Israels Präsident Izchak Herzog hat zum Tod des langjährigen Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Chalifa bin Sajid Al Nahjan, sein Beileid bekundet.
Tel Aviv - Die VAE gehören zu den wenigen arabischen Ländern, die ihre Beziehungen zu Israel normalisiert haben. «Die mutige Führung von Scheich Chalifa hat so viel zum Fortschritt der VAE und ihres Volkes beigetragen und zur wachsenden Partnerschaft zwischen unseren Ländern und ist ein großes Vermächtnis für seine Nachfolger», sagte Herzog laut einer Mitteilung am Freitag. Chalifa bin Sajid Al Nahjan starb am Freitag im Alter von 73 Jahren, wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM meldete. Scheich Chalifa stand seit 2004 an der Spitze des Landes. Er war zugleich Emir von Abu Dhabi, dem größten der sieben Emirate des Landes.
Israels Außenminister Jair Lapid zeigte sich ebenfalls traurig über Chalifa bin Sajid Al Nahjans Tod. «Er war ein mutiger Anführer, der nach vorne schaute und auf die Zukunft hinarbeitete», sagte Lapid. «Dies ist ein trauriger Tag für alle, die (...) an den Weg des Friedens glauben.» Auch Ministerpräsident Naftali Bennett drückte sein Beileid aus. Im September 2020 hatte Israel Vereinbarungen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie mit Bahrain geschlossen. Die «Abraham-Abkommen» wurden von den USA unter dem damaligen Präsident Donald Trump vermittelt. Auch Marokko und der Sudan kündigten danach an, ihre Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Zuvor unterhielten mit Ägypten und Jordanien nur zwei arabische Staaten diplomatische Beziehungen zu Israel.
Israel: Grenzpolizist von Palästinenser getötet
Ein israelischer Grenzpolizist ist nach israelischen Angaben bei Konfrontationen mit bewaffneten Palästinensern im Westjordanland tödlich verletzt worden. Bei einem Anti-Terror-Einsatz nahe Dschenin hätten bewaffnete Angreifer die Sicherheitskräfte beschossen sowie Sprengsätze geworfen, teilten Polizei und Armee am Freitag mit. Die Soldaten hätten zurückgeschossen. Der 47-jährige Offizier sei beim Verlassen des Ortes Burkin verletzt und noch ins Krankenhaus gebracht worden. Nach der Tötung einer Reporterin des TV-Senders Al-Dschasira während eines israelischen Militäreinsatzes in Dschenin am Mittwoch ist die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensergebieten besonders angespannt. Es blieb zunächst unklar, wer für den Tod der in der arabischen Welt bekannten 51-jährigen Schirin Abu Akle verantwortlich ist.
Die israelische Armee berichtete am Mittwoch, es habe ein heftiges Feuergefecht mit Dutzenden militanten Palästinensern während einer Razzia in Dschenin gegeben. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas machte Israel für den Tod der Journalistin verantwortlich. Israel hat die Vorwürfe zurückgewiesen und eine gemeinsame Untersuchung gefordert. Israel hat während des Sechs-Tage-Krieges 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Die Palästinenser wollen im Westjordanland, dem Gazastreifen und Ost-Jerusalem einen eigenen Staat errichten. (dpa)