Angesichts des andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat Litauen den landesweiten Ausnahmezustand bis zum 21. April verlängert.
Vilnius - Das Parlament des baltischen EU- und Nato-Landes stimmte am Donnerstag dem Beschluss der Regierung in Vilnius zu. Die Bedrohungen, die zur Einführung dieser Maßnahmen zum Schutz der nationalen Sicherheit und der öffentlichen Ordnung geführt hätten, seien nicht verschwunden - sie hätten sogar zugenommen, sagte Parlamentspräsidentin Viktorija Cmilyte-Nielsen.
Litauen hatte nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar umgehend einen landesweiten Ausnahmezustand verhängt. Die Sonderregelung des Ausnahmezustands ermöglicht es den Behörden, Fahrzeuge und Menschen im Grenzgebiet zu stoppen und zu durchsuchen. Auch der Schutz strategischer Objekte und Infrastruktur wird in diesem Zeitraum verstärkt, die Ausstrahlung von russischen oder belarussischen Radio- und Fernsehprogrammen ist untersagt.
Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus. Der Baltenstaat ist wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine um seine Sicherheit besorgt. (dpa)