allem zur Unterstützung von Bodentruppen eingesetzt. © Sebastian Gollnow/dpa
Die Eurofighter sind beeindruckende Kampfjets. Zahlreiche westliche Armeen haben sie in ihrem Bestand. Fotos lassen erahnen, welche technischen Fähigkeiten sie haben.
Der Eurofighter Typhoon ist ein Mehrzweckkampfflugzeug europäischer Herkunft, das durch seine hohe Wendigkeit und vielseitige Bewaffnung sowohl Luftüberlegenheits- als auch Präzisionsangriffe ermöglicht. Er bildet das Rückgrat der Luftwaffen mehrerer europäischer Staaten und ist für Luftverteidigung, Begleitschutz sowie internationale Einsätze ausgelegt. © dpa
U-Boot der Klasse U212A
Die U-Boote der Klasse 212 A sind das Rückgrat der deutschen Marine und zählen zu den modernsten konventionellen U-Booten weltweit. Dank ihres außenluftunabhängigen Brennstoffzellenantriebs sind sie besonders leise, ausdauernd und schwer zu orten, was sie ideal für Aufklärungs- und Spezialoperationen macht. (Symbolfoto)  © picture alliance / Daniel Reinhardt/dpa
Die Bundeswehr in Afghanistan: Von dem Ausspäh-Programm "Prism" wußten die Deutschen angeblilch schon seit 2011.
Der Dingo ist ein gepanzertes Allschutz-Transport-Fahrzeug (ATF) der Bundeswehr, das vor allem für Patrouillen- und Konvoifahrten in gefährlichen Einsatzgebieten entwickelt wurde und durch hervorragenden Minen- und ballistischen Schutz vielen Soldaten das Leben gerettet hat.  © picture alliance / dpa
Bundeswehr
Das MANTIS, ehemals auch Nächstbereichschutzsystem C-RAM (NBS C-RAM), ist ein stationäres Luft-Nahbereichs-Flugabwehrsystem (engl. Short Range Air Defense, kurz SHORAD). Neben den klassischen Zielen der Flugabwehr, wie Flugzeuge und Hubschrauber, kann es sowohl gegen kleine Ziele wie Drohnen/UAVs und Lenkwaffen als auch gegen sogenannte RAM-Ziele (Raketen, Artilleriegeschosse und Mörser) eingesetzt werden. © Bundeswehr
Wiesbaden Army Airfield
Der Kampfhubschrauber Tiger ist ein deutsch-französischer, zweisitziger Mehrzweckhubschrauber der Bundeswehr, der für Panzerabwehr, Luftnahunterstützung und Aufklärung konzipiert wurde. Er ist mit modernen Waffen wie Panzerabwehrlenkraketen, Maschinengewehren und Luft-Luft-Raketen ausgestattet ist. Die Bundeswehr plant, den Tiger bis 2032 aus der Nutzung zu nehmen und schrittweise durch leichtere Kampfhubschrauber zu ersetzen. © Andreas Arnold/dpa
Militärische Fahrzeuge im Norden von Sachsen-Anhalt
Der Schützenpanzer Marder war über Jahrzehnte das Standardfahrzeug der Panzergrenadiertruppe der Bundeswehr und gilt als bewährtes, wendiges und feuerkräftiges Waffensystem. Mit seiner 20-mm-Bordmaschinenkanone, Panzerabwehrlenkwaffen und moderner Nachtsichttechnik bot er den Panzergrenadieren Schutz, Mobilität und vielseitige Einsatzmöglichkeiten – sowohl im Kalten Krieg als auch bei Auslandseinsätzen, etwa in Afghanistan. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Symbolbild: Das Panzergrenadierbataillon 112 ist mit dem Schützenpanzer Puma auf dem Weg in die Letzlinger Heide zum Gefechtsübungszentrum Heer, am 12.02.2024.
Der Puma ist der modernste Schützenpanzer der Bundeswehr und ersetzt schrittweise den Marder. Er bietet eine hochmoderne Kombination aus starker Bewaffnung, umfassendem Schutz und digitaler Vernetzung, wodurch er optimal auf die Anforderungen moderner Gefechtsführung und die Zusammenarbeit mit dem Kampfpanzer Leopard 2 ausgelegt ist. © Bundeswehr/Julia Dahlmann
Tag der Bundeswehr 2024
Der CH-53 ist der größte und schwerste Transporthubschrauber der Bundeswehr und seit 1975 im Einsatz, vor allem für den schnellen Transport von Personen, Material und bei Katastrophenhilfe sowie in Auslandseinsätzen wie Afghanistan und Mali. Aufgrund seines Alters und steigender Wartungsprobleme soll der CH-53 bis 2030 durch den moderneren CH-47F Chinook ersetzt werden. © Frank Hammerschmidt/dpa

