VonFelicitas Breschendorfschließen
Bedürftige Studierende sollen eine Starthilfe von 1000 Euro erhalten. Trotzdem sind viele mit den vorgelegten Änderungen unzufrieden.
Das Bundesbildungsministerium hat einen ersten Entwurf für eine Bafög-Reform vorgelegt – und erntet dafür Kritik. Von einer Erhöhung der finanziellen Fördersätze ist im Gesetzentwurf von Anfang Januar 2023 keine Rede. Studierende sind ohnehin oft sauer auf das Bafög-Amt, weil sie zum Beispiel ewig auf Auszahlungen warten müssen. Dass nicht mehr Geld in Sicht ist, weckt ähnliche Gefühle.
Inflation kickt auch bei Studierenden, ist aber nicht Teil der geplanten Bafög-Reform
Der Dachverband der Studierendenvertretungen (fzs) und die Bundesschülerkonferenz kritisierten am Mittwoch (17. Januar) vor allem, dass keine Anpassung der Bafög-Sätze vorgesehen ist. Der Referentenentwurf sieht zwar eine „Starthilfe“ von 1000 Euro als einmaligen Zuschuss für bedürftige Studierende sowie die Anhebung von Freibeträgen vor. Davon profitiert laut fsz aber nur ein kleiner Kreis von Studierenden.
In Krisenzeiten, wie damals der Pandemie, tritt das Notfall-Bafög in Kraft, das zusätzliche Unterstützung bietet. Dazu gehört anscheinend nicht die Inflation – dabei trifft sie Studierende. Die Inflation habe die letzten Erhöhungen der Bedarfssätze und Freibeträge weitgehend aufgefressen, sagt die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Elke Hannack. „Deshalb müssen die Regelsätze für den Lebensunterhalt und die Wohnkosten jetzt deutlich angehoben werden.“ Für eine echte Strukturreform müsse zudem mindestens ein automatischer Inflationsausgleich ins Gesetz.
Studierende zeigen, ob der Entwurf ihre Meinung zu Bafög verändert
Auf Threads reagieren einzelne Studierende auf den Entwurf der Bafög-Reform. Sie zeichnen nicht nur ein aktuelles Stimmungsbild, sondern fassen zusammen, wie sich ein Leben mit Bafög anfühlt.
1. „Tropfen auf dem heißen Stein, statt einer richtigen Reform“
2. Enttäuschend
3. Wie konnte das nur passieren?
4. Bafög-Amt, sei gewarnt vor Conni
Hier geht's zu weiteren kreativen Ideen zu Conni-Büchern, die du deinem Kind garantiert nicht vorlesen willst.
5. Wenn du von der Bafög-Reform nicht betroffen bist, aber im Rückblick mitfühlst
6. Studierenden, wie dieser Thread-Userin, würde eine Erhöhung dringend helfen.
Wenn du Anzeichen für Depressionen hast, kannst du dich bei der Deutschen Depressionshilfe unter 0800 / 11 10 111 melden.
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