Eine Entschuldigung kam vom Wirtschaftsministerium für einen nicht angemessenen Tweet als Reaktion auf den Rücktritt der britischen Premierministerin Liz Truss.
Berlin - Bei der Antwort auf einen BBC-Tweet habe «menschliches Versehen» vorgelegen, «für das wir um Entschuldigung bitten», teilte das Ministerium vom gebürtigen Lübecker Robert Habeck (Grüne) am Freitag beim Kurznachrichtendienst mit. Es werde daran gearbeitet, «künftig solche Fehler auszuschließen».
Unter einen Tweet des britischen Senders BBC zum Rücktritt der Premierministerin kommentierte der offizielle Account des Ministeriums am Donnerstag den Link zum Musikvideo von «Can‘t Truss It» der US-amerikanischen Hip-Hop-Formation Public Enemy.
Der mittlerweile gelöschte Tweet sorgte anschließend für hitzige Diskussionen auf dem Kurznachrichtendienst, viele Nutzerinnen und Nutzer kritisierten die Antwort. Bereits am Donnerstag hieß es von Seiten des Ministeriums, dass der Beitrag «keine offizielle Kommunikation des BMWK» gewesen sei.
Im Netz wird vermutet, dass ein Ministeriums-Mitarbeiter seinen privaten Account mit dem offiziellen des Ministeriums verwechselt hat und es so zu dem Versehen kam. Truss hatte am Donnerstag nach nur sechs Wochen im Amt ihren Rücktritt angekündigt.
Erneuter Verlust an Rückhalt für britische Tories nach Truss-Rücktritt
Nach dem Rücktritt der britischen Premierministerin Liz Truss hat die konservative Tory-Partei in Umfragen erneut deutlich an Zustimmung verloren. In einer am Donnerstag von dem Marktforschungsinstitut PeoplePolling für den Sender GB News durchgeführten Umfrage gaben 53 Prozent der Befragten an, sie würden die oppositionelle Labour-Partei wählen, wenn eine Neuwahl anstünde. Nur 14 Prozent wollten trotz der politischen Turbulenzen in der britischen Regierung in den vergangenen Monaten noch die Tories wählen. Die Liberaldemokraten kamen in der Umfrage auf elf Prozent.
Die britischen Oppositionsparteien fordern nach dem erneuten Kollaps der konservativen Regierung eine sofortige Neuwahl. Diese muss allerdings die Regierung ausrufen, weshalb eine baldige Wahl als eher unwahrscheinlich gilt. Spätestens muss diese Anfang 2025 stattfinden, es wird aber mit einer Wahl im Jahr 2024 gerechnet. (dpa)