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Ukraine-Krieg: Habeck nennt Panzerlieferungen „ein bisschen zu spät“

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Während sich in der Ukraine ein Abnutzungskrieg abzeichnet, fordert Präsident Selenskyj erneut schnelle Waffenlieferungen. Der News-Ticker.

  • Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Lesen Sie die aktuellen Nachrichten zu militärischen Entwicklung im Ukraine-Krieg in unserem neuen News-Ticker.

+++ 11.20 Uhr: Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck bemängelt den Zeitpunkt der deutschen Panzerlieferungen an die Ukraine. „Mit der Entscheidung, nun Leopard-1- und Leopard-2-Panzer zu liefern, tun wir, was wir derzeit tun können“, sagt Habeck in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT. „Ein bisschen zu spät, aber immerhin ist es jetzt passiert.“

Zur Begründung seiner Einschätzung sagt der Grünen-Politiker: „Alle rechnen mit einer furchtbaren russischen Offensive, Russland hat in den letzten Wochen die Angriffe schon verstärkt. Die Zeit drängt.“

Wirtschaftsminister Habeck: „Alle rechnen mit einer furchtbaren russischen Offensive“

News zum Ukraine-Krieg: Großbritannien sieht keine schnelle Kampfjet-Lieferung

+++ 10.15 Uhr: Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace hat die Hoffnungen der Ukraine auf schnelle Kampfjet-Lieferungen aus Großbritannien deutlich gedämpft. „Ich denke nicht, dass wir in den kommenden Monaten oder gar Jahren unbedingt Kampfjets liefern werden, denn das sind ganz andere Waffensysteme als etwa Panzerabwehrraketen“, sagte Wallace am Donnerstag in einem BBC-Interview. Es dauere sehr lange, das Fliegen mit solchen Jets zu lernen, außerdem werde - ähnlich wie bei einem Formel-1-Team - eine ganze Crew benötigt. „Und, wir werden nicht 200 Mitglieder der Royal Air Force in Kriegszeiten in die Ukraine schicken“, sagte Wallace.

Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks

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Der Krieg begann Ende Februar mit Angriffen Russlands auf zahlreiche Städte der Ukraine. Die Truppen aus Moskau nahmen frühzeitig auch Kiew, die Haupstadt des Landes, unter Raketenbeschuss. Eine der russischen Raketen wurde als Teil einer Ausstellung vor dem Nationalmuseum für Militärgeschichte platziert. Kurator Pavlo Netesov wollte nach eigener Aussage mit der Ausstellung der zerstörten Ausrüstung die Bewohnerinnen und Bewohner Kiews an die Straßenkämpfe erinnern, die in anderen Städte der Ukraine tobten, von denen die Hauptstadt aber verschont blieb. © Sergei Supinsky/afp
Wolodymyr Selenskyi in Donezk
Eine dieser Städte war Donezk. Im Mai 2022 besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die einstige Millionenmetropole und hörte sich dort den Bericht von Frontsoldaten an. In Donezk tobt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bereits seit 2014. Seitdem herrscht dort ein von Moskau installiertes Regime, das sich selbst Volksrepublik Donezk nennt. Nach einigen vorübergehenden Waffenstillstandsabkommen ist die Stadt im Südosten nun wieder Ort erbitterterte Kämpfe. © Uncredited/dpa
Menschen suchen Deckung in Lyssytschansk
Es ist vor allem die Zivilbevölkerung, wie diese beiden Kinder und Seniorinnen in Lyssytschansk, die unter dem Ukraine-Krieg leiden. Die Großstadt liegt mitten im Donbass, die seit Kriegsausbruch am schwersten umkämpfte Region in der Ukraine. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht fliehen oder konnten, müssen nun regelmäßig Schutz vor Artilleriebeschuss suchen. © Aris Messinis/afp
Tschassiw Jar, Kleinstadt der Ukraine in der Nähe Lyssytschansk
Unweit von Lyssytschansk liegt die Kleinstadt Tschassiw Jar. Dort räumen Arbeiter die Trümmer eines Hauses von der Straße, das von einer russischen „Hurrikan“-Rakete getroffen wurde. Im Juli 2022 feierte Russland vor allem in der Donbass-Region militärische Erfolge. Zahlreiche Städte und Gemeinden wurden erobert. Die Truppen Wladimir Putins schienen die Ukraine im Sturm zu erobern. © Anatolii Stepanov/afp
brennendes Weizenfeld in der Region Saporischschja
Dieser Mann in Militäruniform ist in einem brennenden Weizenfeld in der Region Saporischschja, während russische Truppen Felder beschießen, um die örtlichen Landwirte an der Getreideernte zu hindern. Die Ukraine auszuhungern und die Ernte zu stehlen, war von Anfang an Teil der russischen Strategie © Uncredited/dpa
Das sechsmonatige Jubiläum im August war ein trauriger Abschnitt im russischen Angriffs-Krieg
Das sechsmonatige Jubiläum des UKraine-Kriegs im August war ein trauriger Abschnitt der russischen Invasion. Doch die ukrainischen Streitkräfte leisteten mit Herz und allen Mitteln weiter Widerstand und feierten ihre Nation, wie hier mit Drohne und ukrainischer Flagge über dem „Monument des Mutterlands“ in Kiew. © Dimitar Dilkoff/afp
Hier wurde im September in der Stadt Kupiansk in der Kharkiv Region eine Brücke bombadiert
Im September begannen die Truppen Wladimir Putins, die Infrastruktur der ukrainischen Städte unter Beschuss zu nehmen. In der Stadt Kupiansk in der Region Kharkiw bombardierte Moskau eine Brücke. An vielen anderen Städten versuchten die russischen Streitkräfte, die Energieversorgung zu stören. © Yasuyoshi Chiba/afp
Statt eines kurzen Angriffskriegs, den der russische Präsident Wladimir Putin geplant hatte, dauert der Krieg immer noch an.
Weil die Erfolge in der Ukraine ausblieben, benötigten die russischen Truppen immer mehr Rekruten für die Front. Präsident Wladimir Putin verkündete deshalb eine Teilmobilisierung im eigenen Land. Tausende junger Männer mussten sich wie dieser Mann in der Stadt Kineschma von ihren Müttern verabschieden und in den Ukraine-Krieg ziehen. © Vladimir Smirnov/imago
Hier sieht man Putin bei einer Ansprache auf einem großen Screen auf dem Roten Platz anlässlich der Annexion von vier Regionen der Ukraine, die von russischen Truppen im September besetzt waren
Im Osten der Ukraine schuf Wladimir Putin Ende September Tatsachen. Vier Regionen des Landes, die zuvor ihre Unabhängigkeit erklärt hatten, wurden annektiert. Anlässlich der Gebietsgewinne richtete sich Putin in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung Russlands. Zumindest auf dem Roten Platz in Moskau wurde Putins Rede frenetisch bejubelt. © Alexander Nemenov/afp
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf. Sie ist die einzige Landverbindung zwischen Russland und der annektierten Krim-Halbinsel. Russland versprach, die Täter zu finden, ohne die Ukraine sofort zu beschuldigen. © Uncredited/afp
Ukrainische Artilleristen feuern eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk Ende Oktober während des russischen Einmarsches in die Ukraine
Ebenfalls im Oktober gelingt es der Ukraine, an vielen Frontabschnitten vorzurücken. Das gelingt den Streitkräften vor allem dank der Unterstützung aus dem Westen, die immer mehr schweres Gerät in den Konflikt liefert. Hier feuern ukrainische Artilleristen eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk ab. © Dimitar Dilkoff/afp
Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern
Mitte November gelingt den ukrainischen Truppen ein großer Erfolg. Sie können die Hafenstadt Cherson im Südosten des Landes zurückerobern. Die Millionenmetropole besitzt neben hohem strategischem auch symbolischen Wert im Kampf gegen Russland. Ein Bewohner feiert die Befreieung mit erhobenem Daumen im Zentrum der Stadt. © Celestino Arce Lavin/dpa
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden. Russland attackierte die Ukraine mit einem massiven Angriff auf die zivile Infrastruktur, wodurch Millionen von Haushalten ohne Strom blieben. Unmittelbar nach dem Vorfall gab es Befürchtungen, dass es sich um eine neue Eskalation des Konflikts handeln könnte, doch am 16. November 2022 gab Polen bekannt, dass das Geschoss wahrscheinlich von der ukrainischen Luftabwehr stammte. Diese Theorie wurde dann auch von Washington bestätigt. © Wojtek Radwanski/Damien Simonart/afp
ein Werk des britischen Straßenkünstlers Banksy auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion
Auch Banksy besuchte die Ukraine inmitten des Krieges. Ein am 17. November 2022 aufgenommenes Foto zeigt ein Werk des britischen Straßenkünstlers auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Ukraine sich auf einen Winter des Krieges einstellen wird müssen. © Sergei Supinsky/afp
Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten
Weitere harte Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. Sogar Kernkraftwerke werden zum Ziel russischer Raketen. Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten, der durch Beschuss im Zuge der russischen Militäroperation in der Ukraine in Enerhodar beschädigt wurde. © Alexey Kudenko/imago
Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022
Kleine Momente des Glücks im Wahnsinn des Krieges: Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022, als die Stadt nach den jüngsten massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur von einem geplanten Stromausfall betroffen ist. © Yuriy Dyachyshyn/afp
Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine
Für einen Augenblick darf dieses Mädchen einfach Kind sein. Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine © Dimitar Dilkoff/afp
Ukraine-Krieg - Jahrestag Kriegsbeginn- Kiew
Ukrainische Soldaten erinnern am 24. Februar 2023 an der Sophienkathedrale in Kiew an den Beginn des Ukraine-Kriegs ein Jahr zuvor. © Kay Nietfeld/dpa
Ukraine-Krieg - Orthodoxe Ostern in Saporischschja
Die kirchlichen Rituale werden in der Ukraine auch im April 2023 befolgt: Orthodoxe christliche Priester und Gläubige bei der Segnung der traditionellen Osterkörbe am Ostersonntag in der St. Nikolaus-Kirche in Saporischschja. © Andriy Andriyenko/dpa
Ukraine-Krieg - Ukrainische Gegenoffensive im Süden des Landes
Ukrainische Soldaten gestikulieren im September 2023 auf ihrem Bradley Fighting Vehicle (BFV) in der Frontstadt Orichiw. Aus ihrem amerikanischen Schützenpanzer berichten sie von schweren Gefechten. Seit Kriegsbeginn stand Orichiw unter ständigem Beschuss der russischen Armee. © Oliver Weiken/dpa
Ukraine-Krieg - Kupjansk
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Mitte) wird am 30. November 2023 während eines Besuchs in einem Gefechtsstand an der Front in Kupjansk über die Kriegssituation informiert. © dpa
Lwiw
Auch im Dezember 2023 feiern die Menschen in der Ukraine Weihnachten. In Lwiw besuchen sie den Gottesdienst an Heiligabend und bereiten sich darauf vor, den ersten Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember zu feiern.  © Yuriy Dyachyshyn/AFP
Ukraine-Krieg - Charkiw
Ein großer Haufen Trümmer mit Resten von russischen Raketen liegt in der Stadt Charkiw. In den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2024 schlug eine russische Rakete in einem Wohngebiet von Chugugyv ein und tötete eine 67-jährige Frau. © Ximena Borrazas/dpa
Charkiw
Trotz Gesprächen über eine Waffenruhe dauert der Ukraine-Blick auch im Jahr 2025 weiter an. Charkiw steht mehrmals schwer unter russischem Beschuss. Das Kunstwerk „Kreuz des Friedens“ mit einem Kruzifix aus 20.000 Fragmenten russischer Artilleriegeschosse wurde vom amerikanisch-ukrainischen Künstler Sergey Melnikoff (besser bekannt als MFF) und dem ukrainischen Künstler Viktor Belchik geschaffen. © Sergey Bobok/AFP
Ukraine-Krieg - Sumy
Bei einem schweren russischen Luftschlag mit ballistischen Raketen gegen die Stadt Sumy kommen am Palmsonntag 2025 mehr als 30 Menschen ums Leben. Mehr als 100 Zivilpersonen werden verletzt. Unter den Toten sind auch Kinder. © Evgeniy Maloletka/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bei seinem kürzlichen Besuch in London eindringlich Kampfjets zur Verteidigung gegen die russische Aggression gefordert. Der britische Premierminister Rishi Sunak lässt daraufhin grundsätzlich prüfen, ob Kampfflugzeuge für die Ukraine verfügbar sind. Auch er sprach jedoch von einer „langfristigen“ Lösung. Schneller als bei der Lieferung soll es bei der Ausbildung gehen: Bereits im Frühling könnten die ersten ukrainischen Piloten an Nato-Jets in Großbritannien ausgebildet werden.

