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Ukraine-Krieg aktuell: Drohnenangriff auf Moskau – Ukraine attackiert russischen Damm

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  • Paula Völkner
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Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew setzt erneut Drohnen über Russland ein. Russische Truppen in Pokrowsk. Der Ticker.

Dieser Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. In unserem neuen Ukraine-Ticker halten wir Sie weiter auf dem Laufenden.

Update, 11:38 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben im Ukraine-Krieg einen Damm nahe der russischen Stadt Belgorod angegriffen und dadurch unkontrollierte Wasserströme ausgelöst. Der Angriff auf den Staudamm des Belgorod-Reservoirs hat nach Angaben des ukrainischen 16. Armeekorps russische Einheiten abgeschnitten, die den Fluss Siwerskyj Donez bei der ukrainischen Stadt Wovtschansk überquert hatten.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die Überflutung habe die russische Logistik gestört und mehrere russische Einheiten auf ukrainischer Seite des Flusses ohne sichere Versorgungslinien oder Verstärkung gestrandet, teilte das Armeekorps am 26. Oktober mit. In einem Statement hieß es: „Das Wichtigste ist, dass die Logistik des Feindes erheblich komplizierter geworden ist. […] Die Einheiten, denen es gelungen ist, den Siwerskyj Donez zu überqueren, sind somit effektiv von ihren Hauptstreitkräften abgeschnitten worden.“

Der von der Ukraine mutmaßlich beschädigte Damm nahe dem Dorf Bezliudovka und der russischen Stadt Belgorod.

Ukraine-Krieg aktuell: Ballons über NATO-Land aus Belarus – Litauen sieht „hybriden Angriff“

Update, 09:51 Uhr: Litauens Hauptflughafen in Vilnius ist wegen mysteriöser Ballons aus Belarus für mehrere Stunden am Sonntag erneut gesperrt worden. Präsident Gitanas Nausėda sprach von einem „hybriden Angriff“ und forderte eine „asymmetrische Antwort“ auf die Provokationen. Litauen hat als Antwort auf die Luftraumverletzung auf unbestimmte Zeit die Grenze zu Belarus geschlossen, teilte das Nationale Krisenmanagement Zentrum Litauens mit.

Der Flugverkehr wurde am Samstagabend um 21:42 Uhr eingestellt und erst um 4:30 Uhr wieder aufgenommen, wie der Flughafen mitteilte. Insgesamt waren 47 Flüge betroffen – 13 wurden gestrichen, 14 nach Kaunas oder Riga umgeleitet. Es war bereits der dritte Zwischenfall binnen einer Woche.

Ukraine-Krieg aktuell: Wadephul heute in Brüssel, um über Ukraine zu beraten

Update, 09:16 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Montag zu politischen Gesprächen mit Vertretern von EU und NATO nach Brüssel. Geplant sind Beratungen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič, der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas sowie NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Im Zentrum der Gespräche stehen laut dem Auswärtigen Amt die weitere Unterstützung der Ukraine und die europäische Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit.

Update, 08:50 Uhr: Donald Trump hat den von Wladimir Putin verkündeten Abschluss von Tests mit nuklear angetriebenen Marschflugkörpern als „nicht angemessen“ kritisiert. „Er sollte den Krieg (in der Ukraine) beenden“, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One über Putin. „Ein Krieg, der eine Woche hätte dauern sollen, dauert nun schon fast vier Jahre. Das sollte er tun, anstatt Raketen zu testen.“

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew attackiert Moskau mit Drohnen

Update, 07:45 Uhr: Neue Details zum nächtlichen Drohenangriff auf Moskau: Nach Angaben der russischen Behörden zielten 34 Drohnen auf Moskau. Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte auf Telegram, die Drohnenabwehr habe kurz vor 22.00 Uhr Ortszeit begonnen und sechs Stunden gedauert. Meldungen über Schäden in der Hauptstadt gibt es demnach nicht. Allerdings berichtet Russland in der Regel auch nur über die gesamten Folgen ukrainischer Angriffe, wenn zivile Ziele getroffen wurden.

