VonFranziska Schwarzschließen
Aus Sorge vor einem Terroranschlag finden die Konzerte von Taylor Swift in Wien nicht statt. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen.
Update vom 9. August, 10.52 Uhr: Im Fall der Anschlagspläne auf das Taylor-Swift-Konzert in Wien gibt es eine weitere Festnahme. Wie die österreichische Zeitung Krone aus Justizkreisen erfahren haben will, handelt es sich um einen 18-jährigen Tatverdächtigen. Die Anklage soll auf „versuchten Massenmord“ lauten, heißt es in dem Bericht von krone.at.
Anschlagspläne auf Taylor-Swift-Konzert in Wien mit Sprengstoff und Stichwaffen
Update vom 8. August, 12.15 Uhr: Der geständige Hauptverdächtige der Terrorpläne in Wien habe nach eigenen Worten eine große Zahl an Menschen töten wollen. Der 19-Jährige habe bei seinem umfangreichen Geständnis gesagt, dass er die Absicht gehabt habe, „entweder heute oder morgen sich selbst und eine große Menschenmenge zu töten“, sagte Omar Haijawi-Pirchner, der Leiter der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst im Bundesinnenministerium, am Donnerstag laut dpa.
Der 19-Jährige sagte laut Sicherheitsbehörden heute aus, dass er das geplante Konzert von Taylor Swift mit Sprengstoff sowie Hieb- und Stichwaffen angreifen wollte, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Geplanter Anschlag auf Konzerte von Taylor Swift – Hauptverdächtiger soll Geständnis abgelegt haben
Update vom 8. August, 11.52 Uhr: Die österreichischen Behörden haben in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Ermittlungen informiert. Der 19-jährige Hauptverdächtige habe ein „vollumfängliches Geständnis“ abgelegt, sagte der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, in Wien. Aktuell gebe es keine weitere flüchtige Person in Zusammenhang mit den Anschlagsplänen auf das Taylor-Swift-Konzert in Wien.
Der Hauptverdächtige habe am 25. Juli seinen Job gekündigt und angekündigt, er habe noch Großes vor, sagte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf. Der zweite Verdächtige, ein 17-Jähriger, habe die Beziehung mit seiner Freundin beendet. Bei beiden gebe es offenkundig die Bereitschaft, sich zu töten, so Ruf. Bei beiden war eine „klare soziale Veränderung“ festzustellen. Aktuell gebe es keine Erkenntnisse auf ein ähnliches Bedrohungsbild in anderen österreichischen Bundesländern.
Freunde des Hauptverdächtigen sollen bei Security für Taylor-Swift-Konzert angeheuert haben
Update vom 8. August, 11.22 Uhr: Österreichische Medien berichten neue Details zu den Anschlagsplänen auf das Taylor-Swift-Konzert in Wien. Demnach sollen Freunde des 19-jährigen Hauptverdächtigen im Vorfeld als Mitarbeiter in der Security sowie im Aufbau- und Ordnungsdienst der geplanten Konzerte angeheuert haben. Das berichten sowohl kurier.at als auch puls24.at. Laut den Berichten wird nun ermittelt, ab sie in die Anschlagspläne verwickelt waren.
US-Geheimdienste warnten wohl – kein Swift-Konzert in Wien wegen Terrorgefahr
Update vom 8. August, 10.18 Uhr: Der entscheidende Hinweis auf mögliche Anschlagspläne auf das Taylor-Swift-Konzert in Wien kam angeblich von US-Geheimdiensten. Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, bestätigte gegenüber dem österreichischen Sender ORF, dass es Hinweise von ausländischen Diensten gab.
Der ORF verweist auch auf entsprechende Berichte in US-Medien, wie etwa von CBS. Die US-Geheimdienste hätten die Informationen an die österreichischen Behörden weitergegeben. Das Innenministerium will an diesem Vormittag über die weiteren Entwicklungen informieren, hieß es weiter.
Die Fahnder untersuchen inzwischen das Umfeld der zwei Verdächtigen. Durch die beiden Festnahmen sei die konkrete Bedrohungslage minimiert, allerdings bestehe seit Monaten eine abstrakte Bedrohung mit erhöhter Terrorgefahr, sagte Ruf im ORF-Radio.
Taylor-Swift-Konzert in Wien wegen Terrorgefahr abgesagt
Erstmeldung: Wien – Nach zwei Festnahmen im Zusammenhang mit einem islamistischen Anschlagsplan sind alle drei in Wien geplanten Konzerte von US-Popstar Taylor Swift abgesagt worden. Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) erklärte auf der Plattform X, die Situation sei „sehr ernst“ gewesen.
Alle Tickets würde rückerstattet, hieß es weiter vom Veranstalter. Zu den für Donnerstag, Freitag und Samstag angesetzten Veranstaltungen im Rahmen von Swifts „Eras“-Tour wurden jeweils rund 65.000 Zuschauer erwartet.
Anschlagspläne auf Swift-Konzert in Wien: Verdächtiger soll IS-Anhänger sein
Die Behörden hatten zuvor die Festnahme von zwei Menschen bekannt gegeben, darunter ein 19-Jähriger. Der österreichische Staatsbürger habe „den Treueschwur“ auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) abgelegt, erklärte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, am Mittwoch (7. August) vor der Presse in Wien.
In der Wohnung des in Niederösterreich gefassten Verdächtigen stellte die Polizei chemische Substanzen sicher, wie der Generaldirektor weiter mitteilte. Eine weitere Person, die vermutlich Kontakt zu dem 19-Jährigen gehabt habe, wurde den Angaben zufolge in Wien festgenommen. Die beiden Verdächtigen hätten sich ersten Ermittlungen zufolge im Internet radikalisiert.
Die Ermittlungen der Einsatzkräfte liefen weiter auf Hochtouren, schrieb Kanzler Nehammer auf X. Medienberichten zufolge wird zudem nach weiteren Verdächtigen gefahndet, die noch auf der Flucht seien. Die Polizei wollte solche Angaben nicht bestätigen.
Österreichs Kanzler Nehammer (ÖVP) äußert sich nach Absage von Taylor-Swift-Konzert in Wien
Für die Fans sei die Absage der Konzerte zwar „eine herbe Enttäuschung“, so Nehammer. Aber: „Die Situation rund um den offenbar geplanten Terroranschlag in Wien war sehr ernst.“ Er ergänzte auf X: „Wir leben in einer Zeit, in der gewaltsame Mittel genutzt werden, um unsere westliche Lebensweise anzugreifen. Islamistischer Terrorismus bedroht die Sicherheit und Freiheit in vielen westlichen Ländern.“
In Österreich hatte es erstmals im November 2020 ein tödliches islamistisches Attentat gegeben. Ein IS-Anhänger hatte in einem belebten Wiener Stadtteil das Feuer eröffnet und vier Menschen getötet. (dpa/AFP/frs)
Rubriklistenbild: © Montage: Alex Halada/Antoni Byszewski/Imago