Trumps Trumpf: Die F-35 ist der „Kampfjet, den jeder will“

Kurz gesagt, wird die F-35 womöglich weniger leisten als versprochen war – glauben die Kritiker. Die Befürworter widersprechen. Zum „Kampfjet, den jeder will“ apostrophiert Aaron Spray den bis zu 80 Millionen Euro teuren Kampfjet und zitiert Justin Bronks: „Trotz der höheren Betriebskosten hat sich jede einzelne Luftwaffe, die die F-35 direkt mit ihren europäischen und amerikanischen Konkurrenten vergleichen durfte, letztlich für die F-35 entschieden. Ihre Einsatzfähigkeit in umkämpften Lufträumen ist einfach eine Klasse für sich“, so der Analyst des britischen Thinktanks Royal United Services Institute (RUSI) aktuell im Magazin Simple Flying.

Wenn der Ukraine-Krieg letztendlich die Blaupause für einen möglichen künftigen Krieg darstellt, wird aber auch ein Justin Bronks zugeben müssen, dass er die Maschine noch nie erlebt hat in Situationen, für die sie gebaut worden ist. Wie die hoch glorifizierte F-F-16 im Ukraine-Krieg längst nicht das geboten hat, was sie laut Papierform hätte leisten sollen, darf auch Zweifel am militärischen Überflieger F-35 erlaubt sein. Wenn so eine Maschine überhaupt eingesetzt werden und nicht längst von Drohnen und Langstrecken-Raketen überholt sein würde. Der Gripen dagegen bietet bewährte Technik statt eines fliegenden Supercomputers, als die die F-35 bereits verschrien ist.

Gripen und F-35 für Nato unverzichtbar: Unterschiedliche Eigenschaften, um ihren Beitrag leisten zu können

Der schwedische Flieger hat in der Nato definitiv seinen Platz, wie im März eine erste gemeinsame Luftkampfübung von den beiden Nato-Partnern Dänemark und Schweden ergeben haben soll, so die Nato in einer Pressemitteilung. Die Übungen im dänischen Luftraum hatten dänische F-35- und schwedische JAS-39 Gripen-Kampfjets am 11. und 13. März im Verbund ausgefochten. Casper Børge Nielsen war offensichtlich vor allem zufrieden mit dem Miteinander der unterschiedlichen Maschinen, wie die Nato den Oberstleutnant und Leiter der Abteilung Kampfflug des Nato-Luftkommandos zitiert.

Ihm zufolge würde die Integration von F-35 und Gripen die Einsatzmöglichkeiten der gesamten Nato-Luftflotte verbessern, da die F-35 „ein beispielloses Lagebild erzeugen und teilen könne“, was auf den Gripen in seinen Möglichkeiten stärke. Am Gripen schätze er die Fortschrittlichkeit der Konstruktion, die „zusätzliche Feuerkraft in den Kampf bringe“. Demzufolge könnte Portugal getrost Gripen einsetzen, wenn andere Nato-Partner bereits über F-35 verfügten, lässt sich aus Nielsens Äußerungen schließen: „Der Gripen und die F-35 gehören zu zwei verschiedenen Generationen von Kampfflugzeugen und verfügen daher über unterschiedliche Eigenschaften, um auf dem Schlachtfeld ihren Beitrag leisten zu können.“

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