Ukraine-Flüchtlinge

Ukraine-Flüchtlingsgipfel im Kanzleramt: Pläne für ungewisse Zukunft und Bildung

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Flüchtlinge aus der Ukraine (Symbolbild)

Bund, Länder und Kommunen wollen für die Integration der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine das Angebot an Kinderbetreuung und Schulbildung verbessern.

Berlin - «Die Städte haben gemeinsam mit den Bundesländern begonnen, Kinderbetreuung und Unterricht für ukrainische Kinder zu organisieren - hier brauchen wir deutlich mehr Kapazitäten», sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU), am Montag zu Beginn eines Flüchtlingsgipfels im Kanzleramt. Der Bund sollte sich an den Kosten dafür beteiligen, nötig seien zudem schnelle Anerkennungsverfahren für Lehrkräfte und Erzieherinnen aus der Ukraine.

Sowohl die Behörden als auch Hilfsorganisationen und Freiwillige, die sich in den vergangenen zwei Monaten seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine um die Ankommenden kümmern, berichten immer wieder von dem Problem für eine Situation vorzusorgen, die vom Kriegsverlauf abhängig und daher schwer zu planen ist. «Viele Geflüchtete wollen so schnell wie möglich zurück in ihre Heimat, doch wann das möglich sein wird, ist ungewiss», sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan (SPD). «Darum müssen wir bereits heute Perspektiven und Teilhabe in unserem Land für die geflüchteten Menschen schaffen.» Alle sollten die notwendige Unterstützung erhalten.

Bis Sonntag hatte die Bundespolizei die Einreise von mehr als 376 000 Menschen aus der Ukraine festgestellt. Da Ukrainer für 90 Tage ohne Visum einreisen können und an den EU-Binnengrenzen in der Regel keine stationären Kontrollen vorgesehen sind, ist die genaue Zahl der ukrainischen Kriegsflüchtlinge jedoch nicht bekannt. (dpa)

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