VonPeter Rutkowskischließen
Britinnen und Briten haben besseres verdient als den andauernden öffentlichen Totalausfall des einst so beruhigend farblosen Politikers und jetzigen Premiers Starmer.
Es war im Juli 2022, da besuchte der britische Oppositionschef Keir Starmer den damals noch relativ frischen deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz. Wer die britische Politik beobachtet, fragte sich da schon ein wenig irritiert: Okay, Starmer wie Scholz sind jetzt keine überlebensgroßen Charaktere, vielleicht gar eines sozialdemokratischen Geistes – aber was wollte der Brite bei dem Deutschen nun wirklich? Es kam einfach nicht raus.
Jetzt aber können wir eine Vermutung über den Sinn des Besuchs damals äußern: Starmer wollte sich von Scholz Tipps holen, wie man die eigene Regierungsarbeit medial möglichst flott in die Grütze fährt – egal wie gut oder schlecht sie de facto ist. (Bei den Deutschen wissen wir, dass sie gar nicht so schlecht war.)
Der andauernde öffentliche Totalausfall des einst so beruhigend farblosen britischen Premiers macht staunen: Will er sich nur einen Platz im behaglichen House of Lords sichern? Klar, dann ist er auf dem besten Wege dazu, keine volle Legislaturperiode in Downing Street zu bleiben. Das britische Volk jedenfalls hat doch Besseres verdient. Bericht S. 5