News zum Ukraine-Krieg: Kampfflugzeuge haben für Deutschland derzeit keine Priorität

+++ 6.50 Uhr: Deutschland sieht die Lieferung von Kampfflugzeugen an die Ukraine vorerst nicht im Fokus. Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte, dass die Priorität darin liege, die Sicherheit des Luftraums über der Ukraine zu gewährleisten, wofür ein funktionsfähiges Luftverteidigungssystem mit ausreichend Munition erforderlich sei, berichtete die ARD.

„Wenn der Luftraum über der Ukraine in den nächsten drei bis vier Monaten sicher bleibt, dann können wir über alle weiteren Schritte sprechen“, sagte Pistorius.

Ukraine-Krieg: USA - Vorerst keine neuen Ankündigungen zu F-16 für die Ukraine

Update vom 15. Februar 2022, 5.15 Uhr: Eine mögliche Lieferung westlicher F-16-Kampfjets an die Ukraine bleibt auch nach dem jüngsten Treffen der internationalen Kontaktgruppe zur Koordinierung von Militärhilfe unterdessen weiter offen. „Ich habe dazu keine Ankündigungen zu machen“, sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin nach Beratungen der sogenannten Ramstein-Gruppe. Dabei wolle er es belassen.

Austin betonte allerdings, dass es die USA Polen nicht verbieten würden, MiG-29-Kampfjets sowjetischer Bauart an die Ukraine zu liefern. „Die Vereinigten Staaten haben Polen niemals davon abgehalten, irgendetwas zu liefern“, sagte er. Dies sei die Entscheidung der Führung eines Landes und die USA wollten und könnten so etwas nicht diktieren.

News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj drückt aufs Tempo

+++ 22.27 Uhr: Kurz vor dem ersten Jahrestag des russischen Einmarsches hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Geschwindigkeit bei der Militärhilfe für sein angegriffenes Land gepocht. „Wir sehen, dass der Kreml versucht, aus Russland jegliches Aggressionspotenzial herauszuquetschen“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft am Dienstag. „Sie haben es eilig, denn sie wissen, dass die Welt am Ende stärker ist, aber Zeit braucht, ihre Kraft zu entfalten.“ Deshalb komme es nun auf schnelle Hilfe an.

Insbesondere in den umkämpften Gebieten Donezk und Luhansk sei die Lage weiter „äußerst schwierig“, betonte Selenskyj. „Das sind buchstäblich Kämpfe um jeden Meter ukrainischen Landes.“

News zum Ukraine-Krieg: Truppen liefern sich heftige Gefechte im Donbass

+++ 21.23 Uhr: Bei dem Nato-Gipfeltreffen in Brüssel nannte US-Generalstabschef Mark Milley den Kampf um die Region Bachmut im Osten des Landes einen „Abnutzungskrieg“. Es seien gewaltvolle Auseinandersetzungen, mit vor allem auf russischer Seite verlustreichen Gefechten, doch die Frontlinie sei stabil.

„Es gibt hier keine ausgefeilten Manöver. Es handelt sich um Frontalangriffe, Angriffswellen, viel Artillerie mit extrem hohen Verlusten in diesem Gebiet“, sagte er am Dienstagabend (14. Februar). Wie lange das so gehen werde, sei schwierig zu sagen. Doch er glaube nicht, dass die ukrainischen Streitkräfte die Stadt aufgeben werden, wie mehrere Medien, unter anderem die dpa berichten.

News zum Ukraine-Krieg: „Russland versucht, die Lebensbedingungen unerträglich zu machen“

+++ 19.10 Uhr: Neben den heftigen Kämpfen in Bachmut zielt Russland nun offenbar auch auf die Versorgung der Ukraine ab. Alleine am Dienstag (14. Februar) soll der Kreml 14 Raketen auf verschiedene Energiewerke abgefeuert haben, berichtet das ukrainische Nachrichten-Portal Ukrainska Pravda. „Russland versucht heute, die Lebensbedingungen in der Ukraine unerträglich zu machen“, sagte der Ukraines Premierminister Denys Schmyhal bei einem Regierungstreffen.