Die Ukraine überzieht Russland mit Drohnen-Angriffen.

Drohnenangriffe meldete Russland auch aus anderen Regionen, vor allem im Süden und Westen des Landes. In der Region Brjansk, wo es bei einem Angriff auf einen Kleinbus einen Toten und fünf Verletzte gab, waren es demnach 47 Drohnen. Insgesamt hat Russland nach eigenen Angaben in der Nacht 193 ukrainische Drohnen abgeschossen. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt bisher nicht vor.

Update, 06:55 Uhr: Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der russischen Region Brjansk sind nach Angaben des Gouverneurs Alexander Bogomas der Fahrer getötet und fünf weitere Menschen verletzt worden. Die Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden.

Update, 27. Oktober, 05:05 Uhr: Russland hat in der Nacht wiederholt Drohnenangriffe auf die Hauptstadt Moskau abgewehrt. Zwei der vier Flughäfen der Stadt, Domodedowo und Schukowski, wurden daraufhin vorübergehend geschlossen, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte. Nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin schoss die Luftabwehr innerhalb von fünf Stunden 28 Drohnen ab. Eine Stellungnahme der Ukraine lag zunächst nicht vor. 

Ukraine-Krieg aktuell: Lawrow macht dem Westen Vorwürfe

Update, 22:40 Uhr: In der Diskussion um die russische Hinhaltetaktik bei der Suche nach einer Friedenslösung für den Ukraine-Krieg hat Moskaus Außenminister Sergej Lawrow den Spieß umgedreht. Er warf Kiew und dem Westen ein Spiel auf Zeit vor. „Wenn jetzt Forderungen nach einem Waffenstillstand laut werden, wissen wir, dass sie eigentlich nur wieder Zeit gewinnen wollen“, behauptete Lawrow in einem Interview des ungarischen YouTube-Kanals Ultrahang. Er warf den Europäern vor, mit ihrer Rhetorik über einen Waffenstillstand die Agenda dominieren zu wollen.

Die Ukraine benötige nach seinen Worten einen Waffenstillstand ohne Vorbedingungen, „weil ihr die Waffen ausgehen“. Doch ändere Kiew seine Positionen „je nachdem, was gerade an den Fronten geschieht“. Zugleich warf Lawrow den Europäern vor, die Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump zu behindern. 

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Ukraine-Krieg aktuell: Zehn Verletzte bei russischem Drohnenangriff bei Sumy

Update, 20:20 Uhr: Bei einem russischen Luftangriff gegen einen Kleinbus im Osten der Ukraine sind mindestens zehn Menschen verletzt worden. Das Fahrzeug sei in der Nähe der Stadt Sumy von einer Kampfdrohne getroffen worden. Bei der Explosion seien zehn Insassen, unter ihnen auch zwei Kinder, teils schwer verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Hryhorow auf Telegram mit. Zwei der Verletzten befänden sich in kritischem Zustand.

Ukrainische Kampfdrohnen richteten dafür erhebliche Schäden bei Angriffen auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim an, wie der ukrainische Militärgeheimdienst HUR mitteilte. Bei den Attacken seien drei Radaranlagen sowie ein Landungsboot zerstört worden. Ein auf der HUR-Website veröffentlichtes Video, dessen Echtheit nicht überprüft werden konnte, zeigt den Anflug von Drohnen auf die genannten Ziele.

Update, 17:47 Uhr: Nach monatelangen Sturmangriffen gegen ukrainische Stellungen rund um Pokrowsk am Rande des Donbass ist es russischen Soldaten nach Darstellung aus Kiew gelungen, in die schwer umkämpfte Stadt einzudringen. Die russischen Streitkräfte hätten mehrere kleinere Infanteriegruppen unter Umgehung der ukrainischen Linien in die Stadt eingeschleust, teilte der Generalstab in Kiew auf Facebook mit. Die rund 200 russischen Soldaten hätten sich festgesetzt und lieferten sich schwere Gefechte mit den ukrainischen Einheiten. Beide Seiten setzten dabei auch Kampfdrohnen ein.

