Von Bedrettin Bölükbasi
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China warnt vor einem neuen „Gesetz des Dschungels“ und Einmischung in Pekings Angelegenheiten. Die Botschaft richtet sich an bestimmte Länder.
Peking – China warnt angesichts regionaler Konflikte vor einer Einmischung in seine Angelegenheiten und weiteren Auseinandersetzungen. „Die Welt steht heute an einer weiteren Kreuzung: Frieden oder Krieg, Dialog oder Konfrontation“, sagte China s Verteidigungsminister Dong Jun bei der Eröffnungsfeier des Xiangshan-Forums in Peking. Taiwan sei unbestritten ein Teil Chinas - die Volksbefreiungsarmee sei eine starke Macht, um die „Wiedervereinigung“ zu verteidigen, sagte er.
Militärparade in Peking: China präsentiert unter den Augen von Putin und Kim neue Superwaffen Eine strategischen Interkontinentalraketen von Typ DF-61 wird bei der Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg gezeigt. © Andy Wong/AP/dpa Chinesische Bomber des Typs Xian H-6 während der Militärparade in Peking. © Hector RETAMAL / AFP Chinesische Kampfflugzeuge - Shenyang J-16 (r.), Chengdu J-20 Mighty Dragon (mitte), and Shenyang J-35 (l.) - fliegen während der Militärparade in Peking. © GREG BAKER / AFP Militärparade in Peking: China hat die interkontinentalen ballistischen Raketen DF-5C zur Schau gestellt. © GREG BAKER / AFP Fahrzeuge mit der Laser-Waffe LY-1 fahren während der Militärparade in Peking am Platz des Himmlischen Friedens vorbei. China zeigte erstmals während der Parade diesen sogenannten Hochenergie-Lasers (HEL), der zur Abwehr von Schwärmen kleinerer Drohnen oder Lenkwaffen dienen könnte. Fahrzeuge mit der Laser-Waffe LY-1 fahren während der Militärparade in Peking am Platz des Himmlischen Friedens vorbei. China zeigte erstmals während der Parade diesen sogenannten Hochenergie-Lasers (HEL), der zur Abwehr von Schwärmen kleinerer Drohnen oder Lenkwaffen dienen könnte. © Johannes Neudecker/dpa Militärparade in Peking: Ein chinesischer Soldat posiert vor HHQ-9C Boden-Luft-Raketen. Militärparade in Peking: Ein chinesischer Soldat posiert vor HHQ-9C Boden-Luft-Raketen. © Pedro PARDO / AFP Eine chinesische Drohne während der Militärparade in Peking. Eine chinesische Drohne während der Militärparade in Peking. © Pedro PARDO / AFP Militärparade zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs: Helikopter fliegen eine Formation über Peking. Militärparade zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs: Helikopter fliegen eine Formation über Peking. © Greg Baker/AFP Militärparade in Peking: Soldatinnen marschieren in Reih und Glied am Platz des Himmlischen Friedens vorbei. Militärparade in Peking: Soldatinnen marschieren in Reih und Glied am Platz des Himmlischen Friedens vorbei. © Johannes Neudecker/dpa Stargast bei der Militärparade in Peking: Kremlchef Wladimir Putin Stargast bei der Militärparade in Peking: Kremlchef Wladimir Putin © Sergei Bobylev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa Ebenfalls zu Gast bei der Militärparade in Peking: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un Ebenfalls zu Gast bei der Militärparade in Peking: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un © Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa Militärparade in Peking: Xi Jinping bei seiner anschließenden Ansprache Militärparade in Peking: Xi Jinping bei seiner anschließenden Ansprache © Jade Gao/AFP Vor Militärparade in Peking Der chinesische Staatschef Xi Jinping hat zur Militärparade am 3. September illustre Gäste geladen. Darunter ist auch der russische Präsident Wladimir Putin. Schon vor der Parade haben sie bei einem Treffen in Peking ihr gutes Verhältnis betont. Putin und Xi betonten außerdem, zur Militärparade anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges der jeweils anderen Seite gekommen zu sein. © Sergei Bobylev/dpa Vor Militärparade in Peking - Treffen Xi und Putin Am 1. September hatten sich Xi und Putin beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) für eine neue Weltordnung ausgesprochen. Die russlandfreundliche SOZ gilt Gegengewicht zu westlichen Bündnissen. Putin hatte erklärt, das eurozentrische und euroatlantische Modell habe sich überlebt. © dpa Vor Militärparade in Peking - Ankunft Gäste 544732808.jpg © Pang Xinglei/dpa Kim Jong un Kim Jong-un verlässt sein Land überaus selten. Die Militärparade in Peking ist für ihn das erste Treffen mehrerer Staatschefs überhaupt. Es wird erwartet, dass er Xi Jinping und Wladimir Putin in Peking auch zu persönlichen Gesprächen trifft. © afp Vor Militärparade in Peking Wichtige Vertreter aus dem Westen werden bei der Militärparade in Peking nicht im Publikum sein. Dabei ist aber der serbische Präsident Aleksandar Vučić (hier bei seiner Ankunft). © Lintao Zhang/dpa Vor Militärparade in Peking - Ankunft Gäste Auch der slowakische Regierungschef Robert Fico ist vor Ort (hier am Flughafen von Peking). Beide stehen vor allem dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nahe. © Jade Gao/dpa Militärparade China China erinnert am 3. September an den Sieg über Japan im Zweiten Weltkrieg. Nach 2015 zum 70. Jahrestag hält die Volksrepublik damit zum zweiten Mal eine Militärparade anlässlich des Gedenkens an den Sieg über Japan im Zweiten Weltkrieg ab. Die letzte große Militärparade in Peking fand 2019 statt. Damals erinnerte die herrschende Kommunistische Partei an den 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik 1949. © Wang Zhao/afp Militärparade China Mit Zehntausenden Männern und Frauen will China bei der diesjährigen Militärparade anlässlich des 80. Jahrestages des Sieges im Widerstandskrieg gegen Japan seine Kampffähigkeit unter Beweis stellen. © Pedro Pardo/afp Übung zur Militärparade in Peking Insgesamt sollen 45 Formationen über den Platz des Himmlischen Friedens in Peking laufen und fliegen. Darunter sind ausgewählte Einheiten des Heeres, der Marine, der Luftwaffe, aber auch der Luftabwehrtruppen. © Johannes Neudecker/dpa Militärparade China Zudem will die Staatsführung in der rund 70-minütigen Vorführung Hunderte Panzer und Militärfahrzeuge sowie Kampfflugzeuge und Hubschrauber zur Schau stellen. © Pedro Pardo/afp Militärparade China Schon seit geraumer Zeit trainieren am Stadtrand von Peking Einheiten in der Sommerhitze für die Militärparade. © Pesro Pardo/afp Übung zur Militärparade in Peking Die Parade fällt in eine Zeit, in der Peking im Südchinesischen Meer und der Taiwanstraße unter westlicher Kritik zunehmend militärischen Druck aufbaut. © Johannes Neudecker/dpa Militärparade China Alle gezeigten Waffensysteme sollen aus chinesischer Herstellung stammen. Darunter soll neue, bisher nicht gezeigte Ausrüstung sein, unter anderem Drohnen, elektronische Störsysteme, Hyperschallwaffen sowie Raketen- und Luftabwehrsysteme. © Pedro Pardo/afp Militärparade China Die bei der Parade zur Schau gestellten Waffen könnten Hinweise auf einen möglichen zukünftigen Konflikt mit Taiwan liefern. Es wird erwartet, dass dabei eine neue Serie von Anti-Schiffs-Raketen, die Ying Ji („Adlerangriff“), vorgestellt wird. Diese Marschflugkörper sowie ballistische und Hyperschallraketen könnten entscheidend sein in einem Gefecht mit der US-Marine. © Pedro Pardo/afp Übung zur Militärparade in Peking Die Parade wird auch die Rolle der Kommunistischen Partei der Volksrepublik beim Sieg über Japan herausstellen. © Johannes Neudecker/dpa Übung zur Militärparade in Peking Dabei sind sich die Historiker außerhalb Chinas weitgehend einig, dass das Hauptverdienst für diesen Sieg Chiang Kai-sheks Nationalisten zukommt, die damals