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Elon Musk hat Twitter abstimmen lassen, ob Trumps Sperre auf der Plattform aufgehoben werden soll. Jetzt ist Trumps Twitter-Profil wieder verfügbar.
Update vom 20. November 2022 um 07:04 Uhr: Das Profil des Republikaners Donald Trump ist seit Samstagabend (Ortszeit) wieder auf der Twitter freigeschaltet. Wenige Minuten zuvor hatte der neue Twitter-Besitzer Elon Musk die Freischaltung nach einer Umfrage unter Nutzern des Kurznachrichtendienstes angekündigt. Musk hatte Twitter-User in einer Umfrage über die Aufhebung der Sperre für Trump auf Twitter abstimmen lassen.
„Das Volk hat gesprochen“, schrieb Musk zu seiner Entscheidung. Die Befragung soll allerdings nicht repräsentativ gewesen sein: An der von Musk auf 24 Stunden angesetzten Umfrage nahmen rund 15 Millionen Nutzer teil, während nach jüngsten verfügbaren Angaben mehr als 230 Millionen täglich aktiv Twitter nutzen. Für Trumps Rückkehr sprach sich dabei eine knappe Mehrheit von 51,8 Prozent aus. Trump hatte kurz vor Ablauf der Umfragefrist bekräftigt, er wolle bei seiner hauseigenen Twitter-Kopie Truth Social bleiben. Er ist seit Januar 2021 von Twitter verbannt.
Kehrt Trump auf Twitter zurück? Elon Musk lässt User bei Umfrage über Aufhebung der Sperre abstimmen
Erstmeldung vom 19. November 2022 um 10:30 Uhr: San Francisco – Elon Musk lässt Twitter entscheiden, ob der Account des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wieder entsperrt werden soll. Das wäre eine News, die weit über die Grenzen des Internets für Aufruhr sorgen würde. Der neue CEO der Social-Media-Plattform mit Hauptsitz in San Francisco hat dafür eine Umfrage auf seinem persönlichen Account gestartet, an der nach sechs Stunden bereits rund sieben Millionen Menschen teilgenommen haben. Doch die Abstimmung könne problematisch sein. Darf Trump bald wieder twittern?
| Unternehmen | Twitter Inc. |
| Hauptsitz | San Francisco, Kalifornien, Vereinigte Staaten |
| Gründung | 21. März 2006 |
| CEO | Elon Musk |
Donald Trump News: Wird ewige Twitter-Sperre des ehemaligen US-Präsidenten aufgehoben?
Immerhin wurde der Ex-Präsident Donald Trump, der auch zur kommenden US-Wahl antreten wird, nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Capitol Anfang 2021 eigentlich auf Lebenszeit von der Plattform verbannt. Doch nun ist Elon Musk neuer Chef.
Der eigenwillige Amerikaner lässt Twitter nun entscheiden, ob Trumps Sperre rückgängig gemacht werden soll. Dafür setzte er bislang drei Posts ab. Im ersten fragt er: „Ex-Präsident Trump wieder reaktivieren?“, und überlässt den Nutzerinnen und Nutzern die Wahlmöglichkeiten „ja“ und „nein“. Kurz danach twittert er: „Vox Populi, Vox Dei“, was so viel wie „Volksstimme, Gottesstimme“ bedeutet.
Donald Trump News: Umfrage auf Twitter bekommt riesigen Zulauf
Anschließend gibt er noch ein kleines Update und schreibt: „Die Trump-Umfrage bekommt pro Stunde eine Million Stimmen“. Und tatsächlich ist die Umfrage ähnlich knapp, wie seine Präsidentschaftswahl. Nach rund acht Stunden haben die Nutzerinnen und Nutzer zu rund 52 Prozent für „ja“ gestimmt und zu rund 48 Prozent für „nein“. Stand jetzt darf er also wieder twittern und das, obwohl ihm als Grund für seine Sperrung die Verbreitung von Hass vorgeworfen wurde.
Reinstate former President Trump
— Elon Musk (@elonmusk) November 19, 2022
Doch chaotische Zustände scheinen seit Musks Übernahme an der Tagesordnung bei Twitter zu stehen. Erst feuert Musk tausende Mitarbeiter und will dann viele von ihnen wieder zurück, dann verlassen noch viele Top-Manager den Konzern, sogar eine Twitter-Insolvenz steht im Raum, währenddessen verkündet CEO Trump Nutzungsrekorde auf Twitter, was jedoch augenscheinlich auch mit einer steigenden Zahl von rassistischen Tweets auf Twitter einhergeht.
Musk lässt für blauen Twitter-Haken zahlen – und löst Chaos aus
Zuletzt hatte Musk bereits geändert, dass man für einen blauen Verifzierungshaken auf Twitter, der kenntlich machen soll, dass es sich bei dem Nutzer um die echte Person handelt, ab sofort Geld zahlen soll. Das führte bereits dazu, dass Fake-Accounts von beispielsweise Ex-US-Präsident Bush oder dem ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair Fake-Statement der ehemaligen Politiker in die Welt gesetzt hatten, die auf den ersten Blick, aufgrund des blauen Hakens, schwer als Fake zu erkennen sind.
Rubriklistenbild: © Wolfgang Maria Weber und MediaPunch / Imago


