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Ex-Präsident Trump hat vor der Waffenlobby eine „wichtige Rede“ gehalten. Kurz nach dem blutigen Amoklauf an einer Grundschule fordert er mehr Waffen.
Update vom 29. Mai, 7.38 Uhr: US-Präsident Joe Biden reist am Sonntag in die texanische Kleinstadt Uvalde. Er und seine Ehefrau Jill wollen nach Angaben des Weißen Hauses gemeinsam mit den Bewohnern der Stadt um die 21 Todesopfer trauern. Biden hatte sich unmittelbar nach der Tat erneut für eine Verschärfung der laxen Waffengesetze in den USA ausgesprochen.
Amoklauf in Uvalde: Trump fordert Schusswaffen zur Verteidigung gegen „das Böse“
Update vom 28. Mai, 08.11 Uhr: Nur wenige Hundert Kilometer entfernt von Uvalde, dem Ort des Amoklaufs an einer Grundschule, fordert der Ex-US-Präsident Donald Trump mehr Waffen an Schulen. „Die Existenz des Bösen ist einer der allerbesten Gründe, gesetzestreue Bürger zu bewaffnen“, sagte Trump am Freitagabend (US-Zeit) in Houston bei der Jahrestagung der mächtigen Waffenlobby NRA.
Sowohl der Hersteller der Amoklauf eingesetzten Waffe, Daniel Defense, als auch der texanische Gouverneur Abott hatten ihre Teilnahme zuvor abgesagt. „Im Gegensatz zu anderen habe ich euch nicht enttäuscht, indem ich nicht aufgetaucht bin“, sagte Trump daraufhin.
Zu Beginn seiner Rede las Trump die Namen der Opfer des Amoklaufs - 19 Kinder und zwei Lehrerinnen - vor. Jede US-Schule brauche Metalldetektoren und eine bewaffnete Sicherheitskraft. Mit „neuen Technologien“ solle sichergestellt werden, dass keine unbefugte Person die Schule mit einer Waffe betreten könne. „Es gibt kein einladenderes Zeichen für einen Massenmörder als ein Schild, das eine waffenfreie Zone deklariert. Dies sind die gefährlichsten Orte“, sagte Trump.
Auch Lehrkräften, die dafür ausgebildet worden seien, sollte das Tragen von Waffen erlaubt sein, sagte Trump in seiner Rede. Zahlreiche Expertinnen und Experten warnen indes davor, dass mehr Waffen an Grundschulen auch zu mehr Problemen führen könnten. In einer Gallup-Umfrage hatten sich drei Viertel der US-Lehrkräfte gegen das Tragen von Waffen an Schulen und während des Unterrichts ausgesprochen.
Nach Schul-Amoklauf: Trump tritt bei der Waffenlobby in Texas auf – und kündigt „wichtige Rede“ an
Erstmeldung vom 27. Mai, 14.05 Uhr: Houston – Die National Rifle Association of America (NRA) ist die Interessenvertretung von Waffenbesitzern und -herstellern in den USA. Beim NRA-Jahrestreffen am Freitag (27. Mai) in Texas will der ehemalige US-Präsident Donald Trump nun eine „wichtige Rede“ halten. Der Termin kommt wenige Tage, nachdem ein 18-Jähriger 19 Kinder und zwei Lehrkräfte in einer Grundschule im selben Bundesstaat getötet hatte. Joe Biden hatte sich nach dem Amoklauf für eine Verschärfung der Waffengesetze in den USA ausgesprochen.
„Amerika braucht in diesem Moment echte Lösungen und echte Führung, nicht Politiker und Parteilichkeit“, polterte Trump auf seiner Social-Media-Plattform „Truth Social“. Für das Treffen der Waffenlobby in Houston versprach er, eine „wichtige Rede“ an die US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner zu halten. „In der Zwischenzeit beten wir alle weiter für die Opfer, ihre Familien und für unsere gesamte Nation.“, sagt Trump. Neben Donald Trump stehen weitere Redner, vor allem NRA-Führungskräfte, auf dem Programm.
Amoklauf in Uvalde: Hersteller des Sturmgewehrs nimmt nicht beim Treffen der Waffenlobby NRA teil
Der Hersteller der Tatwaffe, mit der 21 Menschen in Uvalde in Texas erschossen wurden, wird allerdings nicht beim Jahrestreffen der NRA dabei sein. „Daniel Defense nimmt aufgrund der schrecklichen Tragödie in Uvalde, wo eines unserer Produkte auf kriminelle Weise missbraucht wurde, nicht an der NRA-Tagung teil“, gab das Unternehmen laut AFP bekannt.
Auch der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, wird nicht vor Ort am Waffenlobby-Treffen in Houston teilnehmen. Er soll allerdings per Video zugeschaltet werden. US-Medien berichteten, dass Abbott am Freitag an einer Pressekonferenz im texanischen Uvalde teilnehmen wird.
Donald Trump will „wichtige Rede“ beim Waffenlobby-Treffen NRA halten
Der ehemalige US-Präsident Trump ist bekanntermaßen gegen eine Verschärfung der Waffengesetze. Bei der Veranstaltung, auf der Trump seine Rede halten wird, sind laut NRA nur Mitglieder zugelassen. Außerdem dürfen dem Veranstalter zufolge keine Schusswaffen oder Messer mitgeführt werden. (jn/AFP)