Nach Darstellung der ukrainischen Generalität sind die Kämpfe „von hoher Dynamik und Intensität geprägt“. Die russische Armee versuche unterdessen, die ukrainischen Verteidigungslinien mit Kampfpanzern und Schützenpanzern zu durchbrechen. Der Generalstab widersprach unterdessen russischen Behauptungen von der kompletten Einkesselung ukrainischer Truppen in Pokrowsk. Vielmehr seien größere Gebiete rund um die Stadt zurückerobert worden. Damit habe sich die Lage in dem Abschnitt sowie an den Zufahrtswegen zu Pokrowsk stabilisiert.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland behauptet ukrainischen Drohnenangriff in Belgorod

Update, 14:27 Uhr: In der westrussischen Region Belgorod sind nach Behördenangaben 16 Menschen durch ukrainische Drohnenangriffe verletzt worden. Die ukrainischen Streitkräfte hätten die Ortschaft Maslowa Pristan beschossen und dort zehn Zivilisten, unter ihnen zwei Minderjährige, verletzt, schrieb Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf seinem Telegramkanal. Zwei private Wohnhäuser seien durch die Sprengsätze stark beschädigt worden.

Etwas später informierte er über sechs weitere Opfer an anderer Stelle. So sind Gladkows Angaben nach in der Gebietshauptstadt Belgorod selbst drei Verletzte zu beklagen, darunter ein Angehöriger des Militärs. In der Ortschaft Dorogoschtsch im an die Ukraine grenzenden Landkreis Graiworon traf es drei weitere Personen, darunter einen 14-Jährigen. 

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Litauen reagiert auf verdächtigen Ballon

Update, 12:35 Uhr: Laut Deutschlandfunk ist in Litauen der Flugbetrieb am Flughafen der Hauptstadt erneut vorübergehend eingestellt worden. Hintergrund ist die Sichtung eines weiteren Ballons. Es war bereits das dritte Mal innerhalb einer Woche, dass Starts und Landungen ausgesetzt werden mussten.

Update, 12:53 Uhr: Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk rechnet nicht mit einem dauerhaften Frieden für die Ukraine, solange Russlands Präsident Wladimir Putin an der Macht ist. Der Konflikt drohe zu einem „permanenten ewigen Krieg“ zu werden, wenn es nicht zu drastischen Veränderungen in Russland komme. „Die Hauptfrage ist jetzt, wie viele Opfer wir noch sehen werden“, sagte der Politiker in einem Interview der Sunday Times. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe ihm gesagt, dass sein Land bereit sei, weitere zwei bis drei Jahre zu kämpfen, er aber zugleich hoffe, dass der Krieg nicht zehn Jahre dauern werde. Tusk betonte: „Ich habe keine Zweifel, dass die Ukraine als unabhängiger Staat überleben wird.“

Für Ende des Ukraine-Kriegs: Serbien bietet Ort für Friedensgespräche an

Update, 11:16 Uhr: Seit Monaten wird um ein Ende des Ukraine-Kriegs gerungen. Nun hat der serbische Außenminister Marko Đurić erklärt, Belgrad sei bereit, Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland auszurichten. Đurić sagte, Serbien „gehöre auch zu den Ländern, die ihre guten Dienste anbieten“. Das berichtet Ukrainska Pravda. Der Außenminister fügte hinzu, der Krieg in der Ukraine müsse sofort beendet werden.

„Serbien ist sehr stolz auf seine unabhängige Außen- und Sicherheitspolitik, die tief in der Geschichte unserer Nation verwurzelt ist und es uns ermöglicht hat, über Jahrhunderte hinweg unabhängig zu bleiben, obwohl wir klein sind“, führte Đurić aus und wies darauf hin, dass Serbien seine Position in Europa zwischen Ost und West schätze und gleichzeitig enge Beziehungen zu den Vereinigten Staaten unterhalte.

