Mehrtägige Reise

Trump-Vize Vance in Italien: Kurioser Ärger vor Papst-Treffen in Rom

+
Am Ostersonntag besuchte US-Vizepräsident Vance den Papst im Vatikan.
  • schließen

JD Vance, der Stellvertreter von Trump, war über die Osterfeiertage in Italien. Er hatte sogar eine Begegnung mit dem Papst am Sonntag – allerdings löste der 40-Jährige auch Ärger aus.

Update vom 21. April, 10.36 Uhr: Papst Franziskus ist tot. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche starb nach Angaben des Vatikans am Ostermontag im Alter von 88 Jahren. Wegen einer Lungenentzündung hatte er im Frühjahr 38 Tage im Krankenhaus gelegen. Zuletzt hielt er sich wieder in seiner Residenz im Vatikan auf. Am Ostersonntag hatte er vor Zehntausende Gläubigen noch den Segen Urbi et Orbi gespendet. Dabei wirkte er bereits sehr geschwächt.

Noch am Tag zuvor war US-Vizepräsident JD Vance beim Papst zu Besuch. Gegen 11.30 Uhr am Ostersonntag soll das Treffen stattgefunden haben. Es dauerte wohl nur wenige Minuten. Der Vize von Donald Trump ist damit der letzte Politiker, der eine offizielle Audienz beim Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche hatte. „Ich habe gerade vom Tod von Papst Franziskus erfahren. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Millionen Christen weltweit, die ihn geliebt haben. Ich habe mich gefreut, ihn gestern wiederzusehen, obwohl er offensichtlich schwer erkrankt war“, schrieb Vance am Ostermontag auf X. „Aber ich werde ihn immer wegen seiner Predigt in den ersten Tagen der COVID-Pandemie in Erinnerung behalten. Sie war wirklich wunderschön. Möge Gott seiner Seele gnädig sein.“

Papst Franziskus ist tot: Trump-Vize Vance besucht Kirchenoberhaupt noch am Ostersonntag

Erstmeldung: Rom – Papst Franziskus hat am Ostersonntag den US-Vizepräsidenten JD Vance zu einem kurzen Treffen empfangen. Dieses fand laut einer Mitteilung des Vatikans im Onlinedienst Telegram gegen 11.30 Uhr statt – und dauerte nur wenige Minuten. Dabei tauschten der Pontifex und Vance Glückwünsche aus. Das Treffen markierte den letzten Tag des Rom-Besuchs des US-Vizepräsidenten, der mitunter chaotisch lief.

Papst Franziskus‘ letzter öffentlicher Auftritt: Die Bilder vom Ostersegen auf dem Petersdom

Papst Franziskus erscheint in der zentralen Loge des Petersdoms, um den Segen Urbi et Orbi zu erteilen. Einen Tag später verstarb Franziskus.
Papst Franziskus erscheint in der zentralen Loge des Petersdoms, um den Segen Urbi et Orbi zu erteilen. Einen Tag später verstarb Franziskus.  © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus trinkt mit einem Strohhalm aus einer Flasche Wasser. Nach seinem wochenlangen Krankenhausaufenthalt fehlte dem 88-Jährigen für vieles die Kraft.
Papst Franziskus trinkt mit einem Strohhalm aus einer Flasche Wasser. Nach seinem wochenlangen Krankenhausaufenthalt fehlte dem 88-Jährigen für vieles die Kraft. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus spricht den Segen Urbi et Orbi am Ostersonntag.
Papst Franziskus erteilt am Ostersonntag den Segen Urbi et Orbi auf der Loggia des Petersdoms. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi. Es sollte der letzte öffentliche Auftritt für den 88-Jährigen werden.
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi. Es sollte der letzte öffentliche Auftritt für den 88-Jährigen werden. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) in der zentralen Loge des Petersdoms zum Abschluss der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan.
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) in der zentralen Loge des Petersdoms zum Abschluss der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Nach wochenlangem Krankenhausaufenthalt wirkte Papst Franziskus geschwächt. Zuletzt hatte er immer wieder Termine absagen müssen.
Nach wochenlangem Krankenhausaufenthalt wirkte Papst Franziskus geschwächt. Zuletzt hatte er immer wieder Termine absagen müssen. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus bei der Ostermesse auf dem Petersplatz. Zuletzt hatte der 88-Jährige mehrere Wochen im Krankenhaus verbracht.
Papst Franziskus bei der Ostermesse auf dem Petersplatz. Zuletzt hatte der 88-Jährige mehrere Wochen im Krankenhaus verbracht. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus von der zentralen Loge des Petersdoms am Ende der Ostermesse. Der 88-Jährige hatte aufgrund seines Gesundheitszustands zuletzt viele Termine absagen müssen.
Papst Franziskus von der zentralen Loge des Petersdoms am Ende der Ostermesse. Der 88-Jährige hatte aufgrund seines Gesundheitszustands zuletzt viele Termine absagen müssen. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil an der Menschenmenge auf dem Petersplatz vorbei, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat.
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil an der Menschenmenge auf dem Petersplatz vorbei, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil über den Petersplatz, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat.
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil über den Petersplatz, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus fährt im Papamobil am Petersdom vorbei. Nur einen Tag später verstirbt der 88-Jährige.
Papst Franziskus fährt im Papamobil am Petersdom vorbei. Nur einen Tag später verstirbt der 88-Jährige. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance, bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt.
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance, bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt. © picture alliance/dpa/Vatican Media | Vatican Media
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance (l), bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt; in der Mitte der Leiter des päpstlichen Hauses, Bischof Leonardo Sapienza.
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance (l), bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt; in der Mitte der Leiter des päpstlichen Hauses, Bischof Leonardo Sapienza. © picture alliance/dpa/Vatican Media | Vatican Media
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Papst Franziskus starb am Ostermontag (21. April) an den Folgen eines Schlaganfalls, wie der Vatikan mitteilte. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus gestorben - Rom
Der Leichnam von Papst Franziskus wird ab Mittwoch im Petersdom aufgebahrt. © Christoph Reichwein/dpa
Papst Franziskus ist tot
Einen Tag nach dem Ableben von Papst Franziskus hat der Vatikan erste Bilder des verstorbenen Kirchenoberhaupts veröffentlicht. © Juni Kriswanto/Vatikan/AFP
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Der Leichnam liegt in einem offenen Sarg, flankiert von Mitgliedern der Schweizergarde. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Die Aufnahmen zeigen den 88-jährigen Pontifex, der in der Kapelle seiner Residenz Santa Marta aufgebahrt ist. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Papst Franziskus trägt ein purpurfarbenes Messgewand. Auf seinen gefalteten Händen ruht ein Rosenkranz, sein Haupt ziert eine weiße Mitra. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus gestorben - Vatikan
Vor dem Petersdom wird Gläubigen mitgeteilt, am wann sie den aufgebahrten Papst Franziskus sehen können. © Christoph Reichwein/dpa
Papst Franziskus gestorben - Aufbahrung im Vatikan
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und seine Tochter Laura beten vor dem Leichnahm von Papst Franziskus. © -/Vatican Media via AP/dpa
Nach Franziskus‘ Tod treffen Kardinäle aus aller Welt im Vatikan ein, um einen Papst-Nachfolger zu wählen.
Nach Franziskus‘ Tod treffen Kardinäle aus aller Welt im Vatikan ein, um einen Papst-Nachfolger zu wählen. © Gregorio Borgia/dpa
Papst Franziskus gestorben - Frankfurt am Main
Auch in Hessen trauern viele Gläubige um den am Ostermontag verstorbenen Papst Franziskus. © Arne Dedert/dpa

