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Umfragen vor dem Super Tuesday 2024: Trump scheint der sichere Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Wie viele Stimmen ihn und Haley trennen – hier im Überblick.
Washington D.C. – Donald Trump führt in den aktuellen US-Vorwahlen der Republikaner mit 244 Delegiertenstimmen. Nikki Haley ist abgeschlagen auf Platz zwei mit 43 Stimmen. Ron DeSantis gab sein Ausscheiden nach einer vernichtenden Niederlage in Iowa bekannt und kommt auf lediglich neun Delegiertenstimmen. Ebenso zog sich Vivek Ramaswamy nach Iowa aus den Vorwahlen zurück und sicherte Trump seine Unterstützung zu.
Haley gibt vor US-Wahl 2024 nicht auf: „Die Wähler haben das Recht auf eine echte Wahl“
Insgesamt werden 1215 Delegiertenstimmen für die Teilnahme bei der US-Wahl 2024 benötigt, damit ein republikanischer Präsidentschaftskandidat feststeht. Auf den ersten Blick scheint es, als könnte Haley die benötigten Stimmen noch ohne Probleme aufholen. Bei genauerer Betrachtung, allerdings fällt auf, dass Haley in den bisherigen Staaten weit hinter Trump zurücklag und bis auf Washington DC keine einzige Vorwahl für Trump brenzlig wurde. Trotzdem möchte Haley weiter kämpfen. Nach ihrer Niederlage in South Carolina am 24. Februar verkündete sie, dass sie nicht aufgeben will. „Die Wähler haben das Recht auf eine echte Wahl, nicht auf eine Wahl nach sowjetischem Vorbild mit nur einem Kandidaten. Ich habe die Pflicht, ihnen diese Wahl zu ermöglichen“, so Haley.
Die Stimmenverteilung im Überblick
| Kandidaten | Delegiertenstimmen |
|---|---|
| Donald Trump | 244 |
| Nikki Haley | 43 |
| Ron DeSantis (ausgeschieden) | 9 |
| Vivek Ramaswamy (ausgeschieden) | 3 |
(Quelle: NY Times, Stand 04. März)
Trump trotz Umfragen ausbremsen: Super Tuesday 2024 als Haleys letzte Chance
Diese Delegierten wählen dann entsprechend ihrer verteilten Stimmen bei der „Republican National Convention“ den Präsidentschaftskandidaten. Und müssen ihre Stimmen auch so verteilen, wie sie in den einzelnen Staaten gewählt wurden. Im kommenden „Super Tuesday“ am 5. März werden an einem Tag 874 Stimmen vergeben, weshalb dieses Event auch das wichtigste der republikanischen Vorwahlen ist. Ob Haley an diesem Tag Trumps Vormarsch ausbremsen kann, ist unwahrscheinlich. Bisher ist die 52-Jährige in den Umfragen weit abgeschlagen.
Trumps eigenes Team schätzt, dass der Ex-Präsident am 5. März mindestens 773 Delegierte auf seine Seite ziehen wird, was bedeuten würde, dass Trump bereits in der nächsten oder übernächsten Woche die benötigten 1215 Stimmen gewonnen haben könnte. Auch wenn Haley keine Chance gegen Trump hat, wird der „Super Tuesday“ mit Spannung erwartet. Der 5. März wird zeigen, wie sehr die republikanischen Wähler hinter ihm stehen. (SiSchr)
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