den größten Teil Chinas regierten © Johannes Neudecker/dpa Übung zur Militärparade in Peking 2015 würdigte die Kommunistische Partei die nationalistischen Soldaten, indem sie Veteranen zur Parade einlud. © Johannes Neudecker/dpa Übung zur Militärparade in Peking Auch ausländische Mächte trugen zur Niederlage Japans bei, darunter die als „Flying Tigers“ bekannten US-Piloten. Sie einzubeziehen, wäre eine versöhnliche Geste gegenüber der Regierung in Washington. © Johannes Neudecker/dpa Siegesparade Moskau Als Anerkennung der damaligen Unterstützung der Sowjetunion könnten russische Soldaten mitmarschieren – so wie auch chinesische Soldaten an der Moskauer Parade im Mai teilnahmen. © Kirill Kudryavtsev/afp Übung zur Militärparade in Peking In der Militärkapelle spielen laut staatlichen Medien 80 Hornisten mit, die für die 80 Jahre seit der Kapitulation Japans stehen. © Johannes Neudecker/dpa Übung zur Militärparade in Peking Die insgesamt mehr als 1000 Musiker stehen in 14 Reihen – Sinnbild für die Jahre des chinesischen Widerstands. © Johannes Neudecker/dpa Militärparade China In der offiziellen Geschichtsschreibung Chinas begann der Krieg mit der japanischen Invasion der Mandschurei 1931. © Wang Zhao/afp Übung zur Militärparade in Peking Groß angelegte Militärparaden in China sind selten. Peking selbst will die Parade und seine wachsende militärische Macht als einen Beitrag zum Frieden verstanden sehen. © Johannes Neudecker/dpa Militärparade China AFP__20250820__69ZJ7G6__v2__HighRes__TopshotChinaJapanHistoryWwiiMilitaryParade.jpg © Pedro Pardo/afp Vor Militärparade in Peking - Treffen Xi und Putin Nach der Parade wird Xi voraussichtlich eine Ansprache halten. Beobachter erwarten Kommentare zu den USA und zu Taiwan, das China als Teil der Volksrepublik betrachtet. © Sergei Bobylev/dpa Warnung aus China wegen Taiwan: Mahnung an Länder im Südchinesischen Meer Die Volksrepublik werde es nie zulassen, dass Versuche einer Unabhängigkeit Taiwan s Erfolg hätten. Sie sei bereit, jederzeit jede „äußere militärische Einmischung“ zu vereiteln, erklärte Dong, ohne bestimmte Länder zu nennen. China betrachtet Taiwan als Teil seines Territoriums, obwohl der Inselstaat seit Jahren eine unabhängige Regierung hat. Die USA sind Taiwans engster Verbündeter bei einer Verteidigung.
Angesichts der Streitigkeiten vor allem mit den Philippinen um rohstoffreiche Gebiete im Südchinesischen Meer, betonte Dong, dass China Maßnahmen ergreifen werde, um seine territoriale Souveränität und seine Rechte und Interessen zu schützen. Ein Streben nach absoluter militärischer Überlegenheit und nach dem Prinzip „Macht hat recht“ würden nach seinen Worten letztlich zu einem „Gesetz des Dschungels“ führen. Erst kürzlich hatte China im Südchinesischen Meer ein Atoll zu einem Naturschutzgebiet erklärt.
Staatschef Xi Jinping bei einer Inspektion des Militärs der Südwestregion Guangxi im Dezember 2023.
© Li Gang/Xinhua/Imago
China warnt: Welt an Kreuzung von „Krieg und Frieden“ Das Xiangshan-Forum gilt als Chinas Gegenveranstaltung zum international bekannten Shangri-La-Dialog, der sich alljährlich in Singapur trifft. Westliche Staaten sind deshalb in Peking meist auf niedriger Ebene vertreten. Deutschland und die USA schickten die Militärattachés ihrer Botschaften. Ähnlich hatte die Volksrepublik in Singapur in diesem Jahr seit langem nur eine rangniedrige Delegation geschickt und ein persönliches Treffen zwischen Dong und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ausgelassen.
Einige Länder aus Zentralasien und dem Globalen Süden schickten ihre Verteidigungsminister. Für das Forum hatten laut Angaben aus Peking Verteidigungspolitiker und -Experten aus mehr als 100 Ländern zugesagt. (Quellen: dpa) (bb)
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