Update, 9:48 Uhr: Offenbar setzt Wladimir Putin angesichts der aktuellen Lage im Ukraine-Krieg auf die Schlagkraft seiner atomare. Langstreckenrakete. Laut dpa forderte den Stabschef auf, die Infrastruktur zu schaffen, um die neue Waffe nun bei den Streitkräften einzuführen. Putin hatte 2018 erstmals die Entwicklung der Interkontinentalrakete erwähnt. Seither soll es mehrere Tests gegeben haben.

Zugleich ließ sich Putin über die aktuelle Lage an der Front unterrichten. Nach Angaben seines Generals sind die ukrainischen Garnisonen der Städte Pokrowsk im Gebiet Donezk und Kupjansk im Gebiet Charkiw eingekreist. Seinen Angaben zufolge sind jeweils 5000 ukrainische Soldaten von der Einkesselung betroffen. Unabhängig lassen sich diese Angaben nicht bestätigen. Ukrainische Medien sprach zuletzt lediglich von einem Halbkreis.

Update, 9:15 Uhr: Russland hat offenbar die Einsatzfähigkeit einer neuen Nuklearwaffe erfolgreich getestet. Wie unter anderem Reuters berichtet, könne der nuklearfähige Marschflugkörper Burevestnike laut Moskau jedes Verteidigungssystem umgehen. Russland werde auf die Stationierung dieser Waffe hinarbeite, erklärte Wladimir Putin am Sonntag. Laut TASS sprach der Präsident von einem „einzigartigen Produkt, das es auf der Welt nicht gibt“.

„Ich erinnere mich noch genau daran, als wir ankündigten, dass wir eine solche Waffe entwickeln würden. Sogar hochqualifizierte Spezialisten sagten mir, dass dies zwar ein gutes und lohnendes Ziel sei, aber in naher Zukunft nicht realisierbar“, führte Putin über den Marschflugkörper aus. Russlands oberster General, Waleri Gerassimow, hatte dem Kreml-Chef zuvor erklärt, die Rakete habe bei ihrem Test am 21. Oktober eine Strecke von 14.000 Kilometern zurückgelegt und sei etwa 15 Stunden in der Luft gewesen.

Update, 8:12 Uhr: Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt angespannt. Der Generalstab der Ukraine gab auf Facebook bekannt, dass Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter steigen. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden hat Putin demnach etwa 900 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verletzt. Die gesamten Verluste seit Kriegsbeginn belaufen sich aktuell auf etwa 1.136.890. Zusätzlich soll Russlands Armee rund 11.291 Panzer und 23.477 gepanzerte Kampffahrzeuge verloren haben. 34.002 Artilleriesysteme zählen ebenfalls zu den Verlusten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Aktuelle Angriffe im Ukraine-Krieg: Russland hat erneut Kiew attackiert

Update, 7:21 Uhr: Nach dem nächtlichen Beschuss auf Kiew gibt es inzwischen weitere Informationen: Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden mindestens drei Menschen worden. Einer vorläufigen Bilanz zufolge stieg die Zahl der verletzten Menschen auf 27, wie Klitschko am Sonntag im Onlinedienst Telegram zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg mitteilte. Der Chef der Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadt warnte am frühen Sonntagmorgen vor „mehreren“ angreifenden russischen Drohnen und rief die Menschen dazu auf, in den Schutzräumen zu verbleiben.

In der Nacht zuvor war Kiew laut Klitschko mit ballistischen Raketen angegriffen worden, mindestens zwei Menschen wurden getötet. Auch in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk seien durch russische Drohnen- und Raketenangriffe in der Nacht zum Samstag mindestens zwei Menschen getötet worden.

Erstmeldung: Bei einem aktuellen russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind in der Nacht mindestens 26 Menschen verletzt worden, darunter sechs Kinder. Die ukrainische Luftabwehr sei im Einsatz gewesen, teilte die Militärverwaltung von Kiew bei Telegram mit. Herabfallende Trümmerteile abgeschossener Drohnen hätten in mehreren Stadtbezirken Wohnhäuser beschädigt. Auch Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete bei Telegram über die Angriffe.

Rubriklistenbild: © Google Maps

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