Durch Notstromsysteme soll es Energieingenieure gelungen sein, die Versorgung aufrechtzuerhalten. „Aber der Feind hört nicht auf. Jetzt versuchen die Russen, den Ukrainern den Zugang zur Wasserversorgung zu entziehen“, sagte Schmyhal. Russische Streitkräfte sollen Tore des Wasserkraftwerks Kachowka geöffnet und teilweise zerstört haben. Dadurch verlieren umliegende Siedlungen Tausende Kubikmeter Trinkwasser, das sie aus dem Dnepr-Stausee beziehen, berichtet Ukrainska Pravda weiter. 

News zum Ukraine-Krieg: Panzer-Koalition beim Nato-Treffen in Brüssel verkündet

+++ 15.30 Uhr: Norwegen wird der Ukraine acht Leopard-2-Kampfpanzer und bis zu vier Unterstützungsfahrzeuge zur Verfügung stellen. Das „Panzerpaket“ wird auch Munition und Ersatzteile umfassen, heißt es in dem Bericht des norwegischen Verteidigungsministeriums am 14. Februar.

Zuvor hatte der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Brüssel, dass acht Deutschland, Polen, Kanada, Spanien, Norwegen, Dänemark und die Niederlande gemeinsam an der Lieferung von Kampfpanzern Leopard an die Ukraine arbeiten würden.

News zum Ukraine-Krieg: Pistorius mit düsterer Panzer-Prognose

+++ 14:30 Uhr: Die Planungen für eine schnelle Lieferung von europäischen Leopard-2-Panzern an die Ukraine kommen nach Angaben von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nur langsam voran. Es sehe „nicht ganz so berauschend aus – um es vorsichtig zu formulieren“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag am Rande eines Treffens der internationalen Kontaktgruppe für Waffenlieferungen an die Ukraine.

News zum Ukraine-Krieg: Niederlande schließen Kampfjet-Lieferung an Ukraine nicht aus

+++ 12.45 Uhr: Die Niederlande schließen eine Lieferung von F-16-Kampfjets an die Ukraine nicht aus. Es stimme, dass die Ukrainer F-16 bei ihrem Land angefragt hätten, sagte Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren am Dienstag am Rande eines Treffens der internationalen Kontaktgruppe für Waffenlieferungen an die Ukraine in Brüssel. Man nehme diesen Wunsch „sehr ernst“.

Zugleich wies Ollongren darauf hin, dass die F-16 ein komplexes Waffensystem sei und dass das Thema mit Partnern wie den USA diskutiert werden müsse. „Die Ukraine ist sich sehr darüber bewusst, dass dies etwas ist, das Zeit braucht“, sagte sie. Kampfjets seien nicht mit den Kampfpanzern vergleichbar, die nun für den Kampf in den nächsten Monaten in die Ukraine geliefert würden.

News zum Ukraine-Krieg: Russland kritisiert Nato für „Feindseligkeit“

+++ 11.45 Uhr: Der Kreml hat die Nato erneut wegen ihrer Haltung zum Krieg in der Ukraine kritisiert. Das Militärbündnis demonstriere jeden Tag seine Feindseligkeit gegenüber Russland und werde immer stärker in den Konflikt in der Ukraine verwickelt. „Die Nato ist eine Organisation, die uns gegenüber feindselig eingestellt ist und diese Feindseligkeit jeden Tag unter Beweis stellt“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Reportern. „Sie versucht ihr Bestes, um ihre Verwicklung in den Konflikt um die Ukraine so deutlich wie möglich zu machen“, so Peskow laut Reuters weiter.

News zum Ukraine-Krieg: Stoltenberg sieht keine Anzeichen für Frieden

+++ 11.00 Uhr: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Bündnisstaaten zu weiterer Militärhilfe für die Ukraine im Krieg gegen Russland aufgefordert. „Wir sehen keine Anzeichen dafür, dass Präsident Putin sich auf den Frieden vorbereitet“, sagte der Norweger am Dienstag in Brüssel. „Er bereitet sich auf mehr Krieg vor, auf neue Offensiven und neue Angriffe.“

Deshalb sei es noch wichtiger, dass die Nato-Staaten und ihre Partner mehr Unterstützung für die Ukraine leisteten, sagte Stoltenberg am Dienstag am Rande von Beratungen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe, über die Waffenlieferungen koordiniert werden. 