Im Februar hatte Franziskus in einem Brief an die US-Bischöfe erneut die Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump kritisiert und sich klar gegen die Diskriminierung von Migranten und Flüchtlingen ausgesprochen. Nur wenige Tage später erkrankte der Papst schwer an einer beidseitigen Lungenentzündung. Während seines mehrwöchigen Krankenhausaufenthaltes schwebte er zeitweise in Lebensgefahr.

Vance in Rom: Trump-Vize trifft hochrangige Vertreter des Vatikans bei Italien-Besuch

JD Vance war am Karsamstag im Vatikan bereits mit der Nummer zwei des katholischen Kirchenstaats, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, zusammengekommen. wurde gemeinsam mit seiner Familie im Vatikan empfangen. Laut einer Mitteilung des Vatikans fand ein „herzliches Gespräch“ statt, bei dem Themen wie Religionsfreiheit und der Umgang mit Flüchtlingen im Mittelpunkt standen.

Vance, der 2019 zum katholischen Glauben übergetreten war, besuchte zuvor Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Im Vorfeld war spekuliert worden, ob auch Papst Franziskus an dem Treffen teilnehmen würde. Nach dem Treffen mit Parolin besichtigte Vance die Sixtinische Kapelle. Erst kürzlich hatten sich Trump und Italiens Premierministerin Giorgia Meloni getroffen – Trump äußerte bei dem Meloni-Treffen unerwartet Kritik am ukrainischen Präsidenten Selenskyj.

Ärger bei Besuch in Italien: Touristen protestieren vor dem Kolosseum – und Vance kommt nicht

US-Vizepräsident JD Vance sorgte bei seinem Osterbesuch in Rom für Unmut. Vor dem Kolosseum protestierten Touristen, da das Wahrzeichen für den Politiker geschlossen wurde. Laut La Repubblica waren aus der wartenden Menge Rufe wie „Schande“ zu hören. Doch der 40-Jährige erschien am Samstagabend überhaupt nicht – stattdessen ließ sich seine Frau Usha allein durch die Arena führen. Über Ostern gelten wegen des Besuchs des Trump-Stellvertreters ohnehin verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, die auch Touristen zu spüren bekommen.

Die Schließung des Kolosseums für US-Vizepräsident JD Vance sorgte am Samstagabend für 20 Minuten Chaos. Ein Hubschrauber kreiste über der Arena, während einige Touristen nach einer Stunde Wartens über die Zäune kletterten. Die Leitung des Archäologischen Parks rechtfertigte die Maßnahme mit Sicherheitsgründen und erklärte, dass alle betroffenen Besucher rechtzeitig per Mail informiert worden seien. Vance blieb jedoch in der Residenz der US-Botschaft, der Villa Taverna.

Das Kolosseum, eines der meistbesuchten Wahrzeichen Italiens mit etwa sieben Millionen Besuchern jährlich, wurde zwischen 72 und 82 nach Christus erbaut und bot einst Platz für 70.000 Zuschauer. Auch ohne politische Besuche gibt es dort oft lange Wartezeiten.

Kommentare