Donald Trump, Ex-Präsident und Kandidat der Republikaner für die US-Wahl 2024, machte bei einem Wahlkampfauftritt in Harrisburg, Pennsylvania, einen Witz über den Feuerwehrmann, der beim Trump-Attentat getötet wurde.
Donald Trump macht im Wahlkampf Witz über Feuerwehrmann, der bei Trump-Attentat starb
Die Szene ereignete sich bei einem Wahlkampfauftritt von Donald Trump am Mittwoch (31. August) in der Stadt Harrisburg in Pennsylvania. Trump stand am Rednerpult und durchlebte vor seinem geistigen Auge noch einmal das versuchte Attentat auf ihn selbst: Ein 21-Jähriger schoss am 13. Juli bei einem Wahlkampfevent in Butler, Pennsylvania auf Trump.
Die Kugel verfehlte den 78-jährigen Trump nur knapp. Ums Leben kam allerdings der 50-jährige Feuerwehrmann Corey Comperatore, der zwei Kinder und eine trauernde Ehefrau hinterließ. Der Mann warf sich schützend vor seine Tochter und Ehefrau auf den Boden und schirmte damit eine Kugel ab, die auf seine Familie zuraste. Kind und Ehefrau überlebten, Corey Comperatore jedoch starb.
Das Trump-Attentat in Bildern: Schüsse, Chaos und ein blutender Ex-Präsident
Witwe des getöteten Feuerwehrmanns wird zur Zielscheibe von Trump
Trump sagte auf der Bühne in Pennsylvania nun folgendes dazu: „Coreys Frau sagte: ,Ich hätte gerne meinen Mann zurück.‘ Ist das nicht gut? Ich kenne viele Frauen, die das nicht sagen würden, es tut mir leid.“ Aus der Menge schlägt Trump daraufhin amüsiertes Gelächter entgegen, einige Gesichter bleiben jedoch auch wie versteinert.
Ein gut aufgelegter Trump macht also im Wahlkampf einen Witz über den Mann, der bei einer Wahlkampfrede Trumps sein Leben ließ. Wie die Familie des Opfers das wohl findet? Aus der Internetgemeinde schlägt dem republikanischen Kandidaten für die US-Wahl 2024 jedenfalls Entrüstung entgegen.
„Der Tote ist eine Pointe“: Trump schlägt wegen Scherz über Attentat Entsetzen entgegen
Auf der Plattform X schreibt ein Nutzer unter das Video mit Trumps Kommentar zum Tod des Feuerwehrmanns: „Er verspottet die Witwe und nutzt gleichzeitig die Familientragödie aus. Für sein ganz persönliches Spiel. Ich muss mich übergeben.“ Ein weiterer User urteilt: „Der Tote ist eine Requisite und jetzt eine Pointe. Grausam.“
Ein dritter Kommentator schreibt fassungslos: „Stellt euch vor, ihr sagt so etwas, während die Familie des Verstorbenen trauert. Erschreckend.“ Mit Zynismus reagiert ein anderer Twitter-Nutzer: „Es gibt nichts Schöneres, als Witze über einen Mann zu machen, der bei Ihrer Kundgebung ermordet wurde.“
Trump-Witz über getöteten Feuerwehrmann im Wahlkampf: „Weird“
Zahlreiche User reagieren auf X auch schlichtweg mit dem Wort „weird“ (auf Deutsch: seltsam, schräg, sonderbar). Dieser Begriff für Trump und dessen Vize-Kandidaten J. D. Vance verbreitet derzeit sich unter Anhängern der Demokraten in den sozialen Medien rasant.
Auch Kamala Harris, die wohl kurz vor der Verkündigung ihres Vizepräsident-Kandidaten steht, griff die Bezeichnung „weird“ bereits auf – sie könnte zum Schlüsselwort ihres Wahlkampfes werden. Die Republikaner bringt das Wort „weird“ mittlerweile schon zur Weißglut – was ihren Kandidaten Trump noch nervöser machen könnte, als er es ohnehin schon zu sein scheint. (smu)