Krieg in der Ukraine

Über Korridore: Flucht in die zentrale Ukraine gelingt

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Vertriebene Ukrainer fahren am Samstag vom Bahnhof Lviv in der Westukraine mit dem Bus nach Polen. In solchen Bussen gelang am Dienstagmittag auch Menschen aus Sumy die Flucht ins Innere der Ukraine.

Der mit der russischen Armee vereinbarte Fluchtkorridor von der ostukrainischen Großstadt Sumy ins zentralere Poltawa ist offenbar zustande gekommen.

Sumy - Der mit der russischen Armee vereinbarte Fluchtkorridor von der ostukrainischen Großstadt Sumy ins zentralere Poltawa ist offenbar zustande gekommen. Das ukrainische Außenministerium in Kiew veröffentlichte am Dienstag ein entsprechendes Video beim Kurznachrichtendienst Twitter. Darin war zu sehen, wie Zivilisten mit Gepäck in mit Wasserflaschen gefüllten Kleinbussen saßen. Autos schlossen sich der startenden Kolonne an.
Sumy liegt nur etwa 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Seit Tagen wird die Stadt von russischen Truppen angegriffen. Das zentralukrainische Poltawa liegt etwa 170 Kilometer südlicher und ist bisher von direkten Kämpfen verschont geblieben.

Zuvor hatte die ukrainische Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk angekündigt, dass in Sumy eine Waffenruhe von 9.00 bis 21.00 Uhr Ortszeit (8.00 bis 20.00 Uhr MEZ) gelten werde. In Sicherheit gebracht würden auch Hunderte Studenten aus China und Indien.
Für andere eingeschlossene Städte wie Mariupol oder Wolnowacha in der Ostukraine scheiterten in den vergangenen Tagen mehrere Versuche zur Einrichtung eines derartigen «grünen Korridors». Beide Seiten warfen sich gegenseitig Sabotage vor.

Russland hatte das Nachbarland Ukraine am 24. Februar angegriffen. UN-Angaben zufolge wurden mehr als 400 Zivilisten getötet. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. (dpa)

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