News zum Ukraine-Krieg: Deutschland ordert neue Munition für Gepard-Panzer

+++ 10.15 Uhr:  Deutschland hat für die Ukraine neue Munition für die Flugabwehrpanzer vom Typ Gepard bestellt. Die Verträge mit den Herstellern seien unterschrieben, erklärte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). „Das heißt, wir werden jetzt unverzüglich wieder eigene Produktion aufnehmen bei Rheinmetall für Gepard-Munition. Die wird unverzüglich anlaufen.“ Die Verträge wurden von Deutschland in Vertretung der Ukraine unterzeichnet.

Nach Angaben von Pistorius werden die Verträge die Unabhängigkeit und die schnellere Belieferung der Ukraine sicherstellen. „Das ist gerade für die Flugabwehr durch den Gepard in der Ukraine von zentraler Bedeutung“, sagte er. Dieser leiste trotz seines Alters „herausragende Dienste, gerade bei der Drohnenabwehr“ und werde von den ukrainischen Soldatinnen und Soldaten überaus geschätzt. „Und deswegen ist diese Nachricht eine gute für alle Beteiligten“, ergänzte Pistorius.

News zum Ukraine-Krieg: Weiter blutige Kämpfe um Bachmut

+++ 6.55 Uhr: Rund um die Stadt Bachmut im östlichen Gebiet Donezk dauern die schweren und äußerst blutigen Kämpfe an. Das Verteidigungsministerium in Moskau bekräftigte am Montag, russische Kämpfer hätten den Bachmuter Vorort Krasna Hora eingenommen. Am Vortag hatte bereits die russische Privatarmee Wagner die Einnahme der Siedlung für sich beansprucht. Aus der Ukraine gab es dafür bislang allerdings keine Bestätigung. Bei russischem Beschuss des Gebiets Cherson starben der ukrainischen Militärverwaltung zufolge eine Frau und ein Mann. Unabhängig zu prüfen waren die Angaben nicht.

News zum Ukraine-Krieg: Gemeinde Sumy durch Russland beschossen

Update vom 14. Februar 2022, 3.30 Uhr: Am 13. Februar beschossen russische Soldaten nach Angaben ukrainischer Quellen acht Gemeinden in der Region Sumy.

News zum Ukraine-Krieg: Hohe Verluste bei ehemaligen Häftlingen

Erstmeldung vom Montag, 13. Februar, 17.15 Uhr: Kiew/Bachmut – Zahlreiche Fachleute rechnen mit einer neuen Offensive der russischen Armee im Ukraine-Krieg. Das Thinktank „Institute for the Study of War“ sah laut mehreren Analysen bereits zahlreiche Hinweise für eine Rekrutierung von Soldaten. Ziel ist offenbar abermals die Eroberung des Donbass, insbesondere der Region Donezk.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Offensive hat laut Nato bereits begonnen

Laut einer Einschätzung der Nato hat die russische Offensive bereits begonnen: „Es ist klar, dass wir uns im Wettlauf der Logistik befinden. Schlüsselfähigkeiten wie Munition [...] müssen die Ukraine erreichen, bevor Russland die Initiative auf dem Schlachtfeld ergreifen kann“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg der Financial Times.

„Wir sehen, was Präsident Putin nun tut: Er schickt jetzt Abertausende Truppen, akzeptiert eine sehr hohe Opferrate, nimmt große Verluste hin“, sagte er laut einem Bericht der ARD einen Tag vor einem Verteidigungsministertreffen in Brüssel. Außerdem schloss Stoltenberg eine Lieferung von Kampfjets an die Ukraine nicht aus. Das mache die Nato nicht zur Konfliktpartei, betonte er.

Die Kämpfe zwischen ukrainischen und russischen Truppen finden seit Wochen rund um die Stadt Bachmut statt. Diese gilt als strategisch wertvoll, um weitere Gebiete zu erschließen. Dort gibt es schwere Verluste auf beiden Seiten. (red mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer

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